Forum: Wissenschaft
Maisfressender Schädling: Die kriechende Gefahr
CABI/DPA

Innerhalb kürzester Zeit hat sich der Herbst-Heerwurm über weite Teile Afrikas ausgebreitet - und bedroht Hunderttausende Hektar Mais. Die Raupe könnte von dort bis nach Deutschland kommen. Was macht sie so gefährlich?

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cassandros 17.02.2017, 13:27
30. Mr. Universe

Zitat von Goldwin
In welch einem Universum leben Sie denn bitte schön?
Eine gute Frage. Ich würde sagen: In einem mächtig verrückten. Es scheint eine Art Douglasadamsiversum zu sein. (Oder es verwandelt sich gerade in ein solches. Oder die Mäuse, die ja bekanntlich den Bau der Erde in Auftrag gegeben haben, waren in der Planungsphase bekifft.) Ich würde gerne in einem "alternativen Universum" (früher sagte man "Paralleluniversum") leben, in dem die Vernunft ein Naturgesetz ist! Eines, in dem die Vernunft eine Erhaltungsgröße wäre wie etwa der Drehimpuls, stelle ich mir recht angenehm vor.

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Pless1 17.02.2017, 13:51
31.

Zitat von Darkqueen
Sie irren sich Mais wird nicht für Bio Kraftstoff angebnaut sondern für Biogas woraus Strom und Wärme gemacht wird . Das absurde ist ja das das Unweltministerium Monokulturen kritisiert aber Biogasanlagen fördert
Mais wird durchaus in großem Maßstab auch für Biokraftstoff angebaut. Zwar nicht in Deutschland aber in den USA, wo der Herbst-Heerwurm ja heimisch ist. Dort wird daraus in großem Stil Bioethanol als Treibstoff hergestellt.

Die Förderung von Biogasanlagen ist übrigens alles andere als absurd, denn Biogas ist die einzige regenerativ Energiequelle, die als Regelenergie betrieben werden kann. Wäre die Förderung spezifischer und dafür an den Einsatz vielfältiger Substrate gebunden wäre das auch ökologisch sehr sinnvoll. Das Problem ist aber, dass die Förderung unspezifisch und knapp ist und die Betreiber dadurch gezwungen sind, auf das wirtschaftlichste Substrat zurück zu greifen - und das ist eben der Mais.

Sinnvoll wäre es, die Biogasförderung deutlich zu erhöhen, aber gleichzeitig konkrete Vorgaben zu machen. Maisanteil beispielsweise bei max. 25%. Interessanterweise würden dagegen insbesondere viele Bauern Sturm laufen: nämlich diejenigen, die intensiv Vieh halten. Die könnten dann nämlich nicht mehr um die Flächen konkurrieren, da es dann wirtschaftlicher wäre, Biomasse für Biogasanlagen zu produzieren. Man könnte damit also sowohl die Energiewende positiv gestalten (da regelbar) als auch die Massentierhaltung eindämmen (ganz ohne Verbote) und zudem ökologische Vielfalt auf den Flächen schaffen durch entsprechenden Substratanbau. Das gibt es aber eben nicht zum Nulltarif und beim Portemonnaie endet leider des deutschen Michels Moral.

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bobrecht 17.02.2017, 14:49
32. Gute nachrichten für Monsantos und Bayer.

Der Schädlingsbefall in Afrika, kommt gerade recht um damit die Notwendigkeit von Glyphosat zu propagieren. Für Monsantos und Bayer ist das doch ein "glücklicher Zufall".

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cassandros 17.02.2017, 15:00
33. Eigentor

Zitat von bobrecht
Der Schädlingsbefall in Afrika, kommt gerade recht um damit die Notwendigkeit von Glyphosat zu propagieren. Für Monsantos und Bayer ist das doch ein "glücklicher Zufall".
Abgesehen davon, daß die Firma Monsato, nicht Monsantos heißt, ist Glyphosat ein HERBIzid.
Schlag mal nach, was Herbizid bedeutet!

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tradepro 17.02.2017, 15:32
34. Nr. 22 @seamanslife

Sie vergleichen allen ernstes die Fluggeschwindigkeit eines Zugvogels mit dem eines fliegenden Wurms? Ich bleibe dabei, ein Wurm schafft keine 1200 km in 30 Stunden...

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cassandros 17.02.2017, 16:15
35. Holometabolie

Zitat von tradepro
Sie vergleichen allen ernstes die Fluggeschwindigkeit eines Zugvogels mit dem eines fliegenden Wurms? Ich bleibe dabei, ein Wurm schafft keine 1200 km in 30 Stunden...
Der "Wurm", wie die Larve hier genannt wird, fliegt natürlich nicht.
Fliegen tut die Imago, also der Schmetterling nach der Metamorphose.
Ein Farbfoto des "fertigen" Schmetterlings findet sich in der Bilderserie zum Artikel.

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fpa 17.02.2017, 16:59
36. Sie mögen es sprachlich doch immer so penibel genau

Zitat von cassandros
"Eigentor" Abgesehen davon, daß die Firma Monsato, nicht Monsantos heißt, ist Glyphosat ein HERBIzid. Schlag mal nach, was Herbizid bedeutet!
Die Firma heißt Monsanto und nicht Monsato.
(nichts für ungut) Der restliche Inhalt ist natürlich korrekt, hätte z.B. aber auch so ausgeführt werden können: "Glyphosat ist ein relativ unspezifisches Unkrautvernichtungsmittel (Herbizid), dessen - im Vergleich zu anderen Unkrautvernichtern - eher positive Eigenschaft ist, für Tiere weniger giftig zu sein als andere Herbizide."

Mehr wäre nicht nötig gewesen, denn der richtige Schluss daraus steckte ja bereits in Ihrer Überschrift "Eigentor".

Das wäre dann immer noch ein belehrender Tonfall, aber nicht mehr der eines Oberlehrers. Eigentlich schade um den Stil, wo doch der Inhalt so richtig ist.

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garfieƖd 22.02.2017, 12:38
37.

Zitat von drittschuldner
Dieser Fall ist doch nur eines von vielen möglichen Beispielen, wenn es um das Zurückschlagen jenes Pendels geht, das durch Wahlzucht und Versklavung von Pflanzen und Tieren immer nur "kurzzeitig" in eine Richtung gedrückt werden kann.
Dieser Fall ist nichts anderes als ein Beispiel für die Auswirkungen einer neuen Art auf ein Ökosystem. Ob eingewandert oder durch Mutation und Selektion entstanden spielt dabei keine Rolle. Der Schädling befällt Mais. That's it. Mit Wahlzucht oder einer skurrilen Idee der Versklavung hat das absolut nichts zu tun.

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drittschuldner 22.02.2017, 21:08
38.

Zitat von garfieƖd
Dieser Fall ist nichts anderes als ein Beispiel für die Auswirkungen einer neuen Art auf ein Ökosystem. Ob eingewandert oder durch Mutation und Selektion entstanden spielt dabei keine Rolle. Der Schädling befällt Mais. That's it. Mit Wahlzucht oder einer skurrilen Idee der Versklavung hat das absolut nichts zu tun.
Sie haben meinen Beitrag gar nicht verstanden. Es ging keineswegs einfach um die Frage der Wirkung einer neuen Spezies auf ein Ökosystem. Vielleicht hilft Ihnen der folgende, etwas ausführlichere Link und das daraus entnommene Zitat:

http://www.spektrum.de/news/der-heerwurm-frisst-die-felder-kahl/1436358

Zitat:
"In Nord- und Südamerika sind große Populationen der Heerwürmer bereits resistent gegen Gifte wie Carbaryl oder Cypermethrin", meint Wilson. Dass jetzt aus Simbabwe von ähnlichen Resistenzerscheinungen berichtet wird, lässt nichts Gutes ahnen. Auch Angriffe mittels Gentechnik hat der Heerwurm schon abgewehrt. Bt-Mais beispielsweise produziert dank eines eingebauten Gens des Bakteriums Bacillus thuringiensis das Insektengift Cry1F. Die anfänglichen Erfolge mit der genetisch modifizierten Art hielten aber nur wenige Jahre an, ehe Forscher bei Spodoptera frugiperda Resistenzen nachweisen konnten. Puerto Rico nahm den Genmais 2008 vom Markt, weil er sich gegen die resistenten Frugiperda-Larven als nutzlos erwies. Auch gegen Pflanzen mit anderen Bt-Stämmen konnten sich die Schädlinge erfolgreich anpassen. /Zitat Ende

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