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Manipulierte Pflanzen: Europäischer Gerichtshof blockiert den Einsatz neuer Gentechni
DPA

Auch gentechnisch verändert Pflanzen, die sich kaum von Züchtungen unterscheiden, fallen in Europa unter das Gentechnikrecht. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden.

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maipiu 25.07.2018, 11:48
1. Bravo!

Dieses Urteil ist sehr erfreulich, denn so kann man noch abwarten, wie das in den USA weitergeht mit Super-Unkräutern und anderen Folgeschäden. Außerdem sind diese Pflanzen patentiert und zementieren die Monopolstellung der Großkonzerne zum Schaden der Landwirte. Bravo EuGH!

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Peletua 25.07.2018, 12:01
2. Gute Entscheidung

Gut zu wissen, dass der Europäische Gerichtshof hier im Sinne von Verbraucher- und Umweltschutz entscheidet.

Das Argument, Ähnliches wie die Genscheren-Technik geschehe tagtäglich auf unseren Feldern, ist höchst windig: Während es sich hierbei um natürliche, anpassende Vorgänge handelt, ist das, was Gentechniker in ihren Labors zusammenbosseln, vorwiegend an die Profitmaximierung irgendwelcher knallköpfiger Konzerne ‚angepasst‘.

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Darkside 25.07.2018, 12:12
3. Sieg der Borniertheit

Es gibt einen breiten wissenschaftlichen Konsens zur Unbedenklichkeit dieser Verfahren und keine einzige Studie, die etwas gegenteiliges aussagt. Selbst in Ländern, die seit Jahrzehnten gentechnisch veränderte Pflanzen einsetzen, gibt es Null Hinweise auf irgendwelche Schäden für Konsumenten. Es wäre interessant, zu wissen, ob die Gegner auch dann noch so gegen Gentechnik sind, wenn ihr Leben von durch Gentechnik erzeugten Medikamenten abhängt...

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Llares 25.07.2018, 12:14
4. Kurzsichtig

Kurzsichtig und Rückwärtsgewand. Damit wäre es möglich gewesen, Züchtungen zu vereinfachen und den Einsatz von Pestiziden und Dünger zurück zu fahren.

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JaNie 25.07.2018, 12:16
5. Das Urteil zementiert die Monopolstellung der Großkonzerne...

@maipiu: Die Großkonzerne können sich die teuren und aufwendigen Zulassungsverfahren leisten, das Urteil schadet diesen Konzernen also am wenigsten. Die kleinen Unternehmen und die öffentlichen Forschungseinrichtungen die CRISPR nutzen könnten um genau die Monopolstellung der Großkonzerne zu durchbrechen sind von dem Urteil hingegen schwer getroffen; sie werden es sich nun nicht leisten können eigenen Pflanzen zu züchten und zuzulassen um damit in Konkurrenz zu den Konzernen gehen zu können. Außerdem wären z.B. neue Züchtungen von öffentlichen Forschungseinrichtungen keinesfalls unbedingt patentiert. Auch hier sind es eher die großen Konzerne die ihre Produkte patentieren lassen (wie Konzerne in allen anderen Feldern auch). Universitäten können es sich hingegen nun (wegen der teuren Zulassungsauflagen) nicht leisten Pflanzen mittels CRISPR zu entwickeln und der Allgemeinheit unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Wir alle haben den Schaden. Unterdessen kann altmodische und sehr ungenaue (d.h. riskante) Mutagenese eingesetzt werden um Samen zu erschaffen die dann auch im Biolandbau gepflanzt werden, nur weil diese Art mit Radioaktivität oder aggresiven Chemikalien zu züchten ein paar Jahre älter ist. (Aber alte Technik ist eben nicht unbeding auch sicherer, wie z.B. alte Autos ohne ABS und Airbag zeigen...)

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Darkside 25.07.2018, 12:19
6. Halb- und Nichtwissen...

Zitat von maipiu
Dieses Urteil ist sehr erfreulich, denn so kann man noch abwarten, wie das in den USA weitergeht mit Super-Unkräutern und anderen Folgeschäden. Außerdem sind diese Pflanzen patentiert und zementieren die Monopolstellung der Großkonzerne zum Schaden der Landwirte. Bravo EuGH!
1. Superunkräuter haben nichts mit Gentechnick zu tun sondern entstehen überall da, wo jahrelang mit den gleichen Herbiziden gearbeitet wird (auch in Europa) - das ist vergleichbar mit Resistenzen von Bakterien gg zu häufig eingesetzte Medikamente.
2. Die Patentierung von Pflanzen ist in Deutschland überhaupt nicht möglich.
3. Die Verfahren um die es hierbei ging würden gerade kleineren Unternehmen nutzen, weil sie deutlich billiger und unkomplizierter als die bisherigen sind.

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stadtmusikant123 25.07.2018, 12:19
7. keine Sternstunde

Europa verwehrt sich dem Fortschritt und schottet sich ab.

Nun ist zum Glück EU und EuGH nicht die Welt.

Aber europäische Bauern müssen also mit dem alten Unkrautvernichtungszeug weiterarbeiten, und damit auf klassischem Weg die Umwelt verschmutzen, siehe Bienensterben.

Das war wahrlich keine Sternstunde des EuGH.

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mercurius 25.07.2018, 12:20
8. .........ein guter Tag

für den Erhalt unsere natürlichen Pflanzenvielfalt und ein Tiefschlag für alle Befürworter des Einsatzes gentechnisch veränderter Lebensmittel. Das Urteil de EgUH ist stimmig und macht Hoffnung.

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xand0r 25.07.2018, 12:21
9. Leider kein sinnvolles Urteil

Leider zeigt sich hier wieder die irrationale Angst der Europäer. Gerade CRISPR/CAS9 ist deutlich sinnvoller als bisherige Mutagenese-Verfahren, es ist effizienter, gezielter , günstiger und sogar sicherer.

Aber so bestrahlen wir halt weiter das Saatgut, in der Hoffnung die gewünschte Mutation per Zufall zu erreichen, um dann aber noch die unerwünschten Mutationen rauszuzüchten. Das Ergebnis ist im besten Falle identisch.

Kleiner Hinweis zum Artikel: Crispr-veränderte Organismen sind nicht nur ähnlich zu "normalen" Züchtungen, sondern von diesen nicht unterscheidbar.

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