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Manipuliertes Sperma: Malaria-Mücken zeugten nur noch Söhne
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Erstmals haben Forscher Malaria-Mücken genetisch so manipuliert, dass diese fast nur noch männliche Nachkommen zeugten. Ganze Moskito-Populationen starben aus. Ein weiterer Schritt im Kampf gegen die Krankheit.

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beteigueze 10.06.2014, 23:16
10. Überbevölkerung

Ich frage mich, sollte diese Aktion tatsächlich gelingen, wie diese Menschen in Afrika ernährt werden sollen. Diese 600.000 "Überlebenden" sind zu 95% Kinder, also 570.000 Köpfe, wovon vllt. 50% Mädchen sind. Frauen z.B. in Nigeria bekommen im Schnitt 6 Kinder (Quelle: ZDWA). Gesetzt der schrecklichen Annahme, dass von diesen sechs Nachfahren nur die Hälfte ins gebähr- und zeugungsfähige Alter kommt, würde sich die Bevölkerung in Afrika in 105 Jahren um mehr als 620 Millionen Köpfe erhöhen (immer vorausgesetzt, dass die Mädchen mit 15 Jahren ihren ersten Nachwuchs zur Welt bringen). Selbst bei sinkender Fertilisationsrate, die evtl. durch wachsenden Wohlstand entsteht, ändert sich nur wenig, da aus dem gleichen Grund auch die Überlebensrate des Nachwuchses steigt.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: jedes menschliche, tierische und pflanzliche Leben ist wertvoll und schützenswert und ich bin auch ganz sicher kein Eugeniker oder so was in der Richtung. Nur es muß erlaubt sein, zu fragen, wie dieses Mehr an Menschen ernährt, gekleidet und ausgebildet sein soll. Ein Unterfangen, mit dem die Mehrheit der afrikanischen Staaten jetzt schon hoffnungslos überfordert ist

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alex.eckhardt 10.06.2014, 23:27
11. Selrktionsdruck?

Würde erwarten, dass nach wenigen Generationen die "Männchen"Mücken aussterben und die erfolgreichen "normalo" Mücken ohne Gendefekt wieder die alte Position einnehmen - als sei nichts gewesen. 95% ist keine wirklich hohe Quote...

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tam_venceremos 10.06.2014, 23:45
12. Ahja

' Es gibt eben Kreaturen, auf die man (sowie die Natur) ganz gut verzichten kann.'... sprach der Löwe und machte sich über den Menschen her. :)

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dr.lk 11.06.2014, 00:13
13. Ja Ja Ja , Aber....

rottet die Fiecher aus!
Aber: die Pharma Lobby wird das schnell einmotten, denn mit schlechten Impfstoffen kan man Milliarden verdienen!
Genau das Gegenteil wurde übrigens mit dem Kariesimpfstoff gemacht. Der wurde eingemottet, sonst wäre der gesamte Zahnmedizin Umsatz weggebrochen.

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Wolfgang Probstmeier 11.06.2014, 00:31
14.

Wenn das wirklich funktioniert, dann bitte Mücken insgesamt abschaffen!

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mhwse 11.06.2014, 00:36
15. mir fällt da noch ein:

Zitat von Al29
Meine Wunschliste: - spanischen Nacktschnecken - Läuse in allen Farben - Wühlmäuse (zumindest die in meinem Garten) - Zecken Danke.
der Bediener des nervenden Laubbläsers / Rasenmähers ..

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barlog 11.06.2014, 01:36
16.

Zitat von knowit
jetzt wollen sich hier allen Ernstes "ökologisch verantwortungsvolle" Menschen gegen die Ausrottung des malariaübertragenden Moskitos einsetzen. So wie mich vor ein paar Jahren bei einer akuten Wespenplage ein sehr verantwortungsvoller Zeitgenosse aufforderte, mit deren Dezimierung aufzuhören...Kann ich irgendwie alles nur sehr schwer nachvollziehen. Es gibt eben Kreaturen, auf die man (sowie die Natur) ganz gut verzichten kann.
Wen sie da so ironisch mit "ökologisch verantwortungsvoll" betiteln, sind Menschen, die nicht so kleingeistig veranlagt sind, daß sie Lebewesen, die manchmal in ihre Komfortzone (ihre Wohnstube oder ihr Garten) eindringen, als verzichtbar bezeichnen bzw. gleich stellvertretend für die ganze Natur sprechen (köstlich!).
Eigentlich gibt es hierfür nur zwei mögliche Gründe: Entweder man ist intelligent genug, um zu begreifen, daß Mücken einen wichtigen Platz in der Nahrungskette u.a. von Fischen, Vögeln, Amphibien, Reptilien und anderen Insekten haben und negiert dies bewusst oder man ist einfach zu dumm. Gilt auch für Wespen, die neben Fliegen und Bremsen auch Mücken (!) fressen und (außer für Allergiker) nicht besonders gefährlich sind.
Ich fühle mich auch zuweilen von stechenden Insekten belästigt (und würde lieber lesen, daß man diesem krankheitsbringenden Einzeller in den Mücken den Garaus macht), finde es aber (Achtung - neuer Grund zum Aufregen!) zunehmend bemerkenswert, daß viele große Wald und Steppengebiete nur deswegen noch nicht mit Monokulturen und Massenviehzucht zerstört wurden, weil die Existenz dieser Plagegeister dies verhindert.
Wovon die Babyelefanten und die lustigen Erdmännchen, die sie doch bestimmt als wertvollen Teil der Natur betrachten, in der Wildnis profitieren.
Sie sehen, es gibt da in der Natur sehr komplexe und nicht immer leicht durchschaubare Zusammenhänge und Kreisläufe. Welche unverzichtbare Funktion haben sie eigentlich in diesem System?

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trolleyhog 11.06.2014, 02:55
17. @knowit

ich frage mich, woher sie wissen wollen, dass die natur auf diese art verzichten kann? die mücke hat wohl noch keine tierart ausgerottet...wir menschen dagegen schon viele....auf wen kann die natur wohl eher verzichten? der wahre plagegeist ist und bleibt der mensch......"treffen sich 2 planeten, sagt der eine: 'mir fehts schlecht - ich hab mir menschen eingefangen' sagt der andere: 'halb so wild, das geht vorbei'

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Jo-achten-van-Haag 11.06.2014, 03:44
18. Da sind sie wieder!

Dummschwätzer, solange es sie nicht selbst betrifft ist gut verteufeln.

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lema2011 11.06.2014, 07:40
19. Evolution

die mücke verhält sich evolutionsmässig gesehen durch die malariaübertragung uberlebensunfähig, denn ein anderes lebewesen, der homo sapiens, sorgt für seine ausrottung und gut ist. anpassung wäre dann für die mücke, wenn diese die fähigkeit verlieren würde, die krankheit zu übertragen und der homo sapiens dann sich anderen zielen widmen würde...

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