Forum: Wissenschaft
Marin Soljacic: Der Mann, der Strom durch die Luft schickt

Was nutzen Mobilgeräte, wenn man sie dauern an Kabeln aufladen muss? Der Physiker Marin Soljacic will die Welt von Netzkabeln befreien, Handys und Computer einfach in der Tasche aufladen lassen. Einen kabellosen Fernseher hat er schon gebaut, aber die Ausführung ist verzwickt.

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GM64 26.04.2009, 19:43
1. So etwas gibt es schon

Philips bietet schwimmende LED Lampen die mittels Induktion aufgeladen werden können, die werden in eine Mulde hineingelegt und müssen da nicht eingestöpselt werden.
Aber wenn man dabei viel Energie verschwendet, dann ist es nicht interessant. So schlimm sind Kabel gar nicht.
Wenn er jetzt einen verlustfreien Trafo gefunden hätte, das wäre schon.

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lichtschalter 26.04.2009, 19:49
2. Strahlung Nein Danke

Schon jetzt ist der metropole Raum stark mit technischer Funkstrahlung belastet. Viele Menschen und Tiere leiden darunter. Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Meinung spielen die Probleme herunter oder versuchen die Zusammenhänge zu verschleiern. Je mehr Energie die Signale haben, die man "durch uns hindurch" schickt, desto eindeutiger werden die Symptome. Sie werden möglicherweise nicht mehr so diffus bleiben, wie daß sich jemand "dreckig fühlt" oder Nackenverspannungen hat ("falsche Sitzhaltung").
http://www.scribd.com/doc/14317366/V...TS-und-GSM-900
http://omega.twoday.net/stories/5651982/
Es gibt eine natürliche Wetterstrahlung an welche sich die Evolution angepasst hat. Tiere und Pflanzen arbeiten damit, "wissen" wann welches Wetter ansteht (zB Ameisen, dichten den Bau ab)- oder ein Erdbeben. Da sollte nichts "dazwischenfunken" - schon gar nicht mit der natürlichen Pulsfrequenz (8 Hz) wie es der Mobilfunk tut.

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evoluzzer 26.04.2009, 20:15
3. Induktive Kopplung ist eine seit langem angewandte Technologie

"Induktive Kopplung" ist eine seit nahezu 100 Jahren in vielfacher Weise angewandte Technologie, für die man sicher weitere sinnvolle Anwendungsgebiete finden kann, die man jedoch nicht jedes Jahrhundert wieder neu "erfinden" kann.

Um einen elektrischen Resonanzkreis zu erklären, braucht man nicht "eine Opernsängerin, die einen Ton singt und eineinziges Glas das (mechanisch) mitschwingt" zu bemühen. Jedes Gerät zum Empfang von elektromagnetischen Schwingungen, im Volksmund "Radio, TV-Tuner, Funkempfänger" genannt, arbeitet mit abgestimmten, besser variabel abstimmbaren, Resonanz-Schwingkreisen, um ausschließlich elektromagnetische Schwingungen einer bestimmten Frequenz empfangen zu können.

Und was die drahtlos zum Leuchten gebrachte Glühlampe anbetrifft: In der unmittelbaren Nähe der großen Langwellen-Sender in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, z.B. Königs-Wusterhausen, haben findige Bastler mit abgestimmten Empfangsantennen schon Glühbirnen zum Leuchten gebracht. Das Problem war damals, wie auch heute, der geringe Wirkungsgrad, und der entstehende Elektro-Smog.

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Newspeak 26.04.2009, 20:15
4. ...

Zitat von lichtschalter
Schon jetzt ist der metropole Raum stark mit technischer Funkstrahlung belastet. Viele Menschen und Tiere leiden darunter. Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Meinung spielen die Probleme herunter oder versuchen die Zusammenhänge zu verschleiern. Je mehr Energie die Signale haben, die man "durch uns hindurch" schickt, desto eindeutiger werden die Symptome. Sie werden möglicherweise nicht mehr so diffus bleiben, wie daß sich jemand "dreckig fühlt" oder Nackenverspannungen hat ("falsche Sitzhaltung"). Es gibt eine natürliche Wetterstrahlung an welche sich die Evolution angepasst hat. Tiere und Pflanzen arbeiten damit, "wissen" wann welches Wetter ansteht (zB Ameisen, dichten den Bau ab)- oder ein Erdbeben. Da sollte nichts "dazwischenfunken" - schon gar nicht mit der natürlichen Pulsfrequenz (8 Hz) wie es der Mobilfunk tut.
Ihr Einwand ist, tut mir leid, wissenschaftlicher Unsinn. Der Mensch lebt sein Anbeginn der Zeit in einem Universum, das immer und überall von elektromagnetischen Feldern wechselnder Stärke durchdrungen ist. Strahlung des gesamten elektromagnetischen Spektrums dringt auf uns ein, und zwar aus natürlichen Quellen mitunter sehr viel stärker, als aus technischen Anlagen. Wenn sich die Ionen in ihrem Körper bewegen, z.B. im Zuge der Weiterleitung von Nervensignalen, d.h. faktisch immer, erzeugen sie ebenfalls ein elektromagnetisches Feld, klein zwar, aber in der Summe bestimmt nicht zu vernachlässigen. Jedes Gewitter setzt lokal mehr Energie frei, als irgendein Handy. Die physikalischen Zusammenhänge sind klar, niemand in der Wissenschaft hat einen Nutzen darin, diese zu "verschleiern", aber viele in der Gesellschaft haben auch nicht die geringste Ambition sich ernsthaft mit der nötigen Physik auseinanderzusetzen, wozu auch, wenn es doch viel bequemer ist, jedem dahergelaufenen Esoteriker Glauben zu schenken. Die menschliche Gesundheit wird jedenfalls durch menschliches Verhalten (falsche Ernährung, Rauchen, Alkohol usw.) erheblich und faktisch nachweisbar um Größenordnungen stärker beeinflußt, als durch irgendein technisches Gerät!

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rotas 26.04.2009, 20:40
5. Oberflächlicher Artikel

Mein Beileid zu diesem Artikel. IMO schlecht recherchiert, muss wohl ein Nichttechniker geschrieben haben.

Der physikalische Effekt, der dort genutzt wird, ist die magnetische Kopplung. Schon lange bekannt und vielfach eingesetzt. Drahtlos Im Haushalt zu finden in Induktionsherden und elektrischen Zahnbürsten, etc. Gesundheitlich bedenklich, da sich das magnetische Feld nicht auf einen Punkt eingrenzen lässt und im Hochfrequenzbereich sich das Feld ausdehnt. Lt Wikipedia gibt es keine genauen Studien zur EMV, aber Verdachtsmomente.

IMO nix mit Guru.

Best Regards.

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Edgar 26.04.2009, 20:53
6. Es rast der Puls, wir rasen mit...

Zitat von lichtschalter
...schon gar nicht mit der natürlichen Pulsfrequenz (8 Hz) wie es der Mobilfunk tut.
:-D
Wenn das ihr 'natürlicher' Pulsschlag ist, sollten Sie schleunigst zum Arzt gehen. Meiner liegt bei etwa 1 Hz.

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lichtschalter 26.04.2009, 21:06
7. Physik ist nicht Biologie

Zitat von Newspeak
Ihr Einwand ist, tut mir leid, wissenschaftlicher Unsinn. Der Mensch lebt sein Anbeginn der Zeit in einem Universum, das immer und überall von elektromagnetischen Feldern wechselnder Stärke durchdrungen ist. Strahlung des gesamten elektromagnetischen Spektrums dringt auf uns ein, und zwar aus natürlichen Quellen mitunter sehr viel stärker,
Sie sollten sich mit den wissenschaftlichen Quellen auseinandersetzen. Es gibt bereits eigene Fachzeitschriften zum Thema (bioelectromagnetics, siehe link letzter Beitrag(haben Sie die überhaupt gelesen???)). Wenn Sie sich mit der Literatur auseinandersetzen wollen würden, käme es Ihnen kaum in den Sinn physikalisches einfach auf die Biologie zu übertragen. Physiker dachten ja auch erst daß Ihnen ionisierende Strahlung nichts anhaben würde. Für einige ein fatalter Irrtum den sie mit dem Leben bezahlt haben, zB Curie. Es ist seit langem bekannt daß ultarschwache technische Strahlung, wenn sie DAUERND auf einen Organismus einwirkt, krank macht. Siehe zB:
http://www.iddd.de/umtsno/rus.htm
Und es wird sehr wohl verschleiert: Die Versuchsdesigns werden zB so gestaltet daß negative Wirkungen der Strahlung möglichst nicht auftreten - zB indem man die Versuchspersonen blos 45 min exponiert. In Wirklichkeit sind Menschen am Arbeitsplatz oder in der Wohnung oft permanent exponiert. Der Zeitfaktor ist bei der Bewertung der Belastung entscheidend. Wenn ein Akku drahtlos in einer halben Stunde geladen wird mag das angehen. Aber was Dauerbelastung betrifft - in der eigenen Wohnung durch Nachbarn etc - steht uns noch eine öffentliche Diskussion bevor. Die Gerichte denken möglicherweise schon um:
http://omega.twoday.net/stories/5605761/
An natürliche Strahlung besteht eine gewisse Anpassung - richtig. Und wie schon gesagt macht sich die Natur diese teils zunutze. Aber das zeigt ja gerade daß technische Strahlung irritieren kann. Man wird die technische Strahlung nichts aus der Welt schaffen - aber man muß Sie auf die Biologie abstimmen: räumlich, zeitlich, von der Intensität, sowie was Frequenz und Signalform betrifft.

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Tesla2000 26.04.2009, 21:13
8. Haha

Wohl noch nie etwas von Nikola Tesla gehört.

Dessen Entwicklungen wurden erfolgreich aus der Wissenschaftsgeschichte getilgt und werden nun "wiederentdeckt" und dann ausgerechnet auch noch von einem Landsmann. Na ja bleibt nichts hinzuzufügen.
Das vorgeschlagene Modell erinnert tatsächlich eher an die magnetische Kopplung der elektrischen Zahnbürste und hat mit wirklicher drahtloser Energieübertragung weniger zu tun.

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Edgar 26.04.2009, 21:23
9. Doch keiner kann in Frieden leben...

Zitat von Newspeak
Die menschliche Gesundheit wird jedenfalls durch menschliches Verhalten (falsche Ernährung, Rauchen, Alkohol usw.) erheblich und faktisch nachweisbar um Größenordnungen stärker beeinflußt, als durch irgendein technisches Gerät!
Ja, aber Sie verstehen nicht:
Mit den bösen Wellen kann man ANDERE beschuldigen, den bösen Nachbarn z.B., der einen 'bestrahlt'.
Das ist wie mit dem 'Passivrauch'.
Der ist genau so harmlos wie diese 'Passivstrahlung'. Aber ein willkommener Anlass zum Nörgeln.

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