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Maschinelles Lernen: Die KI-Revolution im Reagenzglas
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Vergessen Sie selbstfahrende Autos und sprachgesteuerte Lautsprecher: Die dramatischsten Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz werden sich in den kommenden Jahren in einem ganz anderen Bereich zeigen.

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hessenkarussel 13.01.2019, 15:16
1. Was ist der Unterschied zu heute...?

Schon IMMER haben Betugte statistisch eine höhere Lebenserwartung als Arme.

Früher sicherte Geld den Zugang zu sauberem Wasser und bewahrte vor körperlicher Schwerstarbeit.

Heute heißen diese Annehmlichkeiten private Chefarztbehandlung und deutlich mehr Freizeit bei nahezu ausschließlicher wissensbasierter Arbeit.

Morgen bedeutet es eben den Zugang neuer medizinischer Möglichkeiten. Also im Grunde nichts anderes als die Fortschreibung der Geschichte mit anderen Mitteln.

Imho ist aber nicht entscheidend, ob ein paar Superreiche länger leben. Wichtig ist, dass heute Menschen am unteren Ende statistisch länger leben als Superreiche aller Generationen zuvor. Insofern bleibt die Gesamtentwicklung erfreulich; und zwar für ALLE!

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2. Die extremen Lebensverlängerungsmöglichkeiten

Äußerst klug, Christian.
Schon in David Deutschs Beginning of Infinity aus 2011 konntest du
vorausschauend lesen, wie er die ersten Ansätze einer
erstrebenswerten unbegrenzten Lebensverlängerung beurteilt.
Gar nicht zu sprechen von Kurzweils mittlerweile Jahrzehnte
lang andauerndem Gospel von der Singularity, in dem er die
durch AI erlangten Fähigkeiten auch in den extremen
Lebensverlängerungsmöglichkeiten erkennt.

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nadja_romanowa 13.01.2019, 15:45
3. Endlich...

...mal ein Beitrag dazu.
Das und genau das sind die großen Herausforderungen der näheren Zukunft. Bio-, Nano- und Gentrchnologie gepaart mit Rechenpower und KI. Irgendwann werden daraus sich selbst replizierende Maschinen/Organismen/Wesen.
So langsam sollte sich die Menschheit darauf vorbereiten, dass das kommen wird und zu weitreichenden gesellschaftlichen Verwerfungen führen wird. Allein die Frage nach der rechtlichen Stellung von künstlichem Leben wird uns herausfordern. Dazu ein einfaches Beispiel: Wird ein künstlich geschaffenes Lebewesen auch ohne weiteres wieder getötet werden dürfen?
Es wird spannend.

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babblebrox 13.01.2019, 15:53
4. Was wollen Wir....

... damit erreichen?
Ethisch gesehen schaffen wir die Grundlage für die Frage wo der Sinn des Menschen liegt. Sein Denken, sein Tun wenn eine KI es dann doch besser kann?
Schaffen wir damit die Entwicklung einer bionischen Maschinengesellschaft wie in zahlreichen Sifi-Romanen immer wieder skizziert wird?
Und Wem soll sie dann nützen? Unser aktuelles Gesellschaftssystem basiert ja auf Erfolg und Gegenwert. Nur was passiert wenn kein Gegenwert und damit Einkommen zum Selbsterhalt und Daseinsvorsorge nicht mehr möglich ist weil ja die Maschine eh alles besser kann?
Ich habe den Eindruck das die kommerzielle Wissenschaft die Tragweite und Auswirkungen nicht mehr im Fokus oder keine Priorität zuordnet wenn es nicht dem Profit dient, auch wenn es in schöne Worthülsen gepackt wird.
Ich hoffe das die aktuelle Generation aus den Gebaren von Google, Facebook, Instagram usw. wie auch gewissen Einrichtungen ihre richtigen Schlüsse zieht. Ein Blick nach China sollte eigentlich nachdenklich stimmen. Sollte...

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dneshm 13.01.2019, 16:08
5. Weiterer Schritt in Richtung evolutorischer Freiheit

..das ist nur ein konsequent weiterer Schritt in Richtung Freiheit des Menschen. Sehr grob gesprochen wird man irgendwann die Kenntnis von DNA-Struktur über die Proteinbiosynthese nutzen, die Evolution zweck- bzw. problemorientiert durch Menschen und Maschiene zu steuern. Neue Organismen mit konkreten Eigenschaften formen, Krankheiten heilen, Leben verlängern etc. Die Grenzen werden wohl nur durch die jeweilgen dann gültigen Vorstellungen oder Probleme definiert.

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kytomus 13.01.2019, 16:33
6. KI-Überbewertung

KI ist ein unglücklicher Name. Es sieht so aus als ob die Maschine intelligent und kreativ sei. Der Algorithmus nach dem sie arbeitet stammt jedoch von kreativen Informatikern. Der Vorteil liegt nur im schnelleren Rechnen und Auswerten von "beliebig" vielen Daten wobei eine Korrektur (heißt dann lernen) vorgenommen wird wenn es zum falschen Ergebnis (Beispiel: Spielen von Schach) kommt.

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three-horses 13.01.2019, 16:39
7. Das Export Mensch.

Zitat von dneshm
das ist nur ein weiterer Schritt in Richtung Freiheit des Menschen. Sehr grob gesprochen wird man irgendwann die Kenntnis von DNA-Struktur über die Proteinbiosynthese nutzen, die Evolution zweck- bzw. problemorientiert durch Menschen und Maschiene zu steuern. Organismen formen, Krankheiten heilen, Leben verlängern etc. Die Grenzen werden durch die jeweilgen dann gültigen Vorstellungen oder Probleme definiert.
Als Paket ins Weltall. Raspberry, 3D Drucker, die Zutaten in Pulverform,
ein Mixer von Aldi. So irgendwie haben wir als Halbaffen die Erde mal erobert. Nun umgekehrt.

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syracusa 13.01.2019, 16:46
8. menschliche Leihmütter für KI

Ist der Mensch, der aus einer z.B. auf optimale Intelligenz designten DNA hervorgeht, überhaupt noch ein Mensch? Oder ist das dann eine KI? Und die Frau, die diesen designten Menschen ausgetragen hat, muss man dann doch eher als eine Art Leihmutter für die KI verstehen.

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Emderfriese 13.01.2019, 16:53
9. Eden

Zitat von dneshm
..das ist nur ein konsequent weiterer Schritt in Richtung Freiheit des Menschen. Sehr grob gesprochen wird man irgendwann die Kenntnis von DNA-Struktur über die Proteinbiosynthese nutzen, die Evolution zweck- bzw. problemorientiert durch Menschen und Maschiene zu steuern. Neue Organismen mit konkreten Eigenschaften formen, Krankheiten heilen, Leben verlängern etc. Die Grenzen werden wohl nur durch die jeweilgen dann gültigen Vorstellungen oder Probleme definiert.
Oder eine mobile KI kommt dahinter, dass Menschen doch sehr unfertige Exemplare einer chemischen Mischung sind, die in Wahrheit viel zu viele Fehler enthält. Die KI wird erkennen, dass das Prinzip des trial and error auf lange Sicht nur bedingt erfolgreich sein kann, eben nur, bis es dahin gekommen ist, die KI zu erschaffen. Das wars dann. Bestenfalls schickt uns die KI zurück in den "Garten Eden", wo wir allerdings ohne die Möglichkeit jenes Apfelbaums weiter leben dürfen bis ans Ende unserer Tage.

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