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Masern: Zeugung während Seuchen schützt Kinder vor Epidemien
DPA

Kinder, die während einer Masern-Epidemie gezeugt wurden, sind weniger anfällig für die Krankheit. Der Schutz geht aber wohl zulasten anderer Entwicklungsprozesse.

chen-men 23.04.2014, 02:24
1. Ziemlich rätselhaft...

Mußten Mutter / Vater selbst an Masern erkrankt gewesen sein, um diesen Effekt hervorzurufen? (Vermutlich, denn wie sonst wäre das zu verstehen?)

Wie steht es mit Impfungen: haben die auch solche Folgen? Kann ich mir nicht vorstellen, da heute (glücklicherweise!) die große Mehrzahl vielfach geimpft ist - und die durchschnittliche Lebenserwartung in den Ländern mit hoher Durchimpfung dramatisch gestiegen ist und immer weiter steigt - wie gerade die Demografen im MPI Rostock überzeugend nachgewiesen haben.

Das Zurückdrängen der Seuchen nicht nur durch Hygiene, sondern auch durch milliardenfaches Impfen hat zweifellos ganz entscheidenden Anteil an diesem großartigen Fortschritt.
Nun müssen wir "nur" noch die heutigen "Seuchen" nach ähnlichen Grundsätzen zurückzudrängen, etwa Typ2-Diabetes, Hypertonie, Demenzen. Aber das wird die Krankheits-Industrie schon verhindern, denn ihre Milliarden-Profite erzielen sie mit Kranken, vor allem chronisch Kranken, nicht mit Gesunden.

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Miere 23.04.2014, 02:25
2. Fragen offen

Der Befund, dass Kinder, die während einer Masern-Epedemie gezeugt wurden, dadurch nachher resistenter gegen eine ganz andere Krankheit wurden, nämlich Pocken, ist ja spannend. Erhöhte Masern-Resistenz wäre weniger verwunderlich, aber Pocken-, also offenbar generall gegen alle Infektionskrankheiten, das ist beachtlich.
Aber da sind Lücken.
Der Artikel sagt nicht, an was die erhöhte Sterblichkeit von krankheitsresistenten Kindern in Zeiten, wo keine Epedemien auftraten, liegen könnte. Geringeres Wachstum lasse ich nicht gelten. Dann waren sie halt kleiner, na und? Da stirbt man nicht dran.
Als nächstes käme natürlich ein Vorschlag, was für Moleküle genau im Immunsystem gleichzeitig vor Masern und Pocken schützen.

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mhwse 23.04.2014, 10:18
3. nee ..

Zitat von chen-men
Mußten Mutter / Vater selbst an Masern erkrankt gewesen sein, um diesen Effekt hervorzurufen? (Vermutlich, denn wie sonst wäre das zu verstehen?) Wie steht es mit Impfungen: haben .....
durch die erhöhte Alarmbereitschaft des Immunsystems werden die Startergene für Immunbereitschaft akviert.

Nicht nur die im Körper der Eltern, sondern auch die in den Zellen der Fortpflanzungsorgane ..

Dass das beim Vater funktioniert/funktionieren kann ist nachvolziehbar (Spermien werden stetig nachproduziert) .. die Keimzellen der Mutter wurden aber schon vor der Eigenen Geburt "as is" fixiert .. wäre spannend zu wissen ob und wie die Startergene in der Eizelle aktiviert werden.

(Der Nachweis des Vorteils der geschlechtlichen Fortpaflanzung, bei der zumindest ein Teil "tagesaktuell" auf Umweltereigenisse reagieren kann, und dies in seine genetische Information weiterleiten kann, während der andere Teil eher statisch Information weiter gibt, sollte nicht so schwer sein, schliesslich funktioniert das System ..)

Gut ein gewisser Herr Darwin würde das nicht so gerne hören .. aber es macht einfach mehr Sinn als in maximal 10 - 12 (beim Menschen) Nachkommen zu investieren, die dann alle an hochinfektiösen Krankheiten sterben.

Dann lieber den Faktor 1:10 schaffen mit geringeren Lebensaussichten für den Überlebenden, der sich aber dann zumindest wiederum fortpflanzan kann ..
(vermutlich kommt es durch die hohe Immunantwort bereits im Uterus zur

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