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Mecklenburg-Vorpommern: Nandus vergrößern ihren Lebensraum weiter
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In Mecklenburg-Vorpommern fühlt sich eine südamerikanische Vogelart wohl: Die Nandus, die vor einigen Jahren aus einem Gehege ausbrachen, sind zu einer stabilen Population angewachsen. Jetzt erweitern sie ihr Revier nochmals.

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minsch 06.11.2014, 00:22
40.

Zitat von fischersfritzchen
... weil sich das Beutespektrum von Jäger und Waschbär teilweise überschneidet. Zumindest hier im ländlichen Niedersachsen erzählte unser Jägersmann, dass Waschbären sich von sog. Niederwild ernähren. Also Hasen, Rebhühner und solcherlei. Und diese Tiere isst auch der Jäger gern. Unser verkauft sogar gelegentlich Hasen. Anders sieht es vielleicht bei den Stadtwaschbären aus, die sich ja gerne aus Mülltonnen ernähren. Die sind, da gebe ich Ihnen Recht, eher keine Konkurrenz.
Nee, wirklich keine Konkurrenz, allenfalls für die Müllabfuhr. Aber ich denke, dass mit den Schäden ist häufig eine rein theoretischen Diskussion, denn teilweise ernähren sich die neuen Arten ja auch von Tieren, die erhebliche Schäden verursachen, und zwar sowohl einheimische Arten und fremde Arten, die sonst keine natürlichen Feinde mehr(!) hätten, weil wir deren natürlichen Feinde schlicht ausgerottet haben, zum anderen gibt es zwischen den Arten mit gleicher oder ähnlicher Ökonische einen Konkurrenzkampf: Wenn die zugewanderte Art bspw. nicht die Rinde von Bäumen frisst, erledigt dies eben eine einheimische Art, die sich ohne die Futterkonkurrenz stärker vermehren kann. Problematisch wird es nach meiner Meinung nur, wenn fremde Arten einheimische Arten völlig ausrotten, entweder, weil diese sie schlicht verspeisen, oder weil sie denen alles wegfressen. Dann sollte man dagegen etwas unternehmen, das selbe gilt hinsichtlich von eingeschleppten Arten, die Krankheiten übertragen, aber ansonsten: Ist doch auch ganz nett, wenn weitere Arten dazu kommen. Und die Forst- und erst recht die Landwirtschaft soll einmal ganz still sein, wenn es um fremde Arten geht, denn wenn man denen alle die Pflanzen und Tiere wieder wegnehmen würde, die hier nicht einheimisch sind, hätten die kaum noch etwas im Angebot, wir könnten unser Brot wieder aus Bucheckern und Eicheln backen, und als Gemüse und Salat gibt es Brennnesseln, Löwenzahn und ähnliches.

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minsch 06.11.2014, 00:32
41.

Zitat von Herr Hold
Das Wildschweine in der Stadt herum stromern- ok. Aber dass die mittlerweile auch Baumärkte überfallen geht selbst mir zu weit. http://www.fr-online.de/rhein-main/wilde-tiere-in-hessen-wildschwein-auf-beutezug-im-baumarkt,1472796,28954138.html
Schweine gelten doch als intelligent, ist wohl doch nicht so, sonst hätte es doch wohl statt einem Baumarkt einen Lebensmittelladen genommen.

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Miere 06.11.2014, 05:27
42. Ist doch schön.

Solange sie einen Lebensraum nicht massiv umkrempeln und andere Arten platt machen, was ist gegen Neophyten zu sagen? Europa ist seit dem Aussterben der Arten gemäßigten Klimas während der Eiszeit Einwanderungsland für Pflanzen und Tiere. Schade ist eigentlich nur, dass die Großtrappen nicht genauso leicht wiederkommen. Aber mal ehrlich, hundert Tiere? Und das soll schon eine stabile Population sein?

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andre_22 06.11.2014, 09:52
43.

Zitat von Miere
Solange sie einen Lebensraum nicht massiv umkrempeln und andere Arten platt machen, was ist gegen Neophyten zu sagen? Europa ist seit dem Aussterben der Arten gemäßigten Klimas während der Eiszeit Einwanderungsland für Pflanzen und Tiere. Schade ist eigentlich nur, dass die Großtrappen nicht genauso leicht wiederkommen. Aber mal ehrlich, hundert Tiere? Und das soll schon eine stabile Population sein?
Neophyten sind nicht heimische Pflanzen!:))

Aber sei es drum! Es ist schon ein gewaltiger Unterschied ob eine Pflanze oder Tier "natürlich" einwandert oder eingeschleppt wird und sich dann verbreitet!

Wenn ich hier die Kommentare so lese, ist es schon erschreckend wie wenig wissen vorhanden ist! Der Nandu ist geschützt, das stimmt wohl,nur gilt dieser Schutz für Wildlebede Bestände. Die Ursprungspopulation dieser Tiere waren rechtlich gesehen aber als Nutztiere einzustufen! Jede Neozoe Art hat in gewisserweise einen Einfluss auf heimische Arten,sei es Konkurenz,Einfluss als Fressfeind auf heimische Arten oder gar genetische vermischung. Neozoe Raubtierarten zb. Waschbar, Marderhund und Mink haben grösseren Einfluss als zb. Pfanzenfresser.
Allein die Entscheidung, die Nandus mal machen zu lassen war vollkommen Irrsinnig, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, was übrigens vorausgesagt wurde und über kurz oder lang wird man um Abschüsse nicht herumkommen!

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Stegreif 06.11.2014, 10:56
44. Wildschweine überfallen Baumarkt

Zitat von minsch
Schweine gelten doch als intelligent, ist wohl doch nicht so, sonst hätte es doch wohl statt einem Baumarkt einen Lebensmittelladen genommen.
Klar, die haben halt vorher die Werbung gesehen: "Alles in Obi"

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#Nachgedacht 06.11.2014, 12:02
45. Die Masse machts!

Graureiher und Kormorane sind schön anzusehen, Rehe und Hirsche erfreuen das Auge, Stadtfüchse sorgen für Legenden. Die Tiere an sich stellen erst mal kein Problem dar. Erst eine bestimmte Größenordnung die ein Ungleichgewicht schafft stellt ein Problem dar.
Wer schon einmal aufgewühlte Straßenränder und Radwege in dem grünen Randgebieten und dem Umland von Berlin gesehen hat, weiß das Wildschweine auch zur Plage werden können. Wer schon einmal Zuchtseen zur "Tischzeit" im Ansiedlungsraum von Graureihern gesehen hat weiß, das hier ein Ungleichgewicht entsteht,
Es gibt Gegenden in denen weiß man ds man einfach extrem vorausschauend und vorsichtig als Autofahrer mit Einbruch der Dunkelheit fahren muss.
Ein "Spazierweg" längs und quer übers Auto ist angesichts von Sand und anderem Dreck unschön aber verkraftbar so lange alle Kabel heil sind und keine Verbindungen gekappt wurden.
Es ist wie bei vielen anderen Dingen es kommt auf die Ausgewogenheit an. In D wo es immer um Maximal oder Minimal geht ist das natürlich ein Problem.
Schutz koste es was es wolle, ist sicher genau so wenig akzeptabel wie Vernichtung um jeden Preis.

Ein mal mehr zeigen diese Nandus, das Wissen der Menschheit reicht immer noch nicht aus um die Zusammenhänge der Natur zu verstehen,
Aber man wird wohl auch weiter so tun, wenn es darum geht einigen wenigen Firmen gute Einkünfte zu sichern zu behaupten man habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und das richtige Konzept parat.
Klimaveränderungen sind natürlich und schon immer wurden Pflanzen und Tiere mit auf Wanderschaft genommen. In der Natur gibt es keinen Stillstand und keinen optimalen Dauerzustand - das wäre das Ende allen Lebens!
Nachgedacht

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Montanabear 09.11.2014, 01:11
46. Willibaldus

Schön, dass sich die Bremer über "ihren" Wolf freuen. Einen Hund deswegen anzuschaffen ist allerdings eine fragliche Angelegenheit. Hir im Norden der USA gibt es immer wieder gefährliche Konfrontationen mit den Biestern. Die normale Verhaltensweise eines Wolfes ist s, sich vom Menschen fernzuhalten. Paart ein wilder Wolf sich dagegen mit einem Hund, verliert er diese Furcht und fällt auch den Menschen, ob groß, ob klein, an. Wenn Sie dort eine Population haben, werden Sie sich nicht mehr so freuen. Nicht nur dass Vieh gerissen wird, aber man kann die Kinder nicht mehr ohne Aufsicht hinauslassen und man selbst bleibt nachts besser zu Hause. Ja, so ist es leider.

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