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Mecklenburg-Vorpommern: Problemwolf tapst in Fotofalle

70 Damhirsche, Rentiere und Schafe wurden im Landkreis Müritz zerfleischt - jetzt scheint das*rätselhafte Massaker aufgeklärt: Der mutmaßliche Täter*ging in eine Fotofalle. Es handelt sich um einen wohlgenährten Wolf. Auch in anderen Bundesländern wächst die Sorge*wegen der*Raubtiere.

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aranyani 04.03.2011, 10:04
1. Wolf oder Hund?

Zitat von sysop
70 Damhirsche, Rentiere und Schafe wurden im Landkreis Müritz zerfleischt - jetzt scheint das*rätselhafte Massaker aufgeklärt: Der mutmaßliche Täter*ging in eine Fotofalle. Es handelt sich um einen wohlgenährten Wolf. Auch in anderen Bundesländern wächst die Sorge*wegen der*Raubtiere.
Ja, meinetwegen ist ein Wolf in die Fotofalle getappt. Aber wie kann man sich so sicher sein, dass auch (ausschließlich) er für die Nutztierrisse verantwortlich ist? Anhand der Gebissspuren, heißt es. Ich bin kein Biologe, dennoch möchte ich behaupten, Wolf- und Hundegebiss (zumindest einiger Arten, z.B. Schäferhund) sind sich sehr ähnlich. Und das gab es ja schon einige Male, dass bei solchen Fällen letztendlich ein streunender Hund als "Täter" überführt wurde.

Überhaupt finde ich diese Panikmache äußerst verlogen, die teilweise von den ansässigen Bauern und Schäfern, teils aber auch von Bürgern betrieben wird, die angeblich Angst um ihre Kinder haben. Denn mit diesem Argument müsste man in allererster Linie die Hundehaltung verbieten. In den letzten, sagen wir mal, 50 Jahren, sind in Deutschland wieviele Angriffe von Wölfen auf Menschen erfolgt? Und wieviele Menschen sind von Hunden angegriffen oder sogar getötet worden? Derartige Fälle kann man alle paar Monate in der Zeitung lesen - "Familienhund beißt Kleinkind zu Tode" oder ähnlich Geschmackvolles. Aber das war ja nur ein lieber Haushund, der tut sonst eigentlich gar nix. Leute, merkt Ihr überhaupt noch was? Typischer Fall von Wahrnehmungsstörung.

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huw00 04.03.2011, 10:13
2. Ausrotten

Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen. Diese Tiere wurden bei uns zu Recht ausgerottet und ihre Wiederansiedlung muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Falls sich das Problem mit bejagen nicht in den Griff kriegen lässt (was ich nicht glaube, wurde ja vor 150 Jahren schon mal geschafft), müssen eben Giftköder ausgelegt werden.

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walli_sp 04.03.2011, 10:27
3. .

Zitat von aranyani
Überhaupt finde ich diese Panikmache äußerst verlogen, die teilweise von den ansässigen Bauern und Schäfern, teils aber auch von Bürgern betrieben wird, die angeblich Angst um ihre Kinder haben.
Ich verstehe es unter dem Gesichtspunkt, wenn einer zuschauen muss, wie Teile seines Einkommens gerissen oder zu Tode gehetzt werden und er weiß, dass er allenfalls einen Teil des Schadens ersetzt bekommt.

[/QUOTE]Denn mit diesem Argument müsste man in allererster Linie die Hundehaltung verbieten. In den letzten, sagen wir mal, 50 Jahren, sind in Deutschland wieviele Angriffe von Wölfen auf Menschen erfolgt? Und wieviele Menschen sind von Hunden angegriffen oder sogar getötet worden? Derartige Fälle kann man alle paar Monate in der Zeitung lesen - "Familienhund beißt Kleinkind zu Tode" oder ähnlich Geschmackvolles. Aber das war ja nur ein lieber Haushund, der tut sonst eigentlich gar nix. Leute, merkt Ihr überhaupt noch was? Typischer Fall von Wahrnehmungsstörung.[/QUOTE]

In den letzten 50 Jahren gab es den Wolf faktisch nicht, deshalb sind weder auf Menschen noch auf Tiere Angriffe erfolgt. Allerdings gehöre ich auch eher zu denen, die den Wolf für Menschen eher als ungefährlich ansehen. Kleinkinder würde ich dabei allerdings ausnehmen, ebenso Zeiten argen Mangels (strenger Winter)
Allerdings glaube ich nicht, dass sieser Artikel sich anbietet, über ein totales Hundeverbot zu diskutieren.

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen.
Beim Bären stimme ich zu, der Wolf dürfte den geneigten Pilzsucher eher meiden

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Eisbär 04.03.2011, 10:31
4. Erst informieren ...

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären ......
... dann killen!
Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass Sie ein Wolf, auch bei vorhandensein einer größeren Population, beim Pilze sammeln als Vorspeise verdrückt.

Da würde ich mir eher die Pilze genau ansehen ... :-)

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P.H. 04.03.2011, 10:32
5. gefährliche Wildnis

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen. Diese Tiere wurden bei uns zu Recht ausgerottet und ihre Wiederansiedlung muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Falls sich das Problem mit bejagen nicht in den Griff kriegen lässt (was ich nicht glaube, wurde ja vor 150 Jahren schon mal geschafft), müssen eben Giftköder ausgelegt werden.
Es ist kein Vorfall dokumentiert worden, in dem ein reinrassiger Wolf (wohl aber Hybride mit Hunden) einen Menschen angefallen hat. Bären sind ohnehin weit weg. Das gefährlichste Tier, das die meisten Toten in Deutschland verursacht ist der gemeine Holzbock, die Zecke. Und die sorgt für viele Tote. Nur zerfleischt die Zecke nicht, das ist nicht so spektakulär. Schwarzwild ist für den Menschen WESENTLICH gefährlicher als der Wolf - bei einer Konfrontation, aber daran denken Sie nicht, wenn Sie in den Wald gehen. Auch nicht an die Zecke. Aber an den Wolf. Wenn der Wald Ihnen zu gefährlich erscheint, gibt es genug Alternativen.

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der_pit 04.03.2011, 10:37
6. Ohne Worte...

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen.
Toll, da geht einem doch echt der Hut hoch. Der liebe Mensch hat bereits für eines der größten Artensterben der Geschichte gesorgt - klar, warum sollte er denn da mitendrin aufhören? Weg mit allem, koste es was es wolle.

Immerhin besteht dann eine gewisse Chance dass auch das schlimmste Raubtier von allen ausstirbt.

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Gani 04.03.2011, 10:38
7. Gehts noch?

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen. Diese Tiere wurden bei uns zu Recht ausgerottet und ihre Wiederansiedlung muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Falls sich das Problem mit bejagen nicht in den Griff kriegen lässt (was ich nicht glaube, wurde ja vor 150 Jahren schon mal geschafft), müssen eben Giftköder ausgelegt werden.
Bei dir hakt's wohl. Wenn es diese Tiere, die deinen wohlgenährten Bauch beim Waldzertrampeln ganz bestimmt nicht gefährden, in grösserer Zahl noch gäbe, dann hätten viele Jäger kein Hobby mehr, denn die übernehmen ja nach eigener Aussage die Aufgabe dieser tierischen Jäger, weil sonst Rot- und Schwarzwild den eigenen Lebensraum zerstören würde.

Da hast du dich aber ganz schön ins Abseits gestellt, mit deiner Panik.

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Gani 04.03.2011, 10:39
8. -

Zitat von walli_sp
Beim Bären stimme ich zu, der Wolf dürfte den geneigten Pilzsucher eher meiden
Der Bär noch viel mehr als der Wolf, ist er doch kein reiner Fleischfresser und schon gar kein Jäger.
Aber vielleicht nimmt er ja dem Beerensammler seine "Beute" weg - alle abknallen!

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smilesuomi 04.03.2011, 10:43
9. Wahrnehmungsstörung...

Zitat von aranyani
Ja, meinetwegen ist ein Wolf in die Fotofalle getappt. Aber wie kann man sich so sicher sein, dass auch (ausschließlich) er für die Nutztierrisse verantwortlich ist? Anhand der Gebissspuren, heißt es. Ich bin kein Biologe, dennoch möchte ich......
...
1. Ich wüßte gerne, wo Sie wohnen. Ich möchte keinen Wolf in er Nachbarschaft haben.
2. Wenn Sie VOn den Hundangriffen reen, haben Sie sicher Recht. Deswegen bin ich auch für Maulkorbpflicht ab einer bestimmten Hundegröße.
3. Wenn Sie aber bedenken, dass die meisten Hunde nur Spielzeug für Wölfe sind (es gibt Hunde, die im Rudel oder auch alleine mit EINEM Wolf fertig werden, das sind aber nicht die Hunde, von denen Sie eden). Trifft ein Wol auf einen Hund, dann lebt ein Hund weniger. Der WOlf sieht da einen Futterkonkurrenten.
4. In unseren Breiten gibt es schon seit 150 Jahren keine Wölfe mehr. Da die Besiedelung eher zu als abgenommen hat, sollten Sie dann auch sagen, wo ein vernünftige Lebensraum bereitsteht.
5. Wenn ein Mensch im Wald spazieren geht, dann ist ein WOlf eine potentielle Gefahr. Ein Erwachsener bietet vielleicht kein Ziel...

Gruß Michael

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