Forum: Wissenschaft
Mecklenburg-Vorpommern: Problemwolf tapst in Fotofalle

70 Damhirsche, Rentiere und Schafe wurden im Landkreis Müritz zerfleischt - jetzt scheint das*rätselhafte Massaker aufgeklärt: Der mutmaßliche Täter*ging in eine Fotofalle. Es handelt sich um einen wohlgenährten Wolf. Auch in anderen Bundesländern wächst die Sorge*wegen der*Raubtiere.

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snowman3002 04.03.2011, 10:47
10. Ernstgemeinter Beitrag?

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen. Diese Tiere wurden bei uns zu Recht ausgerottet und ihre Wiederansiedlung muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Falls sich das Problem mit bejagen nicht in den Griff kriegen lässt (was ich nicht glaube, wurde ja vor 150 Jahren schon mal geschafft), müssen eben Giftköder ausgelegt werden.
Das ist jetzt kein ernst gemeinter Beitrag oder? Wäre ich Wolf, würde ich das andersrum bei einer Einwohnerdichte von unter 150 Einw./km² (hier: Sächsische Lausitz) erstrecht sagen...

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frubi 04.03.2011, 10:49
11. .

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder....
Ohh ja. Der Mensch als Speerspitze der Schöpfung hat ja auch ein von Gott gegebenes Recht dazu, in ruhe spatzieren zu gehen. Scheiss auf Tiere. Wer braucht auch so einen Blödsinn. Die sind eh nur lästig. Humanegoismus at its best.

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uliehagen 04.03.2011, 10:52
12. Von Märchen und Wahrheit

Märchen sind eigentlich was schönes, aber es sind eben Märchen,die mit der Wahrheit oft nicht viel gemeinsamm haben.Nun das Märchen vom "bösen Wolf" scheint in Deutschland noch in vielen Köpfen zu sein. Warum keine Wölfe in Deutschland? In Italien und anderswo geht es doch auch? Ein wilder Wolf hat gar kein Interesse einem Menschen zu begegnen, er scheint zu Wissen, das gefährlichste Raubtier auf der Erde ist der Mensch.Dabei könnte der Wolf die viel zu großen Bestände an Wild (Rotwild,Rehe Wildschwein) wesentlich besser regulieren als jeder Jäger, und wenn er mal Schafe reißt, zugegeben ärgerlich, aber auch da zeigt das Ausland das es geht, Ausgleichszahlungen u.ä.oder ein guter Hütehund hilft auch schon Wunder. Deutschland rühmt sich so oft seines Naturschutzes, aber was z.B Wölfe angeht sind wir noch ca 100 Jahre zurück, hier ist ein Wolf gleich ein "Problem Wolf",oder Bruno war ein "Problem Bär" Ich glaub eher viele Menschen haben ein Problem mit der Natur, ich erlebe es oft wenn ich draussen unterwegs bin, da sollen Wildkirschen giftig sein,Enten mitten im Wald brüten usw... Der Wolf hat in den letzten Jahrhunderten viel gelernt, wir auch? Manchmal zweifel ich dran.

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focussierter 04.03.2011, 10:54
13. Pippi Langstrumpf

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen. Diese Tiere wurden bei uns zu Recht ausgerottet und ihre Wiederansiedlung muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Falls sich das Problem mit bejagen nicht in den Griff kriegen lässt (was ich nicht glaube, wurde ja vor 150 Jahren schon mal geschafft), müssen eben Giftköder ausgelegt werden.
Hmm. Erinnert mich irgendwie an Pippi Langstrumpf: "Ich mach' mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt ...."

Genau das ist doch unser Problem, daß die Menschen sich "ihre" Natur "gestalten" im Sinne von formen wollen.


Zitat von walli_sp
Ich verstehe es unter dem Gesichtspunkt, wenn einer zuschauen muss, wie Teile seines Einkommens gerissen oder zu Tode gehetzt werden und er weiß, dass er allenfalls einen Teil des Schadens ersetzt bekommt.
Es ist doch jedem selbst überlassen, wie, wo und womit er sein Geld verdient. Ob nun in der Fabrik, als Taxifahrer oder in der Landwirtschaft oder Tierzucht. Jeder sollte Chancen und Risiken seiner Selbstständigkeit abwägen und danach seine Entscheidung treffen, ob sich seine Tätigkeit für ihn (weiter) zu lohnen verspricht. Darum finde ich es geradezu absurd, wenn die Allgemeinheit (der Steuerzahler) durch andere Raubtiere verursachte Verluste eines Wildtierhalters in einem über die normalen Verlustabzugsmöglichkeiten enes jeden Unternehmers hinausgehenden Maß direkt ersetzen soll.

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kanemochi 04.03.2011, 11:02
14. Bitte objektiv bleiben

In Deutschland sterben jedes Jahr ca. 1 Mio. Wildtiere allein durch den Strassenverkehr. Da sind die paar Tiere, die durch Wölfe sterben, verschwindend gering. Natürlich ist es für einen Landwirt ein Schaden, wir sollten aber froh sein, dass unsere "Kulturlandschaft" wieder ein bisschen "wilder" wird.
Übergriffe auf Menschen sind von Wölfen eher nicht zu befürchten - zumindest nicht häufiger als durch Hunde, andere Wildtiere und - den Menschen selbst.

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TachAuch 04.03.2011, 11:03
15. Ausrotten

Mit welchem Recht wird hier die Ausrottung einer Tierart gefordert. Wenn Sie (huw00) Angst haben, gehen Sie einfach nicht in den Wald. Die Tiere haben bis jetzt nix getan außer ein bißchen Wild und Schaafe zu reißen. Und die Halter solcher Herden tun mir auch nicht leid. Wenn sie nicht in der Lage sind ordentliche Zäune aufzustellen haben sie halt Pech gehabt.

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langenscheidt 04.03.2011, 11:04
16. Greifvögel abschiessen!

Habicht, Adler, Bussard abschiessen. Sie gefährden den Zuchttaubenbestand und jährlich haben die Taubenzüchter Verluste wegen dieser Raubtiere in der Luft.
Klingt lächerlich nicht wahr? Kommt aber bald. Denn Kormorane werden regelmäßig zum Abschuß freigegeben, weil sie den Binnenfischern den Fang versauen.

Wölfe haben in unserer zersiedelten Gegend nichts verloren. Sie haben hier nicht den Freiraum bzw. ihren Lebensraum. Einzelgänger von Wolf kann man mit Betäubungspfeil wieder über die polnische Grenze zurückbringen. Wolfsrudel schaffen es nicht gemeinsam über die Wasserscheide an der polnischen Grenze. Die künstliche Ansiedlung von schüchternen Alpha-Wölfen mit Rudel in Süd-Brandenburg ist nicht hinzunehmen. Sie degenerieren, werden kleiner im Wuchs, weniger wolfstypisch im Verhalten und entwickeln sich letztendlich zu Vorstufen von verwilderten Hunden. Grundsätzlich sind Wölfe scheu gegenüber Menschen. Wolfsrudelangriffe früherer Geschichten in tiefkalten Wintern auf Menschen zielen nicht auf die Menschen ab sondern auf deren Pferde oder anderes Getier. Wölfe kämpfen gegen den vermeintlichen Fressrivalen Mensch, der das Pferd als Fang verteidigt.

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stefansaa 04.03.2011, 11:04
17. ....

Zitat von huw00
Große Beutegreifer haben in unserer weitgehend wildnisfreien Kulturlandschaft nichts verloren. Ich möchte beim Waldspaziergang oder beim Pilze suchen keinem Bären oder Wolf begegnen. Diese Tiere wurden bei uns zu Recht ausgerottet und ihre Wiederansiedlung muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Falls sich das Problem mit bejagen nicht in den Griff kriegen lässt (was ich nicht glaube, wurde ja vor 150 Jahren schon mal geschafft), müssen eben Giftköder ausgelegt werden.
der Onkel meiner Frau ist seit mehr als 40 jahren Jäger und sehr häufig im Wald unterwegs (Finnland) das witzige ist. In all der Zeit hat er bisher nur Fußspuren von Wölfen und Bären gesehen, da diese lustigen Tiere sehr scheu sind. Solange man sich als Mensch nicht zu weit in das natürliche Umfeld vorbewegt.
Im übrigen gab es vor einigen Jahrhunderten mal Leute die sich Hütehunde gehalten haben, die dann die Schafherden beschützt haben...wieso wird sowas nicht vermehrt eingesetzt?

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wolfstar 04.03.2011, 11:09
18. .__.

kleinkinder sind ja auch regelmäßig alleine, im einsamen wald unterwegs. :) Ich glaub das gabs das letzte mal bei hänsel und gretel. Da ist, wie hier im forum schon richtig erwähnt, die töle vom nachbarshof 10.000 mal gefährlicher. Und beim pilzesuchen werden sie NIE einen bären oder wolf oder luchs sehen, geschweige von ihnen angegriffen werden. Die sind weg, bevor sie mit ihrem pilzkörbchen auch nur auf 200 meter in deren richtung gewackelt sind. Wir stehen nicht auf deren "speiseplan". Reine panikmache. Wie lange hat es denn bitte gedauert, bis der "problembär" erlegt wurde?! Und da waren alle grünröcke in bayern ganz scharf drauf, mal auf einen bären anzulegen.

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DasReptil 04.03.2011, 11:13
19. ...........

Zitat von aranyani
Ja, meinetwegen ist ein Wolf in die Fotofalle getappt. Aber wie kann man sich so sicher sein, dass auch (ausschließlich) er für die Nutztierrisse verantwortlich ist? Anhand der Gebissspuren, heißt es. Ich bin kein Biologe, dennoch möchte ich behaupten, Wolf- und Hundegebiss (zumindest einiger Arten, z.B. Schäferhund) sind sich sehr .....
Ich finde es schade, dass sie dieses Thema zum Hundebashing nutzen, die Gefahren die von Wölfen und Hunden ausgehen sind absolut vernachlässigbar für unsere Gesellschaft, zumal bei Hundeangriffen nahezu zu 100% die Ursache in menschlichem Fehlverhalten zu suchen ist.

Man sollte die Tiere einfach in ruhe lassen und mit dieser dämlichen Panikmache aufhören.

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