Forum: Wissenschaft
Mecklenburg-Vorpommern: Problemwolf tapst in Fotofalle

70 Damhirsche, Rentiere und Schafe wurden im Landkreis Müritz zerfleischt - jetzt scheint das*rätselhafte Massaker aufgeklärt: Der mutmaßliche Täter*ging in eine Fotofalle. Es handelt sich um einen wohlgenährten Wolf. Auch in anderen Bundesländern wächst die Sorge*wegen der*Raubtiere.

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WebFritzi 05.03.2011, 00:44
60. Das ist ja auch keine Wissenschaft

Zitat von 0175transalp
Ich bin hier ins Forum gegangen, weil ich unter der Rubrik Wissenschaft zum Thema Wolf ernstzunehmende Beiträge zu finden hoffte
Das liegt leider daran, dass Spiegel Online leider viel zu oft Artikel in die Rubrik "Wissenschaft" einordnet, die dort gar nicht hingehören. Was hat z.B. das hiesige Thema mit Wissenschaft zu tun? Gar nichts! Aber was soll's. Ich reg mich darüber schon seit Jahren auf, und nichts passiert.

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loeweneule 05.03.2011, 03:25
61. nee

Zitat von P.H.
Es ist kein Vorfall dokumentiert worden, in dem ein reinrassiger Wolf (wohl aber Hybride mit Hunden) einen Menschen angefallen hat. Bären sind ohnehin weit weg. Das gefährlichste Tier, das die meisten Toten in Deutschland verursacht ist der gemeine Holzbock, die Zecke. Und die sorgt für viele Tote. Nur zerfleischt die Zecke nicht, das ist nicht so spektakulär. Schwarzwild ist für den Menschen WESENTLICH gefährlicher als der Wolf - bei einer Konfrontation, aber daran denken Sie nicht, wenn Sie in den Wald gehen. Auch nicht an die Zecke. Aber an den Wolf. Wenn der Wald Ihnen zu gefährlich erscheint, gibt es genug Alternativen.
Sie sagen es. Der Wald ist generell gefährlich. Da wäre die vollständige Ausrottung dieser archaischen Lanschaftsform doch eigentlich die richtige Konsequenz. Abholzen den ganzen Mist und die Flächen betonieren!

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madicus 05.03.2011, 03:42
62. Schon allein der Titel...

... dieses SPON Artikels ist auf uebelstem BILD Niveau.

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s.s.t. 05.03.2011, 08:22
63. ...

Zitat von McPomm
Mein Theorie zum Gegenwind, der dem Wolf entgegenschlägt, ist, dass der Wolf (wie auch beim Bär vor Jahren gesehen) in Konkurrenz zum Jäger steht. Jäger haben ja gerne immer behauptet, dass sie dafür da sind, das Fehlen von Raubtieren zu kompensieren, also krankes und schwaches Wild zu erlegen (war alles Blabla). Jetzt sind es mit die lautesten, die gegen den Wolf wettern und Ängste schüren/aufrechterhalten. Natürlich bedrohen die wieder einwandernden Großsäuger-Raubtiere auch Schafherden und Hirschgatter. Aber da wurde es sich auch durch das jahrzehntelange Fehlen des "Feindes" zu bequem oder billig gemacht. D.h. ordentliche Umzäunung bei den Wildgattern und Investition in Aufzucht von wolfserfahrenen Hütehunden wurde vernachlässigt oder ganz sein gelassen. Abgesehen davon, dass es Entschädigungen gibt, oder?
Vor einigen Jahrzehnten merkte Horst Stern bereits an, 'wer den Wolf ausrottet, muss dessen Rolle übernehmen' (sinngemäß). Er wußte auch schon damals, dass die Jäger die Rolle mit ihrer umfangreichen Hege, inkl. Winterfütterung, mehr schlecht als recht ausfüllen. Die Folgen sind eine Überbevölerung der Wälder und erhebliche Schäden. Große Areale der Wälder werden eingezäunt, damit die Bäume überhaupt eine Chance haben.

Aufgrund der Überbevölkerung weidet das Wild schon lange auf freiem Feld.

Gleichzeitig werden regelmäßig frei laufende Haushunde im Wald abgeknallt (bzw. auch schon mal ein Wolf mit diesen 'verwechselt'), als ob so ein Sofasitzer öfter als höchst selten dem Wild, besser gesagt den Trophäen, gefährlich werden könnte.

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J4cky 05.03.2011, 10:22
64. ...

Zitat von s.s.t.
Vor einigen Jahrzehnten merkte Horst Stern bereits an, 'wer den Wolf ausrottet, muss dessen Rolle übernehmen' (sinngemäß). Er wußte auch schon damals, dass die Jäger die Rolle mit ihrer umfangreichen Hege, inkl. Winterfütterung, mehr schlecht als recht ausfüllen. Die Folgen sind eine Überbevölerung der Wälder und erhebliche Schäden. Große Areale der Wälder werden eingezäunt, damit die Bäume überhaupt eine Chance haben.
Ich bin zwar kein Jäger, aber weshalb die Rolle eher schlecht als Recht ausgefüllt wird liegt meiner Meinung ganz einfach in unserem Jagdverhalten. Wir haben Treibjagden schön und gut. Allerdings sind die nur zu gewissen Jahreszeiten. Schonmal nen Wolf nach seiner persönlichen Schonzeit für andere Tiere gefragt? Unsere Jäger wollen dem Wild Chancen geben und setzen gar nicht ein, was technisch machbar wäre um möglichst effizient zu jagen. Die Natur kennt eben nur eine Regel, der Stärkere gewinnt und das ist eben der Räuber, denn darauf ist er spezialisiert. Nur nach dem Grundsatz leben wir hier in Deutschland nicht, was in einigen Bereichen natürlich gut ist, aber um die Rolle des Jägers einzunehmen eher hinderlich ist.

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domii 10.03.2011, 14:23
65. Drei Gegenpunkte!

Zitat von helbig
Punkt 1 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Punkt 2 Die Wölfe tun mir leid, wenn sie nicht in der Lage sind sich ordentlich zu vermehren oder zu verteidigen. Halt Pech gehabt. Punkt 3 Sollte Ihnen ein wolfsfreier Wald nicht gefallen, gehen Sie einfach in den Zoo.
Punkt 1: Totaler Schwachsinn! Das ist nur eine selbstgemachte Legitimation zur Ausrottung der Tiere.
Punkt 2: Es tut mir Leid, dass Sie eine riesen Angst vor dem Wolf haben!

Punkt 3: Ein Zoo ist kein Wald!

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Politikum 10.03.2011, 14:34
66. Nutzen

Was genau ist der nutzen von Wöfen? Es ist erfreulich, wenn Tierliebhaber und Zoologen in Verzückung geraten, wenn sie die Wolfpopulation sehen. Aber was genau hat der Wolf für einen Nutzen in unserer urbanen Welt, weshalb er schützenswert wäre? In Osteuropa - ok. Da gibt es dermaßen große Wladflächen, dass dem Wolf seine Existenz zugestanden werden kann.

Aber in Deutschland? Gibt doch nur Ärger und Zweifel.

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TAHG2010 10.03.2011, 21:50
67. Fragen Sie sich selbst

Zitat von Politikum
Was genau ist der nutzen von Wöfen? Es ist erfreulich, wenn Tierliebhaber und Zoologen in Verzückung geraten, wenn sie die Wolfpopulation sehen. Aber was genau hat der Wolf für einen Nutzen in unserer urbanen Welt, weshalb er schützenswert wäre? In Osteuropa - ok. Da gibt es dermaßen große Wladflächen, dass dem Wolf seine Existenz zugestanden werden kann. Aber in Deutschland? Gibt doch nur Ärger und Zweifel.
Sie haben es geschafft! Um Sie kommentieren zu können habe ich mich angemeldet.

Der Nutzen von Wölfen fragen Sie? Nun, vor allem die voran beschriebene Dezimierung von Damwild und Kleintieren.

Ich denke aber, dass Sie sich nach Ihrem Beitrag die Frage gefallen lassen müssen, wozu Sie gut sind.
Ihre Rolle in Partnerschaft, Familie und Freundeskreis kann auch ein anderer ausfüllen. Warum und Wozu sind entweder wissenschaftliche und ernst gemeinte Fragen oder die Fragen Dreijähriger, die beginnen alles zu entdecken.

Worauf ich hinaus will ist, dass wir eine erheblich Macht über die Welt besitzen. Aus Macht folgt zu allererst Verantwortung und sei es nur die Verantwortung nicht mehr kaputt zu machen als man aufbauen kann.

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s.s.t. 12.03.2011, 10:02
68. ...

Zitat von Politikum
Was genau ist der nutzen von Wöfen? Es ist erfreulich, wenn Tierliebhaber und Zoologen in Verzückung geraten, wenn sie die Wolfpopulation sehen. Aber was genau hat der Wolf für einen Nutzen in unserer urbanen Welt, weshalb er schützenswert wäre? In Osteuropa - ok. Da gibt es dermaßen große Wladflächen, dass dem Wolf seine Existenz zugestanden werden kann. Aber in Deutschland? Gibt doch nur Ärger und Zweifel.
Warum Wölfe? Lesen Sie doch z.B. bitte mal etwas über den Yellowstone-Nationalpark. Ein guter Einstieg ist Wiki:

"Die Wölfe der Yellowstone-Gegend wurden jahrelang gejagt und in den 1930er Jahren ganz ausgerottet. Als direkte Folge geriet das natürliche Gleichgewicht der Tierwelt durcheinander. Deshalb wurden 1995 erfolgreich 14 kanadische Wölfe angesiedelt und unter Schutz gestellt. Mittlerweile haben sich die Yellowstone-Wölfe mit eingewanderten Wölfen aus Kanada vermischt und ihre Population hat sich auf knapp 100 Tiere innerhalb des Parks (Ende 2009)[24]"

Die Ranger dort würden Ihnen ggf. diese Fakten bestätigen. Auch in den Nationalparks musste man immer wieder schmerzhaft lernen, dass massive Eingriffe in die Natur unangenehme Folgen haben können. (Ein anderes Beispiel dort war das frühzeitige Eindämmen von Waldbränden, auch das sieht man heutzutage anders.)

Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass der Mensch als Jäger seinen Aufgaben als Wolf bestenfalls mangelhaft nachkommt, mit den entsprechenden Folgen für die Natur.

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