Forum: Wissenschaft
Medienschelte der Populisten: Auf die Presse
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Populisten, selbsternannte Revolutionäre, die neue Rechte in Europa und den USA - sie alle hassen "die Medien". Eine unsinnige Verallgemeinerung. Dahinter steckt eine gefährliche Strategie.

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unzensierbar 26.02.2017, 13:46
10. Wrong

Es handelt sich nicht um eine wirkliche Verallgemeinerung, wenn es der Wahrheit entspricht. Natürlich haben Massenmedien alle auch eine Agenda, im Großen und Ganzen auch dieselbe, nur bei Kleinigkeiten gibt es eben Unterschiede. Nur weil das jetzt Nationalisten und Faschisten für ihre Macht ausnutzen, macht das es nicht unwahr.

Am Beispiel im Artikel: Ob gegen Trump oder Clinton spielt doch keine Rolle, denn am Ende ist es trotzdem für den Kapitalismus, für den US Imperialismus und für das Zwei-Parteien-System der USA.

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rad666 26.02.2017, 13:50
11.

Ganz ehrlich? So parteiisch wie die Presse im Wahlkampf pro Clinton berichtet hat und auch jetzt nicht aufhört, jedes Haar in Trumps Suppe zu suchen wundert mich das alles überhaupt nicht.
So wie die Presse einen kompromisslosen Standpunkt einnimmt so kompromisslos wird jetzt der Gegenstandpunkt von Trump & Co eingenommen.

Hätten sich alle Seiten von Anfang an gemäßigter und weniger hetzerisch verhalten dann gäbe es das Problem in dieser Form jetzt nicht.

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McManaman 26.02.2017, 13:51
12. Glänzende Medien

Wir haben das riesige Glück, unabhängige, unerschrockene und kritische Medien zu haben, was weder dia- noch synchron die Regel ist. Dieses Kernelement eines demokratischen Rechtsstaat gilt es zu würdigen und auf Gedeih und Verderb zu verteidigen. Ich habe den allergrößten Respekt vor der schreibenden Zunft und bin dankbar ob der Kompetenz, des Mutes und der Ausdauer, die uns beispielsweise von seiten des Spiegels geboten werden.

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desoie 26.02.2017, 13:51
13.

Zitat von mxmx
"...Gerade bei Trump gibt es jede Menge Kritik unterhalb der Gürtellinie, da wundert es mich nicht wirklich, daß das Gegenreaktionen verursacht."
Bei soviel mangelndem Verständnis für die Grundlagen und der Gewaltenteilung der Demokratie, wie er in diesem und vielen anderen Beiträgen der vergangenen Wochen zum Ausdruck kommt, bleibt nur die Aufforderung nach mehr politischer Bildung.
Anders wird man es wohl nicht verhindern können, dass das Volk denen hinterherläuft, die es unterdrücken wollen. Und dabei nicht in der Lage ist, dies zu erkennen.

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Isegrim1949 26.02.2017, 13:53
14. Etwas zu großzügig geurteilt

Zunächst will ich nicht in Abrede stellen, dass wir in den Massenmedien auch eine Menge Wahrheit vermittelt bekommen. Der allgemeine Frust der "Populisten" --oder einfach "des Volkes" -- auf EINEN TEIL der Gazetten rührt aber von tatsächlicher einseitiger Berichterstattung über Personen oder Ereignisse her. Als Beispiel sollen die veröffentlichten Bilder von Trump dienen, wie oft wurde er positiv abgelichtet, wie oft im unglücklichen Augenblick ? Erinnern wir uns an die Berichte über den Kampf um Aleppo. Wie oft konnten wir über die barbarischen Angriffe der Syrer oder der Russen und deren zivile Opfer lesen. Wieviele Zivilisten sterben jetzt bei der Vertreibung / Zerschlagung des IS in Mossul oder dem gesamten Irak weil der IS Zivilisten eben als Schutzschilde missbraucht ? Haben nur die Russen Zivilisten getötet ? Wir können davon lesen oder hören, aber wie oft ? Wie oft wurden unsere Beiträge hier im Forum nicht veröffentlicht obwohl keine Hetze oder Beleidigung beinhaltet war ?
Ich will damit ausdrücken, dass in der Presse nicht plump gelogen wird, sondern man berichtet mit unterschiedlicher Gewichtung über Ereignisse und erreicht so eine Darstellung, die eben kein Abbild der Wahrheit ist, die man aber dennoch nicht als Lüge bezeichnen kann.

DAS ist der Grund , warum Populisten wie ich immer versuchen auch zwischen den Zeilen zu lesen, es ist aber absolut billige Verallgemeinerung, dass alle Populisten die Presse hassen

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BenWellesley 26.02.2017, 13:55
15.

Wie geht das den?
Darf jetzt nur noch der über "Themen" berichten, der als erster darüber berichtet hat?

Früher nannte man das nicht "Themen klauen" ; sondern aufgreifen oder eben Stellungnahme, Kolumne oder ähnliches ...

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micromiller 26.02.2017, 13:59
16. Die Presse ist ein unverzichtbarer Teil

der Parlamentarischen Demokratie und wenn Politiker Angst oder Respekt vor der Presse haben, dann funktioniert sie. Die Presse und Medien sind selbstverständlich in ihrer Mehrheit nicht voreingenommen sondern sind Vertreter ihrer Geldgeber und Mächtigen im Hintergrund, deswegen sollen Politiker selbstverständlich auch gegen die Presse und Medien austeilen und als Verstärker die ihnen zugewandten Medien nutzen.

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neanderspezi 26.02.2017, 14:00
17. In Demokratien sollte es Wege geben, die Pressefreiheit eindeutiger zu schützen

Es dürfte nicht allzu schwer sein gegen Populisten, die sich alle Mühe geben die Pressefreiheit einzuschränken, gerichtlich vorzugehen, im Regelfall dürften sie namentlich bekannt sein und wenn in Demokratien die Gesetze dafür noch nicht ausreichen sollten, dann sollte der Gesetzgeber sich endlich dahinterklemmen. Möglicherweise gibt es jedoch unter Politikern aller Couleur Befürworter einer derartigen Einschränkung und dies besonders dann, wenn die Presse von ihnen ein paar dunkle Seiten schon aufgedeckt haben, oder wenn die Gefahr besteht, dass durch gründlichere Recherche ihre Leichen im Keller noch aufgespürt werden könnten. Dass derartige Akteure gegen die Pressefreiheit ihre populistische Agitation ausweiten werden, solange und so unbeschwert sie gegen Pressefreiheit anstinken können, ist allerdings ihr höchst persönliches und auch auffälliges Anliegen, das von der nicht vollständig geknebelten Presse, so lange es noch geht, scharf angeprangert werden sollte.

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joke61 26.02.2017, 14:02
18. lässt die Presse Kritik zu,

oder hält sie sich für unfehlbar ? Nicht vergessen: alles nur Menschen und aus jedem Artikel spricht dann oft auch eine Gesinnung des Schreibenden!

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print1939 26.02.2017, 14:05
19. Populisten vs. Medien

Den einen geht es um Anhänger, den anderen um Leser und Zuschauer. Sobald sich die Medien auf das Niveau der Poplisten begeben und selber zum Meinungsmacher werden, werden sie unglaubwürdig. Der Leser oder Zuschauer möchte die Nachricht hinter der Nachricht und keine unreflektierten Aussagen hören. Wer als Journalist Politik betreiben will, hat den Beruf verfehlt und darf sich nicht beschweren, wenn man ihm genau so wenig glaubt wie eben jenen über die er eigentlich berichten sollte..

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