Forum: Wissenschaft
Meeresräuber: Fisch auf Speed

Er ist wunderschön und besitzt etwas, das kein anderer Fisch hat: ein Segel. Damit beeindruckt der Segelfisch effektvoll seine Beute - und wenn er es einklappt, schießt er mit 110 km/h durchs tropische Meer. Bis heute stellt der Räuber die Wissenschaft vor Rätsel.

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cooner 16.01.2011, 13:02
10. Hemingway

Zitat von kanadasirup
Der alte Mann und das Meer.
Der alte Mann...fing einen Blue Marlin, keinen Sail Fish. Noch schneller als dieser ist der "Wahoo", ein bis zu 2,50 Meter Fisch; er bekam seinen Namen von den Eingeborenen wg seiner Schnelligkeit, sie riefen voller Erstaunen: "Wahoo!".

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NeZ 16.01.2011, 13:46
11. Zu beneiden?

Zitat von hilfloser
Man stelle sich mal vor in seinem Leben mit solch einer Geschwindigkeit 320.000 Km durch die Karibische See unter Wasser dahinzusausen. Zu beneiden diese Fische! Vielleicht liegts auch daran das einer meiner Lieblingsromane " 20.000 Meilen unter den Meeren" von Jules Verne ist. Fernweh eben!
... um dann in einem Fischernetz einer absonderlich fremden, komplett irrational handelnden Spezies zu enden und einen qualvollen Tod durch Ersticken hinnehmen, während Tausende von meinen Beutetieren um mich herum ebenfalls sterben.

Klasse.

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Jack_Aubrey 16.01.2011, 14:53
12. Raubtier

Zitat von stobbard
(Allerdings glaube ich auch nicht, dass der Autor Segelfische verunglimpfen will.) Das Wort "Raubtier" wird in der Biologie heute nicht mehr verwendet. Der unmoralische Beigeschmack führte zu einer Ablösung durch das Wort "Beutegreifer". Das ist aber wahrscheinlich nur eine Übergangslösung, da das Wort "Beute" immernoch einen Raub voraussetzt.
Natürlich wollte der Autor den Segelfisch nicht verunglimpfen. Jedenfalls wäre Raubtier sowieso die falsche Bezeichnung, da diese eine Ordnung der Säugetiere bezeichnen (die Carnivoren bzw. Carnivora). Bei den Fischen hingegen kennt man so eine Unterteilung nicht. Da wird dann zwar von Raubfischen gesprochen jedoch stellen diese keine eigene Ordnung dar, sondern sind lediglich Fische, die jagen. Die Beutegreifer, die sie ansprechen sind sogenannte "echte" Prädatoren. Prädatoren (also Räuber) können aber auch beispielsweise Pflanzenfresser sein, da die sich ebenfalls von lebenden Organismen ernähren.

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Lecturer 16.01.2011, 15:30
13. Kavitation

Zitat von sysop
Er ist wunderschön und besitzt etwas, das kein anderer Fisch hat: ein Segel. Damit beeindruckt der Segelfisch effektvoll seine Beute - und wenn er es einklappt, schießt er mit 110 km/h durchs tropische Meer. Bis heute stellt der Räuber die Wissenschaft vor Rätsel.
In der tat. Oberflaechennah kann ein getauchter Koerper nur 14 m/s (50,4 km/h) maximal erreichen weil sonst Kavitation auftritt - die Entstehung von Vakuumblasen welche enomre Mengen Energie absorbieren und beim implodieren nach Abloesung extrem hohe Druecke (die Metalloberflaechen zerstoeren) entstehen. Die russischen Schkval-Torpedos brauchen einen Raketenantrieb um derartige Geaschwindigkeiten zu erreichen; Stromlinienform hilft da garnichts mehr.

Diese Zahl von 110 km/h kann eigentlich nur beim Austauchen und durch die Luft fliegen erreicht werden, ansonsten waeren meiner Schaetzung nach maximal 40-45 km/h drin, sonst tritt Kavitation lokal schon auf.

Das Raetsel kann eigenlich nur darin liegen wie die Biologen diese Geschwindigkeit gemessen haben; von Kavitation haben sie jedenfalls anscheinend noch nichts gehoert...

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hilfloser 16.01.2011, 15:49
14. Wissen sie,

Zitat von NeZ
... um dann in einem Fischernetz einer absonderlich fremden, komplett irrational handelnden Spezies zu enden und einen qualvollen Tod durch Ersticken hinnehmen, während Tausende von meinen Beutetieren um mich herum ebenfalls sterben. Klasse.
man kann ALLES aber auch absolut ALLES negativ, destruktiv, pessimistisch, böse und schlecht im Leben auf der Erde sehen.
Dazu gehört nicht viel. Aber HIER nur den Blick auf die Qual und Tortur zu legen zeigt das sie ein ganz bedauernswerter Mensch sind. Ich fühle mit ihnen und empfehle einen Professionellen der sich mit Depressionen auskennt. Ich hoffe da wird man ihnen helfen.

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Hovac 16.01.2011, 17:06
15. Im

Zitat von Anselm Rautenberg
Wenn man weiß wie hart Wasser sein kann muss man sich fragen, wie es der Fisch schafft, eine Geschwindigkeit von 110 km/h im Wasser zu erreichen. Ein Gephard schafft das fast ebenso schnell, aber eben nur an Land (nur Luftwiderstand) und das auch nur für sehr kurze Zeit. Welche Kraft muss dafür eingesetzt werden oder nutzt der Fisch einen physikalischen Effekt? Auch ist verwunderlich, wie der Körper den enorm hohen Druck dabei überstehen kann. So weit ich weiß reichen etwa 60 - 70 km/h um barfuß Wasserski zu fahren.
Wasser git es ja keine Oberflächenspannung, man kann sich sogar von jedem belibigem Punkt abdrüken, der Gepard muss immer wieder standfesten Boden finden und erstmal "grip" aufbauen.

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keyoz 16.01.2011, 17:57
16. ...

ein wundervolles tier. ich konnte in der celebes-see bisher einmal einen blue marlin beim springen und ähnlichen kapriolen beobachten und das war wirklich atemberaubend. diese fische sind wahrhaft der inbegriff von aerodynamik.

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maconaut 17.01.2011, 13:12
17. Räuber oder Jäger ?

Zitat von ixelloise
Mit der Bezeichnung "Räuber" qualifizieren Sie diesen wundervollen Jäger gleich ins Negative, warum eigentlich? Glauben Sie deren Beutefische fressen nichts, sind also keine "Räuber"?
Räuber (lat. Prädator) ist der zoologisch korrekte Begriff ebenso wie z.B. Raubtier (wobei dieser einschränkend nur für Säugetiere gilt).

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