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Meilenstein für US-Firma: SpaceX schickt erstmals wiederverwendete Rakete ins All
DPA

15 Jahre hatten Entwickler daran gearbeitet, nun ist es SpaceX erstmals gelungen, eine wiederverwendete Antriebsrakete ins All zu schicken. Firmenchef Elon Musk sprach von einem "unglaublichen Meilenstein".

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varesino 31.03.2017, 11:47
40. Erst einmal Glückwunsch

Die Berichterstattung über diesen Start lässt in allen Medien zu wünschen übrig. Ja, das Shuttle und die Booster waren schon wiederverwendbar. Bemerkennswert ist im Gegensatz zu allen anderen, die viel simuliert und studiert haben, hat SpaceX es in die Tat umgesetzt. Gut so.
Interessant wären Information bezüglich des Aufbereitungsaufwands, dieser war beim Shuttle und auch bei den Boostern immens.

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taglöhner 31.03.2017, 11:48
41. Qualitätskommentare und Forschungsförderung

Zitat von Useless_User
Es wird nur die 1. Stufe der Rakete wiederverwendet. Mit viel Steuergeldern gefüttert steckt SpaceX weiterhin in den roten Zahlen. Aber die story hört sich natürlich hübsch an.
1. Anderes Beispiel: Die Konstruktion des A 380 begann konkret 2001, die Vorstudien dafür reichen bis in die 80er zurück. Schwarze Zahlen schreibt er seit 2015.

2. Informieren Sie sich bitte dringend über das Volumen der Forschungsgelder aus der öffentlichen Hand an Industrie und Mittelstand hierzulande, um weiteren Blamagen vorzubeugen.

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Olaf 31.03.2017, 11:49
42.

Zitat von jojack
Es wäre jetzt einfach, auf Verschwendungssucht und Beamtenmentalität bei den staatlichen Weltraumagenturen hinzuweisen. Aber das ist nicht wahr, die Leistungen von NASA, ESA und Co. sind weiterhin beeindruckend. Vielmehr ist richtig, dass es eines risikofreudigen Unternehmers bedarf, der mit seinem eigenen Geld (oder dem Geld, das ihm seine Investoren anvertrauen) das Wagnis eingegangen ist, eine wiederverwendbare Rakete zu bauen. Das war bis vor kurzem für unmöglich gehalten worden. Dementsprechend hätte es für NASA und ESA dafür auch weder Steuergelder noch politische Unterstützung gegeben.
Richtig, es sind eben Behörden, die große technische Leistungen vollbracht haben, aber eben Behörden und für die spielt Geld immer nur eine untergeordnete Rolle.

Sie waren bis vor kurzem auch noch konkurrenzlos, so fehlte der Druck billiger zu werden. Das ändert sich jetzt natürlich durch Musk und Co.

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oxybenzol 31.03.2017, 12:27
43.

Zitat von holy10
"...während kommerzielle Raumfahrt nur so viele Menschen erreichen muss, damit ein Profit herausspring." Wieviele sind das? Kurzum wieviele Menschen haben neben dem allgemeinen Interrese (Mobilfunk, Fernsehn ect.) die Notwendigkeit einer "Kostengünstigen" Rakete? Das einzige was eine Privatperson interresieren dürfte ist die bemannte Raumfahrt. Gibt es da erfolgreiche kommerzielle Anbieter? Und Unternehmen kenne ich keine die Nutzlast in den Weltraum bringen müßen um ihren Gewinn zu erwirtschaften. Bisher scheint es so als sei der Hauptkundenkreis für SpaceX staatliche Einrichtungen. Wo wir wieder bei der Mehrheit der Bevölkerung sind. Warum also ein profitorientiertes Unternehmen für öffentliche Interresen beauftragen? Irgendwie fehlt mir da wohl das Kapitalismusgen.
Satteliteninternet und Weltraumtourismus dürften für den Anfang reichen. SpaceX will beim Satteliteninternet auch selbst mitmischen und dafür dann mehrere Tausend Kleinstsatelliten hochschießen.

Aber selbst wenn es diese 2 Gründe nicht gäbe, muss man sich nur mal auf den Crowdfundig-Plattformen umschauen, wofür Investoren gesucht werden. Da gibts schon ein paar tolle Ideen. Die Kreativität der Menschheit endet nun mal nicht an der Schwelle der eigenen Vorstellungskraft.

Es gibt zudem auch viele Menschen, die nicht wissen, was sie mit ihrem Geld machen sollen, außer es zu investieren, damit es sich vermehrt. Wenn also ein Produkt im Weltraum hergestellt wird und es aufgrund der fehlenden Schwerelosigkeit irgendwie anders ist, kann das schon ausreichen. Wenn Geld keine Rolle spielt, definiert sich ein Produkt mehr über den Glauben als über den eigentlichen Nutzen, ansonsten würde es keine Modemarken geben, welche astronomische Preis für ne einfache Hose verlangen.

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michel357 31.03.2017, 12:55
44.

Zitat von laxness
....durch Wiederverwendung wird aufgefressen durch den Nutzlast-Zusatzaufwand, nämlich den Treibstoff zum Abbremsen erstmal hochzutransportieren. Was es kostet, 1 kg in den Weltraum und zurück zu befördern wissen Andere sicher besser, billig ist es nicht...
Das ist eine reine Behauptung ohne Beweise, Quellen und genau Angaben. Und nur mal so: Wenn sich die Wiederverwertbarkeit angeblich nicht lohnen würde, dann würde sie auch nicht gemacht werden - ganz einfach. Warum üwrde man sich wohl sonst den Aufwand machen? Also führt bereits dies Ihre Behauptung ad absurdum.

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zeichenkette 31.03.2017, 13:25
45.

Zitat von walter_e._kurtz
Bisher hat SpaceX lediglich die technische Umsetzbarkeit des Konzepts gezeigt - das ringt auch mir Respekt ab, keine Frage. Anhand der Tatsache, daß bei NASA seit mitte der Neunziger, und im Anschluß bei SpaceX mit vielen Rocket-Scientists und Milliarden Dollars an ähnlichen Konzepten gearbeitet wird, verwundert mich dieser Schritt aber auch nicht allzu sehr. Aber die Medaille, die Musk sich da umgehängt hat, hat auch eine zweite Seite, nämlich jene der Wirtschaftlichkeit; und hier werden wir frühestens mittelfristig Ergebnisse sehen: - sinken die Preise für Nutzlast tatsächlich? - gibt es SpaceX in fünf Jahren überhaupt noch? - werden andere Anbieter gezwungen sein nachzuziehen? Erst daran wird man die Konkurrenzfähigkeit des Konzepts erörtern können.
Konkurrenzfähigkeit ist da gar keine Frage, schon jetzt sind Starts mit SpaceX konkurrenzlos preiswert, deshalb hat SpaceX den Markt für Satellitenstarts in den Nutzlastbereichen, die sie anbieten, ja auch schon fest im Griff. Außerdem schreibt SpaceX schwarze Zahlen und ist auf Jahre hinaus ausgebucht. Andere Anbieter versuchen gerade verzweifelt nachzuziehen, aber die ganzen Strukturen dieser Monopolzulieferer sind sowohl in den USA als auch in Europa einfach nicht auf Kostensenkung ausgelegt, ganz im Gegenteil. Die sind alle seit Jahrzehnten gefesselt mit politisch bedingten "Alternativlosigkeiten" und natürlich mit der Militärindustrie. Die Booster der Ariane sind z.B. identisch mit der Erststufe von französischen Mittelstreckenraketen, das war eine parallele Entwicklung und der Hauptgrund, weshalb das Ding überhaupt Feststoffbooster hat. Kostensenkung für Raumflüge war bei der ESA oder NASA bzw. den Zulieferern noch nie ein Motiv für irgendwas und das werden sie so leicht auch nicht ändern können. Das ist jetzt einfach ein völlig anderer Zusammenhang, das kann überhaupt nicht vergleichen.

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Freedom of Seech 31.03.2017, 13:32
46. @Sixpack

...Nicht nur Frau Klatten spielt nicht in dieser Liga, auch die Aldibrüder etc. - allesamt Erben und keine wirklichen Unternehmer. Wir brauchen in unserem Land mehr Typen wie Hasso Plattner die wirklich was von Grund auf hochziehen können. Klar ist jedenfalls, dass Raumfahrttechnologie auf dem Weg zur planetaren Zivilisation ein riesiger Zukunftsmarkt ist. Luxemburg hat es vorgemacht wie es geht in dem ganz gezielt in diesen Bereich investiert wird. Die EEG Umlage wer hier - durch eine Industrieanschubfinanzierung gut angelegt. Solar und Windkraft hatten lange genug ihre Förderung, jetzt müssen sie alleine laufen und den neuen Zukunftsfelder den Platz überlassen.

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zeichenkette 31.03.2017, 13:33
47.

Zitat von michel357
Das ist eine reine Behauptung ohne Beweise, Quellen und genau Angaben. Und nur mal so: Wenn sich die Wiederverwertbarkeit angeblich nicht lohnen würde, dann würde sie auch nicht gemacht werden - ganz einfach. Warum üwrde man sich wohl sonst den Aufwand machen? Also führt bereits dies Ihre Behauptung ad absurdum.
Vor allem ist Treibstoff spottbillig. Die Wiederverwendbarkeit wurde erst möglich, weil bei der zweiten Version der Falcon 9 (1.1) der Schub der Triebwerke erhöht wurde und die Tanks gestreckt wurden. Die Mehrkosten belaufen sich dann auf mehr Treibstoff, der mit Abstand das Billigste an der Raumfahrt ist. Dafür die erste Stufe zurückzubekommen, die ja nur zwei Minuten in Betrieb war und noch so gut wie neu ist, damit man sie dann weiterverwenden kann, ist ein sehr guter Deal. Wenn man Verkehrsflugzeuge nach jedem Flug wegwerfen würde, wäre fliegen auch teurer...

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fessi1 31.03.2017, 13:39
48. Genau... Cheops... auch son Fall...

Zitat von walter_e._kurtz
...ist der Personenkult, der ständig zelebriert wird, ganz gleich ob Erdowahn, Musk oder Messi... Ich habe einen Mordsrepekt vor der Ingenieursleistung, aber bestimmt nich vor einem, der mit viel Patte seinen eigenen Kult betreibt. Und schon ihre Einleitung zeigt, daß Sie (außer "Musk") offenbar nicht viel von der Materie verstehen, denn: Bereits in den 90ern (also vor über zwanzig Jahren) arbeitete die NASA an einem wiederverwendbaren Vehikel, daß nach abgeschlossener Mission senkrecht stehend landet, es ist leider nur bis zur Modellreife gelangt. Musks aktuelle Raketen kann man getrost als Ergebnis dieser Forschung begreifen, zumal bei der Umstrukturierung der NASA viele Techniker in priv. Unternehmen abgewandert sind und ihr Wissen dort eingebracht haben. Und Frau Klatten mag ihr Geld konservativer angelegt haben, jedoch bin ich mir sicher, die Unternehmungen mit ihrer Beteiligungen schlagen Musk per bloßer Anzahl der Patente.
Liegt da so personenkultig in der Pyramide rum und hat nicht einen Stein angefasst. Oder Kolumbus. Der hat noch nicht mal die Kohle hingelegt, um die Schiffe zu bauen. Jens Weißflog... auch so ein Vertreter. Was wäre der ohne die beeindruckende Ingenieursleistung des Schanzenbaus? Genau! Nichts!

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StefanXX 31.03.2017, 13:44
49. Ein großer Schritt ...

... für SpaceX, aber ein kleiner Schritt für die Menschheit :-)

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