Forum: Wissenschaft
Membrantechnik: Wie ein neuer Filter Salz aus Wasser holt
DPA

Wissenschaftler haben eine Technik weiterentwickelt, die Salz aus Wasser filtert. Das Wirkprinzip geht auf eine Idee des berühmten Mathematikers Alan Turing zurück.

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ihawk 04.05.2018, 17:32
1. Forschung in China

Es fällt schon auf, dass sich Forschung in China auf Gebiete konzentriert die voraussichtlich extrem profitabel sind.
Ich frage mich, warum westliche Forscher auf diesen Gebieten nicht unterstützt werden.

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vrdeutschland 04.05.2018, 19:17
2. @1 Weil der Westen Kohle sehen will

Was kostet ein Liter Wasser ? Und was kostet ein Liter Erdöl ? Also im „Westen“ ? Da lohnt es sich sogar das Wasser mit Fracking zu verseuchen, so lukrativ ist der andere Stoff. Wenn China die afrikanischen Staaten mit Trinkwasser versorgt und dafür die Schürfrechte von Rohstoffen wird man sehen was am Ende lukrativer ist ...

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GeMe 04.05.2018, 20:36
3. 2017 wurden weltweit ca. 1,7 Billionen US-Dollar

für Rüstung ausgegeben. Wieviel man von dieser Summe wohl investieren müsste, um eine auf der beschriebenen Technik basierende Meerwasserentsalzungsanlage zu bauen?

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swandue 05.05.2018, 00:28
4.

Zitat von ihawk
Es fällt schon auf, dass sich Forschung in China auf Gebiete konzentriert die voraussichtlich extrem profitabel sind. Ich frage mich, warum westliche Forscher auf diesen Gebieten nicht unterstützt werden.
Ich frage mich auch, ob es ein Vorteil für China ist, einerseits am kapitalistischen Wettbewerb teilzunehmen, aber andererseits auch noch einen Staat zu haben, der auf Dinge schaut, die kurz- und mittelfristig nur Geld kosten, aber langfristig großen Nutzen bringen können und dann eben einem Unternehmen die Anweisung erteilt, sich da zu engagieren (zu forschen, eine Produktion zu beginnen oder ein westliches Unternehmen zu kaufen).

Welcher Manager kann wirklich langfristig denken, der den Aktionären regelmäßige Gewinne liefern soll? Welcher Politiker kann wirklich langfristig denken, der sich alle vier Jahre um seine Wiederwahl kümmern muss? Und wenn ein Politiker den Weitblick haben sollte, wie kann er dann dafür sorgen, dass entsprechend gehandelt wird?

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spectrys 05.05.2018, 00:40
5. Forschung im Westen

Zitat von ihawk
Ich frage mich, warum westliche Forscher auf diesen Gebieten nicht unterstützt werden.
Ich habe sowohl an der Uni Freiburg als auch der Penn State in diesem Bereich geforscht. Mangelnde Unterstützung habe ich nie erfahren müssen. Im Gegenteil: Es gab sogar Geld aus Saudi Arabien. Ich kann Ihnen versichern, dass auf diesem Gebiert hier quasi jeder die Unterstützung bekommt, die er benötigt. Es gibt durchaus ähnliche Meldungen aus Europa und Nordamerika, aber die müssen dann halt auch erstmal in die "Science" kommen. Die Turing-Methode ist natürlich interessant, aber wie so oft kann ich mir nicht vorstellen, dass das ganze skalierbar ist und hohen Salzkonzentrationen standhält.

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willibaldus 05.05.2018, 02:22
6.

Zitat von ihawk
Es fällt schon auf, dass sich Forschung in China auf Gebiete konzentriert die voraussichtlich extrem profitabel sind. Ich frage mich, warum westliche Forscher auf diesen Gebieten nicht unterstützt werden.
Das werden sie. Die Chinesen sind inzwischen so gut, dass sie nicht mehr nur kopieren sondern auch eigene Entwicklungen auf den Weg bringen können. Das war schon bei den Japanern so, bei den Koreanern, inzwischen sogar in Afrika. Es wird immer schwerer an der Spitze zu bleiben. Bis zur Serienreife dauert es noch ein paar JAhre.
Wenn zur Meerwasserentsalzung nur noch ein Bruchteil der Energie verwendet werden muss, dann ist das schon richtig was wert.
Ich habe selbst mit Entsalzungsanlagen gearbeitet. Das Prinzip heisst Umkehrosmose. Es gibt aber auch Systeme, die selektiv grosse Ionen aussortieren wie Sulfat und Kochsalz uä weitgehend durchlassen. Man bekommt viel mehr Volumen und und kein Gips in den Leitungen.

Fracking ist nicht so schlecht wie Sie es machen. Die 300mal, die es in Deutschland gemacht wurde, waren kein Thema, bis die Sau aus USA galoppiert kam. Trotz massivem Einsatz gibt es so gut wie keine Auswirkungen auf das Grundwasser, trotzdem die gefrackten Formationen dort zT nur 300m tief liegen, bei uns dagegen waren es 5000m plus minus und der Ölschiefer liegt bei uns ca 1500m tief. Nein, die brennenden Wasserhähne waren ein fake, das gab es da schon im 19. Jahrhundert.

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willibaldus 05.05.2018, 02:24
7.

Zitat von GeMe
für Rüstung ausgegeben. Wieviel man von dieser Summe wohl investieren müsste, um eine auf der beschriebenen Technik basierende Meerwasserentsalzungsanlage zu bauen?
Kommt drauf an, wie gross die sein soll.
Ausserdem, der erste Golf einer neuen Generation hat ca eine Milliarde gekostet bis dahin. Kann sich keiner leisten so was.

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zensurgegner2017 05.05.2018, 08:26
8.

Die deutsche Bundesregierung hat erst letzte Woche per Post eine Anfrage an die 16 Bundesländer geschickt um ein gemeinsames vorgehen bei Förderungen zu erzielen.
Leider können sich die 16 Minister nicht einigen, kleinster gemeinsamer Nenner: Bis 2022 will man die Anfragen per Mail verschicken (können)
(trauriger Sarkasmus)

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nonsense_forever 05.05.2018, 12:54
9. Und die Salze?

Falls so eine Technik mal im ganz Großem angewendet wird, wo bleiben die Rückstände? Die Natur hat da eine geniale Endlagerung entwickelt, Salzseen und Pfannen in endlegenen Gebieten die nicht stören und gefährden. Bis die Menschheit anfängt wie in der bolivianischen Hochebene daran herum zu prockeln, die Süßwassersysteme zu zerstören, Salz und Lithiumstaub frei zusetzen mit entgültiger Vergiftung von Umwelt und Lebewesen. Diese "Lösung" ändert nichts am Grundproblem des für sie und die Biosphäre tödlichen Ressourcen Overkills der explodierenden Menschheit. Gerade China ist von der Umweltsituation her so was von im Eimer, da gibts keine Lösungen, keine Rettungen keine Zukunft. Dort entsorgt man dann die Salze direkt ins Meer..

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