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Menschenrechts-Skandal: Deutschland stoppt Zahlungen für umstrittenes WWF-Projekt im
Jens Kalaene/ DPA

Über Jahre hinweg soll der WWF bei seiner Arbeit in Afrika und Asien Menschenrechte verletzt haben. Nun hat der Skandal auch finanzielle Konsequenzen.

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peterpeterweise 24.07.2019, 17:03
10. NGO oft staatlich finanziert, aber ohne parlamentarische Kontrolle

Hier zeigt sich ein grundlegendes Problem bei mächtigen NGOs. Von der Finanzkraft und dem Einfluss sind sie oft global Players, bekommen oft viel Geld vom Steuerzahler, aber gleichzeitig entziehen sie sich der parlamentarischen Kontrolle. Natürlich haben NGOs oft auch positive Wirkungen, aber wenn mein Steuergeld an NGOs fließt, dann sollte es eigentlich normal sein, dass diese durch die von mir gewählten Parlamentarier kontrolliert werden. Wie selbstverständlich NGOs manchmal lokale Gesetze missachten, hat sich in letzer Zeit schon öfter gezeigt.

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dagmar1308 24.07.2019, 17:04
11. Genau den Punkt getroffen

Zitat von tuan_nguyen
... wie einige Floristen die institutionalisierte Gewalt, im Namen des Tierschutzes, gegen die bitterarme Zivilbevölkerung hier relativieren. Die staatlichen Einrichtungen tun gut daran, die Sache gründlich prüfen zu lassen und Zahlungen auszusetzen bis Licht ins Dunkle gebracht wurde. Der Vorwurf von Mord, Totschlag, Vergewaltigung und Folter gegen die Zivilbevölkerung wiegt schwer und ist den Idealen des WWF unwürdig. Es hat im Übrigen wenig mit Humanismus zu tun derartige Gewalt gegen Menschen zu dulden bzw. darüber hinweg zu sehen, um auf der vermeintlich richtigen Seite zu stehen. Hilfreicher wäre es den ansässigen Menschen ein auskömmliches Leben abseits der Wilderei, wenn nicht sogar auf Seiten des Tierschutzes zu ermöglichen. Dafür wären doch Gelder von Einzelspendern, der KfW oder der GIZ sinnvoll.
Erst wenn die Menschen hier sind, interessieren sich viele für den Mensch. Weit weg stehen die sogenannten höheren ökologischen Werte im Vordergrund. Der Mensch ist da oft zweitrangig.
Seit Monaten wird untersucht und untersucht und nichts kommt dabei raus. Keine Personen werden entlassen oder angeklagt.
Scheinbar soll alles im Sand verlaufen. Auch Funktionsträger und Angestellte des WWF sollten da Konsequenzen erfahren, wenn sie ihrer Aufsichts- und Kontrollpflicht nicht nachgekommen sind.
Das gehört zum ABC dieser Organisation dazu. Jeder weis, dass Kriminalität überall in der Welt, meist noch deutlich stärker existiert wo keine richtige Ordnungsmacht existiert, Alltag ist. Wer weg schaut, macht sich mit schuldig.
Wer hier nur ansatzweise den Umweltschutz anführt als Forist, ist moralisch eher untere Schiene.

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Andrea Nxxx. 24.07.2019, 22:25
12. Hauptsache, der Schutzauftrag wird nicht relativiert

Zitat von manicmecanic
Sicherlich muß man sich verteidigen gegen teils schwer bewaffnete Wilderer.Wie man aber mit dem Argument die im Artikel angesprochenen Straftaten rechtfertigen kann ist mir vollkommen schleierhaft.Wie soll es helfen wen auch immer zu foltern-vergewaltigen um die Natur zu schützen ?
Wenn die Ranger mit harten Bandagen gegen die Wilderer kämpfen, um den Schutzauftrag für den Nationalpark und seine dort geschützt lebenden Tiere durchsetzen zu können, haben sie meine volle Unterstützung. Warum sollte man die sogenannten "Menschenrechte" über die Rechte von anderen Tieren stellen? Ich bin dafür, die Menschenrechte auf alle Tiere auszudehnen - dann haben wir ein "level playing field" und können weitersehen, welche Massnahmen gerechtfertigt sind.

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Mitdenker77 25.07.2019, 10:39
13.

Zitat von Andrea Nxxx.
Wenn die Ranger mit harten Bandagen gegen die Wilderer kämpfen, um den Schutzauftrag für den Nationalpark und seine dort geschützt lebenden Tiere durchsetzen zu können, haben sie meine volle Unterstützung. Warum sollte man die sogenannten "Menschenrechte" über die Rechte von anderen Tieren stellen? Ich bin dafür, die Menschenrechte auf alle Tiere auszudehnen - dann haben wir ein "level playing field" und können weitersehen, welche Massnahmen gerechtfertigt sind.
Ich vermute einmal, dass die Wilderer keine der Tiere vergewaltigen, wie es wohl von Seiten der angesprochenen Milizen in Verbindung mit Parkrangern vorgekommen ist.

Und das ist nun einmal eine Straftat. Und Sie meinen also, dass man Straftaten begehen darf um andere Straftaten zu verhindern?

Zwei falsche Dinge ergeben leider nicht eine gute Sache. Straftaten sind nicht multiplikative verknüpft, wo Minus x Minus = Plus ergibt.

Den Wilderern muss man konsequent entgegentreten, aber mit rechtlichen Mitteln und nicht mit Vergewaltigung, Folter und Mord.

Und eine Tötung in Notwehr wird keiner als Morde bezeichnen. Folter, Vergewaltigung und Tötung um es zu vertuschen ist aber eindeutig Mord aus niederen Beweggründen. Und wenn dass durch die Parkranger und ihre Milizen gemacht wurde, sind diese konsequent zu bestrafen.

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moeh1 25.07.2019, 13:48
14. Wilderer

Diese Wilderer sind meist keine Dorfbewohner die sich mal eine Antilope zu Abendessen schießen. Es handelt sich um paramilitärische Banden die im Auftrag meist asiatischer Auftraggeber Elefanten und Nashörner abschlachten. Gegen diese muss robust vorgegangen werden, alles andere ist naiv.

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moev 25.07.2019, 17:41
15.

Zitat von juanth
die kann man nicht mit Worten überzeugen. Wer Afrika auch nur ein bisschen kennt, weiss dass dort Wilderei ein Riesengeschäft ist, und die besser ausgerüstet sind als die Bundeswehr. In diesen Ländern hilft nun mal nur die handfeste Durchsetzung, oder aber Good Bye Natur.
Schreibt sich natürlich leicht aus einem Land, indem die Vorväter sich bereits vor Jahrhunderten für Good Bye Nature entschieden und das Projekt auch erfolgreich abgeschlossen haben.

Die europäischen Urwälder sind lange abgeholzt und der Industrie- und Kulturlandschaft gewichen und mit dem daraus resultierendem Reichtum schreibt man jetzt dem Afrikaner und Südamerikaner vor, dass er es keinesfalls genauso machen darf.

Ein paar Urwälder sollen ja der Menschheit erhalten werden und da unsere halt schon weg sind, müssen das jetzt deren sein.

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