Forum: Wissenschaft
Methan-Verunreinigungen: Gasbohrungen machen Trinkwasser explosiv

Neue Bohrtechniken sollen den Gasmarkt revolutionieren - und zur Lösung der Energieprobleme beitragen. Doch die brachiale Suche nach Gas im Gestein birgt auch Risiken: US-Forscher haben erstmals systematisch die Verunreinigungen im Trinkwasser untersucht. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

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willtrop 10.05.2011, 19:17
1. gasland

Zitat von sysop
Neue Bohrtechniken sollen den Gasmarkt revolutionieren - und zur Lösung der Energieprobleme beitragen. Doch die brachiale Suche nach Gas im Gestein birgt auch Risiken: US-Forscher haben erstmals systematisch die Verunreinigungen im Trinkwasser untersucht. Die Ergebnisse sind ernüchternd.
wie das für die betroffenen in den regionen aussieht, kann man sich in der dokumentation "gasland" anschauen.

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Gandhi 10.05.2011, 19:45
2. Die Oel- und Gaslobby

wirbt hier dauernd fuer ihre hervorragenden Techniken, Energie fuer uns zu gewinnen. Da wird nicht einmal das Wort 'Fracking' in den Mund genommen, alles muss sauber bleiben.

Den im Fernsehen Anvisierten wird vorgegaukelt, so koenne der Energiebedarf gedeckt werden.

Hier in Pennsylvania hat es schon einige Explosionen gegeben, viele Leute beklagen sich, ihr Trinkwasser sei bedroht. Doch die Interessen der Geldgierigen geht vor.

Anders in New York. Der Staat des Ortes Marcellus, nach ihm ist die Schieferschicht benannt, hat die Anwendung des Verfahrens verboten. Doch die Gierigen werden sicher weiter dafuer kaempfen, das Trinkwasser verseuchen zu duerfen.

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Fritz Motzki 10.05.2011, 20:22
3. Oder bei Monitor nachlesen

Zitat von willtrop
wie das für die betroffenen in den regionen aussieht, kann man sich in der dokumentation "gasland" anschauen.
http://www.wdr.de/tv/monitor//sendun...18/wasser.php5

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ep_geologe 10.05.2011, 20:55
4. Unausgewogener Bericht

Die Debatte über den Einsatz von Fracking-Methoden in der Öl- und Gasindustrie wird mehrheitlich unehrlich geführt und der Artikel im Spiegel ist leider mit Halbwahrheiten gespickt, unvollständig und daher tendenziell. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn man eine Agenda hat, jedoch recht unprofessioneller Journalismus:

1)Die Technologie ist nicht neu und wird bereits seit über 30 Jahren in Deutschland und auch weltweit eingesetzt (für mehr Info siehe: http://www.energie-experten.org/expe...hnik-2056.html)

2)Es ist eine ewige Mähr die Öl- und Gasindustrie wäre nicht ehrlich und offen über die Methoden. Die Aussage man würde Risiken nicht benennen ist schlichtweg falsch. Exxon Mobil hat auf seiner Infoseite (http://www.erdgassuche-in-deutschlan...racturing.html) eine Übersicht der Chemikalien gegeben, die eingesetzt wurden und werden. Es ist davon auszugehen, dass auch die anderen deutschen Firmen ähnliche Zusammensetzungen verwenden.

3)Die Geologische Situation in Deutschland ist eine deutlich andere als die in den USA. Das Gas ist in wesentlich tieferen Schichten, als zum Beispiel in Pennsylvania und Risse im Gestein können daher nicht bis in den Grundwasserleiter reichen. Es ist daher als extrem unwahrscheinlich anzusehen, dass Gas aus einer Bohrung in Deutschland in das Grundwasser gelangt. Es ist z.B. meines Erachtens wahrscheinlicher das der Tank einer Biogas-Anlage undicht ist und das Grundwasser verseucht, als das dies durch eine Gasbohrung in Norddeutschland geschieht.

4)Unfälle wie im Golf von Mexiko und in der Nordsee stehen Millionen von Stunden unfallfreier Produktion in Deutschland und Weltweit gegenüber. Man hört sicherlich mehr von Flugzeugabstürzen und Atomunfällen, als Mega-Katastrophen wie im Golf von Mexiko. Dies soll selbstverständlich nicht immer noch geduldete oder vergangene Sünden schlampiger Operation klein reden. Hier ist es die Aufgabe des Konsumenten und der kritischen Reportage aufmerksam den Geschehnissen zu folgen. Die Branche ist nicht mehr oder wenig anfällig für solche Probleme als andere Branchen. Allerdings, die Öl- und Gasindustrie ist eine extrem sicherheitsbewusste Branche – speziell im dicht besiedelten Westeuropa (Ich kann da wenig über die Shalegas-Produzenten in den USA sagen) und insbesondere in Deutschland. Umweltunfälle sind nicht nur schädlich für die Umwelt, den Ruf und die Bevölkerung, sondern gefährden normalerweise als erstes Mitarbeiter.

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discurso 10.05.2011, 21:01
5. .

Wenn man diejenigen, die sich mit dem Fracking eine goldene Nase verdienen, dazu zwingen würde das Trinkwasser aus diesen Regionen lebenslänglich konsumieren zu müssen, dann ...

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Gandhi 10.05.2011, 21:18
6. Sie meinen,

Zitat von ep_geologe
.... 1)Die Technologie ist nicht neu und wird bereits seit über 30 Jahren in Deutschland und auch weltweit eingesetzt (für mehr Info siehe: ) 2)Es ist eine ewige Mähr die Öl- und Gasindustrie wäre nicht ehrlich und offen über die Methoden. Die Aussage man würde Risiken nicht benennen ist schlichtweg falsch. Exxon Mobil hat auf seiner Infoseite () eine Übersicht der Chemikalien gegeben, die eingesetzt wurden und werden. Es ist davon auszugehen, dass auch die anderen deutschen Firmen ähnliche Zusammensetzungen verwenden. 3)Die Geologische Situation in Deutschland ist eine deutlich andere als die in den USA. Das Gas ist in wesentlich tieferen Schichten, als zum Beispiel in Pennsylvania und Risse im Gestein können daher nicht bis in den Grundwasserleiter reichen. Es ist daher als extrem unwahrscheinlich anzusehen, dass Gas aus einer Bohrung in Deutschland in das Grundwasser gelangt. Es ist z.B. meines Erachtens wahrscheinlicher das der Tank einer Biogas-Anlage undicht ist und das Grundwasser verseucht, als das dies durch eine Gasbohrung in Norddeutschland geschieht. 4)Unfälle wie im Golf von Mexiko und in der Nordsee stehen Millionen von Stunden unfallfreier Produktion in Deutschland und Weltweit gegenüber. Man hört sicherlich mehr von Flugzeugabstürzen und Atomunfällen, als Mega-Katastrophen wie im Golf von Mexiko. Dies soll selbstverständlich nicht immer noch geduldete oder vergangene Sünden schlampiger Operation klein reden. Hier ist es die Aufgabe des Konsumenten und der kritischen Reportage aufmerksam den Geschehnissen zu folgen. Die Branche ist nicht mehr oder wenig anfällig für solche Probleme als andere Branchen. Allerdings, die Öl- und Gasindustrie ist eine extrem sicherheitsbewusste Branche – speziell im dicht besiedelten Westeuropa (Ich kann da wenig über die Shalegas-Produzenten in den USA sagen) und insbesondere in Deutschland. Umweltunfälle sind nicht nur schädlich für die Umwelt, den Ruf und die Bevölkerung, sondern gefährden normalerweise als erstes Mitarbeiter.
Da die betreffenden Schieferschichten in Deutschland tiefer laegen, koenne man dort ruhig Chemikalien in das Gestein pressen, das Grundwasser sei sicher. An der Verschmutzung selbst aendert das aber nichts!

Und wenn Gas nach ober kommen kann, dann kann es das verseuchte Wasser ebenfalls.

Man hat doch im Golf deutlich gesehen, wie BP da vorgegangen ist (Fahrlaessigkeit waere noch harmlos). So lange ist das noch nicht her, und Sie wollen die Branche reinwaschen?

Dass Risiken uebrall bestehen, bestreitet niemand. Aber die Auswirkungen eines "Unfalls" sind eben gravierend unterschiedlich. Nach Fukushima gab es auch Witzbolde, die darauf hinwiesen, dass in anderen Kraftwerken auch schon Explosionen passiert sind.

Ist der Ruf erst runiert,....

Und runiert hat den Ruf weder Der Spiegel oder sonst ein Magazin sondern die Branche selbst. Und nicht fuer die Schaeden gerade stehen wie damals in Alaska, sondern das Ganze von der Steuer absetzen. Mit anderen Worten: die Allgemeinheit muss fuer die Folgen der Branche mit den Riesengewinnen aufkommen.

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Satiro 10.05.2011, 21:20
7. °

Zitat von ep_geologe
Die Debatte über den Einsatz von Fracking-Methoden in der Öl- und Gasindustrie wird mehrheitlich unehrlich geführt und der Artikel im Spiegel ist leider mit Halbwahrheiten gespickt, unvollständig und daher tendenziell. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn man eine Agenda hat, jedoch recht unprofessioneller Journalismus:........... .
Haben Sie etwas anderes erwartet ?

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Ein Belgier 10.05.2011, 21:23
8.

Zitat von ep_geologe
Die Debatte über den Einsatz von Fracking-Methoden in der Öl- und Gasindustrie wird mehrheitlich unehrlich geführt und der Artikel im Spiegel ist leider mit Halbwahrheiten gespickt, unvollständig und daher tendenziell. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn man eine Agenda hat, jedoch recht unprofessioneller Journalismus: 1)Die Technologie ist nicht neu und wird bereits seit über 30 Jahren in Deutschland und auch weltweit eingesetzt (für mehr Info siehe: ) 2)Es ist eine ewige Mähr die Öl- und Gasindustrie wäre nicht ehrlich und offen über die Methoden. Die Aussage man würde Risiken nicht benennen ist schlichtweg falsch. Exxon Mobil hat auf seiner Infoseite () eine Übersicht der Chemikalien gegeben, die eingesetzt wurden und werden. Es ist davon auszugehen, dass auch die anderen deutschen Firmen ähnliche Zusammensetzungen verwenden. 3)Die Geologische Situation in Deutschland ist eine deutlich andere als die in den USA. Das Gas ist in wesentlich tieferen Schichten, als zum Beispiel in Pennsylvania und Risse im Gestein können daher nicht bis in den Grundwasserleiter reichen. Es ist daher als extrem unwahrscheinlich anzusehen, dass Gas aus einer Bohrung in Deutschland in das Grundwasser gelangt. Es ist z.B. meines Erachtens wahrscheinlicher das der Tank einer Biogas-Anlage undicht ist und das Grundwasser verseucht, als das dies durch eine Gasbohrung in Norddeutschland geschieht. 4)Unfälle wie im Golf von Mexiko und in der Nordsee stehen Millionen von Stunden unfallfreier Produktion in Deutschland und Weltweit gegenüber. Man hört sicherlich mehr von Flugzeugabstürzen und Atomunfällen, als Mega-Katastrophen wie im Golf von Mexiko. Dies soll selbstverständlich nicht immer noch geduldete oder vergangene Sünden schlampiger Operation klein reden. Hier ist es die Aufgabe des Konsumenten und der kritischen Reportage aufmerksam den Geschehnissen zu folgen. Die Branche ist nicht mehr oder wenig anfällig für solche Probleme als andere Branchen. Allerdings, die Öl- und Gasindustrie ist eine extrem sicherheitsbewusste Branche – speziell im dicht besiedelten Westeuropa (Ich kann da wenig über die Shalegas-Produzenten in den USA sagen) und insbesondere in Deutschland. Umweltunfälle sind nicht nur schädlich für die Umwelt, den Ruf und die Bevölkerung, sondern gefährden normalerweise als erstes Mitarbeiter.
Im Land der grünen Bedenkenträger kommt der Strom aus der Steckdose und das Gas aus der Leitung.

Alles andere ist ein Zumutung für den neuen Ökomenschen und wird per Bürgerbegehren abgeschmettert...

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brain0naut 10.05.2011, 21:46
9. schön...

...daß das problem langsam auch in den mainstream sickert. die vergiftung von trinkwasser durch schiefergasbohrungen ist in den usa schon länger thema der dortigen umweltschutzorganisationen.
bitter gelacht habe ich allerdings schon beim 2ten satz des artikels:

"Während Wind und Sonne unzuverlässige Energiequellen sind und Schwankungen in der Stromproduktion hervorrufen können..."

was, bitte, gibts denn zuverlässigeres als wind und sonne (yep, gezeiten)? ohne speichertechnik vielleicht unFLEXIBEL, aber unzuverlässig? autsch. hart an der suggestion, ich muss schon sagen.

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