Forum: Wissenschaft
Methusalem-Geschöpfe: Ewiges Leben

Sie waren schon während des Römischen Reiches da, manche sogar schon zur letzten Eiszeit - und sind quicklebendig. Eine US-Fotografin hat uralte Lebewesen aufgespürt. Vom Wüstenbusch, der seit 3000 Jahren gedeiht, bis zu 400.000-jährigen Bakterien: faszinierende Schauspiele der Natur.

Seite 1 von 2
mcmercy 16.08.2010, 16:17
1.

Ich finde die Bakterien zählen hier eigentlich nicht, da es ja nicht das einzelne Bakterium ist, dass diese Alter erreicht sondern lediglich die Art, und da gibt es sich noch mehrere, so sind doch auch Haie und der Quastenflosser als Art schon extrem alt.

Beitrag melden
Meckermann 16.08.2010, 16:50
2. Bakterien

Bei den Bakterien geht es nicht um die Art (die wäre mit 400.000 Jahren dann recht jung) sondern um den Organismus.

Bakterien sind potentiell unsterblich, d.h. solange die Bedingungen gut sind, teilen sie sich stets aufs neue, ohne zu altern und zu sterben. Trotzdem ist hier die Bestimmung des Alters einer individuellen Zelle schwierig, denn theoretisch müsste man ja dann jede Zelle als genauso alt werten wie die Kolonie als solche, was aber wiederum Blödsinn ist, da ja offensichtlich nicht alle Zellen von Anfang an da gewesen sind. Vertrakt - ich würde Bakterien außen vor lassen.

Beitrag melden
RogerT 16.08.2010, 17:08
3. da fehlen Schwämme...

Was fehlt ist die älteste lebende Art: Schwämme.
Die leben meist in Korallenriffen und sind lt. neuesten Forschungen fast unsterblich.

Beitrag melden
jhartmann 16.08.2010, 17:33
4. Bakterien

Bakterien im Permafrostboden existieren als Individuen eben gerade deshalb so lange, weil sie sich (des Frosts wegen) eben nicht teilen und auch sonst nur sehr langsam stoffwechseln. Ähnlich wie Spermien im frostigen Repro-Archiv ...

Beitrag melden
kridelrew 16.08.2010, 18:12
5. 20.000 Jahre alte Geografenflechte

Zur Datierung von Jahrhunderte und Jahrtausende alter Gletschervorfeldern wurden traditionel Vorkommen und Ausmass der sogenannten 'Geografenflechte' herbeigezogen. Deren Wuchs und Durchmesser geben gute Auskunft ueber Alterverhaeltnisse. Ich erinnere mich, dass mein Geografie-Professor, Dr. Schroeder-Lanz, im einst vergletscherten Estrella Gebirge von Portugal eine der besagten und uralten Flechten gemessen hat. Das Alter wurde aufgrund des immensen Durchmessers und Wachstums mit ueber 20.000 (zwanzigtausend) Jahren angesetzt. Demnach waere diese Flechte in der Hochlage des klimatisch gunstreichen SW des Kontinents zu den aeltesten Lebewesen Europas zu zaehlen. Es mutet schon eine wenig ironisch an, dass die niederen Flechten den stolzen Wuchs der Baeume altersmaessig glatt in den Schatten stellen koennen!

Beitrag melden
ebs1 16.08.2010, 18:23
6. faszinierend

Dieser Bericht hat mich unglaublich fasziniert.
Die abgebildeten Bakterien sind tatsächlich so alt wie beschrieben. Ich hoffe nur, daß sie nöch viel älter werden können, wenn ich allerdings lese, daß der sibirische Permafrostboden wegen der Erderwärmung gefährdet ist???
Eine tolle Arbeit dieser Fotografin.

Beitrag melden
schna´sel 16.08.2010, 19:01
7. ewig

Zitat von sysop
Sie waren schon während des Römischen Reiches da, manche sogar schon zur letzten Eiszeit - und sind quicklebendig. Eine US-Fotografin hat uralte Lebewesen aufgespürt. Vom Wüstenbusch, der seit 3000 Jahren gedeiht, bis zu 400.000-jährigen Bakterien: faszinierende Schauspiele der Natur.
Was dieser Artikel vor allen Dingen zeigt ist Sehnsucht. Die Sehnsucht nach Dauerhaftigkeit in einer Zeit in der Neuigkeiten schon in dem Moment veraltet sind in dem sie veröffentlicht werden.
Ewigkeit! Was ist das für ein Wort in einer Zeit, in der selbst die "alten" Atomuhren die Zeit nicht mehr fein genug zerhacken für das Bedürfnis nach Analyse und immer mehr Wissen? Physiker bauen genaueste Uhr der Welt

Beitrag melden
LouisWu 16.08.2010, 21:01
8. ...

Zitat von ebs1
Dieser Bericht hat mich unglaublich fasziniert. Die abgebildeten Bakterien sind tatsächlich so alt wie beschrieben. Ich hoffe nur, daß sie nöch viel älter werden können, wenn ich allerdings lese, daß der sibirische Permafrostboden wegen der Erderwärmung gefährdet ist??? Eine tolle Arbeit dieser Fotografin.
Naja, wenn - wie der Kollege "jhartmann" in #5 schrieb - tatsächlich die Individuen so alt sind, dann müssen sie sich ja trotzdem irgendwann mal entwickelt und also geteilt haben, um "viele" zu werden. Wenn es jetzt wärmer wird, werden sie möglicherweise wieder beginnen sich zu teilen, um "mehr" zu werden.:)

Beitrag melden
johndoe2 16.08.2010, 21:07
9. Altersbestimmung

Was mir in dem Artikel, der ansonsten sehr interessant und faszinierend ist, fehlt, sind die Informationen darüber, wie denn im Einzelnen das Alter der Organismen bestimmt wurde und wie man feststellt, dass sie tatsächlich ihre gesamte Lebenszeit über stoffwechseln und nicht z.B. zwischendurch für ein paar tausend Jahre im Dornröschenschlaf gelegen haben.

Ansonsten ist es gut zu wissen, dass ein paar Individuen schon so lange den Verändeurngen auf unserem Planeten trotzen konnten und hoffe, dass es ihnen auch weiterhin ermöglicht wird...

Beitrag melden
Seite 1 von 2
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!