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Millionen-Schmerzensgeld in den USA: Warum das Glyphosat-Urteil kein Beweis für ein K
DPA

Ein Hausmeister soll an Krebs erkrankt sein, weil er über Jahre Glyphosat angewendet hat. So sieht es ein Schwurgericht in den USA. Wissenschaft und Umweltbehörden kommen zu einem anderen Schluss.

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frank.huebner 13.08.2018, 15:29
90. Keine Fakten

Immer dieses: "hier sind die Fakten!". Die Fakten kennen wir nicht. Auch Julia Merlot nicht, die immer schnell mit einem Artikel um die Ecke kommt, wenn es gegen die Agrarpharmaindustrie geht. Ein Mittel, welches Unkraut und Ungeziefer abtötet ist also ungefährlich für den Menschen. So ein Glück. Warum bitte geht Merlot und die Bayer-Bosse nichtdarin baden und trinken mal ein Glas voll. Das würde mich evtl überzeugen. Ich habe einige Wisenschlaftlicher gehört, die eben nicht sagen, dass Glyphosat ungefährlich sondern krebserregend wäre. Die Verteidungsschrift im Artikel war wohl nötig, weil Bayers Aktie in den Keller rauscht. Wie ist es eigentlich mit Werbung, die Bayer beim SPiegel schaltet?

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nico_davinci 13.08.2018, 15:30
91. Im Merlot steckt die Wahrheit?

Es ist sehr beruhigend zu sehen, dass - während sich der Spiegel mit seinem Konzern-Kuschel-Kurs - und journalistisch unfertigen PR-Werken, die zum Thema Glyphosat in Regelmässigkeit von der selben Autorin kommen - hier in den Kommentaren immer klarer wird, dass diese Augenwischerei offenbar nicht mehr funktioniert, sondern mehr und mehr Menschen begreifen, was in den "Qualitätsmedien" eigentlich gespielt wird. Und das hat offenbar mehr mit Kumplei und Anzeigengeldern zu tun, als mit dem Handwerk, das sich einst Journalismus nannte. Mögen dem nächsten, der über die Presse in China, Nordkorea oder Russland urteilt, das Lachen mit Halse stecken bleiben angesichts dieser Teilnahme an der Schadenbegrenzung, die Bayer nach seinem Aktienabsturz offenbar für dringend nötig erachtet.

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Friedrich der Streitbare 13.08.2018, 15:31
92. Unerträglich dämlich

Zitat von herom
".... Und die Wahrscheinlichkeit reicht mir. So ein Produkt gehört nicht auf den Markt.
denn bei konsequenter Anwendung Ihres Maßstabs sähe auch ihre Welt unerträglich aus: keine Autos, keine Heizung, keine Telefone, kein ... .
Denn es wird sich zu allem und jedem jemand Ihrer Gesinnung finden, das dies krebserregend sein könne. Nebenbei KANN (!!) alles krebserregend sein, bei dem man es nicht ausschließen kann.

Und falls Sie es noch nicht wussten: Leben ist garantiert tödlich !

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Trudi 13.08.2018, 15:32
93. Sind Sie Pfeffermizteetrinker?

Zitat von herom
"Ein Hausmeister soll an Krebs erkrankt sein, weil er über Jahre Glyphosat angewendet hat. So sieht es ein Schwurgericht in den USA. Wissenschaft und Umweltbehörden kommen zu einem anderen Schluss." Die IARC der WHO hat Glyphosat in Klasse 2A als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" eingestuft. Man muß nur suchen, und man findet zig Wissenschaftler, Ärzte und Organisationen, die Glyphosat als vermutlich krebserregend einstufen. Und die Wahrscheinlichkeit reicht mir. So ein Produkt gehört nicht auf den Markt. Man spielt nicht mit dem Leben von Menschen, Julia Merlot! Was die geldgeilen Bosse von Bayer geritten hat, Monsanto zu kaufen, hat niemand auf dieser Erde verstanden. Vielleicht Julia Merlot? Alle haben gewußt, was kommen wird! Übrigens, die Auswirkungen auf die Umwelt, Pflanzen und Tiere ist noch nicht einmal erwähnt worden. Der Artikel der 30-jährigen Julia Merlot ist unerträglich!
In der IARC der WHO, Klasse 2A , ist auch Kaffee. Ich hoffe, dass Sie keinen trinken.

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millie_thomas 13.08.2018, 15:35
94. Erschreckend industriefreundlicher Kommentar.

Bei allem Verständnis für eine objektive Betrachtung der Problematik, gibt es gute Gründe, den Angaben der Industrie- sowie ganz grundsätzlich an wissenschaftlichen Studienergebnissen zu misstrauen. Allzu oft stellten Industriekonzerne schon Profit über Risikoerwägungen und waren wissenschaftlichen Studien beim zweiten Blick nicht so unabhängig, wie sie zunächst erschienen. Und: Die Idee, primär nachweisen zu müssen, dass etwas, das man bereits auf die Menschheit losgelassen hat, tatsächlich schädigt, ist zu hinterfragen, zumal nachträglich vom Betroffenen das Prozessrisiko zu tragen ist. Es geht vielmehr darum, präventiv und objektiv und unabhängig von wirtschaftlichem Druck, vor der Marktzulassung von Herbiziden, Pestiziden, Arzneimittel etc. das Risiko für Mensch und Natur abzuschätzen. Jedenfalls halte ich den Text für erschreckend naiv - und ich bin beileibe kein Verschwörungstheoretiker oder radikaler Umweltschützer.

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Spiegelleser02 13.08.2018, 15:35
95. Bin ich zu doof?

Man sieht in Arte und 3sat-Dokus gut recherchierte Inhalte aus Argentinien und denkt sich: Wenn das ein Politiker einmal nur an sich ranlassen würde, dann müsste doch das Thema Monsanto und Glyphosat vom Tisch sein. Wieso taucht keine der argentinischen Studien in diesen Beitrag auf, die in Argentinien zwar offiziell in Auftrag gegeben, aber deren Ergebnisse dann unter Verschluss gehalten wurden. Mal ganz abgesehen, von dem Chemiekreislauf, den Monsanto z.B. beim Soyaanbau in Argentinien einzementiert. Eigenes Saatgut, eigener Dünger: Monokultur und keinerlei Ausgleichsmöglichkeiten bei schneller Resistenzbildung außer: mehr Gift - von Monsanto natürlich. Wieso erlaubt man diese Abhängigkeiten - ganz ungeachtet der gesundheitlichen Risiken. Es gibt Zahlen aus Argentinien zu Missbildungen bei Neugeborenen und Krebsraten bei Anwohnern, die unmittelbar neben den Feldern leben. Entweder ich bin zu naiv und will das alles glauben, oder es gibt da scheinbar zwei Realitäten, wenn man auf die zitierten Studien der Autorin blickt.

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kratzdistel 13.08.2018, 15:37
96. krebs kann auch entstehen durch kaffee,

wenn er zu heiß getrunken wird. in den USA ist das nunmal anders.
die klägerseite hat behauptet, dass die Erkrankung des Klägers
durch gly verursacht worden sei. sie muss das nicht beweisen mit teuren gutachten wie hier, montsanto muss sich entlasten. das kann die firma auch nicht, da hätte es den kläger intensiv beobachten, untersuchen und andere Risikofaktoren, wie nicht sachgemäßer umgang mit gly beweisen müssen. so blieb für die Jury nur noch der fehlende warnhinweis als Rechtsgrund, da möglicherweise....Es gab nunmal ein Kesseltreiben gegen montsanto von umweltschützern, das bleibt auch in den köpfen der jurymitglieder hängen. erfahrungsgemäß wird es nicht bei der hohen strafe in der obersten Instanz bleiben. da wird wohl noch ein vergleich ausgehandelt
folgen. wenn bayer in Kenntnis des amerikanischen produkthaftungsrecht montsanto übernommen hat, dann wird die zukünftige Gewinnerwartung größer sein als die Schadenersatzforderungen. es ist auch nicht bekannt, ob diese steuerlich abgeschrieben werden können.
in den Zivilprozessen trägt der richter nicht zur Beweisführung bei. er führt nur die Verhandlung zwischen kläger und beklagten. das ist
auch hier so.in den USA entscheidet grundsätzlich eine Jury und hier das gericht nach den vorträgen der kläger.
bis heute gibt es keine wissenschaftliche Studie, in der nachgewiesen wird, dass gly bei sachgemäßer Anwendung krebsverursacht hat. das mittel ist seit Jahrzehnten hier als nachfolgepräparat von Unkraut ex und simazin im Einsatz und die nachfolgedpräparate wie dicamba und egenia sind nicht so geprüft wie gly. perlargon bzw. eissigsäure für den hausgärtner wirken längst nicht so gut wie gly.

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DrStrang3love 13.08.2018, 15:37
97.

Zitat von herom
"Ein Hausmeister soll an Krebs erkrankt sein, weil er über Jahre Glyphosat angewendet hat. So sieht es ein Schwurgericht in den USA. Wissenschaft und Umweltbehörden kommen zu einem anderen Schluss." Die IARC der WHO hat.....
Dinge, die dieselbe IARC-Einstufung bekommen haben:
- diverse Krebsmedikamente (u.a. Cisplatin, Doxorubicin)
- diverse Antibiotika (u.a. Chloramphenicol)
- Rotes Fleisch
- Heiße Getränke (>65 °C)
- Emissionen von Braten bei hoher Temperatur (d.h. der Rauch von Ihrem Bratfett)
- Emissionen der "Verbrennung von Biobrennstoffen im Innenraum" (d.h. Rauch von verbranntem Holz)
- Arbeiten als Friseur
- Wechselschicht

Alles sofort verbieten, nach Ihrer Logik?

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bloßich 13.08.2018, 15:38
98. Warum ?

Zitat von Planquadrat
mir kaum vorstellen, dass ein Mittel, das Pflanzen absterben lässt, für Menschen unschädlich sein soll. Auch hier denke liegt in der Dosis die man aufnimmt die Gefahr. Wie der Hausmeister der damit gearbeitet hat. [...]
Pflanzen und Menschen haben aber völlig verschiedene Stoffwechsel.
Warum soll es dann nicht auch einen solchen Unterschied bei der Giftwirkung geben ?

Hunde - die dem Menschen schon sehr viel näher sind als Pflanzen - vertragen z.B. auch keine Schokolade und können daran sterben. Für Menschen gilt das hingegen nicht.
Man kann soetwas nicht aus dem Bauchgefühl entscheiden, sondern muss das wissenschaftlich untersuchen.
Und dann muss man aber eben auch die Forschungsergebnisse akzeptieren und nicht ideologische Scheuklappen aufsetzen und nur die Forschung für gut und richtig ansehen, die dem entspricht, was man irgendwie schon immer geglaubt hat.
Das machen dann nämlich auch die Klimaerwärmungsleugner und Flacherdler ...

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gehel 13.08.2018, 15:42
99. Überflüssige UNO-Behörde

Dies zeigt doch nur, wie unsinnig so manche Warnungen ausgesprochen werden. Da werden Risiken konstruiert, die jeder Grundlage entbehren, die keiner so richtig einschätzen kann, aber sie werden in die Welt gesetzt, damit dann Lobbyisten ihren Unfug damit treiben können. Man sollte dieses UNO-Gremium auf mögliche wirtschaftliche Schäden verklagen und diesem Treiben Einhalt gebieten. Die UNO kann vielleicht diese Behörde einsparen und das eingesparte Geld der Welthungerhilfe zur Verfügung stellen.

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