Forum: Wissenschaft
Millionen-Schmerzensgeld in den USA: Warum das Glyphosat-Urteil kein Beweis für ein K
DPA

Ein Hausmeister soll an Krebs erkrankt sein, weil er über Jahre Glyphosat angewendet hat. So sieht es ein Schwurgericht in den USA. Wissenschaft und Umweltbehörden kommen zu einem anderen Schluss.

Seite 14 von 24
DrStrang3love 13.08.2018, 16:44
130.

Zitat von karlheinz-hesse
Nur das die Felder welche mit Glyphosat behandelt werden sich keine Insekten mehr befinden und das Bienensterben. Aber von wem Studien bezahlt werden wissen wir von den Blutdruck senkenden Mitteln.
…und weil in unserer schönen, einfachen Welt immer alles monokausal ist, ist das Bienensterben natürlich einzig und allein auf Glyphosat zurückzuführen.

So unwichtige Dinge wie andere Pestizide (z.B. Neonicotinoide), industrielle Schadstoffe in Luft und Wasser, Reduzierung von Flächen mit Wildkräutern, Reduzierung von Grünflächen insgesamt, agroindustrielle Monokulturen, zunehmende globale Verbreitung von Parasiten und Krankheitserregern, Überzüchtungen und geringe genetische Diversität bei den üblichen verwendeten Bienenarten spielen alle überhaupt keine Rolle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mullex 13.08.2018, 16:46
131. Glyphosat ist zu billig. Das muss weg.

Ehemals hat Monsanto Glyphosat entwickelt und als RoundUp in den Handel gebracht. RoundUp war patentgeschützt und teuer. Es kostete 10 bis 15 € je Liter, dh. 20 bis 75 € je Hektar. Der Patentschutz ist ausgelaufen. Die Nachahmerprodukte kosten ca. 2 € je Liter. Glyphosat ist ein Blattherbizid und vor der Aussaat gegen Wurzelunkräuter anzuwenden. Es ist damit in den Früchten rückstandslos und es ist boden- und insektenschonend. Wegen dem niedrigen Preis und der sehr guten Verwendbarkeit muss Glyphosat weg. Bei uns erledigt das Brüssel und in den USA Gerichte. Ist Glyphosat weg, kann Monsanto wieder teure Pflanzenschutzmittel verkaufen, die leider wesentlich schwieriger anwendbar sind. Es werden die wachsenden Früchte mit sehr intensiven Mitteln behandelt. Die Wirkungen sind schlecht und die Rückstände hoch, aber der Preis für Monsanto stimmt. Das gleicht locker die Strafzahlungen aus. Hier arbeiten alle Hand in Hand.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
larsmach 13.08.2018, 16:47
132. Enthaltsam.

Zitat von marcus.w
Natürlich ist das Urteil kein Beweis für einen Verdacht - Blödsinniges Wortkonstrukt. Aber das Urteil zeigt: Leute die damit umgehen mussten, haben Krebs. Ob sie den Krebs mit oder ohne Glyphosphat bekommen hätten, lässt sich nicht beweisen. BEWEISEN lässt sich allerdings ein RISIKO, da diese Menschen nachweislich erhöhte Krebsraten haben, im gegensatz zu solchen, die es nicht hatten. Für eine Gefahr muss kein Beweis erbracht werden - die Gefahr ist immer nur dann Gefahr, wenn sie noch nicht eingetroffen ist. In dem Moment, in dem eine absehbare Gefahr eintritt, Wird sie zur Möglichkeit. Und da reicht es, Zusammenhänge herzustellen. Vor Gericht wird diese Wortglauberei nicht reichen, für nen Artikel allerdings schon.
Die von Ihnen propagierte Logik bedeutet, ab sofort mit keiner einzigen Substanz mehr umzugehen. Selber tanken!? Gift: Verboten! Fensterputzen? Klar: Ab jetzt mit reinem Wasser! - ...sonst "stellt" am Ende noch jemand "Zusammenhänge" her!
Sie sind sicher strikter Antialkoholiker, essen fettarm und fahren nur mit dem Rad. Alkohol und zu viel Körperfett verursachen - kausal nachweislich und mit wirklich MESSBARER Signifikanz (d.h. über dem Datenrauschen!) - Krebs und verursachen jährlich Milliardenkosten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 13.08.2018, 16:48
133.

Zitat von marcus.w
Natürlich ist das Urteil kein Beweis für einen Verdacht - Blödsinniges Wortkonstrukt. Aber das Urteil zeigt: Leute die damit umgehen mussten, haben Krebs. Ob sie den Krebs mit oder ohne Glyphosphat bekommen hätten, lässt sich nicht beweisen. BEWEISEN lässt sich allerdings ein RISIKO, da diese Menschen nachweislich erhöhte Krebsraten haben, im gegensatz zu solchen, die es nicht hatten. Für eine Gefahr muss kein Beweis erbracht werden - die Gefahr ist immer nur dann Gefahr, wenn sie noch nicht eingetroffen ist. In dem Moment, in dem eine absehbare Gefahr eintritt, Wird sie zur Möglichkeit. Und da reicht es, Zusammenhänge herzustellen. Vor Gericht wird diese Wortglauberei nicht reichen, für nen Artikel allerdings schon.
Die höhere Krebsrate bei Arbeiten mit Glyphosat lässt sich nicht beweisen. Ganz im Gegenteil bewiesen Studien mit zehntausenden Farmern, dass kein Zusammenhang erkennbar ist. Nicht mal zwischen Anwendermischungen wie Roundup und Krebs lässt sich ein Zusammenhang finden. Stand auch im Artikel.
Seit 40 JAhren wollen findige Anwaltskanzleien einen Zusammenhang zwischen Krebs und Glyphosat konstruieren und es ist ihnen nicht gelungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
allessuper 13.08.2018, 16:49
134. Bitte recherchieren Sie selbst. Alles andere glauben Sie eh nicht.

Zitat von hdwinkel
Ich bin auch ein Gegner von Monsanto, aufgrund des für die Menschheit extrem schädlichen Business-Modells, das sie betreiben. Aber in einem Rechtsstaat sollte jemand für genau die Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden, die er tatsächlich begangen hat. Wenn Glyphosat also kein Krebs erzeugt, dann kann Monsanto dafür auch nicht belangt werden. Um was für Erkrankungen hat es sich denn auf Hawai gehandelt und warum ist eine Klage jetzt erfolgreich und war es dort nicht?
Nur mal als Hinweis: Es gibt dort unzählige Fälle u.a. von.. Autismus, nämlich 100% der Kinder dieser Landarbeiterinnen. Da haben aber die USA eine Rolle von Klagen auf sich zukommen sehen, und damit haben sie vielleicht schlauerweise gewartet, bis Bayer übernimmt? Keine Ahnung. Es ist jedenfalls so, dass die Fälle von Autismus und schweren Erkrankungen, auch denen der halben Million Vietnameser nach Agent Orange nicht unähnlich http://www.spiegel.de/politik/ausland/agent-orange-opfer-in-vietnam-frau-truongs-endloser-krieg-a-674630.html. Wir Deutsche lieben halt Gift und sind nicht seit gestern Meister darin.. Und Sie scheinen ja einen sehr simplen Glauben an die Justiz zu pflegen.. Können Sie sich vielleicht - mal anderes Thema - an das Schicksal der Steuerfahnder in FfM erinnern, die aus dem Dienst entlassen wurden und teilweise für psychisch krank erklärt wurden, weil sie plötzlich heiße Eisen anfassten? Na also. Verdrängung ist wichtig. Aber bitte nicht bis zur kompletten Verblödung. Das bringt uns nicht mehr weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nngh 13.08.2018, 16:50
135. Wie immer gilt

desto stärker die kognitive Dissonanz desto wahrscheinlicher ist es dass man Recht hat. Was wissen Wissenschaftler schon, sind doch eh alle gekauft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mullex 13.08.2018, 16:51
136. Glyphosat ist unglaublich schädlich,

wenn man den Kopf mehr als 10 Minuten darin untertaucht. Eine Biene kann in Glyphosat auch ertrinken. Aber Glyphosat ist inzwischen billig und die Ersatzmittel sind neu patentiert und teuer. Die Strafen bekommt Monsanto mit den neuen Mitteln locker wieder rein. Also Glyphosat verbieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 13.08.2018, 16:51
137.

Zitat von Planquadrat
mir kaum vorstellen, dass ein Mittel, das Pflanzen absterben lässt, für Menschen unschädlich sein soll. Auch hier denke liegt in der Dosis die man aufnimmt die Gefahr. Wie der Hausmeister der damit gearbeitet hat. Was Gutachten angeht, erinnern wir uns wie viel Gutachten schon das Rauchen als unschädlich beurteilt haben. Glyphosat Produkte werden übrigens von mehr als 90 Herstellern in 20 Ländern hergestellt. Ist überhaupt erwiesen, das dass Glyphosat Produkt um das es in dem Prozess geht, auch wirklich von Monsanto stammt?
In dem Prozess geht es um Glyphosat als Stoff und Monsanto hatte das Patent darauf, bis vor wenigen Jahren.

Es gibt seit 40 Jahren jede MEnge Versuche Monsanto mit diesem Wirkstoff ans Bein zu pinkeln, es ist nicht gelungen, da irgendwas gesundheitsschädliches zu finden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 13.08.2018, 16:56
138.

Zitat von RalfBukowski
"Es gibt also eine Korrelation zwischen dem Einsatz des Herbizids und der Krebserkrankung." Nein, eigentlich nicht - zumindest ist das eben nicht bewiesen. Es gibt einen gewissen zeitlichen Zusammenhang: Mittel verwendet und dann Krebs bekommen. Aber für eine Korrelation (=Wechselwirkung) ist das doch zu dürftig.
Korrelation ist nicht gleich Wechselwirkung. Korrelation heisst gleichzeitiges Zusammentreffen. Wie Ankunft der Störche im Frühjahr und Häufung von Geburten.
Das entscheidende Kriterium ist die KAusalität, also der ursächliche Zusammenhang. Den gibt es nicht zwischen Störchen und Babies und es konnte noch nicht mal eine Korrelation gefunden werden zwischen Glyphosat Anwendung und KRebs geschweige denn eine Kausalität.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
willibaldus 13.08.2018, 17:00
139.

Zitat von mr future
Ist Glysophat in Argentinien gleich angemischt wie in Europa? Es geschieht Bayer ganz recht, nach dem Kauf einer so belasteten Firma rechtzeitig nach dem Übergang mit den Altlasten konfrontiert zu werden. Das lag ja schon in der Luft. Dabei ist das monopolisierende Monsanto-Konzept mit der Kombination aus Glysophat und Gensamen vielleicht noch schädlicher für die globale Landwirtschaft als die "Pflanzenschutzmittel" selber. re future
Wenn Roundup draufsteht, ist es von Monsanto und da ist überall das gleiche drin. Die HArvard Studie mit zehntausenden Bauern hat keinen zusammenhang zwischen Roundup und Krebs finden können.

Inzwischen ist das Patent von Monsanto abgelaufen und niemand weiss, was in Argentinien sonst noch untergemischt ist.

Kritischer sehe ich in Argentinien und anderen Ländern die Anwendung von Pestiziden oder Fungiziden. Viele von denen sind hierzulande verboten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 14 von 24