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Millionen-Schmerzensgeld in den USA: Warum das Glyphosat-Urteil kein Beweis für ein K
DPA

Ein Hausmeister soll an Krebs erkrankt sein, weil er über Jahre Glyphosat angewendet hat. So sieht es ein Schwurgericht in den USA. Wissenschaft und Umweltbehörden kommen zu einem anderen Schluss.

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flyingclown 13.08.2018, 14:56
70. Traue keinem Gutachten,

welches nicht von dir selbst bezahlt wurde. Fakt ist, dass Gutachten, welche in Deutschland zur Risikobewertung (BfR) von Glyphosat genutzt werden, zum großen Teil von der Industrie in Auftrag gegeben und bezahlt werden. Das dürfte in den USA nicht anders laufen. Als wenn ein Polizist bei einer Alkoholkontrolle mir das Messgerät überlässt und sagt, schreiben Sie mir einfach innerhalb einer Woche, welche Messwerte Sie hatten.

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kleinerer-stowasser 13.08.2018, 14:56
71. Krebs oder NichtKrebs

Logisch, dass gegen das Urteil zur Wirkweise von Roundup, und daran wirkt die Monsanto-Truppe existentiell interessiert, Berufung ekngelegt wurde.

Weniger logisch wirkt indes, weshalb Monsanto auf Zumischungen seiner GVO Produkte zu herkömmlichen Produkten so viel Wert legt - sollte es sich bei Monsantos GVO tatsächlich um unbedenkliche Produkte handeln.

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hh-eimsbüttler 13.08.2018, 14:57
72. Erinnert an Contergan und Asbest

Bei beiden Stoffen hat sich die Industrie auch lange gegen die Verdächte gewehrt. Bis zur Absurdität. Immer auf Kosten der Betroffenen. Die Inverkehrbringer müssen die Gefahrlosigkeit ihrer Stoffe beweisen.

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permissiveactionlink 13.08.2018, 14:59
73. #58, Pless1

"Wenn wir anfangen, auf Basis von reinen Möglichkeiten Urteile zu sprechen ist der Rechtstaat mausetot!" Wieso denn das ? Unser Rechtsstaat ist doch noch immer sehr lebendig, obwohl der EuGH die Anwendung von Crispr unlängst mit Berufung auf mögliche schädliche Auswirkungen nur mit scharfen Restriktionen sowie völlig übertriebener Dokumentations- und Deklarationspflicht überhaupt in der Pflanzenzüchtung zugelassen hat. Da hat man von Ihnen aber kein Contra gehört !

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spon_1980133 13.08.2018, 15:03
74. Artikel auch verstanden?

Zitat von bettyblue
Das war ja absehbar, dass aus dieser Feder eine Verteidigungsschrift folgen würde. Wann immer es darum geht, Monsanto, Glyphosat etc. zu verteidigen, ist diese Autorin sprichwörtlich federführend. Neutrale Berichterstattung sieht für mich anders aus!
Soweit ich es sehe, handelt es sich bei dem Artikel um eine Faktensammlung. Weder wird für die eine oder die andere Seite Partei ergriffen. Was soll also Ihr Vorwurf?

Ein neutraler Artikel passt offensichtlich nicht in die zum Volkssport gewordene, selten faktenbasierende Verurteilung der bösen Industrie.

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lades 13.08.2018, 15:06
75. Da haben Sie ...

Zitat von marcus.w
BEWEISEN lässt sich allerdings ein RISIKO, da diese Menschen nachweislich erhöhte Krebsraten haben, im gegensatz zu solchen, die es nicht hatten.
... wohl den Artiklel nicht (aufmerksam genug) gelesen. Genau das Gegenteil ist der Fall.

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polza_mancini 13.08.2018, 15:07
76. Aha

Zitat von Knossos
Der ursprüngliche SPIEGEL hätte massenhafte Auswirkungen unter Bauern und Erntehelfern in Lateinamerika berücksichtigt, die nach schweren Erkrankungen ihrer Kinder sogar eigene Grundstücke aufgaben und aus Glyphosat-verseuchtem Umfeld weggezogen sind. Außerdem wüßte er von der Signifikanz des Bienensterbens. Er hätte folglich recherchiert, in wie fern enorme Finanzmittel mit vorteilhaften Expertisen zusammenhängen, statt ein Plädoyer pro heimischer Industrie aufzusetzen.
Sie wollen keine Berichterstattung des "ursprünglichen Spiegel", Sie wollen Ihre Meinung bekräftigt wissen. Auch der "urspüngliche Spiegel" hätte wohl sich widersprechende Studien und Gutachten dargestellt und wäre wohl ebenso wie der "neue Spiegel" MINDESTENS zu dem Schluss gekommen, dass der Krebszusammenhang nicht erwiesen ist aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden kann - darauf gründet man aber kein Urteil, denn der Nachweis muss bewiesen werden und das wird wohl zurecht kritisiert.

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h-henz 13.08.2018, 15:07
77. Seltsames Rechtssystem !

Die vorschriftsmäßige Verwendung eines zugelassenen Verfahrens oder Stoffes kann und darf nicht zu Schadenersatzforderungen gegen den Hersteller führen. Wenn jemand haftbar gemacht werden soll, dann wäre der erste Ansprechpartner die Zulassungsbehörde, die diesen potentiell gefährlichen Einsatz zugelassen hat.
Der einzige Grund, den Hersteller zu verklagen wäre eine vorsätzliche Täuschung der Zulassungsbehörde, für alles andere ist die Zulassungsbehörde verantwortlich.

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frenchhornplayer85 13.08.2018, 15:08
78. grummelchen

Artikel gelesen? Die Studie wurde nicht von den Unternehmen finanziert.

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Der Sheldon 13.08.2018, 15:09
79. Meine Schwester..

ist vor 26 Jahren an Lymphkrebs gestorben. Sie lebte in Südfrankreich voll Bio, hatte wohl nie mit Glyphosat Kontakt, hatte sich aber vorher nach DEMETER ernährt. Nach der Logik mancher Foristen, könnte also auch das die Ursache sein. im Übrigen: Wie das IARC zu seiner isolierten Auffassung gekommen ist, kann man hier nachlesen: https://schillipaeppa.net/2017/10/14/portier-papers/

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