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Mini-Fabriken: Forscher prognostizieren nächste digitale Revolution
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Unikate aus dem 3D-Drucker, vom Lasercutter hergestellte Bauteile: MIT-Forscher glauben an die nächste digitale Revolution, die virtuelle und reale Welt zusammenführt. Willkommen im Fablab!

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nothhelfer 16.02.2018, 11:22
20. Totaler Quatsch

Ich arbeite und entwickle seit fast 20 Jahren an industriellen „3D Druckern“. Wir sind hier technologisch durchaus ein Stück weiter gekommen, aber der immer wiederkehrende Vergleich mit einem Replikator a la Star Trek nervt gewaltig. Warum? Weil er vollkommen falsche Erwartungen generiert, die nur enttäuscht werden können.
Es beginnt gerade eine technische Revolution in der Fertigung, aber dieses Gesülze von diesem scheinbaren „Experten“ im Artikel geht mir voll auf den S... Das ist eher kontraproduktiv, als dass es irgendwie hilft das richtige Bewussrsein der Leser für dieses Thema zu schaffen.

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frenchie3 16.02.2018, 11:22
21. @11 Haare schneiden lassen

wäre heute schon möglich. Laserpointer tunen und ein seeeehr genau arbeitendes Programm an der Steuerung - und nur nicht zucken :-))

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frenchie3 16.02.2018, 11:25
22. Wenn man bedenkt daß man heute

im Medizinbereich schon Gewebe drucken kann ist die Grundidee so dämlich nicht. An dem Tag wo ich mir mein Steak drucken kann steht so ein Ding in meiner Küche

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Pless1 16.02.2018, 11:27
23.

Zitat von rainerwäscher
Die Dinge, die ich brauche (wenn überhaupt), bestehen aus vielen verschiedenen Einzelteilen aus verschiedenen Materialien, die auf für mich schwer verständliche Weise zusammengesetzt werden und zusammenarbeiten. Noch mehr Schlüsselanhänger aus Plastik oder irgendwelche Dekoartikel brauche ich nämlich nicht, sondern ein Auto, ein Tablet, ein Handy...
Da ist ein bisschen was dran.
Auch der im Artikel als Widerlegung der Skeptiker gebrachte Vergleich zu Computern ist letztlich nicht stichhaltig, denn die meisten Menschen, die heute Computer (inkl. Smartphone, Tablet etc.) nutzen, tun dies ja in der Tat weit überwiegend für "Tinnef". Diese Technik wertschöpfend einzusetzen gelingt Unternehmen und auf der privaten Ebene vielleicht einer Schicht von 15 bis 20%. Der Rest wird mit der Technik ruhiggestellt und abgelenkt und zu Konsum abgeregt. Und genau so könnte es auch mit dieser technischen Evolutionsstufe laufen.

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ludna 16.02.2018, 11:27
24. Naja,

viel sinnvolles gibt es nicht. Liegt am Material, an den Kosten etc. Vielleicht ändert sich das in Zukunft, aber ich glaube eher nicht.

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hexenbesen.65 16.02.2018, 11:31
25.

Zitat von gedu49
Es ist schon heute möglich eine Werkzeugmaschine aus der Ferne zu steuern. Deshalb kann man in naher Zukunft "Gewinnoptimierung" betreiben, indem man einige wenige Spezialisten in einem fernen Land ausbildet, die die Maschienen warten können und die Produktentwicklung und Maschinensteuerung aus dem eigenen Land durchführt. Das Bestücken der Maschinen mit Material und die Entnahme fertiger Werkstücke können dann Billigstlöhner übernehmen.
Sorry, da muss ich aber mal lachen... Was ist, wenn die Maschinen Störungen hat ? Oder die Maschine auf andere Werkzeuggröße umgebaut werden muss ?
Wenn zb der Meisel einer Drehmaschine gewechselt werden muss ? Kann das auch ein Billiglöhner ? Ja, kann er, aber ist dass dann auch zu 100 % GENAU ?
Beispiel: Unsere Firma verlagert fleisig eine Produktionsstraße nach der anderen ins Ausland... So, nu sind 8000 Teile einer Serienproduktion von "Billigheimern" hergestellt worden, bei einer Kontrollabnahme wurde festgestellt, die wurden kaputt geschliffen...(Doppelschnitt an einer Dichtkante, dh das Teil wird NIE dichten !) Ende vom Lied: Die Teile wurden zu UNS hierher geschippert, WIR müssen nachkontrollieren (im Moment liegen wir bei 78 % Ausschuß).. Und das schönste: Alles schön "Just in TIme"...unserem Kunden würden die Bänder stillstehen, weil er bis Dienstag 8000 Teile braucht... Und das nicht nur bei einer ausgelagerten Produktionsstraße....es kommen JEDEN Tag Reklamationen aus den "Partner"-Produktionen....weil "schnell schnell und billig billig" ist nicht gerade das beste Geschäftsprinzip. Man kann da keine Maschine per Fernbedienung anschalten und gut ist....braucht gerade ein Zufuhrmaterial nicht iO zu sein, dann hat man den Salat.. Oder eben der Meisel der Drehmaschine oder ein Stechmesser bei Dichtungsteilen...

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aopoi 16.02.2018, 11:39
26. Die Frauen werden schon kommen

Zitat von alsterherr
Und wieder ist es erschreckend, wie wenig Frauen sich für diese Themen interessieren. Schaue ich mich in lokalen Makerspaces um, sehe ich zu 95% Jungs und Männer, in meinem Freundeskreis haben 3 Personen ihren eigenen Workshop, alles Männer zwischen 25 und 45 ... wo sind die Frauen und wieso interessieren sie solche zukunfstweisenden MINT Themen nicht?
Die Frauen werden schon kommen und ihre 50% Quote fordern, wenn das Terrain erst mal lukrativ abgesteckt ist. Und die Gerichte und Gesellschaft wird ihnen dann auch das Recht zugestehen. Weil es kann nicht sein, was nicht sein darf.

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Dogbert 16.02.2018, 11:39
27. Eins ist ja wohl klar

wenn die Zeit bis zum "Peak Money" ebenso lang ist wie die zu "Peak Oil" (da weiss keiner wie weit wir dahin noch brauchen, aber jedes Jahr (seit 30 Jahren) wird behauptet wir seien schon da) wird das keiner von uns mehr erleben.
Und zum Thema Fablab, da kann keiner etwas herstellen von dem er nicht a.: genaue Vorstellungen hat die er, b: in Maschinensprache übersetzen kann. Das Gleiche gilt natürlich auch für 3D Drucker. Super das ich mir ein Bauteil selber herstellen kann, aber wer konstruiert es mir vorher, und wer schreibt das Programm damit der Drucker es herstellt ?

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syracusa 16.02.2018, 11:39
28.

Zitat von nothhelfer
Ich arbeite und entwickle seit fast 20 Jahren an industriellen „3D Druckern“. Wir sind hier technologisch durchaus ein Stück weiter gekommen, aber der immer wiederkehrende Vergleich mit einem Replikator a la Star Trek nervt .....
IMO läuft diese Revolution schon seit langem, und sie wird auf ganz andere Weise die Gesellschaft durchdringen, als es der Artikel und die darin protraitierten Forscher glauben machen wollen.

Ein Beispiel: Fensterproduktion. Da sind heute fast keine Menschen mehr involviert. Jedes Fenster wird nahezu vollautomatisch nach individuellen Wunschmaßen und mit individueller Ausrüstung produziert. Zwischen Standardmaßen und Maßfertigung gibt es keine Preisunterschiede, weil es da auch keine Produktionsunterschiede gibt. Den Maschinen ist es egal, mit welchen Maßen sie gefüttert werden. Ob das 100 mal die gleichen Maße sind, oder 100 mal völlig verschiedene Maße, ist der Maschine egal.

Ein solches "FabLab" für die Fensterprodutkion lässt sich auch sehr leicht für andere Produkte nutzen: Wintergärten und Fassaden werden mit gleichem Material auf gleiche Weise produziert. Denkbar ist auch, dass diese "FabLab" die heute von Zulieferern angekauften Profile selbst produziert. Aber schon beim Glas wird's schwer bis unmöglich.
IMO wird die digitale Revolution die Arbeitsteilung eher noch vertiefen, und das wird zu noch mehr Verkehr auf den Straßen führen. Produktion und Transport werden weitgehend ohne Menschen funktionieren. Aber FabLabs, die wie der Startrek-Replikator alles vor Ort produzieren, wird es IMO nie geben.

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Jolande9 16.02.2018, 11:40
29.

Zitat von norgejenta
Diskussion ist sinnlos.. Frauen und Männer sind halt doch unterschiedlich.. und die Technikfächer sind hauptsächlich ( natürlich gibt es Ausnahmen) für Männer attraktiv.. irgendwie beruhigend, dass sich manche Dinge nicht ändern.
Nette Behauptungen, die Sie da aufstellen. Haben aber nichts mit der Realität zu tun.
Techniksozialisation beginnt, wie die Lesesozialisation, in der Kindheit. In meiner Kindheit in den 80ern haben Väter nicht mit Töchtern und Brüder nicht mit Schwestern gebastelt - weder ein Radio noch einen Fön zerlegt. Da wurde zu Weihnachten kein technisches Spielzeug an Mädchen verschenkt, selbst die elektrische Eisenbahn wollte Papa nur mit dem Söhnchen bespielen. Technikthemen wurden auch nicht selbstverständlich mit Mädchen besprochen. Und weibliche Role-Models konnte man mit der Lupe suchen. Im Beruf wurde technische Expertise bei Frauen deutlich stärker hinterfragt als bei Männern.
Das nur als Beispiel, wieso sich bei vielen Mädchen damals einfach kein selbstverständlich-neugiergetriebener Umgang mit dem Metier entwickeln konnte. Selbst mit guten Kenntnissen hätte ich persönlich mir ein Studium in diesem Bereich nicht zugetraut.
Die Schule alleine reicht dafür absolut nicht aus. Und so lange sich daran nichts ändert, werden Frauen auch in diesen Bereichen unterrepräsentiert bleiben, können nicht zum Standard oder zur Tradition werden. Sprich: Fossilien wie Sie haben auf ganzer Linie gewonnen.

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