Forum: Wissenschaft
Mit Freude dem Fiskus geben?

Gerechte Steuern: Würde das Zahlen Spaß machen, wenn das Steuersystem nur fair und transparent wäre?

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Smintlemon 09.07.2007, 11:05
40. Mit Freude dem Fiskus geben...

Ja Ja... das Liebe Steuerrecht. Es wird geklagt, gejammert und beschimpft.

Ich kann dazu nur sagen: Wissen ist Macht !! Und Wissen kann man sich aneignen.

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nichtdu 09.07.2007, 11:08
41. Wer noch arbeitet ist selber schuld !

Wem sagt die Laffer Kurve noch was?
Das schlimme ist ja auch noch, daß das versteuerte Einkommen weiter versteuert wird, wie
Anlagen für Altersabsicherung
Steuer auf Steuer wie beim Tanken
...
dazu kommen noch Dinge wie Erschöpfung.
Da hattens die Bauern im Mittelalter ja noch besser.
Naja ich habe vor einem Jahr das Arbeiten aufgehört, bin jetzt wieder Student, lohnt sich ja nicht mehr.

Verdiene jetzt mein Geld an der Börse, bringt mir mehr unterm Strich.
Aber was mach ich 2009 mit der Abgeltungssteuer? Und vorallem im Alter, ungelöse Fragen.
Aber hauptsache ist die Merkel und co wird wiedergewählt. haha
Und wir sollen wieder auf die üblen Tricks reinfallen wie:
wir habens schon geschafft 2009 einen Haushalt ohne Schulden zu finanzieren und nicht erst 2011.

Das ist doch ein Witz!!!!

Naja das einzige was uns bleibt, wir sind nicht so doof wie die Bauern im Mittelalter - oder doch ??? Naja wir werden sehen

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franziskus 09.07.2007, 11:16
42. Verteilung der Lasten

Zitat von Horst Ziegler
Der Däke macht Politik. Keine Frage. Däke vermengt die Steuerlast mit der Abgabenlast. Das ist unseriös. Den Abgaben stehen Leistungen gegenüber. Ob diese Leistungen dem Beitrag oder der Gebühr immer äquivalent sind, ist eine Effiziensfrage. Da....
Die Steuerlastquote trifft mehr oder weniger alle Bürger dieses Landes. Natürlich ist es möglich durch unser "überschaubares" Steuersystem diese Steuern fast auf Null zu senken.

Viel ungerechter finde ich, dass den sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer(innen) über ihre Beiträge zur Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung Lasten aufgebürdet werden, die von allen Bürger dieses Landes zu tragen sind. Warum sollen nur diese Beitragszahler die Renten für Bürger aufbringen, die nie eingezahlt haben? Warum sollen sie die Krankenkassenbeiträge für Menschen zahlen, denen unser Staat aus humanitären Gründen einen kostenlosen Krankenschutz bietet? Jetzt werde ich provokativ. Warum sollen diese Bürger die arbeitsfördernden Leistungen bezahlen, weil ein verwöhntes Beamtenkind nichts auf die Reihe bringt?

Es wird immer argumentiert, dass der Staat Steuermittel einsetzt, um die Sozialsysteme zu erhalten. Ist das genug? Wäre es nicht gerechter, wenn über einen prozentualen Sozialbeitrag vom Bruttoeinkommen, bis zu einer Bemessungsgrenze, diese Lasten von allen Bürgern getragen würden?

Grüße von Franziskus

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Stahlengel77 09.07.2007, 11:24
43.

Zitat von Rainer Helmbrecht
Das die Steuern fair und transparent sind, gehört zu einem sozialen Staat und einer funktionierender Demokratie. Was aber noch wichtiger ist, wäre eine sorgfältige und respektvolle ....
Kann ich voll und ganz unterschreiben. Die Politiker müssten, wie verantwortungsvolle Manager in Unternehmen der Mittelstands (der übrigens Deutschland trägt und nicht die Großkonzerne, die derzeit sowieso keinen Cent an den Fiskus abführen), persönlich für ihre Entscheidungen haften.

Das Steuergesetz ist außerdem viel zu undurchsichtig und gehört längst reformiert und Subventionen abgeschafft. Dann schreien aber die Konzerne und vor allem Banken auf, denn die müssten auf einmal ja ernsthaft Geld an den Staat abdrücken. Auch die Folgen der Sparpolitik muss man im Auge behalten ! Denn die Kürzung der Pendlerpauschale führt nur zu einem : Der immer stärker werdenden Landflucht gerade junger Erwerbstätiger, die wiederum in Großstädten nicht die ausreichende Infrastruktur vorfinden, um Familien zu gründen. Beispiele lassen sich viele nennen, am gravierendsten spüre ich das im eigenen Umfeld, wo viele Freunde wegen der Kürzung sich entscheiden, in die Nähe des Arbeitsplatzes zu ziehen, da der Wegfall der Pauschale die Mehrkosten für Warmmiete bei weitem aufwiegt.

Insofern sind Steuern ein sehr zweischneidiges Schwert und ein einfacheres Steuersystem würde auch besonders positive Impulse an die Wirtschaft geben. Wer in Großstädten versucht, sich als Handwerker zu etablieren, stößt auf Filz und geradezu mafiöse Strukturen - da wird mit allen Mitteln gekämpft, um den Markt unter einigen wenigen zu halten statt Konkurrenz von außerhalb der Stadtgrenze zuzulassen. Ein einfacheres Steuerrecht würde Paare und Familien wieder aus den Städten in die gute (!) Infrastruktur des Umlandes holen und die Wirtschaft dort beleben und auch besagte Infrastruktur erhalten helfen.
Nunja...lange Rede, kurzer Sinn : Der Aufschwung ist da, weil in 7 Jahren deutschen Leidens unter Rotgrün sämtliche Investitionen eingefroren wurden und diese nicht länger aufgeschoben werden können. Die Einnahmen beim Fiskus gehen für mich in Ordnung, solange damit auch wieder ein ausgeglichener Haushalt hergestellt wird und dann schrittweise entschuldet wird.

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Horst Ziegler 09.07.2007, 11:25
44. Laffer

Zitat von nichtdu
Wem sagt die Laffer Kurve noch was? Das schlimme ist ja auch noch, daß das versteuerte Einkommen weiter versteuert wird, wie Anlagen für Altersabsicherung Steuer auf Steuer wie beim Tanken ... dazu .....
Nach der Lafferkurve und der aktuellen Steuerlastquote zu urteilen, nimmt die Tendenz der Steuerverweigerer jetzt ab. Die Steuern sprudeln. Was sich auch tun.

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clizz 09.07.2007, 11:29
45. besonders toll an diesem....

...Artikel ist ja der folgende satz:

Zitat von
Ein Alleinstehender mit einem Normalverdiener-Einkommen von 42.000 Euro brutto im Jahr sei auf eine Belastung durch Steuern und Abgaben von mindestens 55,5 Prozent gekommen.
Wieviele "Normalverdiener" gibt es denn noch bei uns die über so eine Einkommen verfügen?

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blowup 09.07.2007, 11:32
46.

Wir haben doch längst einen Klassenkampf zwischen der politischen, beamteten, bürokratischen Klasse und dem Rest der Bevölkerung. Und der Apparat, das System will doch finanziert sein - deshalb immer mehr Abgaben. Der Vergleich mit einem Krebsgeschwür drängt sich förmlich auf. Leider ist der Körper (das Volk) schon so geschwächt, dass es kaum noch Gegenwehr gibt. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass die wirtschaftliche Krise weiter eskaliert wäre - in der Hoffnung, es hätte sich mal grundsätzlich was geändert. Schade.

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Temp 09.07.2007, 11:33
47.

Zitat von Smintlemon
Ich kann dazu nur sagen: Wissen ist Macht !! Und Wissen kann man sich aneignen.
das nützt aber im "Wettstreit" mit dem Finanzamt wenig, da das Finanzamt z.B. trotz falscher Entscheidung des Mitarbeiters erstmal ohne Ankündigung pfänden kann.
Dann muss der Steuerpflichtige den mühevollen Weg durch die Instanzen gehen, wenn er nicht schon vorher Pleite ist.

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nillivanmilli 09.07.2007, 11:34
48. Unsinnig!

Das Wort "gerecht" in Zusammenhang mit Steuern ist eigentlich nahezu "sittenwidrig".
Dennoch ist es gerade in diesem Zusammenhang eines der meistverwendetsten Wörter.
Nur, jeder versteht wohl etwas anderes darunter.
War es etwa gerecht, den "Professor aus Heidelberg" mit einer Lügenkampagne zu überziehen?
Zumindest war er es nicht gewohnt. Die Erfinder derselben wohl.

Deshalb ist es zutiefst ungerecht, daß alle, nach Kirchoff, weniger Steuern zahlen. Gerecht ist es, nach Münte, daß die kleinen Leute mehr zahlen, oder zumindest etwas weniger weniger, oder so ähnlich.

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panit 09.07.2007, 11:41
49. Schweden

Es stimmt schon,
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,493231,00.html
Deutschland wird immer teurer. Schweden wirkt im Vergleich dazu schon fast wie das Paradies. Denn dort zahlt man zwar bis zu 59% Einkommenssteuer und 25% Mehrwertsteuer, aber, die Menschen haben dort mehr vom Leben.

Keine weitern Abgaben, kostenlose Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Familien werden gefördert!
In Schweden hat sich die Bevölkerungzahl in den letzten 20 Jahren von 6 Millionen auf 9 Millionen erhöht. Arbeitslose gibt es so gut wie keine!

Komisch, oder? :-)
Panit.

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