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Mitgründer von "Extinction Rebellion" Roger Hallam: "Wenn eine Gesellschaft so unmora
Ollie Millington/ Getty Images

Was darf Protest? Der radikale Klimaschutz-Aktivist Roger Hallam fordert den kalkulierten Gesetzesbruch, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Am Donnerstag wurde er in London festgenommen, kurz vorher sprach er mit dem SPIEGEL.

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Stoertebeccker 13.09.2019, 17:23
20. Geschichte kann uns helfen

Ein Blick in die Geschichte hilft uns, hier vielleicht wachsam zu sein. Es gab schon mal Bewegungen, die unhaltbaren Zuständen, nämlich der Ausbeutung von Arbeitern und Bauern, ein Ende setzen und eine bessere Welt schaffen wollten. Demokratie war auch damals nicht das Mittel der Wahl sondern die selbstproklamierte „Diktatur des Proletariats“ - allein in Russland und China sind dem Millionen von Menschen einschließlich der eigentlich zu rettenden zum Opfer gefallen. Und auch wenn die DDR nicht so schlimm gewütet hat, wurde auch hierzulande viel unmenschliches Leid angerichtet. Mich schockieren daher Aussagen, dass nur noch direkte Aktionen sinnvoll seien, sehr.

Bezüglich der eigenen Geschichte: Mr. Hallam hätte vielleicht eine Versicherung abschließen sollen? Dann hätte er seine Pfund und die 25 Arbeitsplätze vielleicht retten können ...

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haresu 13.09.2019, 17:28
21.

Zitat von dokumane
... nicht mehr im Sinn der Aufklärung zu verstehen ist, so ist sie lediglich eine leere Worthülse die sinnbildlich für die Überwindung der selbstverschuldeten Unmündigkeit steht. Kann einer folgenden?
Nein, nicht ganz. Die Worthülse steht doch nicht für die Überwindung der Unmündigkeit sondern für die Aufrechterhaltung der Unmündigkeit. Jeder darf meinen und glauben was er will, dann nennt man es Demokratie, einigt sich darauf, dass man sich nicht einig ist und am Ende steht dann die fröhliche Verantwortungslosigkeit aller. Das klar als richtig Erkannte unterbleibt mit Verweis auf eine fehlende Mehrheit und die Mehrheit ist nun mal sakrosankt. Dass wir in Wirklichkeit von einer Minderheit regiert werden stört da nicht, weil sie uns weniger weh tut als wir uns selber weh tun müssten, wenn wir Verantwortung übernehmen würden.

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Stoertebeccker 13.09.2019, 17:28
22. Und jetzt?

Zitat von rrippler
Wir können das Kippen des Klimas also nicht mehr aufhalten, auch wenn wir ab sofort überhaupt kein CO2 mehr produzieren würden. Da hilft auch radikales Handeln nicht mehr.
Und nun? Sollen wir Kollektiv Selbstmord begehen oder wenigsten jeden Tag leben als ob es der letzte wäre? Am besten atmen Sie mal durch und mit klarem Kopf überlegen wir, wie wir uns anpassen. Die Natur und insbesondere der Mensch haben zum Glück die außergewöhnliche Fähigkeit, sich an veränderte Lebensbedingungen anzupassen. Soll nicht heißen, dass alles egal ist, aber die Apokalypse kommt jetzt auch nicht. Deswegen wäre Gretas berühmte Panik, in die wir verfallen sollten, absolut unangebracht.

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ahmunck 13.09.2019, 17:29
23. und wie wollen wir

ansonsten das Dilemma auflösen? Genügt den Vorkommentatoren denn die Greenwashing Sprache unserer Groko?. Merkt denn keiner daß das alles nur Worthülsen sind, genau wie schon die letzten 20 - 30 Jahre? Eigentlich wissen wir doch ALLES seit "Die Grenzen des Wachstums". Jetzt, wo es nicht mehr nur Vorboten sind wollen wir uns immer noch auf unsere "Eliten" verlassen. Ich meine nicht daß Demokratie irrelevant ist, aber wir brauchen eine Demokratie zum Anfassen. Eine "" der runden Tische, eine der Sachkompetenz stat Lobbiistenvertretungen und Beratern, die nur in eigene Taschen empfehlen. Extinction Rebellion ist so gegründet und es bleibt abzuwarten ob die Langsamkeit der propagandistischen Aktionen vermehrt zu radikaleren Formen führt. Am 20. Sept kann jeder zeigen wie ernst es ihm/ihr mit dem Widerstand gegen die herrschende Konsum- und Wachstumspolitik ist. Zukunft, wenn schon nicht unsere, dann die unserer Kinder sollte uns Allen wichtiger als Alles andere sein...außer Demokratie.

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muenchen84 13.09.2019, 17:29
24. genauso gehts

man muss nicht nur wissen, wann man Gesetze beachten soll, man muss auch wissen, wann man sie nicht mehr beachten DARF, O-Ton Obama. Wenn Bürger und Politik unfähig sind, hilft nur noch die direkte schmerzhafte Aktion

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N12724 13.09.2019, 17:31
25. Das ware Gesicht....

... wird im Artikel deutlich erkennbar. Es geht nicht um Klimaschutz. Das ist lediglich ein Vorwand, und das Thema wird, leider auch zum Teil in Deutschland extrem aufgeplustert, und es wird sehr viel Panik geschürrt. Es wird sozusagen die Apokalypse angekündigt und die Menschen sollen durch Angst gefügig gemacht werden. So eine Einstellung gleicht mehr einer gefährlichen Sekte, die den Umsturz will.
Die freiheitlich-parlamentarische Demokratie aber steht definitiv über diesen Ansichten und Themen, auch vor dem Umweltschutz. Eine andere Einstellung ist sehr bedenklich, denn man kan jedes Problem demokratisch angehen.

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Sendungsverfolger 13.09.2019, 17:37
26. Ehrlich sein

Zitat von naklar261
Warum hier so viele Menschen Demokratie gut finden ist mir ein Rätsel. Ich würde es bevorzugen wenn lediglich die Fähigsten Menschen entscheiden.
Nein, seien Sie doch ehrlich.

Sie würden es bevorzugen, wenn lediglich SIE SELBST entscheiden dürften.

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schievenin 13.09.2019, 17:38
27. Aufklärung

Zitat von dokumane
... nicht mehr im Sinn der Aufklärung zu verstehen ist, so ist sie lediglich eine leere Worthülse die sinnbildlich für die Überwindung der selbstverschuldeten Unmündigkeit steht. Kann einer folgenden?
Am Anfang war Gott, dann kam der Kaiser oder König von Gottes Gnaden, dann kam das Volk, und dann kam der wählende Bürger.

Erstere Begrifflichkeit ist nur durch letztere ausgetauscht worden, doch es handelt sich immer noch um Glauben, - dies hat Kant nicht bemerkt.

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Here Fido 13.09.2019, 17:38
28.

Zitat von Postwachstumsökonom
Ich finde das richtig gut, was er macht und wünsche mir viele solcher Aktionen auch bei uns, z.b. Befreiung von Schweinen in Mastbetrieben, Blockade des Hamburger Hafens wo unser Chinakram herkommt etc. Wir brauchen viel radikaleres vorgehen, z.b. müsste die UNO mit Mandat den Amazonas infiltrieren, anektieren , unter Naturschutz stellen und militärisch bewachen. Für immer. Es kann nicht sein, das wir als Weltgwmeinschaft zuschauen, wie ein Despot in Brasilien allem anderen die Lift zum atmen nimmt. Deswegen befürworte ich eine Art milde Öko-Radikalität voll und ganz.
Sagen Sie doch gleich, dass Sie für Krieg sind. Widerlich und selbstgerecht.

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spiegkom 13.09.2019, 17:42
29. Affentheater

Langsam wird es lustig:
1. "Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant" Wer legt denn fest, ob eine Gesellschaft unmoralisch handelt? Ich finde es unoralisch, wenn Milliearden ohne gernigsteen Nutzen verpulvert werden, just for "Man will Vorreiter sein".
2. Der Uno Chef erklärt den Dorian-Wirbelsturm als Folge des Klimawandels. Alle Wissenschaftler widersprechen (kann man nicht beweisen), der Uno Chef fährt in seiner Argumentation aber unbeirrt fort.
3. Frau Mekel hofiert FfF obwohl diess "Panik erzeugen wollen" und Schulvorschriften missachten. Das ist Tabubruch von oben, der noch Konsequenzen haben wird.
4. Der OB von Frankfurt findet den Protest (auch gewaltsam) gegen die IAA ok, obwohl er Chef des Aufsichtsrats der Messesgesellschaft ist. Die IAA iast die größte Messe in Frankfurt und wird wohl demnächst nicht mehr in Frankfurt stattfinden.

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