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Müll: Auf Ozeanen schwimmt weniger Plastik als vermutet
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Auf den Meeren unseres Planeten treibt offenbar weniger Plastikmüll als bislang gedacht. Die Tausenden weltweit entnommenen Wasserproben machen den Forscher trotzdem große Sorgen: Wohin verschwinden die Plastikpartikel?

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humpalumpa 01.07.2014, 11:39
1.

Man darf auch nicht vergessen, dass viel Müll durch die Strömungen auch wirklich ganz nach unten getrieben wird und sich da festsetzt. Es kam doch letztens erst raus, dass Müll sogar in den tiefsten Ecken der Meere gefunden wurde. Das, was wir sehen, ist bekanntlich immer die Spitze des Eisbergs. Und das reicht schon. Es gibt ganze Müllinseln, die durchs Meer treiben und Teile davon werden sogar auf unbewohnten Inseln mitten im Meer angeschwemmt. Die Dokus dazu sind erschreckend. Also wär ich mal vorsichtig mit der Aussage, dass wenig Müll im Meer treibt. Im Vergleich zu was? Zum All? Na immerhin landet der Weltraummüll nicht durch den Fisch in unseren Mägen und tötet nicht unsere Meeresbewohner. Was ist denn jetzt eigentlich mit den Meeresreinigungsrobotern, die schon vor einem Jahr erfunden wurden? Das finde ich schon seltsam, dass die noch gar nicht in die Produktion gehen oder gar in Betrieb. Warum?

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s.4mcro 01.07.2014, 11:41
2. weniger als vermutet

vermittelt den falschen Eindruck, dass es den Ozeanen ja also hervorragend geht. Die Artikulation ist hier entscheidend ähnlich wie wenn man bei Light Zigarette ausrückt, dass diese "gesünder" sind, obwohl sie tatsächlich nur 'weniger schädlich' sind. Weniger Müll als vermutet ist immernoch VIEL ZU VIEL!!!

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fpwinter 01.07.2014, 11:45
3. Mittlerweile,

so war in einem Bericht von Mare-TV zu sehen, bestehen allein an der deutschen Nordseeküste schon etwa 10% des Sandstrandes aus Plastik-Pellets!
Jedes Jahr verenden allein an unseren Küsten über 1500 Seevögel durch Plastikmüll im Magen.
Ganz andere Gefahren bietet die Ostsee: Die Alliierten haben nach Kriegsende etwa 1,6 Millionen Tonnen Munition versenkt. Die Bomben werden durch Korrosion und chemische Prozesse immer gefährlicher; seit Jahren wird vermehrt weißer Phosphor an den Ostseestrand gespült. Er ist leicht mit Bernstein zu verwechseln, entzündet sich an der Luft mit Temperaturen über 1000 Grad, und jedes Jahr erleiden über 150 Urlauber teils schwerste Verbrennungen. Die Küstengemeinden spielen das Problem natürlich herunter, um keine Urlauber zu vergraulen...

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michael sh 01.07.2014, 11:47
4. The Ocean Cleanup

Es ist fast schon deprimierend, dass man kaum etwas dagegen unternehmen kann, irgendwann einmal diese Partikel mit der Nahrung aufzunehmen :-/
Kleine Hoffnungsschimmer der Besserung bringen mir Projekte wie das Ocean Cleanup http://www.theoceancleanup.com
Dort ist auch deutlich zu sehen, was so alles im Meer treibt, was man so nicht einfach sieht … *Frust*.
Vielleicht berichtet SPON ja mal über das Projekt.

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Olaf 01.07.2014, 11:48
5.

Zitat von fpwinter
so war in einem Bericht von Mare-TV zu sehen, bestehen allein an der deutschen Nordseeküste schon etwa 10% des Sandstrandes aus Plastik-Pellets!
Und das glauben Sie?

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sponsim 01.07.2014, 12:04
6. Hü Hott

Auf gefühlt jede Schreckensmeldung, egal ob Fleischproduktion, Klimawandel oder Umweltverschmutzung folgt verlässlich irgendwann eine "ist gar nicht so schlimm wie bisher angenommen"-Meldung.
Ich warte jetzt schon auf die Meldung "Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll weit schlimmer als biaher vermutet".

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michael sh 01.07.2014, 12:12
7.

Wie schlimm genau ist dabei doch völlig unerheblich.
Wenn sichtbare Mengen im Meer herumschwimmen, an Küsten angespült werden und nachweisbar in unserer Nahrung auftauchen, dann sollten wir zumindest versuchen, etwas dagegen zu unternehmen.

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s342 01.07.2014, 12:26
8.

Ich trenne Kunststoffmüll mittlerweile sehr penibel und bin mir sicher, dass dieser Werkstoff uns eines Tages viele Probleme bereiten wird, von denen wir jetzt noch nichts ahnen.

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Hermes75 01.07.2014, 12:31
9.

Zitat von sysop
Auf den Meeren unseres Planeten treibt offenbar weniger Plastikmüll als bislang gedacht. Die Tausenden weltweit entnommenen Wasserproben machen den Forscher trotzdem große Sorgen: Wohin verschwinden die Plastikpartikel?
Es wäre dringend geboten dass für Verpackungen und kurzlebige Konsumgüter nur noch biologisch abbaubare Kunststoffe verwendet werden. Frankreich hat z.B. schon eine solche Regelung für Plastiktüten eingeführt.
Es gibt heute schon geeignete Materialien, aber sie sind halt etwas teurer als die üblichen Massenkunststoffe.
Verpackungsmüll und Einwegprodukte aus nicht abbaubaren Kunststoffen sind eine Gefahr nicht nur für die Meere.

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