Forum: Wissenschaft
Müll im Meer: Plastik verdreckt die Arktis
Alfred Wegener Institute/ R. Stein

Forscher haben im Arktiseis Rekordmengen an Mikroplastik entdeckt. Die Belastung ist so hoch, dass Fische bereits ihr Verhalten ändern.

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transatco 24.04.2018, 18:05
1. Dazu brauche ich nicht in die Arktis zu fahren!

Es genügt völlig mir anzusehen wieviel Plastikmüll die 12 Parteien in unserem Haus pro Woche erzeugen! Wenn ich das mal nur auf die etwa 3 Mrd Bewohner von industrialisierten Ländern hochrechne, glaubt nur ein absoluter Ignorant, dass die Umwelt das mittelfristig verkraften könnte! Wir regen uns über ein paar Dutzend Wölfe in Brandenburg auf, aber die mindestens 9 Mrd Menschen des Planeten (und davon wenn's hochkommt 3% umweltbewusst lebende) werden unsere Erde unbewohnbar machen!
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!

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sonjarath 24.04.2018, 18:11
2. So ein Zufall..

Zeitgleich mit der Forderung von Herrn Habeck Plastik zu versteuern, jetzt dieser Bericht.
Doch die Sache kann politisch nur in die Hose gehen, wenn sich eine der Volkserziehung und sozialistischer Wirtschaftslenkung verpflichtete Partei der Sache annimmt. Grünenchef Robert Habeck möchte uns nun also aus der „Wegwerf-Plastikgesellschaft“ herausholen und oberflächlich betrachtet, klingt das erst mal toll.

Das Problem ist nur.. der Großteil des Plastikmülls, der die Meere verschmutzt, gelangt nicht über Rhein und Elbe dorthin, sondern über Flüsse wie den „Motagua“ in Guatemala oder aufgrund mangelhafter Abfallentsorgungssysteme in Schwellenländern wie Brasilien, Indonesien, den Philippinen oder Indien. Man darf gespannt sein, wie Robert Habeck diese Länder in sein neues „Steuersystem“ einbinden möchte oder ob er es schaffen wird, selbst für diese Verschmutzungen noch den deutschen Michel verantwortlich zu machen.

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wexelweler 24.04.2018, 18:19
3. Ein grosse Bla Bla

Entsetzen über die Verschmutzung der Meere - zu recht - aber viel wichtiger wäre die ganze Verwertungskette mal strafrechtlich zu untersuchen. Der Verbraucher zahlt ein Heidengeld für die fachgerechte Entsorgung, der Müll landet dann aber im Meer, weil die Entsorgungskette einfach zu lang ist dadurch unkontrollierbar und der letzte in der Kette nur noch was verdient wenn er den Müll diskret auf irgendeinem Weltmeer über Bord kippt. Das stinkt doch bereits in Deutschland. Aber vermutlich würde der Staat - so er denn gewillt ist etwas zu unternehmen - nur feststellen, dass die Verwerter in DE nix falsch gemacht haben oder das Gesetz entsprechend anpassen damit denen nichts passiert. Stattdessen denkt man sich dann wieder neue Schikanen für die Verbraucher aus und der Handel darf die Lebensmittel unter dem Deckmantel der Hygiene weiterhin verpacken wie Christo seinerzeit den Reichstag.

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Bueckstueck 24.04.2018, 18:32
4. Hoffnungslos? Wahrscheinlich schon.

Schon erstaunlich wie schnell eine Spezies ein planetares Ökosystem zugrunde richten kann - darauf läuft es nämlich hinaus. In hundert Jahren dürfte es soweit sein, es hätte dann tatsächlich auch nur 200 Jahre "Hochindustrialisierung" gedauert...

Die Menschen sind das Problem, nicht bloss Konzerne und Regierungen - man sieht das am besten an genau dieser Plastikkatastrophe.

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homohelveticus 24.04.2018, 18:32
5. we are fckd...

wir haben‘s dermassen vergeigt. bald fällt das ökosystem komplett in sich zusammen. zum glück hab ich keine kinder, denen ich das erklären müsste.

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jacktrevor 24.04.2018, 18:34
6. Warent Deutschland

Plastik recycled, kippen es arme 3Staaten einfach ins Meer. Genau daher kommt die Verseuchung der Meere. Wer ueberwacht diese?? und regelt deren Verhalten. Ich hab noch nicht gehoert, das Deutsche Fluese und Seen in Plastik schwimmen. Es wird aber immer so getan als sei Deutschland alleine fuer die Weltweite Verschmutzung verantwortlich. Vieleicht sollte man an andere Konzepte denken.

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christianredöhl 24.04.2018, 18:47
7. Bei einem Waschgang bis zu 2000 Mikroteilchen,

bei syntetischer Kleidung, die einen Anteil von 74 % der Kleidung haben soll. Zahlen die ich gelesen habe und die das gigantische Problem deutlich machen. Der Markt wird es nicht richten, bzw. wird uns zugrunde richten.
Die Politik am Gängelband der Unternehmen macht garnichts, auch nicht bei Mikroplastik in Waschmitteln, Duschgels etc., kein sofortiges Verbot, wo Plastik gar nicht nötig ist. Die Wasserwerke sind nicht mit Filtern für Mikroplastik ausgestattet. Die Industrie vergiftet uns und die Politik sieht zu.

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Planquadrat 24.04.2018, 18:49
8. Gerade

in diesem Augenblick habe ich auf SWR einen Bericht aus Ruanda gesehen. Dort hat man, nachdem Millionen von Plastiktüten bei Wind wie Vogelschwärme durch die Luft geflogen waren, diese verboten.
Der Erfolg ist frappierend, die Strassen sind sauber!
Daran sollten wir uns endlich ein Beispiel nehmen, bevor der Mensch endgültig in seinem selbst produzierten Dreck erstickt.
Ich vermute dass kaum jemand wirklich klar ist, was dieser Plastikmüll in unseren Landschaften, aber noch viel schlimmer in den Meeren zukünftig anrichten wird. Unsere Kinder werden sich einmal fragen, weshalb wir das zugelassen haben.

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pit.duerr 24.04.2018, 18:51
9.

Zitat von sonjarath
Zeitgleich mit der Forderung von Herrn Habeck Plastik zu versteuern, jetzt dieser Bericht. Doch die Sache kann politisch nur in die Hose gehen, wenn sich eine der Volkserziehung und sozialistischer Wirtschaftslenkung verpflichtete Partei der Sache annimmt. Grünenchef Robert Habeck möchte uns nun also aus der „Wegwerf-Plastikgesellschaft“ herausholen und oberflächlich betrachtet, klingt das erst mal toll. Das Problem ist nur.. der Großteil des Plastikmülls, der die Meere verschmutzt, gelangt nicht über Rhein und Elbe dorthin, sondern über Flüsse wie den „Motagua“ in Guatemala oder aufgrund mangelhafter Abfallentsorgungssysteme in Schwellenländern wie Brasilien, Indonesien, den Philippinen oder Indien. Man darf gespannt sein, wie Robert Habeck diese Länder in sein neues „Steuersystem“ einbinden möchte oder ob er es schaffen wird, selbst für diese Verschmutzungen noch den deutschen Michel verantwortlich zu machen.
Sie wissen aber schon, das auch Deutschland jährlich Millionen von Tonnen Plastikmüll, genau in jene Schwellenländer als Exportgut, deutscher Herkunft liefern ? Also ist auch der deutsche Michel am Abfall dieser Länder mitverantwortlich. Ruanda zumindest hat Plastikverpackungen und damit Plastikabfall einfach verboten. Und die Menschen dort haben es sogar überlebt und benötigen auch keinen verlogenen gelben Sack. Es wäre einiges möglich wenn wir Wohlstandsbürger in Deutschland es nur alle wollten. Aber lieber bequem und einfach auf Kosten unseres Planeten leben. Ganz ohne Sinn und Verstand. Die sogenannte, besser, selbst ernannte Krone der Schöpfung, wird es schon schaffen, diesen unseren Planeten nicht nur zu vermüllen und anhand der Ressourcen und Pflanzen und Tierwelt so auszuquetschen, das eben unsere Mutter Erde, übrigens die einzige die wir z.Zt. zur Verfügung haben, unbewohnbar zu machen. Was natürlich auch sehr weiterhilft, ist die massenhafte Vermehrung, unserer Gattung. Ebenfalls ohne Sinn und Verstand.

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