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Nach 6,5 Milliarden Kilometern: Nasa-Sonde erreicht "Ultima Thule" am Rand unseres So
NASA/ JHUAPL/ SwRI/ HANDOUT/ EPA-EFE/ REX

Nach jahrelanger Reise ist es am Neujahrstag so weit: Die Nasa-Sonde "New Horizons" fliegt am Himmelskörper "Ultima Thule" vorbei. Noch nie hat eine Sonde ein so weit entferntes Objekt erreicht.

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mopsfidel 31.12.2018, 16:56
10. Höhlenmenschen leben in Höhlen

Zitat von echobravo
Und was kostet das alles? Ist die Raumsonde recycelbar? Anstatt zu einem Ort zu schauen, den wir eh nie erreichen, sollten wir lieber die Verschmutzung der Meere und die Versiegelung der Landschaft durch Bauvorhaben entgegentreten.
Weil sie nicht wissen, was sich außerhalb ihrer Höhlen befindet. Der Blick oder gar Besuch zu fremden Sternen mag viele dazu verleiten, von vermeidbaren Kosten zu sprechen. Astronomische Erkenntnisse helfen uns jedoch (meist) das irdische Leben besser zu verstehen. Und sei es nur, um Theorien zu untermauern. # Und zu Ihrer Kritik fallen mir weitaus naheliegendere Dinge ein. Den Häuslebauer interessiert die Versiegelung der Landschaft nicht, der will ein Dach über dem Kopf. Und wir alle wollen Elektronik aus Asien, Obst aus Südamerika oder Benzin (Erdöl) aus Afrika. Da interessiert uns die Verschmutzung der Meere auch kein Stück.

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berther 31.12.2018, 17:09
11. Spurlos vorbei

Zitat von echobravo
Und was kostet das alles? Ist die Raumsonde recycelbar? Anstatt zu einem Ort zu schauen, den wir eh nie erreichen, sollten wir lieber die Verschmutzung der Meere und die Versiegelung der Landschaft durch Bauvorhaben entgegentreten.
Soviel steht jedenfalls fest: An Ihnen ist das gesamte gesammelte Wissen der Menschheit spurlos vorbei gegangen und somit verschwendet.

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Boone 31.12.2018, 17:17
12.

Zitat von Nachtsegler
kritisiert, hat keine Ahnung, was die Menschheit voranbringt. Ohne Grundlagenforschung würden wir noch immer an Lagerfeuern sitzen und als Sammler und Jäger leben. Korn aussähen und Haustiere züchten war mal Grundlagenforschung mit ungewissen Erfolgsaussichten! Jedenfalls ist das für Planetenforschung aufgewendete Geld besser angelegt, als wenn neue Waffen damit entwickelt würden.
Planetenforschung? Bei aller Liebe, aber wir fliegen lediglich unbemannt tausende Kilometer entfernt an Gesteinsbrocken vorbei und machen ein paar Fotos und dabei wird es auch bleiben, wenn wir nicht ein neues Antriebsprinzip entwickeln, das uns von den Begrenzungen der Lichtgeschwindigkeit befreit.

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Heliumatmer 31.12.2018, 17:27
13. Neue Rekorde

am laufenden Meter. Bewusstsein der Menschheit dort draußen = 0. Ich denke nur an die diesjährige sehr besondere Mondfinsternis (nach Aussage der Journaille), die viele nicht sehen konnten, weil Einiges anders war als es zu lesen war. Bild und Text in den Medien und die Wirklichkeit klaffen hier gelegentlich sehr weit auseinander. Alexander Gerst hat uns eindrucksvoll die nächstastronomische Realität ein ganz klein wenig näher gebracht.

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glise 31.12.2018, 17:30
14. Die vermeintlichen Fotos,

sind meiner Meinung nach teilweise manipuliert auch die, die als "echte" Fotos angezeigt werden. Ich bin jetzt kein Bildverarbeitungsexperte aber, insbesondere die Planetenränder weisen teils sehr regelmäßige Strukturen auf, wie ich sie mir bei echten Fotod nicht vorstellen kann. Im Übrigen sind auch die Videoaufnahmen der ISS eindeutig manipuliert

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KingTut 31.12.2018, 17:32
15. Morgen

Ich freue mich darauf, wenn ich morgen die NASA Ingenieure und Astronomen zu dieser hoffentlich gelungenen Mission beglückwünschen kann - erstklassige Fotos und Messdaten inklusive.
Es wäre interessant zu erfahren, wie lange die Instrumente noch genügend Energie haben und inwieweit Treibstoff für andere Exkursionen verfügbar ist. Denn wir haben noch lange nicht den Rand unseres Sonnensystems erreicht. Anlaufobjekte gibt es auf dem Weg dorthin in Hülle und Fülle.
Ich war schon von der Pluto-Mission begeistert, da wir erstmals Fotos des Zwergplaneten und seiner Monde aus nächster Nähe erhielten. Meiner Meinung nach wird viel zu wenig in Weltraumforschung investiert, während bei Rüstungsprojekten nichts zu teuer ist.
Es liegt in unserer Natur, das Weite zu erforschen und so hoffe ich, dass wir eines Tages auch ferne Sonnensysteme in einem überschaubaren Zeitraum bereisen werden.
Doch wird einem schwindelig, wenn man sich die Distanz zum nächsten Sonnensystem Alpha Centauri vergegenwärtigt: 4 Lichtjahre, d.h. 4 x 9,46 Billionen km. Über noch weitere Ziele wage ich gar nicht zu philosophieren.

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Little_Nemo 31.12.2018, 17:38
16. Forschung tut Not

Zitat von echobravo
Und was kostet das alles? Ist die Raumsonde recycelbar? Anstatt zu einem Ort zu schauen, den wir eh nie erreichen, sollten wir lieber die Verschmutzung der Meere und die Versiegelung der Landschaft durch Bauvorhaben entgegentreten.
Wir werden zwar in absehbarer Zeit keinen Fuß auf Ultima Thule setzen - Sie und ich sowieso nicht - aber vielleicht werden es unsere Maschinen tun. Früher oder später werden auf unserem Planeten die Rohstoffe knapp werden. Und das bei erwartbar steigendem Bedarf. Da wird man dann erkennen, dass es eine sinnvolle Anstrengung war in die Weltraumforschung zu investieren. Davon abgesehen können uns solche Expeditionen auch noch ganz andere Erkenntnisse liefern. Ultima Thule ist ein Objekt des Kuipergürtels, von dem ab und zu Besucher bei uns vorbeikommen. In Form von Kometen. Es wäre gut, wenn man eines Tages auf solche Besuche angemessen vorbereitet sein könnte, denn einer davon könnte leicht unser aller letzter sein. Ob wir in absehbarer Zeit oder jemals eine andere Welt da draußen finden werden, auf der wir langfristig leben können, steht allerdings buchstäblich in den Sternen. Bisher haben wir da bestenfalls unerreichbare, aber Hoffnung spendende Aspiranten.

Und Nein, die Raumsonde wird nicht recyclebar sein, jedenfalls nicht von uns. Dazu müsste sie ja zurück kommen oder jemand müsste sie holen. Und da würden Sie dann zurecht nach den Kosten fragen. Und nach der Machbarkeit.

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Jacek G 31.12.2018, 17:45
17.

Interessant, dass es selbst hier Gejammer gibt. Ich freu mich auf die Fotos, seien sie noch so nichtssagend. Wie war das? "Man sollte nicht nach unten, sondern nach oben schauen."

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KingTut 31.12.2018, 18:16
18. Position von New Horizons

Übrigens kann man seit Beginn der Mission die jeweilige Position der Raumsonde über die Homepage der John Hopkins University in Echtzeit verfolgen:
http://pluto.jhuapl.edu/
Ich erinnere mich noch gut daran, als die Sonde den Neptun passiert hatte und dann dauerte es immer noch etliche Jahre, bis Pluto erreicht war. Die Größenordnungen im Universum sind für unsereins einfach ehrfurchtgebietend.

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swandue 31.12.2018, 20:35
19.

Kommt man denn nicht noch etwas näher ran als 3.500 Kilometer an ein 20 bis 30 Kilometer großes Objekt?

"und die anderen geschätzt mehr als 70.000 Himmelskörper des Kuipergürtels" - Laut Wikipedia "schätzungsweise mehr als 70.000 Objekte mit mehr als 100 km Durchmesser sowie viele kleinere Objekte". Ultima Thule ist demnach eines von vielleicht über 100.000 kleineren Objekten. Es gibt viel zu entdecken - Schauen wir es an! ;-)

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