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Nach Fukushima-Desaster: Japan ordnet Stresstest für alle Atommeiler an

Es der Versuch, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzuerobern: Japans Regierung hat Stresstests für sämtliche AKW im Land angeordnet. Die Zeit drängt - 35 der 54 Meiler stehen still, das hat bereits zu Stromengpässen geführt. Ein konkreter Zeitplan für die Inspektionen fehlt jedoch.

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Hook_ 11.07.2011, 11:30
1. ....

Stresstest mit einem möglichen Ausgang wie in Tschernobyl?
Atomenergie ist doch sooo sicher, da brauchen wir sicher keine Angst zu haben.
Auch wenn manche Befürworter meinen, ein bisschen Strahlung mehr ist nicht schädlich, keiner weiss wieviele Millionen Menschen nur durch die Fukushima-Geschichte im Laufe der Jahrzehnte/Hunderte/Tausende sterben werden an den direkten Folgen.

All die Tiere, die die radiaktiven Substanzen in der Nahrungskette derweil hinrafft bis es bei uns ankommt, nicht mitgezählt.

Leider ist das natürlich schlecht nachzuweisen, dass genau das Plutoniummolekül, welches nun zB. meinen Magen/Lungen/Darmkrebs auslöste, nun aus Fukushima stammt.

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janne2109 11.07.2011, 11:41
2. das Unwort

Stresstest ist das Unwort des Jahres. Stress ist eine Ausnahmesituation, Atommeiler auf alle evtl. Vorfälle zu prüfen gehört zu einer Selbstverständlichkeit, und so ist es mit vielen anderen Dingen auch die jetzt mit Stresstest belegt werden.

ich kann das Wort nicht mehr hören, noch lesen.

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thana 11.07.2011, 11:45
3. ...

Warum gibt es neuerdings andauernd "Sresstests"? Diese Wortschöpfung gehört als Unwort des Jahres nominiert. Man kann die Dinger auch einfach prüfen, kontrollieren oder was auch immer. Das Neusprech machte die Tatsache auch nicht besser.

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dacle 11.07.2011, 11:46
4. Nach Fukushima ?

Ähm...wieso eigtnlich "Nach Fukushima". Die Katastrophe dort läuft doch noch oder? Wieso reden alle Leitartikelprintmedien plötzlich von "Nach Fukushima" - hab ich irgendwas verpasst?


Ist doch nicht wahr, oder? Bitte verzerrt doch nicht die Realitäten! Nichts ist da vorbei und wenn ihr das suggeriert, wie zB. die FAZ, dann werdet ihr eurer Aufgabe nicht gerecht - die es nicht ist, diese verheerende Katastrophe für beendet zu erklären.

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mdhp 11.07.2011, 11:50
5. Ergebnis:

Das Ergebnis lautet (ja ich kann in die Zukunft sehen):

Um die Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen werden
- einige alte Meiler abgeschaltet (die sollten wahrscheinlich eh bald abgeschaltet werden)
- es gibt kleinere Verbesserungen und man kann dann guten Gewissens behaupten die Kraftwerke seien sicher.

Analog kann man das auf alle Kraftwerke und Regierungen Weltweit übertragen.

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Björn Borg 11.07.2011, 11:54
6. Wählt Intelligente in die Parlamente!

Zitat von sysop
Es der Versuch, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzuerobern: Japans Regierung hat Stresstests für sämtliche AKW im Land angeordnet. Die Zeit drängt - 35 der 54 Meiler stehen still, das hat bereits zu Stromengpässen geführt. Ein konkreter Zeitplan für die Inspektionen fehlt jedoch.
Zu spät. Viel zu spät. Und ich hätte nie gedacht, dass solche 'Stresstests' nicht bereits vor der Inbetriebnahme von AKWs eine Selbstverständlichkeit sind. So kann man sich täuschen. Zu spät. Viel zu spät.

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Originalaufnahme 11.07.2011, 11:55
7. ===

Wozu ein Stresstest? Wo uns die selbsternannten "Experten" hier doch immer erklaeren, dass die Japanischen AKWs so "rubust" sind und in Fukushima eigentlich gar nichts passiert ist:

Zitat von KlausErmecke
Von "Katastrophe" im Zusammenhang mit dem Reaktorunfall reden vor allem diejenigen, die ihre vorgefaßte Meinung bestätigt sehen wollen, daß Kernenergie schicksalhaft zu Siechtum und Tod führen muß - und zur Unbewohnbarkeit großer Gebiete. Aber wenn Fukushima eins beweist, dann ist es doch, daß selbst ein Multi-SuperGAU in einem von der Natur gesetzten katastrophalen Rahmenszenario gerade NICHT zu eine richtigen Katastrophe führt, sondern zu einem relativ glimpflichen Unfallgeschehen ohne größeren zusätzlichen Personenschaden. (...)
Zitat von KlausErmecke
Das System im Kraftwerk Fukushima II wurde vom gleichen Tsunami getroffen, erlitt Schäden, erwies sich aber als robust. Die Ingenieure und Arbeiter konnten mit den Systemen, die den Tsunami überlebt hatten, die Lage stabilisieren.
Naja, wie robust Fukushima II ist, wurde ja knapp 24 Stunden spaeter bewiesen:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...773018,00.html

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cardiac 11.07.2011, 11:58
8. Noch mehr falsch

Zitat von dacle
Ähm...wieso eigtnlich "Nach Fukushima". Die Katastrophe dort läuft doch noch oder? Wieso reden alle Leitartikelprintmedien ......
Och, nicht nur das "nach" ist falsch, sondern auch das Fukushima. Fukushima ist der Name einer Großtadt (einigrmaßen weit entfernt) und einer Präfektur. Und die Atomkraftwerkanlage heißt Fukushima Daiichi (1), weil es in dieser Präfektur liegt. Mir rollen sich permanent die Fußnägel hoch, wenn ich "nach Fukushima" höre.

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gruenerfg 11.07.2011, 12:23
9. Alle Achtung

Zitat von sysop
Es der Versuch, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzuerobern: Japans Regierung hat Stresstests für sämtliche AKW im Land angeordnet. Die Zeit drängt - 35 der 54 Meiler stehen still, das hat bereits zu Stromengpässen geführt. Ein konkreter Zeitplan für die Inspektionen fehlt jedoch.
Wahnsinn! 35 von 54 Meilern stehen still und Japan funktioniert. Das gibt doch zu denken.

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