Forum: Wissenschaft
Nachgeforscht: Die surrende Rasierklinge
Seite 1 von 6
kedeske 27.02.2018, 12:24
1.

Auch Gillette hat seit Jahren einen motorisierten Nassrasierer. Warum kommt erst jetzt im 2018 bei Spiegel ein kritischer Artikel zu dem Thema?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michael_w 27.02.2018, 12:30
2.

Ich will mal behaupten, dass die Schwingungen einen Schneide-Effekt haben, sodass das Haar nicht nur einfach durchtrennt wird. Somit wird weniger am Haar gezogen.
Ob die Amplitude der Schwingung allerdings ausreicht, oder ob das Haar durch seine Elastizität die Schwingungen ausgleicht, steht auf einem anderen Blatt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
postmaterialist2011 27.02.2018, 12:38
3.

Ich verwende seit Jahr und Tag das elektrische Konkurrenzmodell von Gillette und bin überzeugt, dass ein schwingender Nassrasierer schonender und einfacher über die Haut gleitet. Wenn ich den Rasierer ohne Strom über die Haut ziehe habe ich mehr Irritationen und er gleitet schlicht und einfach schlechter. Keine Ahnung ob sich das wissenschaftlich beweisen lässt, ich würde lieber die billigen, konventionellen Klingen und Nassrasierer verwenden, erziele dabei aber keine guten Resultate unter sonst gleichen Testbedingungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ringmodulation 27.02.2018, 12:39
4.

Ich hätte eine Erklärung. Zwar nur ausgedacht, aber vielleicht lehrreich, und sei es nur um zu sehen, wie ein anderer Leser mein Argument in der Luft zerreißt: Wer viel von Hand zeichnet, weiß, dass die menschlichen Extremitäten, insbesondere das Handgelenk, in Abhängigkeit der Zugrichtung und des Anstellwinkels starke Schwankungen in Geschick, Feinmotorik und Kraftentfaltung aufweisen. Diese Variabilität ist bei der Nassrasur hinderlich, denn sie äußert sich in teils deutlichen Unterschieden bei der verbleibenden Stoppellänge. Eine vibrierende Klinge moduliert den Anpressdruck: Je nach Phase verstärkt sie ihn oder schwächt ihn ab. Führt man die Klinge mehrfach über einen kritischen (d.h. schwer zugänglichen) Hautbereich, so steigt die Wahrscheinlichkeit, jedes Haar mindestens einmal mit annähernd idealem Anpressdruck überstrichen zu haben, vor allem dann, wenn zwischen muskulär erwirktem Anpressdruck und der Aufrechterhaltung eines konstanten Winkels zwischen Klinge und gekrümmter Hautoberfläche (etwa am Kinn/Unterkiefer) ein konkurrierendes Verhältnis besteht. Wer es richtig macht (d.h. nicht zu fest drückt), riskiert weniger Schnittverletzungen bei glatterer Rasur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
arte-seher 27.02.2018, 12:42
5.

Also ich benutze schon seit Jahren den elektrisch vibrierenden Rasierer. Den Vorläufer des jetzigen Modells und seit geraumer Zeit den Hydro 5. Ich bin von der besseren Rasierleistung fest überzeugt.
Als das vorherige Produkt seinen Dienst aufgab und dieser nicht mehr im Handel zu haben war, habe ich echt etwas bei der Qualität der Rasur vermisst. Als der Hydro 5 in den Handel kam, war ich sehr zufrieden, wieder den elekrisch unterstützten Rasierer benutzen zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
le.toubib 27.02.2018, 12:50
6.

Neu ist dieser vibrierende Nassrasierer übrigens auch nicht, ich hatte, als ich in der Oberstufe war, also irgendwann zwischen 1978 und 1980, so etwas Ähnliches. Und schon damals taugte das Prinzip nichts ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hafen 27.02.2018, 12:59
7.

Der Autor geht ja ziemlich voreingenommen an seine "Nachforschung" heran. Ich benütze seit vielen Jahren einen Nassrasierer mit Vibration (nicht das beschriebene Produkt). Rasierschaum soll u.a. die Reibung zwischen Haut und Rasierer reduzieren, eine schnelle Vibration unterstützt diesen Effekt. Gleitreibung ist immer kleiner als Haftreibung (allg. physikalisches Prinzip). Habe ich mal keinen Schaum zur Verfügung, nehme ich pures Wasser, geht auch gut. Auf der abgebildeten Verpackungs steht: "sofortiger Schutz vor Reibung", hat wohl Wilkinson noch nicht gelesen oder verstanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
newline 27.02.2018, 13:00
8.

Wie ein Vorposter schon bemerkte, gibt es den Gillette Fusion Power schon lange, also nichts Neues.
Seitdem ich mich wieder nass rasiere, bin ich auf den guten alten Sicherheitsrasierer/Rasierhobel umgestiegen.
100 klassische DE-Rasierklingen für etwa 8 Euro, ein Vorrat für etwa zwei Jahre. Wie viele System-Klingen gibt es dafür?
Schaum mit Rasierpinsel und Rasierseife, Wellness am Morgen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Carbonrad 27.02.2018, 13:01
9.

Benutze ich seit etwa 5 Jahren und sag nur: Babypopo!
Damals gab es einen Test der StiWa konventioneller Naßrasierer. Der batteriebetriebene kam zu spät, um noch ausführlich getestet zu werden. Aber die StiWa schrieb, daß er den Test wohl haushoch gewonnen hätte.
Denke es ist der Effekt, mit dem man ja auch ein scharfes Messer nicht einfach durch den Schinken durchdrückt, sondern hin und her bewegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 6