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Nachhaltigkeit im Alltag: So können Sie zu Hause Strom sparen
DER SPIEGEL

Der Backofen muss vorgeheizt sein? Und der Kühlschrank darf höchstens vier Grad haben? Nicht unbedingt. Im Nachhaltigkeitstraining von SPIEGEL WISSEN erfahren Sie, wie sich ganz nebenbei Energie sparen lässt.

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rabenzucht 02.06.2017, 12:01
1. so so, wir werden "Nachhaltig"

Sorry, aber die Tipps des Tages sind doch olle Kamellen, das wird seit Jahren an vielen Stellen so oder ähnlich propagiert.
Als ob so wirklich Energie gespart werden könnte. Für den Einzelnen (Haushalt) trifft das zu, also die Stromrechnung entspannt sich.
Aber gesamtgesellschaftlich ist das eine Utopie:
- die privaten Haushalte haben einen Anteil von ca. 25 % am Gesamtenergieverbrauch bei Strom (Aussage GF des Versorgers Mainova, Frankfurt am Main), also wie viel Energie wird eingespart wenn jeder Haushalt ein paar Prozent einspart?
- der Energiebedarf für die Abermillionen unnützer Whatsapp- Facebook- und Twittermitteilungen übersteigt das Einsparpotential der Haushalte
- der Energiebedarf der großen Rechenzentren für Industrie 4.0 und das IoT (Internet of Things) steigt täglich
und auch dieser Kommentar trägt zum (unnützen) Energieverbrauch bei.

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grabenkaempfer 02.06.2017, 12:06
2.

was ich nie machen werde: Bei 30°C waschen, das reicht nie und nimmer für echte Sauberkeit und ist allenfalls für Gardinen geeignet. Den Effekt dieser Sparmaßnahme habe ich lange Jahre riechen können, wie ich einen Gemeinschaftsraum zum Wäschetrocknen benutzen durfte. Die 30° Wäsche konnte man immer am muffigen Geruch erkennen, insbesondere wenn jahrelang so gewaschen wurde.

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st.esser 02.06.2017, 12:26
3.

Zitat von grabenkaempfer
was ich nie machen werde: Bei 30°C waschen, das reicht nie und nimmer für echte Sauberkeit und ist allenfalls für Gardinen geeignet. Den Effekt dieser Sparmaßnahme habe ich lange Jahre riechen können, wie ich einen Gemeinschaftsraum zum Wäschetrocknen benutzen durfte. Die 30° Wäsche konnte man immer am muffigen Geruch erkennen, insbesondere wenn jahrelang so gewaschen wurde.
In solchen Fällen "hilft" es, außer Waschmittel ein Desinfektionsmittel zu benutzen.
Das Problem dabei: Die Wäsche wird (bei richtiger Dosierung) auch bei 30C hygienisch sauber, aber das Desinfektionsmittel gelangt ins Abwasser, wo es verdünnt weiterhin wirkt.
Verdünntes Desinfektionsmittel steht im Verdacht, die Ausbildung von Resistenzen bei Bakterien zu fördern (weil die Bakterien übrigbleiben und sich vermehren, die ein gewisses Maß an Desinfektionsmitteln am besten überleben). Außerdem können biologische Klärstufen beeinträchtigt werden. Ob die Desinfektionsmittel in einer Kläranlange unschädlich gemacht werden, weiß ich nicht.
Ob die Energieeinsparung den Einsatz von Desinfektionsmitteln rechtfertigt, kann ich nicht sagen. Mir jedenfalls scheint der Preis für die Einsparung in diesem Fall ziemlich hoch.

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tobias.juderjahn 02.06.2017, 12:30
4. Waschmachine

Was vieleicht viele nicht wissen: Erst im Eco-Modus, oder wie auch immer dieser Modus bei der jeweiligen Machine heißt, gelten die Energie-Spar-Label. Warum die Hersteller das nicht als opt-out konzipiert habe, ist mir schleierhaft. Die Waschdauer erhöht sich entsprechend.

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Rubyconacer 02.06.2017, 12:46
5. Alter Hut

Beachte ich schon immer. Keine Haare fönen, Heizkörper nicht abdrehen, sondern nur absenken, Steckerleisten. Mit dem Fahrrad zur Arbeit, keine Nerzteile in den Dosen lassen. Kartoffeln mit Deckel kochen. Besitze keine Kaffeemaschine, aber einen Wasserkocher (extrem effizient). Nicht unter fließendem Wasser abwaschen und beim Zähneputzen das Wasser abstellen(!)

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funny-smartie 02.06.2017, 12:47
6. Geräte in standby-Betrieb

dieser Tipp ist Asbach-uralt. Die heutigen neuen Unterhaltungselektronik hat im Standby-Betrieb nur noch eine Leistungsaufnahme von weniger 1 Watt. Die Zeiten der 10 bis 20 Watt-Geräte im Standby-Modus sind schon seit geraumer Zeit vorbei. Und überall wo Wärme benötigt wird, beim Waschen, beim Trocknen, beim Bügeln, beim Backen, ist eine "Mindestleistung" dafür erforderlich. Es gibt z.B. heute Wärmepumpentrockner, habe selber so einen, aber die Stromersparnis wird durch Zeitfresser aufgebraucht. Jeder Haushalt ist anders strukturiert und letztendlich entscheidet der Geldbeutel bei der Anschaffung eines Ersatzgerätes, aktuelles ging leider defekt, über den Energieverbrauch und letztendlich dem Komfort und Bequemlichkeit. Achja, und mit "Restwärme" kochen ist im Zeitalter der Induktionskochfelder auch schon wieder Geschichte, nur mal so nebenbei bemerkt.

Viel wichtiger ist vielleicht das Thema Energiesparen, wenn man sich überlegt im Rahmen einer Heizungserneuerung auch Gedanken über eine solare Warmwasseraufbereitung. Dann noch zusätzlich, dank Sonnenernergie, die Waschmaschine und die Spülmaschine mit in den Warmwasserkreislauf anzuschließen und Geräte kaufen, die diesen Wechsel auf Warmwasseranschluss mitmachen. Da bleibt der Stromzähler stehen! ;-)

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siebenachtneun 02.06.2017, 12:57
7.

Die 80er haben angerufen und wollen ihr Tipps zurück.
Eigentlich fehlt noch der Tipp, dass man das Licht ausschalten soll, wenn man länger nicht im Raum ist.

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Sibylle1969 02.06.2017, 13:03
8. Als Zwei-Personen-Haushalt

... verbrauchen wir knapp 2000 kWh Strom pro Jahr. Laut der Einteilung unseres Energieversorgers liegen wir damit noch 200 kWh unter dem als sparsam angesehenen Wert. Dabei kochen wir fast täglich, auch oft mit dem Backofen, wir haben alle üblichen Elektro- und Unterhaltungselektronikgeräte, und wir nutzen keine Energiesparlampen. Warmwasser ist bei uns über Strom. Allerdings achten wir konsequent darauf, dass keine Geräte im Standby sind, und wir duschen nur jeden zweiten Tag, was im Übrigen auch besser für die Haut ist. Unser Nachbar verbraucht alleine fast genauso viel Strom wie wir zu zweit.

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grabenkaempfer 02.06.2017, 13:11
9.

Zitat von st.esser
In solchen Fällen "hilft" es, außer Waschmittel ein Desinfektionsmittel zu benutzen. Das Problem dabei: Die Wäsche wird (bei richtiger Dosierung) auch bei 30C hygienisch sauber, aber das Desinfektionsmittel gelangt ins Abwasser, wo es verdünnt weiterhin wirkt. Verdünntes Desinfektionsmittel steht im Verdacht, die Ausbildung von Resistenzen bei Bakterien zu fördern (weil die Bakterien übrigbleiben und sich vermehren, die ein gewisses Maß an Desinfektionsmitteln am besten überleben). Außerdem können biologische Klärstufen beeinträchtigt werden. Ob die Desinfektionsmittel in einer Kläranlange unschädlich gemacht werden, weiß ich nicht. Ob die Energieeinsparung den Einsatz von Desinfektionsmitteln rechtfertigt, kann ich nicht sagen. Mir jedenfalls scheint der Preis für die Einsparung in diesem Fall ziemlich hoch.
meine Wäsche war es nicht die so gerochen hat und anderen Desinfektionsmittel ins Waschmittel tun ist schon sehr dreist :-) .
Ich gehöre zu den Steinzeitmenschen die mit 60° und Vollwaschmittel waschen.

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