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Nahverkehr vs. Individualverkehr: Holen wir uns die Welt zurück!
DPA

Die Debatte über kostenlosen Nahverkehr diese Woche zeigt einmal mehr: Beim Thema Auto geht in Deutschland die Vernunft flöten. Und Visionen sind unerwünscht.

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hexenbesen.65 19.02.2018, 10:34
230.

Zitat von cindy2009
Ja, ganz echt. Wenn erst einmal die Nachfrage da ist, sollte es auch möglich sein, dass Sie mit dem ÖPNV zu Ihrer Arbeit kommen. Warum auch immer Sie mit dem Auto zum Einkaufen wollen - den Luxus müssen Sie sich dann eben gönnen. "Straf"steuern gibt es in anderen Bereichen auch.
Na gut, dann besorgen SIE mir den Großeinkauf für ne vierköpfige Familie nebst Haustieren.... ?Macht ja "nur" ne Kofferraum-Ladung voll. Soll ich die wirklich mit Bus und Bahn heimschleppen ?? Klar, die Kiste Wasser auf den Rücken geschnallt, die Kinder bekommen die Heu-Beutel für die Tiere um den Hals gehängt, und mein Mann hat die Würstchen als Ohrringe an....
Ich zahl für mein Auto schon genug an Steuern...und fahre noch nicht mal sonderlich viel (zur Arbeit und zurück, Einkaufen...) Bin also nicht eine von den Leuten, die mal "eben nur mal zum Spaß" irgendwohin in die Stadt wollen...(und stellen Sie sich vor, wir fahren auch mit der Straßenbahn in die Nachbarstadt, wenn dort Feste sind...dann können wir wenigstens noch ein viertel Weinschorle extra trinken, und der Lappen ist sicher)
Und wenn wir dann in Rente sind (hust...dauert noch ein wenig) , dann schaffen wir ein Auto ab, und begnügen uns mit einem zu zweit. (Weil mein Mann Schicht arbeitet, und ich am Tag )

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cindy2009 19.02.2018, 10:46
231. Warum nicht?

Zitat von hexenbesen.65
Na gut, dann besorgen SIE mir den Großeinkauf für ne vierköpfige Familie nebst Haustieren.... ?Macht ja "nur" ne Kofferraum-Ladung voll. Soll ich die wirklich mit Bus und Bahn heimschleppen ?? Klar, die Kiste Wasser auf den Rücken geschnallt, die Kinder bekommen die Heu-Beutel für die Tiere um den Hals gehängt, und mein Mann hat die Würstchen als Ohrringe an.... Ich zahl für mein Auto schon genug an Steuern...und fahre noch nicht mal sonderlich viel (zur Arbeit und zurück, Einkaufen...) Bin also nicht eine von den Leuten, die mal "eben nur mal zum Spaß" irgendwohin in die Stadt wollen...(und stellen Sie sich vor, wir fahren auch mit der Straßenbahn in die Nachbarstadt, wenn dort Feste sind...dann können wir wenigstens noch ein viertel Weinschorle extra trinken, und der Lappen ist sicher) Und wenn wir dann in Rente sind (hust...dauert noch ein wenig) , dann schaffen wir ein Auto ab, und begnügen uns mit einem zu zweit. (Weil mein Mann Schicht arbeitet, und ich am Tag )
Wir sind 5 Personen, von daher kenne ich Ihre Argumente. Und ja, es geht auch ohne Auto. Ist halt etwas umständlicher. Wenn man es bequem haben will, kann man dafür auch etwas mehr zahlen. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Zumal Sie ja gleich zwei Fahrzeuge in der Familie haben (wir nur eines, wird nur sehr wenig genutzt, nicht für das Pendeln). Und im Gegensatz zu Ihnen wohne ich auf dem Land. Eine Straßenbahn wäre da schon Luxus;-)

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nosports28 19.02.2018, 10:51
232. @meandmycat:

Der Niedergang der hiesigen Autoindustrie ist nun wirklich nicht den Kfz-Verweigerern geschuldet, sondern einer Unmenge an unternehmerischen Fehlentscheidungen. Wer sich Innovationen verweigert und diese gar noch blockiert, der hat keine Zukunft. Und je weiter und vehementer er versucht, den unvermeidlichen Aufprall mittels Lobbyarbeit hinauszuzögern, desto härter wird dieser letztendlich ausfallen. Die deutsche Autoindustrie wird aus dem gleichen Grund untergehen, wie einst die Kutschenbauer, die sie ablösten: Aus purem Festhalten an überkommenem.

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marcelo 19.02.2018, 11:04
233. Kommunale Abgabe

Die Sache ist doch eigentlich ganz einfach: Die Städte die meinen, dass kostenloser ÖPNV förderlich und erstrebenswert ist, machen es einfach. Gegenfinanziert mit einer neu zu schaffenden, zweckgebundenen kommunalen Abgabe. Es ist nämlich in der Tat nicht vermittelbar, dass die Landeier urbane Verkehrslösungen finanzieren, von denen Sie nichts haben. Eine bundesweite Steuer wäre hier völlig unangebracht, da der Nutzen lokal sehr eingegrenzt ist. An dieser Stelle sei auch einmal das Argument entkräftet, wonach Autofahrer doch wer weis wie durch die Pendlerpauschale subventioniert werden: Diese kostet nämlich lediglich 5 Mrd. € im Jahr. Beim ÖPNV sind es knapp 6 Mrd. € die jährlich subventioniert werden. Dem ggü. steht allerdings ein Steueraufkommen von knapp 50 Mrd. jährlich durch Mineralölsteuer und KfZ-Steuer welche dem deutschen Autofahrer schon heute aus der Tasche gezogen werden. Weitere pauschale Belastungen sind hier schlicht unverhältnismäßig und damit verfassungswidrig!

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M. Michaelis 19.02.2018, 11:06
234.

Zitat von scxy
Und die unsägliche Pendlerpauschale abbauen. Mit ihr werden zu Lasten von allen der Umwelt- und Flächenverbrauch einzelner Pendler subventioniert.
Das ist völliger Unsinn. Die unsäglich Urbanisierung muss gestoppt werden.

Grosstädte sind eine Fehlentwicklung. Hohe Immobilienpreis, teure Mieten, Lärm, schlechtere Luft, soziale Konflikte sind das Resultat einer falschen Konzentration auf die Städte.

Der ländlich Raum bedarf einer Stärkung und Förderung.

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M. Michaelis 19.02.2018, 11:11
235.

Zitat von scxy
in der man sich eine neue Wohnung oder andere Verkehrsverbindung suchen kann.)
Das geht nicht wenn man im ländlichen Raum eine Immobilie und Kinder hat.

Es wäre völliger Schwachsinn ein geräumiges Eigenheim mit Garten in ruhiger Umgebung und fernab sozialer Brennpunkte gegen eine keine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in oder am Rand eines Ballungszentrums eintauchen zu müssen und dafür auch noch die Kinder aus einer guten Umgebung zu reißen

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premstar_pill 19.02.2018, 11:21
236.

Ich sehe halt dass hier in Berlin keine Kneipe, die das Rauchverbot durchsetzen will, lange überlebt. Und das Wirtshaus, das in meiner bayerischen Geburtsstadt "richtig brummt" ist das, was geschickt das Rauchverbot umgeht. Weil die Leute eben wo anders hingehen wenn man sie einschränken will. Mit Fahrverboten in Innenstädten wird es genauso ablaufen. Man fährt dann eben ins Einkaufszentrum auf der grünen Wiese anstatt zum Karstadt am Herrmannplatz. So gut wie niemand der sich ein Auto leisten kann fährt mit Bus und Bahn zum Einkaufen und Besorgungen machen.
Wie das alles endet kann man doch wunderbar in den ganzen Fahrradstädten wie Kopenhagen beobachten. Niemals würde ich dort wohnen wollen. Furchtbar.

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premstar_pill 19.02.2018, 11:24
237.

Zitat von nosports28
Der Niedergang der hiesigen Autoindustrie ist nun wirklich nicht den Kfz-Verweigerern geschuldet, sondern einer Unmenge an unternehmerischen Fehlentscheidungen.
Wo sehen Sie denn bitte einen "Niedergang der hiesigen Autoindustrie"? Ich sehe Rekordumsätze und Rekordverkaufszahlen im In- und Ausland. VW verkauft tausende Autos pro Tag.

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laracrofti 19.02.2018, 11:26
238. Lieber eine zu breite als

Zitat von salomon17
für diesen Beitrag. Wenn ich mich in bestimmten Wohngegenden umsehe, finde ich 400-qm-Grundstücke auf denen die Hälfte der Fläche mit Parkplätzen und Zufahrten zubetoniert ist. Ich finde Doppelgaragen, die deutlich größer sind als der schmale Vorgarten. Das Auto ist der Fetisch, um den sich in D alles dreht. Und die Autowerbung erweckt den Eindruck, als erhalte man mit dem Kauf eines zwei Tonnen schweren Vehikels die Freiheit zurück, die wir längst hätten, wenn wir nicht so viel Energie in die Anschaffung dieser Monster stecken würden. Wir brauchen weniger Autos und kleinere, leichtere Autos. Die Folgen wären ein Gewinn an Lebensqualität.
eine zu schmale Garage, denn die kann man zu mehr nutzen als nur ein Fahrzeug, auch die "pseudogeländegängigen Panzer", welche der Autor so verunglimpft, zu parken. Das Auto ist ein Nutzobjekt für die meisten unter uns. Wenn Sie und der Autor was gegen die Umweltbelastung machen wollen fangen Sie mal an beim Güterverkehr: ganz Europa fährt durch D., zerstört Straßen und verpestet die Luft (und zahlen mit der Maut einen feuchten Pfiffer). Da könnten Sie problemlos ansetzen, statt den Nachbar um dessen Fahrzeug zu beneiden.

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platin-iridium 19.02.2018, 11:27
239. Thema?

..ist doch eigentlich alles geschrieben:

Maschinen, die ihrerseits wiederum 23 von 24 Stunden pro Tag herumstehen..

Durch - vor allem in Deutschland - überbordende Nutzung und den Besitz im "Autoland" - statistisch besitzt jeder zweite Bundesbürger mindestens ein Auto und die Bequemlichkeit - erstickt der "MIV" - oder auch "MIEF" genannt - vor allem an den Ausfallstraßen zu und aus den Ballungsgebieten tagtäglich an sich selber.

Das ist aber nicht erst seit vorgestern bekannt.

Das Fahrzeug "Auto" wird zum "Stehzeug" - und für manche Zeitgenossen offenbar für die kurze Zeit seiner Nutzung zu einer Art "Ersatzwohnung".

Das ist - natürlich - wider jede Vernunft. Vor allem, wenn ein an und für sich sehr nützliches Vehikel durch übermäßigen Gebrauch seinen Nutzen verliert - und der Schaden größer wird als der Nutzen.

Aber - sobald die Fahrertür ins Schloß klappt, der Motor gestartet, nach den ersten Fahrmetern die automatische Selbstverriegelung aktiviert ist - steckt das Menschlein in seinem Kokon - auf vier Rädern.

Da hilft auch die vernünftigste Argumentation nicht.

Viele könnten ohne Auto, wollen aber nicht. Es ist ja so unglaublich bequem.... .

Ausreden gibt es mehr als genug, sie würden ganze Lexika füllen.

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