Forum: Wissenschaft
Nanotechnologie: Granulat säubert Trinkwasser
Indian Institute of Technology Madras

Zwei Millionen Menschen sterben jährlich an verunreinigtem Trinkwasser. Ein langlebiges Granulat soll in Entwicklungsländern künftig den Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen. Der Filter reinigt Wasser mit Nanotechnologie.

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cassandros 07.05.2013, 22:04
10. Hokus-pokus-Schwindelbus

Zitat von PeterPain
'Die nur 10 bis 20 Millionstel Millimeter winzigen Silberpartikel geben Ionen ab, die sowohl das Wasser von giftigen Stoffen wie Schwermetallen reinigen[...].'
Sehr richtig.
Wie sollen denn Ag+-Ionen (die selbst Schwermetallionen sind) Wasser von SChmermetallen reinigen?
Durch "Abtöten"?
Das Allerschärfste ist aber der nächste Satz:
" Ein zusätzlicher Aktivkohlefilter könne die Überreste der toten Mikroorganismen aus dem Wasser entfernen."

Ein Blick in ein beliebiges Lehrbuch der Toxikologie informiert über Wirkung und Einsatz medizinischer Aktivkohle. Das ist sehr erhellend!!

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derNichtGlaubt 07.05.2013, 22:22
11. gefährlicher Schwachsinn

Kein seriöser Wasseraufbereiter wird einen Aktivkohlefilter NACH einer Trinkwasserentkeimungsanlage setzen, der ist nämlich, oh Wunder, eine Kohlenstoffquelle die sich leicht durch Mikroorganismen besiedeln läßt. Da keines der gängigen Entkeimungsverfahren wirklich 100%ig arbeitet, stellt dieser Aktivkohlefilter die ideale VERKEIMUNGSquelle dar!
Abgesehen davon: warum sollte man zum Filtrieren toter Organismen Aktivkohle benutzen ??? - damit adsorbiert man unerwünschte Atome bwz. Moleküle z.B. (F)CKW
- kopfschüttel -

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Nachteuie 07.05.2013, 22:34
12. Toll, Inder kopieren Idee

Da haben die netten Inder mal wieder eine Idee gefunden, die sie klauen können. Schade dass dabei die "humanitäre" Grundidee des us-amerikanische-englischen Erfinders mal wieder auf der Strecke bleibt ( Idee ist: Wer in einem Industrieland eine Filterflasche/Filterkanister kauft finanziert damit auch eine andere Flasche/Kanister mit, der dann in einem armen Land ohne Trinkwasserversorgung verteilt wird). Für weitere Informationen bitte folgenden Link lesen: http://en.wikipedia.org/wiki/LifeSaver_bottle

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cassandros 07.05.2013, 22:40
13. Passivkohle

Zitat von derNichtGlaubt
Kein seriöser Wasseraufbereiter wird einen Aktivkohlefilter NACH einer Trinkwasserentkeimungsanlage setzen, der ist nämlich, oh Wunder, eine Kohlenstoffquelle die sich leicht durch Mikroorganismen besiedeln läßt. Da keines der gängigen Entkeimungsverfahren wirklich 100%ig arbeitet, stellt dieser Aktivkohlefilter die ideale VERKEIMUNGSquelle dar! Abgesehen davon: warum sollte man zum Filtrieren toter Organismen Aktivkohle benutzen ??? - damit adsorbiert man unerwünschte Atome bwz. Moleküle z.B. (F)CKW - kopfschüttel -
1) Aktivkohle ist ein Adsorptionsmittel. Sie ist nicht zum Dauergebrauch geeignet und vorgesehen. Eine Verkeimung ist daher kein Thema.
2) Es steht da, daß man "Überreste toter Organismen" herausfiltert!
Das ist soweit sinnvoll. Immerhin werden dann auch die Silberionen wieder teilweise aus dem Wasser entfernt. ;-)
Allerdings kann man dann gleich die Aktivkohle allein benutzen!!!! Das ist der Witz an der Angelegenheit.
Außerdem wird nicht erklärt, wie der mirakulöse neue Filter funktionieren soll. Der pnas-Artikel ist leider gesperrt.

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cthugha 08.05.2013, 23:33
14.

Zitat von cassandros
Sehr richtig. Wie sollen denn Ag+-Ionen (die selbst Schwermetallionen sind) Wasser von SChmermetallen reinigen? Durch "Abtöten"?
Wenn man in den Originalartikel schaut, steht davon natuerlich auch kein Wort drin. Fuer die Schwermetallfilterung wurden MnO2-Nanopartikel statt der Silberpartikel in die Nanostruktur (laut Artikel "aluminum oxyhydroxide–chitosan") eingebettet. Um Eisen und Arsen rauszufiltern, wurde stattdessen eine "iron oxyhydroxide–chitosan"-Nanostruktur benutzt. Die Silbernanopartikel wurden lediglich ihrer antimikrobiellen Wirkung wegen in die Nanostruktur eingebettet.

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oxybenzol 08.05.2013, 23:57
15. Ionenaustauscher

Das Bild und die Beschreibung des Stoffes klingt für mich nach einem Ionenaustauscher. Solche Stoffe werden schon seit 80 Jahren hergestellt um bestimmte An- oder Kationen aus einer Flüssigkeit zu adsorbieren.
Der Brita-Wasserfilter arbeitet ja auch mit solchen Austauschern Aktivkohle.
Worin besteht der Unterschied bzw. die Erfindung zu einem klassischen Ionenaustauscher bzw. einer Filterkartusche von Brita?

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rocket_scientist 08.05.2013, 01:35
16. Das funktioniert schon...

Zitat von sysop
Zwei Millionen Menschen sterben jährlich an verunreinigtem Trinkwasser. Ein langlebiges Granulat soll in Entwicklungsländern künftig den Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen. Der Filter reinigt Wasser mit Nanotechnologie.
Die beschriebene Technologie beruht auf dem oligodynamischen Effekt bestimmter Metallionen. Kann man mal googlen, wen's interessiert. Wurde, wenn ich mich recht entsinne, bereits in den 1920er Jahren entdeckt und viel zu lange vergessen. In heutigen Nasensprays, die ohne Konservierungsstoffe auskommen, befindet sich in der Duese eine kleine "Spirale" aus Silber, die das Ganze konserviert... In einigen Socken sind Silberfaeden eingewebt, um die Keimzahl und etwaige Gerueche zu reduzieren...
Was man allerdings am besten mit den Bakterianabbauprodukten anstellt, keine Ahnung. Gibt bestimmt einige Membranen, die sowas "herausfiltern". Kenne mich da aber nicht so gut aus.
Jedenfalls koennte das einen echten Fortschritt bringen fuer die Aufbereitung von kontaminiertem Wasser.

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Havenpirat 08.05.2013, 02:17
17. Das ehemalige

Nachrichtenmagazin hat vergessen zu erwähnen das die Nanosilberteilchen Bakterien bekämpfen können, dadurch die "Reinigung". Das ist altbekannt und wurde vor der Findung von Antibiotika als Präperat angewand.
Das zum Thema pöse Nanotechnologie
> https://de.wikipedia.org/wiki/Kolloidales_Silber
wie dem auch sei, selbst Milch hält sich länger in Silberkännchen, das war damals keine Prozerei sondern nur praktisch, die Milch hielt sich wesentlich länger.

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maxuli 08.05.2013, 06:34
18.

Zitat von sysop
Zwei Millionen Menschen sterben jährlich an verunreinigtem Trinkwasser. Ein langlebiges Granulat soll in Entwicklungsländern künftig den Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen. Der Filter reinigt Wasser mit Nanotechnologie.
Technisch und wissenschaftlich scheint dies ja sehr interessant zu sein, nur: 2 Dollar pro Jahr für 5 Personen? Gilt dies für jedes „Rohwasser“ aus jedem x-beliebigen Fluss oder Brunnen? Ist dies auch bei überdüngten Gewässern einsetzbar (siehe Cyanobakterien)? Sind dies nur die Investitionskosten oder die Kosten des Granulats? Sind die Kosten für das Reinigen (mit heißes Wasser oder Zitronensaft) des Granulats mitberücksichtigt? Sind die Kosten des „zusätzlichen“ Aktivkohlefilters berücksichtigt. Außerdem: Nicht jedes Wasser ist giftig oder verkeimt. Woher soll der normale Konsument wissen, ob er sein Trinkwasser durch die Anlage schicken soll.
Oder werden hier aus Marketinggründen nur falsche Hoffnungen geweckt?

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rama-6 08.05.2013, 07:09
19.

Zitat von eiffe
Man verhindert also die Vergiftung durch unsauberes Trinkwasser, indem man sich mit Nanopartikeln verseucht? Das ist ja wie Handabhacken wenns am Ohr kratzt.
Mal lesen.:
nANO meets water - ExzellenzNRW

Verstanden?

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