Forum: Wissenschaft
Nasa-Bild der Woche: Die Arktis wird grün
NASA's Goddard Space Flight Center/Cindy Starr

Im kalten Norden Amerikas sprießen auf einmal Pflanzen. Ein Nasa-Bild zeigt die Entwicklung eindrücklich.

Seite 1 von 4
Lajos_vH 05.06.2016, 21:12
1. Wäre das nicht...

...eine Chance, dass sich so die CO2-Konzentration auf dem Planeten selbst ein bisschen reguliert? Also dass dadurch der Klimawandel doch noch ein wenig abgefedert wird? Oder ist das in den Statistiken schon eingerechnet, dass US-große Grünflächen zusätzlich entstehen, weil das muss ja millionen Tonnen CO2 schlucken?

Beitrag melden
Websingularität 05.06.2016, 21:55
2. Gaia-Hypothese nennt sich das

Ich würde mich auf die Selbstregulierung des Weltklimas nicht verlassen.
Irgendwann ist der Planet an der Kapazitätsgrenze.

Beitrag melden
willibaldus 05.06.2016, 22:19
3. Es reicht nicht. Die Messungen zeigen eine

etwas mehr als lineare Steigerung des CO2 Gehalts der Atmosphäre trotz der Ergrünung.
Gibt auch mehr Brände. Kanada dies Jahr, Russland vor einigen Jahren.
Diese Wanderung der Vegetationszonen ist mir auch schon in Skandinavien aufgefallen. Auf dem Hochplateau Richtung Trondheim wachsen seit wenigen Jahren Koniferen in wenigen Dezimetern Höhe, die es früher nicht gab.

Beitrag melden
axelst 05.06.2016, 22:28
4. der

der Planet wird vielleicht kurz mal grüner, dann wieder weisser, dann braun oder rot und möglicherweise auch danach mal wieder blau und dann grün. Die Menschen und Tiere waren da nur eine ganz ganz kurze Episode. Wir nehmen uns zwar unglaublich wichtig, aber "dem Planeten" ist das sowas von egal. wie können unsere Zeit vielleicht um ein paar Jahrhunderttausende verlängern, wenn wir nicht blöd sind. Aber eine extrem kurze total unwesentliche Episode bleiben wir trotzdem. und das ist schön, weil noch soviel tolles nach uns kommen kann.

Beitrag melden
langenscheidt 05.06.2016, 22:28
5. Die Welt wird grün...

... und wir jammern. Übrigens: Grönland sieht den allmählichen Rückgang des Eispanzers als gegeben und versucht das Beste draus zu machen und freut sich auf neue Herausforderungen. Währenddessen andere ein Riesen-Spektakel veranstalten. Leben ist Veränderung. Veränderung macht vor dem Planeten Erde und dem Weltall nicht Halt.

Beitrag melden
Das Pferd 05.06.2016, 23:14
6.

Zitat von Lajos_vH
...eine Chance, dass sich so die CO2-Konzentration auf dem Planeten selbst ein bisschen reguliert? Also dass dadurch der Klimawandel doch noch ein wenig abgefedert wird? Oder ist das in den Statistiken schon eingerechnet, dass US-große Grünflächen zusätzlich entstehen, weil das muss ja millionen Tonnen CO2 schlucken?
Es wird bei Modellen, die versuchen die Zukunft vorherzusagen, versucht, möglichst alles zu berücksichtigen. Einfach, weil es das Modell verbessert. Und natürlich wird auch jede zusätzliche "Grünfläche" versucht abzubilden. Die Rettung ist es nicht. Wenn der hohe Norden taut, gibt er eben massenhaft lange gebundenes CO2 und Methan ab. Eine Pflanzendecke entzieht nur den Kohlenstoff, den sie selbst enthält, bis wieder was "eingelagert" wird, müssen schon spezielle Bedingungen herrschen.

Beitrag melden
gorlois7 05.06.2016, 23:26
7. nm

Nu ja, dafür breiten sich halt die Wüsten aus!

Und ich bin bombensicher von Gaias Selbstregulierungskräften überzeugt.

Nicht überzeugt bin ich allerdings davon, dass der
Mensch in ihrem Konzept vorkommt!

Beitrag melden
bissig 05.06.2016, 23:32
8.

Ich warte auf den ersten, der behauptet, dass man die Urwälder nicht mehr brauche, da in der Arktis mehr als genug nachwächst.

Beitrag melden
Dieter62 05.06.2016, 23:35
9. Das stimmt tatsächlich

denn letztes Jahr hatte ich beim Transatlantikflug nach Newark die Gelegenheit, den arktischen Nordosten Kanadas ein paar Stunden von oben zu betrachten. Es war ausnahmsweise sehr klar gewesen. Die Gegend sah aus wie eine riesige Schweizer Kuhweide ohne Berge. Quietschgrün. Zahllose Flüsse, Seen. Keine einzige Strasse, kein Haus! Wenn man bedenkt, dass ein Grossteil des Festlands der Erde auf dieser Breitenlage liegt (Sibirien und Kanada) kommt einem schon in den Sinn, dass dieser Klimawandel nicht nur schlecht sein kann. Vor allem, wenn man einbezieht, dass der ebenfalls riesige Flächen einnehmende Sahel sich ebenfalls begrünt. Und wenn man die Überweidung und Holzschlag stoppt dort sogar eine Dornsavanne entstehen kann, die ein Mehrfaches der heutigen Bevölkerung ernähren könnte.

Beitrag melden
Seite 1 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!