Forum: Wissenschaft
Nasa-Bild der Woche: Die Arktis wird grün
NASA's Goddard Space Flight Center/Cindy Starr

Im kalten Norden Amerikas sprießen auf einmal Pflanzen. Ein Nasa-Bild zeigt die Entwicklung eindrücklich.

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Archie69 06.06.2016, 08:57
20.

Wenn man den Geo-Wissenschaftlern glauben darf, sind eisfreie Polregionen (und damit grüne Polregionen) der Normalfall der Erdgeschichte - Eiszeiten ein Sonderfall. Auch der CO2 Gehalt war in der Erdgeschichte meist höher als jetzt. Das Problem ist, dass durch das Auftauen der Permafrostböden mehr Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen und die Erde sich noch schneller aufwärmt, das Eis noch schneller schmilzt - also nicht die Tatsache das, sondern die Geschwindigkeit. Höhepunkt der letzte Eiszeit war vor 18.000 Jahren, seitdem ist der Meeresspiegel um 120 Meter gestiegen, in den 3000 Jahren vor 1900 war der Meeresspiegel allerdings konstant und ist mit der industriellen Revolution wieder schneller angestiegen. Die Tierwelt scheint damit umgehen zu können - die allgemeine Aussage, dass Eisbären aussterben werden stimmt so nicht, sie sterben da aus, wo die Populationen auf Robbenjagd im Packeis spezialisiert sind, in anderen Regionen steigt die Zahl sogar. Gleiches gilt für bestimmte Fischschwärme und die sie jagenden Wale. Das größte Problem werden wir Menschen mit dem Meeresspiegel Anstieg haben - 600 Mio Menschen leben in Küstenregionen oder auf Inseln, die nur wenige über dem Meeresspiegel liegen (z.B. Malediven, Bangladesch).

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RenegadeOtis 06.06.2016, 09:10
21.

Zitat von lapetrovna
Und Groenland war . Auch mal Gruenland.... Leider keine Vikinger mehr vorhanden, die das bestaetigen koennen...Von DORT, zu Labrador, etc, no problem... Vorschlag, sowohl Geografie-Unterricht plus Geschichtunterricht erneuern...!!! Wikipedia ist einfach zu lesen!!! MfG
Grönland war nie grün im Sinne von eisfrei, trotz aller Propaganda von Erik dem Roten. Es würde mich auch wundern, wie kilometerhohes Packeis in so kurzer Zeit vom Himmel gefallen sein soll.

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Hermes75 06.06.2016, 09:13
22.

Zitat von Pfaffenwinkel
lann man auch mehr buddeln. Heißt: Die Unternehmen werden dort nach Öl und anderen Rohstoffen suchen.
Nein, da liegen Sie falsch. Für die Rohstoffförderung im nördlichen Kanada sind höhere Temperaturen ganz schlecht. Wenn der Permafrost auftaut verwandelt sich die oberste Bodenschicht in Morast und ist unpassierbar für Fahrzeuge. Die Förderanlagen dort sind daher nur zu erreichen wenn der Boden gefroren ist.

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Hermes75 06.06.2016, 09:14
23.

Zitat von slashmaxx
Mal ganz doof gefragt, was zeigt die Karte eigentlich? Scheint ja um ein Falschfarbbild zu handeln, um eine bestimmte Meßgroße zu zeigen. Ist die Meßgröße prozentual oder absolut hier zu sehen? Davon hängt viel ab, wie die Karte zu interpretieren ist. Z.B. wenn in einer Region der Arktis vorher 1 Baum stand und nun nach 29 Jahren 2 Bäume, dann sind das sagenhafte und unglaubliche 100% mehr Vegetation. Ich will jetzt den Klimawandel nicht leugnen, noch vehement als Mantra runterbeten, aber seriös (oder gut recherchiert) sieht anders aus.
Das Bild hat eine Legende. Dies zu lesen und zu verstehen würde helfen.

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Hermes75 06.06.2016, 09:19
24.

Zitat von langenscheidt
... und wir jammern. Übrigens: Grönland sieht den allmählichen Rückgang des Eispanzers als gegeben und versucht das Beste draus zu machen und freut sich auf neue Herausforderungen. Währenddessen andere ein Riesen-Spektakel veranstalten. Leben ist Veränderung. Veränderung macht vor dem Planeten Erde und dem Weltall nicht Halt.
Die Welt wird nicht insgesamt grüner, sondern die Vegetationszonen wandern in Richtung der Pole.
Das ist ein Unterschied. Fragen Sie mal die Menschen die am Rand der subtropischen Trockengebiete leben.

Und die Veränderung die sich für die Welt ergibt wenn der grönländische Eisschild schmilzt wollen Sie sicher nicht erleben. Dort liegt genügend Wasser gebunden um ca. 7m Meeresspiegelanstieg zu verursachen.

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RenegadeOtis 06.06.2016, 09:22
25.

Zitat von Archie69
Wenn man den Geo-Wissenschaftlern glauben darf, sind eisfreie Polregionen (und damit grüne Polregionen) der Normalfall der Erdgeschichte - Eiszeiten ein Sonderfall. Auch der CO2 Gehalt war in der Erdgeschichte meist höher als jetzt.
Richtig. Denn die beiden längsten geologischen Perioden sind das Archaikum und das Hadaikum.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob es Ziel sein kann diese Perioden als "Normalfall" und damit wünschenswert zu definieren. Denn neben einem höheren CO2-Gehalt und eisfreien Polen betrug die Oberflächentemperatur mehrere 100 Grad; wenn es regnete, dann jahrmillionenlang und sehr sauren Regen, es gab keinen Luftsauerstoff und generell kein Leben.

Oder kurz gesagt: Es ähnelte eher biblischen Beschreibungen der Hölle.

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KaWeGoe 06.06.2016, 09:31
26. Sie haben den Kern der Katastrophe erkannt !

Zitat von Metalhead
Naja, das böse CO2 geht nur dahin wo es ursprünglich herkam - aus der Atmosphäre in eben diese...
Der Mensch reichert momentan pro Jahr die Atmosphäre mit so viel CO2 an, wie die Natur im Carbon in 1 Mio Jahre eingelagert hat.

Das wiederum bedeutet, dass wir uns mit einer Geschwindigkeit von 1.000.000 Mio Jahren pro Jahr zurück in eine Atmosphäre des Carbon katapultieren.

Das Carbon war vor über 300 Mio Jahren. Die industrielle Revolution mit der Anreicherung der Atmosphäre begann vor etwa 250 Jahren, d.h. in ca. 50 Jahren werden sich unsere Kinder / Enkel in einer Carbon-Atmosphäre befinden.

Damals gab es noch nicht einmal Dinosaurier, ganz zu schweigen von Säugetieren oder Menschen.

Erkennen Sie das Ausmaß der Katastrophe ?

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thequickeningishappening 06.06.2016, 10:01
27. Das System kippt

Gletscherschmelze (Einfluss auf Meerestroeme), Schelfeisschmelze (weniger Rueckstrahlung), Permafrostschmelze (Methan hat die 60fache Potenz von CO2); wir erleben gerade einen "Zeitraffer"!

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stefan.putt 06.06.2016, 10:03
28. Was sollen wir glauben?

Nasa-Forscher belegen, dass der Temperaturanstieg seit 15 Jahren eine Pause macht.

Bislang meinten Wissenschaftler, vierzehn Jahre ohne weitere Erwärmung seien mit ihren Prognosen in Einklang zu bringen - nicht aber "15 Jahre oder mehr", wie Nasa-Forscher vor vier Jahren im Fachmagazin "Bulletin of the American Meteorological Society"

( http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/stillstand-der-temperatur-erklaerungen-fuer-pause-der-klimaerwaermung-a-877941.html )

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RenegadeOtis 06.06.2016, 10:15
29.

Zitat von stefan.putt
Nasa-Forscher belegen, dass der Temperaturanstieg seit 15 Jahren eine Pause macht. Bislang meinten Wissenschaftler, vierzehn Jahre ohne weitere Erwärmung seien mit ihren Prognosen in Einklang zu bringen - nicht aber "15 Jahre oder mehr", wie Nasa-Forscher vor vier Jahren im Fachmagazin "Bulletin of the American Meteorological Society" ( http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/stillstand-der-temperatur-erklaerungen-fuer-pause-der-klimaerwaermung-a-877941.html )
Mal abgesehen davon, dass dieser Artikel über 3 Jahre alt ist - wie kommt es dann, dass die letzten 3 Jahre die wärmsten Jahre seit Beginn der Messungen sind?

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