Forum: Wissenschaft
Nasa-Mission: Forscher wollen Mars mit Hightech-Drohne erkunden
REUTERS

"Opportunity", "Curiosity" und bald auch "InSight": Mit einer ganzen Flotte von Mess-Robotern untersuchen Astronomen den Mars. Bald soll einer dazu kommen, der fliegen kann.

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KarloFilipovic 12.05.2018, 10:19
10. Marsphobie unter den Foristen

Hätte nicht gedacht, dass die Leute hier im Forum so negativ eingestellt sind. Zum 1. Kommentator: Ja es gibt dort kein Leben, na und? Man war sich auch zu 100% sicher auf Rosetta kein Leben zu finden. Was hat das mit der Erforschung des Alls zu tun? Zu 2. "wir" dann gehe ich mal davon aus, dass Sie US Steuerzahler sind. Wir haben hier in Deutschland lächerlichste Summen zur Erforschung des Alls ausgegeben. Die Amerikaner im übrigen auch. Von jedem Steuerdollar geben die USA einen halben Cent für die NASA aus. Ich empfehle da mal ein paar Vorträge von Neil Degrasse Tyson anzuhören. Das Weltall ist unsere Zukunft. Je schneller wir es erforschen und besideln desto sicherer ist unser Überleben als Spezies. Wenn wir das Geld, das weltweit in Rüstung gesteckt wird in die Erforschung und Besiedlung des Alls gesteckt hätten, könnten wir gefühlt schon eine Dyson-Sphere um die Sonne gebaut haben.

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sschuste 12.05.2018, 10:32
11.

Zitat von spore77
Ist das Thema denn nie durch? Was soll dieser ganze Aufwand und die Geldvernichtung auf diesem kahlen Felsen bringen? Es gibt dort KEIN Leben verdammt noch eins und selbst wenn es dort mal primitivste Organismen gab, so ist das für uns auf der Erde absolut irrelevant.
Nein, das Thema ist nicht durch. Geld gegen Wissen - so sollte es gut angelegt sein. Bessere Ingenieure, bessere Technologie, besseres Verständnis. So soll's sein. Natürlich kann man die Kohle auch dazu hernehmen, um irgendeinem nachhaltig das Hirn aus dem Schädel zu bomben. Ist auf Dauer aber eher langweilig. Und das es auf dem Mars KEIN Leben verdammt noch eins gibt, hat mehr mit vagen Annahmen zu tun als mit Wissen. Leider sind vage Annahmen keine Strategie. Wirklich nicht.

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blauerapfel 12.05.2018, 10:33
12. Wozu?

Wenn das unsere Vorfahren vor 100 000 Jahren gesagt hätten, wären Europa und die anderen Kontinente außerhalb Asiens noch unbesiedelt.
Natürlich darf man bei der Raumfahrt keinen "return of investment" in wenigen Jahrzehnten erwarten.
Aber die interplanetare Raumfahrt wird kommen. Irgendwann ...

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mwroer 12.05.2018, 11:14
13.

Zitat von blauerapfel
Wenn das unsere Vorfahren vor 100 000 Jahren gesagt hätten, wären Europa und die anderen Kontinente außerhalb Asiens noch unbesiedelt. Natürlich darf man bei der Raumfahrt keinen "return of investment" in wenigen Jahrzehnten erwarten. Aber die interplanetare Raumfahrt wird kommen. Irgendwann ...
Ich finde das 'return of investment' durch die Raumfahrt ist durchaus gegeben wenn man sich die vielen Abfallprodukte von Teflonpfanne bis Mobiltelefon anguckt die heute unser tägliches Leben leichter und komfortabler machen.

Zumal der Etat immer noch relativ gering ist. Was mich ein bisschen 'stört' ist dass für andere, auch überlebenswichtige, Forschungszweige auf der Erde nur noch Brosamen bleiben. Tiefseeforschung sei da ein Beispiel.

Es ist relativ albern dass wir über weite Teile unseres eigenen Planeten genau so viel wissen wie über den Mond oder den Mars in einigen Bereichen.

Aber das ist nicht Schuld der NASA oder der ESA sondern einfach zum Teil Schuld der Politik weil Gelder nach Effekt vergeben werden, nicht nach Nutzen, und eine aufsteigene Rakete und Live-Bilder vom Mars naturgemäß eindrucksvoller sind als Schatten und komische Lebewesen im 30 Meter Scheinwerferkegel eines Tiefsee-U-Bootes.

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sulpher 12.05.2018, 11:29
14. Ich erkläre es ihnen

Zitat von spore77
Ist das Thema denn nie durch? Was soll dieser ganze Aufwand und die Geldvernichtung auf diesem kahlen Felsen bringen? Es gibt dort KEIN Leben verdammt noch eins und selbst wenn es dort mal primitivste Organismen gab, so ist das für uns auf der Erde absolut irrelevant. Die Entfernung ist zu groß und die Lebensumstände auf dem Mars absolut Menschenfeindlich. Keine Ahnung warum der Mars als so interessant bleibt.
Wozu ist die Entfernung zu groß und die Lebensumstände zu menschenfeindlich? Es geht nicht darum, da zu siedeln. Es geht darum, eine Antwort auf eine elementare Frage, die die Menschheit seit Anbeginn beschäftigt, zu finden: Was ist unser Platz im Universum? Es ist sehr wohl relevant, ob es auf anderen Himmelskörpern auf der Erde Leben gab oder gibt. Der Mars ist aber nunmal in unserer Nachbarschaft und einfach zu erreichen. Und woher wollen sie wissen, dass es da kein Leben gibt? Haben sie eine entprechende wissenschaftliche Ausbildung? Aber klar, man kann mit dem Geld natürlich auch Banken retten. Die schönen, wunderbaren Banken. Aber sie sagen es ja selbst: Sie haben keine Ahnung.

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varlex 12.05.2018, 11:35
15.

Zitat von mwroer
Tiefseeforschung sei da ein Beispiel.
Naja, ein wichtiger Aspekt hierbei ist, dass paradoxerweise die Erreichbarkeit des Weltraums um einiges leichter ist, als die Tiefsee.

Stichwort Druck, Korrosion und kabelloser Datenaustausch!

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Lord Menial 12.05.2018, 12:35
16. Funkspruch an die Bratpfanne

Zitat von mwroer
Ich finde das 'return of investment' durch die Raumfahrt ist durchaus gegeben wenn man sich die vielen Abfallprodukte von Teflonpfanne bis Mobiltelefon anguckt die heute .......
"in Wahrheit begann die Geschichte des Teflons weit vor dem Beginn der Raumfahrt, .... Der Chemiker Plunkett suchte für ... DuPont nach einem neuen Kältemittel für Kühlschränke. ..."
- https://www.welt.de/geschichte/article131026004/Teflon-begann-seine-Karriere-im-Atombombenbau.html
Auch:
- http://www.deutschlandfunkkultur.de/75-jahre-teflon-siegeszug-einer-zufaelligen-entdeckung.932.de.html?dram:article_id=344524

- http://www.chemie.de/lexikon/Polytetrafluorethylen.html

Welche Verbindung zwischen Mobiltelefonen und Weltraumfahrt bsteht, weiß ich nicht. Der Funkverkehr in der Raumfahrttechnik geht jedenfalls auf Heinrich Hertz zurück:
"H. Hertz (1857-1894) schuf die Basis für drahtlose Telegrafie und Radio. Vor 125 Jahren entdeckte er die elektromagnetischen Wellen."
- https://www.focus.de/wissen/technik/heinrich-hertz-vater-des-radios_aid_683307.html

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permissiveactionlink 12.05.2018, 13:35
17. #9, thomas.kathmann 58

Die Mär von der Teflonpfanne ! Viele industrielle Polymere wurden zuerst im Militärischen Bereich genutzt, nicht in der Raumfahrt. So musste im Rahmen des Manhattan-Projektes Uran-235 angereichert werden. Dies geschieht durch Zentrifugation eines höchst giftigen und korrosiven, sprich reaktionsfreudigen Gases : Uranhexafluorid (UF6). Diesem Gas hält nur Platin und Polytetrafluorethylen (PTFE = Teflon) auf Dauer stand. Allle Rohrleitungen und Ventile in den Zentrifugenanlagen waren damit innen beschichtet. PTFE hat auch sehr gute Eigenschaften als Dielektrikum (Kondensatoren, Koaxialkabel). Nach der Entwicklung des Zentimeterwellen-Magnetrons benötigten die Briten gute Koaxialkabel, um die Sendeenergie von Radargeräten zur Sende/Empfangsantenne zu leiten. Dafür wurde ein anderes Polymer weiterentwickelt : PE = Polyethylen, mit hervorragenden Dielektrischen Eigenschaften. Der Krieg ist der Vater aller Dinge, nicht die Raumfahrt.

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varlex 12.05.2018, 13:43
18.

Zitat von Lord Menial
Welche Verbindung zwischen Mobiltelefonen und Weltraumfahrt bsteht, weiß ich nicht. Der Funkverkehr in der Raumfahrttechnik geht jedenfalls auf Heinrich Hertz zurück: "H. Hertz (1857-1894) schuf die Basis für drahtlose Telegrafie und Radio. Vor 125 Jahren entdeckte er die elektromagnetischen Wellen." - https://www.focus.de/wissen/technik/heinrich-hertz-vater-des-radios_aid_683307.html
Naja, alles was die Kommunikation über Satelliten betrifft, ist natürlich die Raumfahrt anzurechnen. Und die Entdeckung von elektromagnetischen Wellen allein, macht auch noch keinen Mobilfunk.

Ansonsten, Entwicklungen aus der Raumfahrt, die Anwendung in der Industrie sowie im Privatem finden:
- Solarzellen
- Klettverschluss
- satellitengestützte Navigation
- Leichtbaumaterialien (Karbonfasern, Kevlar, Glaskeramiken)
- satellitengestützte Wettervorhersagen
- feuerfeste Materialien
- Radialreifen
- Akkuschrauber
- einige medizinische Verfahren
- auch die Entwicklung der Mikroelektronik wurde durch die Raumfahrt vorangetrieben

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Cugel 12.05.2018, 13:47
19. Hüpfer

Schade, dass nicht erwähnt wird, wie lange das Dröhnchen voraussichtlich warten und Strom tanken muss um dann für wie lange fliegen zu können. Das kleine Solarpaneel auf dem Rotormast scheint ja nicht gerade üppig dimensioniert.

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