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Nationaler Notstand in Kolumbien: Killer-Pilz bedroht Bananen-Exporte
AFP PHOTO / Luis Acosta

Erstmals hat der aggressive Bananen-Pilz TR4 ein Anbaugebiet in Südamerika erreicht. Kolumbien will befallene Plantagen niederbrennen - denn der Schädling ist gegen Pflanzenschutzmittel resistent.

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krautrockfreak 14.08.2019, 20:17
30. Blödsinn, Äpfel, Birnen & Co. kann man monatelang lagern!

Das ist schockierend, wie manche hier ihr Falschwissen verbreiten. Niemand (!) benötigt Bananen! Das wird uns nur eingeredet von einer milliardenschweren Industrie. Also, nicht alles glauben, was einem erzählt wird!

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cave68 14.08.2019, 20:49
31. es gibt

auf youtube Videos über einen gewissen Andreas Pfeifer,der auf seiner parent tree farm in Paraguay abgeholzte,von Desertifikation bedrohte Flächen per Permakultur wieder in ein kleines Paradies verwandelt hat.
Auch er baut dort Mangos,Papayas und eben Bananen an...ohne Spritzmittel.
Auf die Frage,ob er das was er anbaut auch "Bio" nennen könnte sagte er:"Was ist Bio...Bioanbau ist auch,wenn ich Regenwald abholze und dort nach den Biorichtlinien Mandarinen oder Zitronen als Monokultur anbaue"....
Und das ist doch der springende Punkt:Die Konzerne übertreffen sich mit diversen Siegeln ohne jegliche Aussagekraft und die Lösung (oder zumindest die Richtung)wäre doch relativ einfach....man unterstützt die Anlage solcher Parzellen und die Bewirtschaftung durch Permakultur und gibt den Kleinbauern die Chance ihre Ernte an Kooperativen abzugeben.Und eben nicht nur Bananen sondern auch Kakao und sonstige Nahrungsmittel,die bisher in Monokuturen angebaut werden und dessen Anbau bisher mehr Probleme als Nutzen verursacht.
Ich glaube schon,dass der Kunde hier bereit wäre einen höheren Preis zu zahlen obwohl man nicht mal weiss,ob der so viel höher ausfallen würde...die Tonnen von Pestiziden,die ausgebracht werden kosten mit Sicherheit auch nicht wenig.....

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cave68 14.08.2019, 20:53
32.

Zitat von krautrockfreak
Das ist schockierend, wie manche hier ihr Falschwissen verbreiten. Niemand (!) benötigt Bananen! Das wird uns nur eingeredet von einer milliardenschweren Industrie. Also, nicht alles glauben, was einem erzählt wird!
Äpfel ja...Birnen jedoch kaum...
die Frage ist natürlich auch,ob die Lagerung bis Mai nicht mehr Energie benötigt als der Import von der Südhalbkugel.

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egyptwoman 14.08.2019, 21:29
33.

Zitat von juanth
Es gibt viel Obst in Europa, aber nicht im Winter. Wollen Sie wirklich wie vor 130 Jahren Vitaminmangel haben?? Im Winter sind Bananen (und auch andere subtropische/tropische Obstarten) nunmal notwendig.
Nö sind nicht nötig. Warum nicht wie früher Obst einkochen, dann hat man auch was für den Winter, klar taufrisch isses nicht, aber auch eingekochtes Obst hat noch Vitamine genug. Bin in der DDR aufgewachsen und da gabs ja im Sommer schon recht wenig frisches Obst, ausser holzige Kubaorangen und Äpfel oder Birnen. Wenns mal Erdbeeren zb gab, wurde halt eingekocht. Äpfel, Birnen, Pflaumen etc auch. Wir haben es überlebt und ich kann mich nicht erinnern an Vitaminangel gelitten zu haben.

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Kuala Lumpur 64 14.08.2019, 22:25
34. Für viele Leute Grundnahrungsmittel

Zitat von krautrockfreak
Genau, Bananen sind überflüssig und schaden mehr als sie nutzen bzw. es gibt ja keinen "Nutzen", außer dem Geschmack.
Das sieht der übersättigte "Westler" so und für den trifft es auf Grund der momentanen Nahrungsschwemme bei ihm zuhause aktuell auch zu. Global sind Bananen aber tatsächlich unter den Top 10 der pflanzlichen Grundnahrungsmittel und für Hunderte Millionen Menschen etwa in Afrika keineswegs ein Luxus. Das war auch der Grund für die Gründung des World Banana Forum. Hier ein paar Aussagen der FAO:

But in many African countries such as Uganda, Rwanda and Cameroon, per capita consumption exceeds 200 kg of banana (all types including non-Cavendish and plantains). Especially in rural areas in these countries, banana can provide up to 25 percent of the daily calorie intake (FAO sources).
(...)
Discovery of TR4 in northern Mozambique in 2013 has further sparked concern that the disease may also spread to other countries, where bananas represent a lifeline for food security.

Quelle: http://www.fao.org/economic/est/est-commodities/bananas/bananafacts/en/

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juanth 15.08.2019, 13:04
35. Die guten Zeiten,

Zitat von egyptwoman
Nö sind nicht nötig. Warum nicht wie früher Obst einkochen, dann hat man auch was für den Winter, klar taufrisch isses nicht, aber auch eingekochtes Obst hat noch Vitamine genug. Bin in der DDR aufgewachsen und da gabs ja im Sommer schon recht wenig frisches Obst, ausser holzige Kubaorangen und Äpfel oder Birnen. Wenns mal Erdbeeren zb gab, wurde halt eingekocht. Äpfel, Birnen, Pflaumen etc auch. Wir haben es überlebt und ich kann mich nicht erinnern an Vitaminangel gelitten zu haben.
in der DDR war immer alles besser, ich weiss, klar man hatte Zeit zum
Einkochen, hier im Westen haben wir lieber gearbeitet und Obst lieber gekauft.
Egyptwoman: Wer kann noch Einkochen und ist unter 80??
Natuerlich hat man in der DDR ueberlebt, wenn man es als Leben bezeichnen will, ich persoenlich ziehe frische Produkte vor.

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regelaltersrentner 15.08.2019, 16:13
36.

Zitat von cave68
Äpfel ja...Birnen jedoch kaum... die Frage ist natürlich auch,ob die Lagerung bis Mai nicht mehr Energie benötigt als der Import von der Südhalbkugel.
Neuere, komplexere Berechnungen der Klimabilanz (Ökobilanzierung) berücksichtigen zuvor nicht bedachten Faktoren systematisch: So verglich der Agrarwissenschaftler Dr. Michael Blanke von der Uni Bonn die Energiebilanzen deutscher und neuseeländischer Äpfel miteinander. Er berechnete dazu sowohl die Energie, die für den Anbau der Früchte drauf ging, zum Beispiel für Pflanzenschutz und Düngemittel, als auch die, die für den Weg des Apfels bis zum Regal im Supermarkt nötig war: Zum Beispiel, wie viel Strom die Sortiermaschinen verbrauchten.

Wichtig: Blanke machte eine Frühjahrsberechnung – nur zu dieser Jahreszeit habe der Verbraucher die Wahl zwischen beiden, denn nur in dieser Saison lägen in unseren Obstregalen frische Äpfel aus Neuseeland neben deutschen Früchten. Obwohl: Der regionale, in Deutschland angebaute Apfel hatte bis dahin schon Wochen im Lager hinter sich, denn er wurde im Herbst zuvor geerntet.

Nach Berechnung der Energie, die für das Zurücklegen des Weges der Äpfel vom Baum bis zum Laden aufzuwenden ist, ist die Bilanz des einheimischen Apfels allerdings besser: Die23.000 Kilometer, die der neuseeländische Apfel übers Meer geschippert werden muss, sind eine Reise von gut vier Wochen. Das geht zu Lasten der Ökobilanz. Der deutsche Apfel hingegen wird in der Regel nur mal eben schnell in ein Lager nahe des Ernteortes gekarrt – wo er allerdings bis zu fünf Monate liegt.

Nun ist das High-Tech-Lager nicht zu vergleichen mit der Apfelkiste (Kennt die überhaupt noch jemand?) im privaten Keller. Moderne Lagerhallen sind eigentlich riesige Kühlhäuser, die die Äpfel unter Schutzgas und bei einer Temperatur von gerade mal einem Grad Celsius über Null halten. Dafür falle trotzdem nur etwa ein Drittel der Energie an, die der neuseeländische Apfel für den Reiseweg übers Meer nach Antwerpen (Belgien) benötige. Das letzte Stück des Weges aus dem Apfellager beziehungsweise von Antwerpen bis in den Supermarkt, zum Beispiel im Rheinland (wie im Rechenbeispiel von Wissensschaftler Blanke) fahren beide Äpfel mit dem LKW. Der importierte Apfel verbraucht dabei wieder etwas mehr Energie, bilanzierte Michael Blanke.

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_annoyed 21.08.2019, 02:06
37. Markt und Plan

Märkte regeln Angebot und Nachfrage meist sehr effizient. Aber sie sind dabei nur von Gewinnmaximierung gesteuert. Das bedeutet, dass der Staat, oder - in einer globalisierten Wirtschaft - die Staaten wichtige Handlungen und Ziele durch Regeln mit Kosten und Profiten verbinden müssen.

Also z.B.:
- CO²-Ausstoß besteuern
- Arbeit steuerlich entlasten
- Riskante Finanzwetten die ganze Nationen destabilisieren können durch eine Finanztransaktionssteuer dämpfen
- Ausbeutung durch Mindestlöhne verteuern

Es ist aber oft unglaublich mühsam, diese Vorgaben *in einem Land* so zu gestalten, dass sie nicht umgangen werden, sondern wenigstens in etwa zu den Ergebnissen führen, die für die Menschheit notwendig sind.
In weltweiter Zusammenarbeit von hunderten Ländern ist das noch viel schwieriger. Besonders, weil die wirtschaftlich mächtigen Nationen gerne ihr eigenes Süppchen kochen, und ärmere Länder nicht mitreden lassen. Das ist ja die Idee hinter G7, G8 und G20. Die Probleme und Chancen der Welt unter sich zu besprechen, ohne dass die Opfer der Industrienationen, Bangladesch, fast ganz Afrika, dank Klimaerwärmung untergehende Inselstaaten mit ihrem Gejammer die gute Laune schmälern, wie es in der UN-Vollversammlung der Fall wäre.

Hier haben wir ein solches Markt- und Politikversagen. Statt Biodiversität, Kleinplantagen, robusten Züchtungen quadratkilometergroße Monokulturen.

Und wer glaubt, ach, es geht auch ohne Bananen... das ist bei Weizen, Hühnern und Soja ganz genauso.

Eventuell wäre in solchen Bereichen eine Planwirtschaft doch sinnvoller.

Nur... wir haben aktuell zu wenige Lehrer. Und wenn unsere Politiker und Beamten nichteinmal die Zahl von Lehrern planen können, also einer Berufsgruppe, von der man bereits 6 Jahre vorher fast exakt weiß, wieviele gebraucht werden...

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