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Nato-Weltraumstrategie: Säbelrasseln im All
Astrium Gmbh/ DPA

Auf ihrem Außenministertreffen will die Nato auch den Weltraum zum Militärgebiet erklären. Das Bündnis sorgt sich um die verwundbare Satelliten-Infrastruktur - doch ein Schutz vor Angriffen ist kaum möglich.

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auweia 20.11.2019, 16:01
1. SARah-System

Es ist natürlich knalliger, statt von "Beobachtungs"- von "Spionage-" satelliten zu reden.
Davon ab: Das System wurde 2013 geplant und wird 2019, also ca. 7 Jahre später, ins All befördert. Hurra, wir haben mal etwas geschafft. Bloß: Die Zeit von Konzeption über Bau bis Einsatz wäre vielleicht bei einem Panzer oder Flugzeug mit einer Nutzungsdauer von ca. 40 Jahren ok (Die Chinesen und Russen sind auch hier schneller). Aber bei einem Hightech-Produkt mit deutlich kürzerer Halbwertszeit....?

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quark4@mailinator.com 20.11.2019, 17:05
2.

Und ich dachte, es gäbe einen Vertrag, der die Stationierung von Waffen im All verbietet. Aber der menschliche Wahnsinn kennt eine Begrenzung nur in der Umsetzbarkeit, nicht in der Vernunft.

Das Ganze endet vermutlich darin, daß der ganze erdnahe Bereich voller kleiner Geschosse ist. Einfach super. Statt das man das Geld für die Menschen ausgibt ...

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markx01 20.11.2019, 18:52
3. Ihr Weltbild ist in der Hinsicht

Zitat von quark4@mailinator.com
Und ich dachte, es gäbe einen Vertrag, der die Stationierung von Waffen im All verbietet. Aber der menschliche Wahnsinn kennt eine Begrenzung nur in der Umsetzbarkeit, nicht in der Vernunft. Das Ganze endet vermutlich darin, daß der ganze erdnahe Bereich voller kleiner Geschosse ist. Einfach super. Statt das man das Geld für die Menschen ausgibt ...
zu einseitig. Man muss hier einfach mal die Vorteile solche Vorhaben sehen. Was das für wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt bedeutet, verstehen wahrscheinlich nur ganz wenige Menschen auf der Welt.

Es gibt auch im Weltraum Terrorismus. Genannt: "little green man". Davor muss man sich schon schützen. Weltraumschrott, hervorgerufen durch hypernervöse Zeigefinger des "Feindes", ist ein weiterer Punkt.

Und letztlich gibt es auch noch Hollywood und Langeweile.

Gruß

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Pfaffenwinkel 20.11.2019, 19:47
4. Schöne neue Welt

So lange es auf unserer Erde noch Kriege geben wird (ein Ende ist derzeit nicht in Sicht), sollte man sich nicht den Kopf über Kriege im Weltall zerbrechen.

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bissig 20.11.2019, 20:16
5. Wenn die wirklich anfangen,

da oben Satelliten zu zerstören, dann kommt keiner mehr so einfach von dem Felsbrocken runter. Seit die Chinesen damals den Satelliten zerstört haben, ist die Menge an Weltraumschrott erheblich gestiegen - und damit für alle, die da durch müssen, die Gefahr gewachsen, von einem Teil getroffen zu werden.

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varlex 21.11.2019, 11:17
6.

Zitat von quark4@mailinator.com
Und ich dachte, es gäbe einen Vertrag, der die Stationierung von Waffen im All verbietet. Aber der menschliche Wahnsinn kennt eine Begrenzung nur in der Umsetzbarkeit, nicht in der Vernunft. Das Ganze endet vermutlich darin, daß der ganze erdnahe Bereich voller kleiner Geschosse ist. Einfach super. Statt das man das Geld für die Menschen ausgibt ...
Artikel nicht gelesen.

Dann müsste man nicht "denken", sondern könnte wissen.

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varlex 21.11.2019, 11:25
7.

Zitat von auweia
Es ist natürlich knalliger, statt von "Beobachtungs"- von "Spionage-" satelliten zu reden. Davon ab: Das System wurde 2013 geplant und wird 2019, also ca. 7 Jahre später, ins All befördert. Hurra, wir haben mal etwas geschafft. Bloß: Die Zeit von Konzeption über Bau bis Einsatz wäre vielleicht bei einem Panzer oder Flugzeug mit einer Nutzungsdauer von ca. 40 Jahren ok (Die Chinesen und Russen sind auch hier schneller). Aber bei einem Hightech-Produkt mit deutlich kürzerer Halbwertszeit....?
Naja, ich denke 7 Jahre für solch ein Projekt ist in Ordnung.
Ich habe jetzt leider keine durchschnittliche Projektdauer für entsprechende ähnliche Projekte gefunden.

Allerdings gibt es von der DGLR eine Studie, die die Entwicklungszeit von Kleinssatelliten mit 34 Monaten (Projektstart-Umlaufbahn) beziffert, also fast 3 Jahre.

https://www.dglr.de/publikationen/2016/420269.pdf

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quark4@mailinator.com 21.11.2019, 14:06
8.

Zitat von markx01
zu einseitig. Man muss hier einfach mal die Vorteile solche Vorhaben sehen. Was das für wirtschaftlichen und technologischen Fortschritt bedeutet, verstehen wahrscheinlich nur ganz wenige Menschen auf der Welt. Es gibt auch im Weltraum Terrorismus. Genannt: "little green man". Davor muss man sich schon schützen. Weltraumschrott, hervorgerufen durch hypernervöse Zeigefinger des "Feindes", ist ein weiterer Punkt. Und letztlich gibt es auch noch Hollywood und Langeweile. Gruß
Beiträge hier sind zwangsweise einseitig, weil man nur wenige Worte hat und solche Themen ganze Bücher füllen könnten. Aber mir geht es hier um ein konkretes Problem. Seit etwa 1960 gibt es die nukleare Abschreckung und auch wenn sie nicht verhindert, daß es kleinere Kriege, Wirtschaftskriege und Bürgerkriege gibt, so verhindert sie bisher den nächsten ganz großen Wahnsinn. Ein oft übersehenes Teilelement dieser Sache ist die Reaktionszeit von 20 Minuten. Diese Zeit erlaubt es, sich sicher zu sein, daß ein Gegenschlag wirklich nötig ist. Sie sorgt auch dafür, daß jeder Erstschlag einen Zweitschlag zur Folge hat. In den letzten Jahren geht die Entwicklung nun dahin, diese Balance zu zerstören. Egal ob man Raketenschilde installiert, oder Hyperschallwaffen entwickelt, oder eben im Weltall versucht, die balistischen Sprengköpfe abzufangen ... es läuft darauf hinaus, daß irgendwann jemand feststellt, daß er jetzt den Knopf vorbeugend drücken muß, weil es sonst zu spät sein könnte. Für mich ausreichend, um maximal dagegen zu sein. Für mich auch eine offensichtlichere und größere Bedrohung als Klimawandel oder Gentechnik.

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quark4@mailinator.com 21.11.2019, 14:07
9.

Zitat von varlex
Artikel nicht gelesen. Dann müsste man nicht "denken", sondern könnte wissen.
Ich habe den Artikel gelesen und Ihr Kommentar ist nicht hilfreich.

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