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Hilmar Schmundt / DER SPIEGEL

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mborevi 11.05.2019, 10:11
1. Wir entkommen ...

... diesem "Zuschauereffekt" sehr einfach: Indem wir die Parteien wählen, die für den Ausweg stehen. Und mal was tun.

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zylmann 11.05.2019, 10:47
2. Bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt

wurde zur Anamnese die Frage gestellt, wann warst Du das letzte Mal im Schweinestall.
3 mal raten warum.

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quark2@mailinator.com 11.05.2019, 12:12
3.

Man führe einfach das schweizer Demokratiemodell ein und wenn die Menschen das Gefühl bekommen, tatsächlich mitreden zu dürfen, dann sind sie auch eher bereit, ihren Teil beizutragen. Wenn man bei Wahlen für/gegen konkrete Dinge stimmen dürfte, bz.w wenn man konktete Einzelpersonen als Abgeordnete wählen könnte, wobei bei jeder Abstimmung zu sehen ist, wer wie abgestimmt hat ... Egal wie, nur eben nicht diese abstruse Fraktionsdisziplin und keine Verantwortung der Abgeordneten für das, was wie verursachen, keine Verpflichtung, die Wahlversprechen einzuhalten ... Auch die Parteienfinanzierung gehört geändert, so daß es leichter ist, mit neuen Parteien tatsächlich Fuß zu fassen. Firmen und Superreiche sollten in ihrem Einfluß über die Finanzierung massiv behindert werden. Es darf nicht sein, daß Parteien, die Politik für die wenigen Vermögenden machen es leichter haben an Geld zu kommen als Parteien, die für ärmere Menschen Politik machen. Genauso der Zugang zu den Massenmedien. Es ist ein Skandal, daß die Medien einzelnen reichen Familien gehören, die davon abhängig sind, das Firmen bei ihnen Reklame buchen - Firmen, die wieder ungewöhnlich begüterten Menschen gehören. Das ganze Modell fällt auseinander, egal an welcher Stelle man es anfaßt.

Also nochmal: Gebt den Menschen realen Einfluß auf die Politik und sie werden Interesse zeigen und mitmachen.

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didih432 11.05.2019, 15:25
4. Soziialkompetenz

Nennt man das uebkicherweise. Man kann sie einheben - wenn sie wirklich wichtig erscheint.
Bislang reichts aber nur zum jammern. Bei jeder Gelegenheit, wo sie schmerzlich fehlt.
Eine Übung zB: beim ersten Impuls, sich abwenden zu müssen, sofort jemand anwesenden - bekannt oder wenigstens nicht unsympathisch - ansprechen und zum Mitmachen auffordern.
Solche Programme gehören in Kita und Schule.

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ruhepuls 11.05.2019, 16:08
5. "Nichtwirksamkeit" des Einzelnen...

Es gibt Bereiche, da "spürt" man, dass man selbst etwas bewegt oder erreicht. Es gibt andere Bereiche, da ist die Wirkung eigenen Verhaltens nicht spürbar/wahrnehmbar. Man kann sie allenfalls theoretisch vermuten oder glauben. Wenn ich kein Fleisch mehr esse, nicht mehr in Urlaub fliege und statt Auto nur noch Rad fahre, ist morgen die Welt keinen (spürbaren) Deut besser. Aber ich schaue dabei zu, wie die anderen Spaß haben...
Da man als Einzelner, ja selbst als "deutsches Volk" einen nur äußerst marginalen Einfluss auf globale Entwicklungen hat, ist die "Nichtwirksamkeit des Einzelnen" bei solchen Themen besonders deutlich. Daher ziehen die meisten es vor, zu klagen, aber nichts zu ändern.

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ruhepuls 11.05.2019, 16:12
6. Und was kam dabei raus?

Zitat von quark2@mailinator.com
Man führe einfach das schweizer Demokratiemodell ein und wenn die Menschen das Gefühl bekommen, tatsächlich mitreden zu dürfen, dann sind sie auch eher bereit, ihren Teil beizutragen. Wenn man bei Wahlen für/gegen konkrete Dinge stimmen dürfte, bz.w wenn man konktete Einzelpersonen als Abgeordnete wählen könnte, wobei bei jeder Abstimmung zu sehen ist, wer wie abgestimmt hat ... Egal wie, nur eben nicht diese abstruse Fraktionsdisziplin und keine Verantwortung der Abgeordneten für das, was wie verursachen, keine Verpflichtung, die Wahlversprechen einzuhalten ... Auch die Parteienfinanzierung gehört geändert, so daß es leichter ist, mit neuen Parteien tatsächlich Fuß zu fassen. Firmen und Superreiche sollten in ihrem Einfluß über die Finanzierung massiv behindert werden. Es darf nicht sein, daß Parteien, die Politik für die wenigen Vermögenden machen es leichter haben an Geld zu kommen als Parteien, die für ärmere Menschen Politik machen. Genauso der Zugang zu den Massenmedien. Es ist ein Skandal, daß die Medien einzelnen reichen Familien gehören, die davon abhängig sind, das Firmen bei ihnen Reklame buchen - Firmen, die wieder ungewöhnlich begüterten Menschen gehören. Das ganze Modell fällt auseinander, egal an welcher Stelle man es anfaßt. Also nochmal: Gebt den Menschen realen Einfluß auf die Politik und sie werden Interesse zeigen und mitmachen.
Schaut man sich die letzten "Schweizer Bürgerentscheide" oder den Brexit an, dann fragt sich, ob man diese Bürgerbeteiligung wirklich haben will. Der Souverän ist meist nicht klüger als seine Ratgeber - und den meisten sind kurzfristige Effekte (oder "Nicht-Effekte") nun mal wichtiger als langfristige.

Bei den genannten globalen Themen kommt es auch nicht darauf an, was wir Deutschen tun, sondern was die Welt tut. Und die hat derzeit offensichtlich andere Prioritäten.

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herjemine 11.05.2019, 16:18
7. Zu kurz gedacht

Zitat von quark2@mailinator.com
Man führe einfach das schweizer Demokratiemodell ein und wenn die Menschen das Gefühl bekommen, tatsächlich mitreden zu dürfen, dann sind sie auch eher bereit, ihren Teil beizutragen.[…].
Nun ist die Schweiz aber seit etwa 700 Jahren ein Multikultistaat: Vier verschiedene Sprachen und Kulturen formten einen Staat. Dazu musste eine Konsenskultur entwickelt werden. In Deutschland haben Sie jedoch eine Konfrontationskultur. Sie würden sich in Volksentscheiden gegenseitig zerfleischen und ins nächste Desaster kippen.

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larsmach 11.05.2019, 16:26
8. 112 wählen!? - Fehlanzeige in der Welt der Feiglinge!

Minutenlang tritt ein aggressiver Einzeltäter auf einen Deutsch-Marokkaner ein, der am Boden liegt - mitten in einer großen ostdeutschen Stadt, direkt neben hochfrequentierten Straßenbahnhaltestellen. In einer vollen Bahn hatte derselbe Täter einem Mädchen unvermittelt ins Gesicht geschlagen: Bruch des Nasenbeins und der Augenhöhle! Der blutende Teenager taumelt zur Tür, während der o.g. Deutsch-Marokkaner mit dem Täter ein Wortgefecht beginnt. Einer der deutschen Fahrgäste droht dem Mädchen mit "Anzeige wegen Sachbeschädigung", als deren Blutstropfen sein Hosenbein treffen. Draußen dann die Attacke auf den einzigen Helfer... bis endlich eine weitere Bahn eintrifft, in der zufällig (!) ein Polizist privat und in zivil sitzt und Verstärkung ruft. - Wenig später der übliche Tumult in BILD, auf Twitter usw.: Maulhelden drohen mit Konjunktiven: Was sie alles getan "hätten", was man tun "müsste", und was alles sein "sollte"... und natürlich viel aus der "nationaldeutschen" Ecke (der Täter war Syrer), wo man großzügig über die Feigheit des Publikums hinweggeht, nicht einmal den Notruf zu wählen! Die Wahrheit ist bitter. Ich selbst habe leider ein paar Mal in meinem Leben den Notruf wählen müssen wegen audibler häuslicher Gewalt aus einer Wohnung oder Konflikten auf der Straße, die mit Knüppeln oder mit Schusswaffen ausgetragen wurden usw.. Nach einem Zwischenfall in einem Nahverkehrszug stellte sich heraus, dass nicht einmal die angegriffene Zugbegleiterin irgendeinen Notruf abgesetzt hatte. Muss erst jemand dabei sein, dessen früherer/aktueller beruflicher Hintergrund (hier: Truppendienst-Offizier) genug "Mut" (!??) hervorbringt, so ein lächerliches Kunststück zu vollbringen!? Ja, es stimmt: Man hat danach manchmal "Umstände". Man wird zu Gerichtsverfahren als Zeuge geladen oder schaut sich bei der Polizei Gesichter an. Doch wer nicht einmal den "Mut" aufbringt einzuschreiten, wenn andere in Not sind, soll gefälligst auf große Sprüche (vor allem in "sozialen Medien") verzichten, wo allein die Zahl der anonymen Postings für sich spricht und mehr über ein Volk aussagt als viele Statistiken.

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Koana 11.05.2019, 16:27
9. Jeder gesunde Mensch...

... ist, so er dies wirklich möchte, in der Lage sich dem Gruppendruck zu entziehen. Es will nur kaum ein Mensch, die Gruppe allerdings, sie ist ein gefügiges Kollektiv, das sich von Psychopathen führen lässt.
Diese Realität kann jeder leugnen, sie kann wohl kaum empirisch bewiesen werden, sie bleibt ein subjektives Urteil über uns Menschen. (Krieg und Elend basieren aber sicher nicht auf dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe.)
Die Wenigen die sich dem Gruppendruck entziehen, sofern sie nicht zur Klasse der Psychopathen zählen, das Kollektiv schlicht als ihr Werkzeug nutzen, man kann wohl sagen die Normalen, leben einsam und ohne jede multiplikative Wirkung, da sie keinerlei Anspruch haben, anderen Menschen ihren Willen aufzudrängen.

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