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Negative Emissionen: Britische Verbrennungsanlage holt erstmals C02 aus der Luft
REUTERS

Um die Klimaziele zu erreichen, muss die CO2-Menge in der Atmosphäre sinken. Nun läuft in Großbritannien eine Verbrennungsanlage, die Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre holen soll.

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kfvk-07 09.02.2019, 12:45
1. Münchhausen lässt grüßen

Da entzieht man der Atmosphäre etwas, was überhaupt nicht darin ist, denn das CO2 ist ja bereits sicher im Holz gespeichert bis der Baum gefällt und verbrannt wird. Und wie sieht es mit den Schiffen aus, die das Holz aus Amerika bringen? Oder mit den LKWs, die es zur Verbrennungsanlage fahren? Die emittieren fleißig CO2.
Irgendwie scheint mir diese Erfindung in die närrische Jahreszeit zu passen, aber weniger ein vernünftiger Ansatz zur Rettung des Weltklimas zu sein. Und was passiert überhaupt mit dem CO2? Es darf wohl ruhig weiter geforscht werden.

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kaoa 09.02.2019, 12:48
2. Schon witzig

1 Tonne pro Tag CO2 aus der Atmosphäre holen und dann aber Holzabfälle aus den USA nach England verschiffen mit all seinen negativen Effekten. Schiffe produzieren mehr Schadstoffe und CO2 als alle anderen Verkehrsmittel zusammen.
Ich schätze, die CO2 Bilanz ist daher sehr negativ.

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lurchianer 09.02.2019, 13:00
3.

Und was passiert mit dem CO2? Das klärt der Artikel nicht. Das ist im Grunde nix. Sinnvoller ist die Herstellung von Synthese Kraftstoffen aus CO2 ... solche Anlagen gibts hier in Deutschland und die nutzen das CO2 direkt.

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pbre330222 09.02.2019, 13:16
4. vorschlag

man koennte das Co2 dann in den Wald leiten.Dort wuerde es dann zu gesteigertem Pflanzenwachstum fuehren.
Man sieht was die Klimadiskussion schon angerichtet hat, Menschenverstand wird scheinbar vorsaetzlich eliminiert. Naturgesetze werden gestrichen, Schueler brauchen keine Bildung mehr , muessen nur die Phrasen nachplappern und wenn sie dann mal erwachsen sind, finden sie einen Job als Umweltexperten oder .... ( kritik am Regime habe ich mir mal verkniffen-wegen der Zensur

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nerohatgeschludert 09.02.2019, 13:30
5. Nur so eine Idee

Warum werden keine alten Bergwerkstollen mit Biomasse gefüllt? Das wäre doch einfach und effektiv. Man bräuchte nur schnellwachsende Pflanzen trocknen lassen und vor Feuchtigkeit geschützt tief in der Erde lagern, damit es nicht verrotten kann. Das ist sicher technisch machbar. Soweit ich weiß wächst Bambus am schnellsten. Hier in Europa könnte man den genügsamen Hanf verwenden. Hanf erzeugt, verglichen mit schnellwachsenden Bäumen, viermal mehr Biomasse.

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AndyH 09.02.2019, 13:33
6. Klar,

was kann deren business case sein, wo sich lohnt dünne Energieträger wie Holz über 5000 km transportieren zu lassen? Dann muss man noch den CO2 am Ende loswerden. Auch die Transportkosten inkl. freigesetzte CO2 sind unklar.
Klar - Subventionen abgreifen. Das ist eine kranke Schwachsinn um CO2 Zertifikate zu generieren und verhöckern an denen die sinnvolle Arbeit machen.

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markus333 09.02.2019, 14:52
7. Perpetuum mobile

Dieser Artikel ist wieder ein Beweis, dass der Spiegel einen hochkarätigen wissenschaftlichen Beirat bräuchte. Diese CO2-Abscheidungsideen entsprechen einem chemischen Perpetuum mobile, zwar für die meisten nicht so leicht zu durchschauen, aber trotzdem verletzt das grundlegende Naturgesetze. Letztlich muss man mehr Energie aufwenden, wie das Einsparen der Kohle gebracht hätte. Diese Amine sind nur sehr (energie)aufwendig zu synthetisieren und brauchen zur Regeneration Unmengen an Energie und Rohstoffe. Wirklich: Die Bilanz geht niemals auf. Damit ist die Geschichte in die Kategorie "Fake News" einzuordnen, genauso wie die regelmäßigen Erfolgsmeldungen, dass man Wasser statt Benzin in den Tank schütten könnte und diese Erfindungen nur von der Ölindustrie unterdrückt werden würden.
Warum werden solche Projekte auch in Deutschland überhaupt durchgeführt, wenn doch jeder Erstsemester-Student das als Fake entlarven könnte? Das wird natürlich von der massiv unter Druck stehenden Kohleindustrie (mit Unterstützung von industriefreundlichen Ministern) gefördert, die so einen schnellen Kohleausstieg verhindern möchten. Gleiche Masche wie die Tabak-, Alkohol- und Zuckerindustrie oder wie gerade kürzlich zur Feinstaub- oder NOx-Debatte. Da hätte ich mir von SPON schon ein bisschen mehr Hintergrundrecherche erwartet.

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Patrik74 09.02.2019, 16:42
8. Schwachsinn

Die Anlage verbrennt also Bäume und speichert das so erzeugte CO2. Im Ergebnis gibt es also weniger Bäume und gleich viel CO2. Großartige Leistung...

Wenn man jetzt noch den CO2-Ausstoß berücksichtigt, der für den Transport der Bäume zur Anlage anfällt, dann ist das nicht nur bekloppt, sondern kontraproduktiv. Aber wahrscheinlich kann man Subventionen dafür abgreifen...

Wenn man CO2 in Bäumen speichern will, gibt es einen viel einfacheren Weg: Bäume pflanzen. Das ist nämlich das einzige, das auch bei diesem Mumpitz zu einer positiven Bilanz führt.

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permissiveactionlink 09.02.2019, 18:26
9. #5, nerohatgeschludert

In der Tat, so könnte man das machen. Die Einlagerung müsste allerdings unter Luftabschluss erfolgen, da der Abbau, der verhindert werden soll, auf Sauerstoff angewiesen ist. Feuchtigkeit ist weniger ein Problem (Torfentstehung in Mooren). Auf diese Art könnte man den der Erde geraubten Kohlenstoff wieder an sie zurückgeben und der Atmosphäre dauerhaft entziehen. Das Material muss aber natürlich unverbrannt vergraben werden, also mitsamt der gebundenen Energie. Und das dürfte sehr schmerzen, da diese doch einen gewaltigen Verkaufswert hat. Ich persönlich ziehe es übrigens auch vor, Hanf zu verbrennen (am liebsten zum Joint gerollt), und nicht zu vergraben ;-).

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