Forum: Wissenschaft
Netzausbau: Gigabatterien sollen Stromnetz entlasten
Liam West / Lightly Salted

Neue Stromtrassen sind unbeliebt, deshalb soll das vorhandene Netz möglichst viel Energie transportieren. Die Betreiber wollen dazu milliardenteure Riesenbatterien erproben. Für die Versorgungssicherheit wäre das ein Paradigmenwechsel.

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hps 11.02.2019, 17:34
240. Langfristiger zu Denken ist klüger und billiger

Dies ist eine teure und leider sehr kurz wirkende Lösung.
Sie ist bestens als Teillösung mit zu betrachten.
Denn die in zwei-drei bis Jahren beginnende E-Auto
Mobilisierung stellt das als bei Weitem zu kurz gedacht
wieder sehr in Frage.

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tatsache2011 11.02.2019, 17:55
241. Belastung der privaten Haushalte statt Industrie

Zitat von Flari
Warum immer wieder diese die Verbreitung dieser Fake News? Der Anteil des privaten Verbrauchs am Nettoinlandsverbrauch lag in den letzten Jahren immer um 25% und nicht bei 19%. Nur unter dieser Voraussetzung und dass ALLE privaten Verbraucher auch die volle EEG-Umlage bezahlt hätten, hätten sie die 36% an dem EEG-Umlageaufkommen bezahlt. Nicht berücksicht ist dabei, dass z.B. private PV-Betreiber für Ihren Eigenverbrauch völlig von der EEG-Umlage befreit sind.
Die Aufteilung der Finanzierung der EEG-Umlage ist hier dargestellt:
https://www.bdew.de/presse/weitere-p...g-umlage-2017/

Haben Sie einen Beleg für 25% privater Anteil am Stromverbrauch?
19,2% habe ich für das Jahr 2015 gefunden.

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tempus fugit 11.02.2019, 18:11
242. Ne, nur mal wieder....

Zitat von liberaleroekonom
Dass die relativ hohen Redispatch-Kosten vorallem auf die erneuerbaren Energien zurückzuführen sind, ist allgemein bekannt. Wenn ich jetzt also 1,4 Milliarden Euro durch ca. 45 Millionen Stromkunden in Deutschland teile, komme ich auf ca. 30 Euro järhrlich, oder 2,50 Euro monatlich. Eine Kugel Premiumeis kann heute durchaus soviel kosten. Jetzt verstehe ich endlich Herr Trittin, der einmal sinngemäß sagte, dass die Energiewende jeden Haushalt nur den Preis einer Kugel Eis kosten würde.
...EVU- und Netzbetreiberdialektik, das mit dem Redispatchen...

Was kostete denn - jährlich - z.B. das 'Redispatchen' zwischen den 4 Netzfürstentümern (gleichlautend mit den 4 EVU-Fürstentümern...) die bis vor wenigen Jahren noch eifrig gegeneinander - in Deutschland! - abregelten?

Mit justiziablen Drohungen musste dann - die übrigens mehr als zahnlose BundesNetz-Agentur die EVU dazu zwingen, einmal sich beim Netzbetrieb zu konzertieren und zum anderen zumindest wirtschaftl. eine Trennung der EVU von ihren Netzbetreiberstatus.

Wenn aber der Otto N. bzw. Lieschen M. mit der EEG-Förderung noch den Börsenstrom bzw. das Eisschlecken der sogenannten Grossabnehmer subventionieren muss (siehe Umwälzverfahren von Schwarz-Geld eingeführt...) und weniger als 50% der Förderung bei den zu Fördernden ankommt,
dann ist was faul im Staate Deutschland.

Z.B. dass PV-Stromhersteller selbst die
EEG-Förderung zu blechen haben während
der Strom für die elektrischen Riesenbagger
in den Braunkohlelöchern weitestgehend von
allem befreit sind - von Netzkosten, von EEG, von von von...
Ne, der Trittin hat das schon richtig gemacht,
damals mit dem 12§§-EEG, als Juniorpartgner zusammen mit der SPD.
Was schwarz-Geld dann so ab 2010 draus gemacht hat, ein Abschöpfsumpf mit mehr als
300 §§, mögen Sie sich selbst vorstellen.

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ludwigraible 11.02.2019, 18:12
243. Ich kenne kein Land

in dem man die an einem Ende benötigte (elektrische) Energie am anderen Ende erzeugt ohne adäquate Transportmöglichkeiten zu haben oder in ausreichender Menge, Zeit und zu akzeptablen Kosten verfügbar machen zu können. Nehmt die Milliarde und baut statt Batterie einen Nuklearblock im S. Der bringt seine MW das ganze Jahr, 40 Jahre lang und CO2-frei.

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apfelmännchen 11.02.2019, 18:16
244. Wie oft wollen die Stromverbraucher noch hinters Licht führen?

Zitat von tatsache2011
Die Aufteilung der Finanzierung der EEG-Umlage ist hier dargestellt: https://www.bdew.de/presse/weitere-p...g-umlage-2017/ Haben Sie einen Beleg für 25% privater Anteil am Stromverbrauch? 19,2% habe ich für das Jahr 2015 gefunden.
Die stromverbrauchende Industrie hat schon bei Beginn des unsäglichen EEG vor vielen Jahren angekündigt, dass sie die EEG-Umlage nicht bezahlen kann und wird - sogar ihr Oberguru J.Trittin hatte damals schon begriffen, dass der Versuch, die EEG-Umlage von stromverbrauchenden Industrien zu kassieren, nicht zu Mehreinnahmen, sondern zur Standortverlagerung führen muss.

Merke: die 25Mrd entstehen auch bei der Industrie nicht aus dem Nichts - sie verschwinden nur durch die ineffektive und teure Stromerzeugung mit EE im Nichts.

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Ökofred 11.02.2019, 18:20
245. keine Panik

Zitat von mantrid
Das die Angabe 500 MW für eine Batterie völlig nichtssagend ist, weil MW eine Einheit für elektische Leistung ist, aber nicht für elektrische Arbeit (das wäre z.B. 500 MWh) wurde hier schon kritisiert. Wenn der Batteriespiecher z.B. 5 Stunden lang 500 MW liefern soll, müssen 2.500 MWh gespeichert werden. Wie viele Ladezyklen soll das Ding aushalten? Eine herkömmliche Lithium-Batterie hält um die 1.000 Zyklen. Bei täglichen einmaligen Volleinzsatz müsste ein derartiger Speicher nach nicht einmal drei Jahren komplett erneuert werden. Dann könnte es deutlich billiger werden, den Strom in Wasserstoff zu wandeln, der unbegrenzt speicherfähig ist und dann mittels Brennstoffzelle wieder Strom zu gewinnen.
So wie das aussieht ist das System nur für wenige Ladezykklen geplant. Die Batterien haben die Aufgabe, im NOTFALL (bei Versagen einer Trasse) die Netzkapazität der verbleibenden Trassen kurzfristig zu erhöhen, bis andere Kraftwerke hochgelaufen sind. Das soll nicht alle 5 Tage vorkommen. Ist hier an anderer Stelle erklärt worden, aber kann ja keiner 100derte von Posts lesen.

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tatsache2011 11.02.2019, 18:25
246. Blackout

Zitat von thomas234
jetzt wird also auch hier endlich mal zugegeben, was technisch versierte Fachleute schon immer gesagt haben: Die Gefahr eines flächendeckenden Blackouts steigt (mit -was hier nur zwischen den Zeilen steht- zunehmendem Anteil der "Erneuerbaren") . Warum das so ist, können die wenig technikaffinen Ideologen ja mal googlen....
Also ich habe gegoogelt und fand zum Blackout:
"Nachdem es im Juni 2007 zu einem Brand der Transformatoren – außerhalb des Sicherheitsbereichs – gekommen war, wurde der Reaktor bis 2009 abgeschaltet.

Nach dem Wiederanfahren der Anlage im Juni 2009 kam es allerdings innerhalb weniger Wochen zu weiteren Zwischenfällen, bis hin zu einer Reaktorschnellabschaltung am 4. Juli.
Das führte zu einem Teil-Blackout in Hamburg"

https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article145607671/Pannenmeiler-soll-vom-Erdboden-verschwinden.html

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ghdstz 11.02.2019, 18:28
247. "Grüne überwintern ..."

"Grüne überwintern im Finsteren mit kaltem Hintern !", das war jahrzehntelang das ständige Credo der traditionellen Energie-Ideologen, die sich funktionierende Alternativen zur fossilen und nuklearen Stroerzeugung absolut nicht vorstellen konnten und stets wahre Schreckensszenarien heraufbeschworen haben. Heute hat auch so ziemlich der letzte Dorftrottel mitbekommen dass es doch auch anders geht, und dass man sehr wohl die Atomkraftwerke in einem überschaubaren Zeitraum ausrangieren kann ohne dass es überall dunkel wird. Die Ideologen hätten sich auch nie und nimmer vorstellen können dass hierzulande mal 40% der Elektrizität aus regenerativen Quellen kommen würden - heute haben wir das erreicht. Die berühmte Dunkelflaute ist bisher ausgeblieben, auch weil die Systeme flexibler geworden sind. Sogar entsprechend modifizierte Kohlekraftwerke können nunmehr besser geregelt werden, das Grundlastdogma gilt nicht mehr so absolut wie früher. Trotzdem ist es richtig, es muss noch deutlich mehr im Bereich der Speicherung getan werden - besonders seitdem klar wurde, dass oft ländliche Kleingeister den erforderlichen Netzausbau blockieren. Ob hierfür wenige aber gigantische Netzbooster das beste Mittel sind kann natürlich hinterfragt werden - vielleicht wäre es wirtschaftlich sinnvoller, mit vielen kleineren Speichersystemen direkt an den Windkraft- oder Photovoltaikanlagen, an Netzknoten sowie in den Bedarfsregionen zu arbeiten. In diesen dezentralen Speichern könnte man auch noch gebrauchte Batterien weiterverwenden, die für den Betrieb in Elektroautos schon zu stark "ausgelutscht" sind ...

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tatsache2011 11.02.2019, 18:37
248.

Zitat von tempus fugit
..... Z.B. dass PV-Stromhersteller selbst die EEG-Förderung zu blechen haben ---
Das gilt nicht für private PV-Betreiber unter 10 kW.

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karl-felix 11.02.2019, 18:41
249. Ich

Zitat von Hans-Dampf
Unterm Strich entnehme ich der Meldung: der Strompreis wird steigen, und zwar nicht unerheblich. Solche Akkumulatoren kosten viel Geld, sehr viel Geld in besagter Größenordnung und das Geld wollen die Energieversorger wieder hereinholen. Abgesehen davon, müssen diese ja auch noch die Einnahmen des fehlenden Kernkraft-Stroms kompensieren und diese Kraftwerke auch noch zurückbauen. Und dann wird auch der Preis fürs Aufladen den Elektroautos wieder diskutiert werden.
hatte nicht den Eindruck. Ich entnahm dem Artikel, dass die Batteriespeicher deutlich
preiswerter sind als Pumpspeicher.
Mit den Folgekosten des Atomstromes haben Sie recht. Das ist ein Appendix der deutschen Wirtschaftsgeschichte mit enormen Folgekosten . Die dümmste, gefährlichste und teuerste Art Strom zu erzeugen ,die sich je ein Mensch ausdachte.
Das kostet - eine Jahrhundertaufgabe die Dinger zurückzubauen und eine Jahrtausendaufgabe auf den Müll aufzupassen . Irre, was da eine einzige Generation angerichtet hat. Milliarden an Folgekosten ohne eine einzige verkaufbare kWh Strom mehr.

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