Forum: Wissenschaft
Neue Datenauswertung: Trinkwasserpreise teils massiv gestiegen
DPA

Wasser aus dem Wasserhahn wird in weiten Teilen Deutschlands immer teurer. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Grünen. Doch warum variiert der Preis so stark zwischen den Bundesländern?

Seite 10 von 15
af17555 11.05.2018, 10:48
90.

Zitat von echoanswer
der unsäglichen Bauernmafia das Handwerk zu legen und jeden Bauern saftige Strafen aufzubrummen, der überdüngt bzw. Gülle in Massen produziert. Niemand braucht so viel Fleisch wie wir herstellen, billig verramschen, wegwerfen und uns damit krank machen. Der Handel gehört auch zu den Handlangern der Bauermafia. Man merkt es im Moment daran, dass es in der Lebensmittelwerbung zur Zeit nur ein Thema gibt: Unmassen an Fleisch zu grillen. Ein Außenstehender könnte meinen, dass der Deutsche nur noch Grillen als Lebensinhalt hat. Bei vielen liegt er nicht so falsch. PS: ich bein kein Veganer oder Vegetarier.
Selten so einen Unsinn gelesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tpro 11.05.2018, 10:51
91.

Zitat von zensurgegner2017
Erschreckend, wieviele Foristen ohne nachzudenken das Argument des kostentreibenden Wassersparen glauben Ist denn selber Rechnen und Denken so schwer? Was ist wohl billiger: Eine 10 Mann Truppe zu beschäftigen, die total ausreicht, um ganz Stuttgarts Kanalisation einmal im Jahr durchzuspülen? (und dabei auch noch x automatische Systeme zu installieren) oder: Dank Wassersparen den Leitungsquerschnitt runter fahren zu können, was sowohl beim Bau als auch beim erschließen neuer Felder als auch bei Sanierung viel Geld spart Ganz zu schweigen, dass auch gerade in BAWÜ die zugeführte Wassermenge aus dem Bodenseeeraum geringer ausfallen kann, dass widerum Skaliereffekte... Das Argument des spülens ist vor allem ein Totschlagargument für die Betreiber, da damit verschleiert werden kann, dass Fehlplanungen und mangelnder technischer Fortschritt schuld ist Was ist wohl teuerer: Ableser,die eine halbe Million Wasserzähler in einer Großstadt ablesen, oder die automatische Erfassung der Stände durch Uhren, die beim eh alle paar Jahre stattfindenden Austausch eingesetzt werden? DORT sitzt mehr Einsparpotential , aber sowas wäre ja modern, nix für Analogistan
"...die automatische Erfassung der Stände durch Uhren, die beim eh alle paar Jahre stattfindenden Austausch eingesetzt werden?..."

Klar. Die Austauschuhren versorgen sich auch selbst mit Strom und kosten den Verbraucher auch keinen Cent. Eher wird sich die Grundgebühr erhöhen.

Bei uns wird das unmodern und analog gemacht und funktioniert: Man liest den Stand der Wasseruhr selbst ab und übermittelt ihn per erhaltener frankierter Postkarte oder telefonisch oder per E-Mail an den Versorger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gambalor 11.05.2018, 10:56
92. Zwei wesentliche Kostentreiber fehlen im Artikel:

Erstens:

Vor einigen Jahren wurden die Anforderungen an Wasserschutzgebiete deutlich verschärft. Folge: zahlreiche Brunnen können nur betrieben werden, wenn die geschützten Flächen stark ausgeweitet werden, mit großen Auswirkungen auf die gewerblichen und landwirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten.

Viele Gemeinden haben deshalb, einzeln oder in Kooperation, neue Brunnen erschlossen, sprich erheblich Geld investieren müssen. Andere streiten seit Jahren mit den großen Metropolen, wie z.B. der Stadt München. Die bekommen ihr Wasser aus dem näheren oder auch weiteren Umland (in München bis hinauf in die Alpen) und verlangen jetzt Ausweitung der Schutzgebiete - wogegen sich die Gemeinden mit Händen und Füßen wehren.
In einigen Bundesländern, z.B. Bayern, dürfte das der Hauptkostentreiber gewesen sein, und diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Zweitens:
Der sinkende Wasserverbrauch wird als Ursache erwähnt, aber der hat keineswegs nur demographische Ursachen.

Die Umweltverbände predigen seit vielen Jahren das Wassersparen. Je weniger Wasser aber verbraucht wird, desto teurer ist der Liter (gilt analog auch für die Abwassergebühren). Einfach deshalb, weil die Fixkosten fast ausschließlich über den Verbrauch umgelegt werden. Was alles andere als verursachungsgerecht ist, aber mit dazu beiträgt, dass die Sparappelle eben auch Gehör finden - z.B. bei Waschmaschinen.

Dabei ist das Sparen in einem wasserreichen Land nicht immer sinnvoll - oft müssen heute Leitungen, damit sie nicht verkeimen, aktiv gespült werden, die Kosten werden über den Wasserpreis umgelegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank57 11.05.2018, 10:56
93. Dieses Land

ist für Unternehmen wie die Wasserwirtschaft, die Krankenkassen, die Energiekonzerne, GEZ und noch so einige mehr, zum Selbstbedienungsladen geworden! Ein Selbsbedienungsladen aus den Taschen der Bürger! Wer der Meinung ist, dass er zu wenig Gewinn macht langt halt mal zu! Und wenn das jedes Jahr ein anderer macht fällt es vielen auch nicht auf!
Ein schlimmes Land!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kumi-ori 11.05.2018, 11:01
94.

Zitat von zensurgegner2017
Erschreckend, wieviele Foristen ohne nachzudenken das Argument des kostentreibenden Wassersparen glauben Ist denn selber Rechnen und Denken so schwer? Was ist wohl billiger: Eine 10 Mann Truppe zu beschäftigen, die total ausreicht, um ganz Stuttgarts Kanalisation einmal im Jahr durchzuspülen? (und dabei auch noch x automatische Systeme zu installieren) oder: Dank Wassersparen den Leitungsquerschnitt runter fahren zu können, was sowohl beim Bau als auch beim erschließen neuer Felder als auch bei Sanierung viel Geld spart Ganz zu schweigen, dass auch gerade in BAWÜ die zugeführte Wassermenge aus dem Bodenseeeraum geringer ausfallen kann, dass widerum Skaliereffekte... Das Argument des spülens ist vor allem ein Totschlagargument für die Betreiber, da damit verschleiert werden kann, dass Fehlplanungen und mangelnder technischer Fortschritt schuld ist Was ist wohl teuerer: Ableser,die eine halbe Million Wasserzähler in einer Großstadt ablesen, oder die automatische Erfassung der Stände durch Uhren, die beim eh alle paar Jahre stattfindenden Austausch eingesetzt werden? DORT sitzt mehr Einsparpotential , aber sowas wäre ja modern, nix für Analogistan
Ich stimme zu, dass man mit modernen Systemen an manchen Stellen sicher auch Geld sparen kann.

Es ist aber auch so, dass es Fixkosten gibt. Die Wasserqualität im Trinkwasserbrunnen muss in gleichem Maße überprüft werden, egal, ob Sie einen oder hundert Liter am Tag verbrauchen. Eine Verunreinigung durch eine Ladung Futtermittelhormone kann Ihnen einen ganzen Teil der Produktion verderben, egal, wieviel Sie sonst davon getrunken oder das Klo runtergespült hätten. Die Leitung von den Hauptwasserrohren hin zu Ihrer Wohnung muss 365 Tage im Jahr exzellente Qualität liefern, auch, wenn Sie nicht ein einziges Mal den Hahn aufdrehen. Und das kostet einen fixen Preis. Das Wasser an sich ist dabei das billigste. Das läuft immer wieder nach, ist also rein als Materie gesehen praktisch umsonst.

Der Preis errechnet sich entweder pro Haushalt oder pro verbrauchter Wassermenge oder einer Kombination aus beiden und wird dann so umgelegt, dass es die Kosten deckt.

Ob es in der ökonomischen oder ökologischen Gesamtrechnung einen Vorteil bringen würde, alle Leitungen rauszureißen, um den Leitungsquerschnitt einem geringeren Durchfluss anzupassen, müsste man ausrechnen. Ich bin kein Spezialist, aber ich bezweifle das. Die Einsparung pro Haushalt wären minimal, dafür haben Sie jahrzehntelange Baustellen (siehe Berliner Flughafen), Pfusch und minderwertiges Material eingesetzt, Korruption und Subunternehmer, die in Konkurs gehen, exorbitante Preissteigerungen, und am Ende müssen Sie alles wieder rausreißen, weil die neuen Rohre irgendwelches Zeugs ins Wasser abgeben. Dafür dürfen Sie Jahrelang die 1,5 Liter-PET-Flaschen mit ihren duftenden Weichmachern vom Aldi nach Hause schleppen oder Sie stellen sich jeden Tag vor dem Tanklaster des Technischen Hilfswerks an und üben dann auf dem Rückweg, anmutig den Zehn-Liter-Kanister auf dem Kopf zu balancieren. Nein, nein, lieber lassen wir es so wie es ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
varlex 11.05.2018, 11:04
95.

Zitat von C.Rainers
Aha, wie hoch ist der denn? Preissteigerungen treffen vor allem die Armen. Niemanden interessiert es, ob der Preis für Trinkwasser nach dem durchschnittlichen Nettolohn sehr günstig ist. Für einen Hartz4 Empfänger sind ein Euro am Tag mehr für Wasser schon eine Nummer! Voll die Stimmungsmache. Danke Spiegel für diesen objektiven Bericht
Kaltwasserkosten zahlt allerdings das Amt...insofern betrifft das die Hartz 4-Betroffenen gar nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kumi-ori 11.05.2018, 11:14
96.

Zitat von helmutac52
"> ... 1 Liter kostet 0,002 Cent." Na, Sie sind ja anscheinend ein ganz großer Experte, vor allem auf dem Gebiet der mathematischen Künste. Wo arbeiten Sie zur Zeit? Bestimmt auf einem verantwortungsvollen Posten, wo Sie mit sicherer Einschätzung große Entscheidungen treffen?! BER, vielleicht? Weiter so, Deutschland kann ruhig schlafen, wenn Experten wie Sie es bewahren!
Gut, dass Sie aufgepasst haben. Man hätte Sie noch um 14,2 Cent bei der Wasserrechnung betrogen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
misterknowitall2 11.05.2018, 11:15
97. @skifahrer

Was haben Sie denn mit den grünen und was für eine Verschwörung wittert Sie denn hier? Nitrat ist ein Problem. Die Grenzwerte werden teilweise überschritten, erste Brunnen müssen stillgelegt werden. Was ist daran falsch? Was ist dabei idiologie? Oder ist alles, was mit Natur zu tun hat gleich ein grünes verschwörungsthema für sie? Vor allem, was meinen Sie, was die Grünen wollen? Worauf läuft das Ganze denn Ihrer Meinung nach hinaus?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
valmel 11.05.2018, 11:19
98. Was für eine Logik

"Das hat auch damit zu tun, dass durch [...] Wassersparmaßnahmen die Leitungen und Wasserwerke insgesamt weniger genutzt werden"

Welch Ironie: Man macht das (Ab)Wasser immer teurer und jammert dann, wenn weniger Wasser genutzt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thequickeningishappening 11.05.2018, 11:20
99. Also, ich erinnere mich an Wucherpreise

Schon in den Achtzigern. Das Trinkwasser selbst war der billige Bestandteil Der Rechnung. Für den selben Verbrauch wurde dann ca Das Fünffache für Abwasser berechnet. Für 100 Kubikmeter kamen dann fast 1.000 DM zusammen. In den Neunzigern bekam dann jedes 100 Einwohner Örtchen im Osten eine eigene Klaeranlage ? Wenn wir hier Down Under deutsche Wasserpreise haetten dann gaebe es eine Revolution!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 15