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Neue Datenauswertung: Trinkwasserpreise teils massiv gestiegen
DPA

Wasser aus dem Wasserhahn wird in weiten Teilen Deutschlands immer teurer. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Grünen. Doch warum variiert der Preis so stark zwischen den Bundesländern?

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Aberlour A ' Bunadh 11.05.2018, 23:50
140. etwas Gutes tun, wenn sie Wasser sparen

Zitat von markniss
Mir sagte ein Stadtwerke-Leiter einmal, dass der mit Abstand größte Teil der Mehrkosten beim Wasser durch die immer häufiger notwendigen Reparaturen der Leitungen entsteht. Die Leitungen müssten immer häufiger repariert werden, weil sie schlicht und ergreifend austrocknen. Die Leitungen vertrocknen wiederum, weil die Verbraucher glauben, dass sie der Welt etwas Gutes tun, wenn sie Wasser sparen. Was dann passiert ist eine Kettenreaktion: Die Preise für Wasser steigen und als Reaktion sparen die Verbraucher noch mehr Wasser, was zu noch mehr Reparaturen führt und zu noch höheren Preisen führt. Der Teufelskreis ist in Gang gesetzt und irgendwann wird Wasser dann zum Luxusgut. Als mir meine Nichte dann erzählte, dass sie in der Schule von ihren Lehrern erzählt bekommen hat, dass wir in Deutschland aufhören müssen Wasser zu verschwenden, weil in Spanien das Land austrocknet, wurde mir dann klar wie so eine idiotische Kettenreaktion in Gang gesetzt wird: Grüne Ideologie verbreitet von Lehrern. Dass in Deutschland gespartes Wasser den Spaniern genauso wenig hilft wie Regen in Finnland leuchtet halt nicht allen sofort ein, vor allem Kindern nicht. Aber ein schlechtes Gewissen über all das Böse was wir der Umwelt angeblich antun hilft den Grünen allemal!
Dann fangen Sie doch an Tag und Nacht in Ihrer Wohnung die Wasserhähne aufzudrehen. Viel Spaß bei der Wasserrechnung. Wassersparen ist und bleibt sinnvoll. Zumal nicht vergessenen werden darf, dass mindestens ein Drittel des Wasserverbrauchs mittels einer Warmwasseraufbereitung erfolgt (Duschen, Baden etc.), so dass Wassersparen auch Energiesparen bedeutet. Von der Notwendigkeit Wasser in die Netze zu pumpen ganz zu schweigen. Ein Vorgang der auch wiederum mehr Energie benötigt jemehr Wasser verbraucht wird. Wenn Leitungssysteme gerade im ländlichen Raum heute durch den Bevölkerungsabgang im ländlichen Raum eindeutig zu überdimensioniert sind, muss man eben mittelfristig mit dem Rückbau beginnen.

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shotaro_kaneda 12.05.2018, 03:05
141. @ fleischwurstfachvorleger #137

Viel Gülle macht im Grundwasser Nitrat zu Nitrit?
Nitrit kann im menschlichen Stoffwechsel aus Nitrat gebildet werden. Es ist nicht im GW. Und Nitrat nimmt der Mensch vor allem durch Gemüse auf. Böses Gemüse!

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Lord Menial 12.05.2018, 10:56
142.

Zitat von shotaro_kaneda
Viel Gülle macht im Grundwasser Nitrat zu Nitrit? Nitrit kann im menschlichen Stoffwechsel aus Nitrat gebildet werden. Es ist nicht im GW. Und Nitrat nimmt der Mensch vor allem durch Gemüse auf. Böses Gemüse!
In der Natur wird Nitrit in riesigen Mengen von nitrifizierenden und denitrifizierenden Bakterien im Rahmen des Stickstoffkreislaufes gebildet. In der Gülle/Jauche sind großen Mengen Ammonik (NH3) enthalten, die zunächst zu Nitrit oxidiert werden. Das kann, wenn die Mengen groß genug sind (wie bei der industriellen Exkrementverklappung praktisch immer), auch ins Grundwasser gelangen. Umgekehrt wird auch Nitrat zu Nitrit reduziert.
zur Vertiefung:
a) http://www.chemie.de/lexikon/Nitrifikation.html
b) https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/denitrifikation/17321
c) http://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/n/nitrifikation.htm

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sachgerecht 12.05.2018, 15:10
143. Es stinkt zum Himmel

Es ist eine Schweinerei, die zum Himmel stinkt, dass mal wieder die Bürger für Profite von Abzockern zahlen müssen, die uns die Probleme mit der Gülle einbrocken und nicht nach dem gültigen Verursacherprinzip zur Verantwortung gezogen werden. Die Holländer haben schon lange erkannt, dass die Gülle ihrer intensiven Tierhaltung ihre Böden verseucht, darum exportieren sie 1,4 Millionen Tonnen dieser appetitlichen Ausscheidungen von rund 60 000 Kühen. 80% der niederländischen Gülle-Exporte landen auf Feldern Nord-Westfalens. In diesem Geschäft hat sich bereits ein eigener Markt gebildet. An Nährstoffbörsen und im Transportgewerbe verdient man recht gut am Güllehandel. Auch der Futtermittelhandel profitiere hier von dem Gülleimport, darum sieht die Landwirtschaftskammer Rheinland darin auch nur eine normale Kreislaufwirtschaft, wenn wir uns mit holländischen Problemabfällen die Böden und das Grundwasser verseuchen. Zum Glück sieht das NRW-Landwirtschaftsministerium die Sache etwas anders, doch der Versuch, die Gülleimporte zu verhindern wurde mal wieder von der segensreichen EU blockiert, mit der Begründung, das sein ein unerlaubter Eingriff in den Handel. Uns aber im wahrsten Sinne des Wortes holländische Exkremente vor die Haustür zu kippen, scheint allerdings nach Auffassung der EU normal zu sein.

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regelaltersrentner 12.05.2018, 22:30
144.

Laut der Pressemitteilung sind die Verbraucherpreise im genannten Zeitraum (2005 – 2016) um 16,1%, die für Trinkwasser um 17,6% gestiegen. Von einem massiven Preisanstieg kann also nicht die Rede sein.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/05/PD18_165a_611.html

Holland hat massive Probleme mit der Gülle,
weil der Selbstversorgungsgrad b (Schweine ) bei 289% liegt,
in Deutschland bei 121 %.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/500931/umfrage/selbstversorgungsgrad-bei-schweinefleisch-in-der-eu-nach-laendern/

Warum der Futtermittelhandel am Gülleimport verdienen soll,
das sollten sie uns mal erklären, ich halte diese Aussage für abstrus.

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regelaltersrentner 13.05.2018, 11:45
145.

Zitat von sachgerecht
Es ist eine Schweinerei, die zum Himmel stinkt, dass mal wieder die Bürger für Profite von Abzockern zahlen müssen, die uns die Probleme mit der Gülle einbrocken und nicht nach dem gültigen Verursacherprinzip zur Verantwortung gezogen werden.
Übermedien!

https://uebermedien.de/27820/das-trinkwasserpreis-debakel-der-deutschen-medien/

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cptjoker 14.05.2018, 11:00
146. Das ist nicht einmal eine Kurzmeldung wert

Wer rechnen kann ist im Vorteil. Die Grünen und die berichtenden Medien konnten es hier offenbar nicht. Diese "Explosion" entspricht einer jährlichen Preissteigerung von knapp über 2%, was nicht allzu weit von der Inflationsrate abweicht. Dazu kommt noch ein Nachlässigkeitsfehler. 2005 wurde vom Statistischen Bundesamt noch ein jährlicher Wasserverbrauch von 80 m³ angenommen. Seit 2013/14 werden 89m³ pro Haushalt und Jahr angesetzt. Das wurde einfach übersehen. Die tatsächliche Preissteigerung dürfte also um 1,8% per anno liegen. Ganz nebenbei hat sich unser Wasserpreis seit 2010 nicht verändert.

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fides100 14.05.2018, 17:14
147. Wohl eine Falschmeldung? Trinkwasser nur geringfügig teurer!

Der Betrag geht auf eine fehlerhafte Berechnung der Grünen zurück. Hier wurden zwei miteinander nicht kompatible Statistiken verwertet. Leider können sich die Verbreiter, auch SPON nicht dazu entschließen ihren Artikel aus dem Netz zu nehmen oder einer Korrektur zu unterziehen.
Lesen Sie bitte:
https://uebermedien.de/

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Doc Holmes 15.05.2018, 11:29
148. Mittel gegen die Teufelsspirale?

Zitat von gambalor
Je weniger Wasser aber verbraucht wird, desto teurer ist der Liter (gilt analog auch für die Abwassergebühren). Einfach deshalb, weil die Fixkosten fast ausschließlich über den Verbrauch umgelegt werden. Was alles andere als verursachungsgerecht ist, aber mit dazu beiträgt, dass die Sparappelle eben auch Gehör finden - z.B. bei Waschmaschinen. Dabei ist das Sparen in einem wasserreichen Land nicht immer sinnvoll - oft müssen heute Leitungen, damit sie nicht verkeimen, aktiv gespült werden, die Kosten werden über den Wasserpreis umgelegt.
Sehr richtig erkannt. Hier besteht eine klassische Teufelsspirale, eine sich selbst verstärkende Rückkoppelung, dessen fatale Struktur immer noch nicht erkannt ist.

Die Frage, die mich auch umtreibt: was wäre das bessere Modell?

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