Forum: Wissenschaft
Neue Gerüchte ums Higgs-Boson: Forscher bloggen über Gottesteilchen-Durchbruch
AFP

Ist das Gottesteilchen nun endlich entdeckt? In mehreren Blogs kursieren entsprechende Gerüchte - und sogar konkrete Zahlen. An den Messungen beteiligte Physiker wollen die Entdeckung jedoch nicht bestätigen.

Seite 2 von 18
Fait Accompli 18.06.2012, 16:48
10.

Zitat von sysop
Ist das Gottesteilchen nun endlich entdeckt? In mehreren Blogs kursieren entsprechende Gerüchte - und sogar konkrete Zahlen. An den Messungen beteiligte Physiker wollen die Entdeckung jedoch nicht bestätigen.
Könnt Ihr bitte mit dem "Gottesteilchen"-Unfug aufhören, liebe SPON-Redakteure? Niemand nennt das Teilchen so (außer Journalisten, die von Physik nicht viel verstehen).

Es schmerzt beim Lesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sample-d 18.06.2012, 16:51
11. |||

Zitat von crocodil
(..)Kostet Unsummen von Energie und Steuerzahlermillionen ohne wirkliche Resultate. Sollen sie doch mal einen Fusiosreaktor konstruktieren - aber wahrscheinlich wird das nie möglich sein, bei den hohen Temperaturen, die man dafür benötigt.(..)
Sehen Sie - und gegen dieses "wahrscheinlich" hilft Grundlagenforschung...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
think_tank 18.06.2012, 16:51
12.

Zitat von Weberameise
Kann man mal bitte aufhören vom Gottesteilchen zu reden? Es gibt keinen Anlass irgendein Teilchen so zu nennen! Wer hat diesen Käse überhaupt in die Welt gesetzt?
Ist das Gotteslästerung, oder warum darf man das nicht so nennen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neu_ab 18.06.2012, 16:52
13. Ergänzung

Ansonsten ist das mit der angeblichen Entdeckung des Higgsbosons so ähnlich wie die periodischen Berichte über den Weltuntergang, die gelungene Quadratur des Kreises, das Ungeheuer von Loch Ness oder den Durchbruch von Linux auf dem Desktop.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alex_1988 18.06.2012, 16:53
14. Wissenschaftsprojekte

@crocodil:
1. Auf der ganzen Welt machen Wissenschaftler Fusionsexperimente und es gibt auch schon Fusionsreaktoren mit den erforderlichen Temperaturen, jedoch ist das ganze noch nicht Kraftwerksreif. Das Problem ist, dass Fusion, insbesondere Plasmen sehr komplex sind und es dort noch viel arbeit braucht.
2. Die Grundlagenforschung dient zum einen dem allgemeinen Erkenntnisgewinn über unsere Umwelt, dies kann man mögen oder nicht, aber zum anderen bringen solche Großprojekte soviel Innovative und neue Technologien mit sich, die auch das normale Leben weiter bringen, da für diese Projekte immer neue Dinge entwickelt werden müssen, die dann später auch in der Industrie wiederverwendet werden, für dessen Entwicklung aber die Industrie oftmals auch nicht die Mittel hat oder das Risiko eingehen möchte.
3. Um des Gehaltes wegen wird man kein Wissenschaftler.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
symolan 18.06.2012, 16:54
15.

Zitat von crocodil
wieder was neues aus CERN. Gut verpackt in der Nachricht. Was soll das Ganze, Hunderte gut bezahlte Wissenschaftler arbeiten an diesen Projekten. Was ist bis jetzt herausgekommen? Nichts, ausser mal das Internet. Kostet Unsummen von Energie und Steuerzahlermillionen ohne wirkliche Resultate. Sollen sie doch mal einen Fusiosreaktor konstruktieren - aber wahrscheinlich wird das nie möglich sein, bei den hohen Temperaturen, die man dafür benötigt. Aber die "Wissenschafler" haben eben ein Ziel, -wenn sie auch nicht selbst daran glauben- Hauptsache die Gehälter stimmen.
und hier noch in konkret: CERN – Basic science in a competitive world

Ob es auch in Zukunft konkrete Anwendungen aus Cern-Erkenntnissen geben wird. Who know's.

Es wird aber auch nie einer feststellen, ob es gegeben hätte, wenn sich keiner die Mühe macht, nachzusehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Themostikles 18.06.2012, 16:57
16. Ja, den Eindruck habe ich auch...

Zitat von crocodil
wieder was neues aus CERN. Gut verpackt in der Nachricht. Was soll das Ganze, Hunderte gut bezahlte Wissenschaftler arbeiten an diesen Projekten. Was ist bis jetzt herausgekommen? Nichts, ausser mal das Internet. Kostet Unsummen von Energie und Steuerzahlermillionen ohne wirkliche Resultate. Sollen sie doch mal einen Fusiosreaktor konstruktieren - aber wahrscheinlich wird das nie möglich sein, bei den hohen Temperaturen, die man dafür benötigt. Aber die "Wissenschafler" haben eben ein Ziel, -wenn sie auch nicht selbst daran glauben- Hauptsache die Gehälter stimmen.
... ich versteh´immer: wir brauchen frisches Geld, wenn ich von erhöhter Signifikanz höre. Aber, und hier wird es wissenschaftlich, es kann auch an der Fluktuation liegen. Dann also keine "erhöhte Signifikanz", sondern vulgo "Zufall".

Ich denke auch immer an das Lied: "Ob er aber über Oberammergau, oder ob er über Unterammergau, oder ob er überhaupt nicht kommt, ist nicht gewiß".

Was für ein Weltbild hat ein Mensch, wenn er meint es gäbe ein Boss-Teilchen, das das Monopol inne hat, jedwedem anderen Teilchen die Masse zuzuteilen? Richtig! Das nennt man egozentrisches Weltbild und ist, wie man hier sehen kann, nicht nur für soziale Schäden, sondern auch für wissenschaftliche Schäden verantwortlich.

Vielleicht tut das aber gar kein "Teilchen" (die gibt es sowieso nur im makroskopischen, für uns taktil erkundbaren Raum), sondern ein mehrdimensionales Feld von "außen"?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jot-we 18.06.2012, 17:02
17. Hg

Zitat von sysop
Ist das Gottesteilchen nun endlich entdeckt? In mehreren Blogs kursieren entsprechende Gerüchte - und sogar konkrete Zahlen. An den Messungen beteiligte Physiker wollen die Entdeckung jedoch nicht bestätigen.
Herzlichen Glückwunsch den Kollegen aus Genf - wobei ich einfach mal voraussetze, dass die Blogger wissen, was sie tun. Es bleibt nun natürlich abzuwarten, ob eine Verifizierung der Daten gelingt - und ob das Teilchen in seiner dann endgültig berechneten Form tatsächlich unserer provisorischen Datenanalyse entspricht - oder eben nicht ...

Für Spannung ist also gesorgt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joachim enders 18.06.2012, 17:03
18. Da wird mir übel!

...so heißt ja eine ZDF-neo-Sendung. Und der Titel passt so wunderbar auf diesen Artikel und einzelne Debattenbeiträge.

1. "Weberameise": Danke! Sehe ich auch so! Wenn man den Nachweis des freien Higgs-Bosons nicht so unglaublich hochstilisieren würde mit fehlgeleiteten Attributen wie "Gottesteilchen", bräuchte man diese ganzen Beiträge nicht.

2. Lieber Forscher-Blogger: So ist das nunmal in der heutigen Zeit... Ein Redner vor ein paar Wochen sagte in einem wissenschaftlichen Fachvortrag an meiner Uni: Wir beobachten quasi online die Entdeckung des Higgs-Bosons. Die Schwierigkeit besteht darin, Geduld zu haben, um die nötige statistische Genauigkeit zu erreichen. Es gab einen "Hinweis", der aber noch nicht statistisch signifikant war. Jetzt muss man warten. Entweder, der Anhaltspunkt verschwindet oder der Verdacht erhärtet sich. Letzteres scheint jetzt der Fall zu sein. Spekulationen vor Ende 2012 sind vollkommen unnütz, weil erst dann genug Daten gesammelt sein werden. Mutmaßungen sind schlechte Wissenschaft, auch (erst recht?) wenn sie übers Internet verbreitet werden...

3. @"crocodil": Seltsam, dass Sie hier kommentieren! Der Transistor, auf dem Ihr Computer basiert, war in den 1950er Jahren reine Grundlagenforschung und zu nichts zu gebrauchen. Wahrscheinlich hat Ihr Rechner ein CD-Laufwerk: Tja, als der Laser 1960 erfunden wurde, wussten die Entwickler überhaupt nichts damit anzufangen. Was soll das Gedöns mit Einstein und der Relativität, ja der Kosmologie? Ist das nicht nur Unfug? Naja, wenn Sie kein GPS verwenden, kommen Sie ganz persönlich vielleicht ohne aus. Ihr Navi braucht die Grundlagenforschung jedenfalls. Und das CERN? Hat ganz wesentliche Beiträge dazu geliefert, dass wir die Welt heute so verstehen, wie sie ist. Dort wurden Elementarteilchen entdeckt, nebenbei neue Detektortypen entwickelt, die auch in der Medizin bei bildgebenden Verfahren eingesetzt werden. Das Internet haben Sie erwähnt (genauer: Es war das World Wide Web). Kurz: Das CERN - wie viele Großforschungseinrichtungen - treibt an der vordersten Front der Wissenschaft den Erkenntnisgewinn und die technologischen Anforderungen - und trägt zur kreativen Ausbildung vieler Nachwuchswissenschaftler bei, die ihre Fähigkeiten dann in industrielle Entwicklungsabteilungen mitnehmen und dann (hoffentlich!) zum Wohle der Gesellschaft einsetzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Micha0160 18.06.2012, 17:09
19. Genau so ...

Zitat von symolan
Jaja, weshalb auch Grundlagenforschung. Aus der Expedition, die der spanische Königshof einem gewissen Kolumbus spendierte, wurde ja auch nix wesentliches entdeckt. Und weshalb kam der verschwenderische Hölenmensch bloss auf die Idee ein Rad zu erfinden. Er hätte das Holz doch besser verfeuert. Und sie sind mit Sicherheit der Experte, der den konkreten Nutzen eines Cern gut beurteilen kann, oder?
Besser mit Volldampf vorwärts in die Vergangenheit. Wozu auch Grundlagenforschung, wenn es doch noch genug Regenwald zum verheizen gibt und sich irgendwo an den Polen noch ein paar Pfützen Erdöl befinden. Genau dieselbe groteske Logik wie das einseitige aufkündigen der Atomkraft, während rund um Deutschland neue Kraftwerke enstehen. Da fühl ich mich doch gleich viel sicherer, wenn ich für Strom aus einem tschechischen oder polnischen AKW bezahle. Man muss halt realistisch bleiben und keine überzogene Erwartungshaltung an das CERN-Projekt richten. Gallilei musste schließlich auch sehr lange auf seine Rehabilitierung warten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 18