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Neue Ideen zum Energieproblem?

Schwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?

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wolfstar 20.08.2009, 17:57
10.

tolle neue ideen, die sie da ausgegraben haben, herr andyH...
ouhhhh mann...

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superbiti 20.08.2009, 17:59
11. "Radotismus"?

Zitat von medienquadrat
kommt mir vor, wie der lungenkranke Kettenraucher, der auf Mentholzigaretten umsteigt und als Krönung seines wiedererweckten Gesundheitswahns auch noch eine Zigarettenspitze benutzt!
Ein wirklich überaus kompetenter und anregender Beitrag auf die Frages des sysops. Was sollen wir nun daraus lernen?

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Jochen Binikowski 20.08.2009, 18:00
12.

Zitat von bluaMauritius
Wind und Solarenergie haben sich allein durch Privatinitiative finanziert.
Ich denke, ohne die garantierten Einspeisvergütungen gem. EEG gäbe es heute keine einzige Windmühle oder PV-Anlage in Deutschland. Wenn Sie meinen, das wäre keine Subvention, na denn...

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Hermes75 20.08.2009, 18:12
13.

Zitat von Edgar
Zehn Prozent dessen, was als EE-Subvention zum Fenster hinaus geworfen wird, in die Fusionsforschung stecken, und in der nächsten Generation steht Energie in unbegrenzten Mengen zur Verfügung.
Sie glauben auch an den Weihnachtsmann, oder?
Allein für die Errichtung des Forschungsreaktors ITER
in Südfrankreich werden zur Zeit (je nach Schätzung)
5 bis 12 Mrd. € ausgegeben.
Die Wissenschaftler schätzen, dass es in ca. 50 Jahren
Fusionskraftwerke geben wird - das tun sie allerdings
schon seit ungefähr 40 Jahren ;-)
Im übrigen werden Fusionskraftwerke weder unbegrenzt
noch billig Strom erzeugen. Man kann davon ausgehen,
dass sie von der Leistung und den Investitionskosten
mit heutigen KKWs vergleichbar sein werden.

Nun möchte ich die "Experten" hier aber nicht weiter
bei der Entwicklung ihrer Luftschlösser und Perpetua Mobile stören.
Ich werde mich zurücklehnen mir anschauen,
wie Blinde über ein Gemälde diskutieren...

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AndyH 20.08.2009, 18:36
14.

Zitat von Hermes75
Die Wissenschaftler schätzen, dass es in ca. 50 Jahren Fusionskraftwerke geben wird - das tun sie allerdings schon seit ungefähr 40 Jahren ;-)
Damit sind diese in guten Gesellschaft, bei denen die seit 40 jahren das Ende des Öls in 40 Jahren predigen.
Das einzige Unterschied: den Fusionsprozess hat man schon zünden können, den Ende der weltweiten Ölförderung sieht man aber nicht. Netto ist mehr Öl vorhanden und billiger als vor 40 Jahren.

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Roller 20.08.2009, 19:14
15.

Zitat von bluaMauritius
Hydraulische Leitung bedingt Wasserdruck; denn den Rhein haben wir ja schon. Wasserdruckleitungen müssen armiert und sehr stark sein. Selbst 40 bar, das sind 40 techn. at pro qcm, sind keine Kleinigkeit bei sehr langen Druckleitungen.
Und was ist mit den vielen Erdölleitungen, die auch mit 40 bar betrieben werden? Zitat von bluaMauritius
Und wie stellt man sich die hydraulischen Druckabgaben auf welchen (wie gearteten) maschinellen Verbraucher vor, wahrscheinlich nach Gaetano Sallusto wohl, den du, roller, aber --- so wie ich das gelsen habe --- aber ersetzen willst durch was anderes? Und was genau? - ---hdito ~*~
Alles was man mit Druck betreiben kann, wie z.B. Hydromotoren und Peltonturbinen mit Wirkungsgrade um die 90%.

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Hermes75 20.08.2009, 19:20
16.

Zitat von AndyH
Damit sind diese in guten Gesellschaft, bei denen die seit 40 jahren das Ende des Öls in 40 Jahren predigen. Das einzige Unterschied: den Fusionsprozess hat man schon zünden können, den Ende der weltweiten Ölförderung sieht man aber nicht. Netto ist mehr Öl vorhanden und billiger als vor 40 Jahren.
Das Spiel heißt aber "Energieerzeugung" nicht "Energievernichtung"
(bitte jetzt keine Vorträge über den Energieerhaltungsatz!)

Bislang hat das zünden des Fusionsplasmas immer
noch mehr Energie verbraucht, als durch die
Fusionsreaktion freigesetzt wurde - außer bei der
H-Bombe natürlich.
Wenn ITER schließlich fertig sein wird und die Forscher
dort ein paar Jahre experimentiert haben, werden sie
uns hoffentlich sagen können, ob es technisch überhaupt
möglich ist ein Fusionskraftwerk zu bauen.
Es ist nämlich noch nicht sicher, ob die Tokamak-Bauform
wirklich geeignet ist ein Fusionsplasma auch über
längere Zeit aufrecht zu erhalten.
Wie gesagt, in ca. 50 Jahren werden wir es wissen.

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AndyH 20.08.2009, 19:34
17.

Zitat von Hermes75
Bislang hat das zünden des Fusionsplasmas immer noch mehr Energie verbraucht, als durch die Fusionsreaktion freigesetzt wurde - außer bei der H-Bombe natürlich.
Bislang gab es keine Geräte, die länger als 1-2 Sekunden die Belastungen ausgehalten hätten. Deswegen der ITER und deswegen der Werkstoffforschung in diese Richtung.
Auch Otto und Diesel sowie Nachfolger haben viele ihre Motoren zerlegt bis wir heute 300.000 km am Stück fahren konnten.
Zitat von
Wenn ITER schließlich fertig sein wird und die Forscher dort ein paar Jahre experimentiert haben, werden sie uns hoffentlich sagen können, ob es technisch überhaupt möglich ist ein Fusionskraftwerk zu bauen.
Das wurde schon bejaht. Muss aber stufenweise geschehen.
Als Kennedy erklärte zum Mond fliegen zu wollen, hat man das auch nicht beim zweiten Flug vorgenommen. Die Herausforderungen sind aber etwa ähnlich.
Zitat von
Es ist nämlich noch nicht sicher, ob die Tokamak-Bauform wirklich geeignet ist ein Fusionsplasma auch über längere Zeit aufrecht zu erhalten.
Klar. Viele meinen der laser oder schwerionbetriebene Pelletfusion (Trägheitsfusion) wäre besser. Nun meinetwegen, auch hier werden wir eine Art Otto und Diesel Wettrennen finden.
Zitat von
Wie gesagt, in ca. 50 Jahren werden wir es wissen.
Oder in 10 oder in 100 , eigentlich egal. Mit Fission und Kohlenstoff kann man locker 200 Jahre durchhalten. Wenn dann nur die Hälfte der Entwicklung passiert wie in letzten 100 Jahren, hat man auch schon gewonnen.

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de.nada 20.08.2009, 19:47
18.

Zitat von Hermes75
Das Spiel heißt aber "Energieerzeugung" nicht "Energievernichtung" (bitte jetzt keine Vorträge über den Energieerhaltungsatz!) Bislang hat das zünden des Fusionsplasmas immer noch mehr Energie verbraucht, als durch die Fusionsreaktion freigesetzt wurde - außer bei der H-Bombe natürlich.
Tolles Argument!

Erstens bestätigen Sie also, daß das nicht nur hypothetisch funktioniert und in der Sonne, sondern auch durch Menschen realisierbar ist. Wobei man Ihnen mal zustimmen kann und den 2. Haupt. weglassen, denn wer hat schon den Aufwand insgesamt berechnet der zur Herstellung der H-Bombe nötig war ?
Macht aber bei EE auch niemand, da wurde außer von Ihnen, sehr, sehr selten auf z.B. die Verluste der Wechselrichter eingegangen, die bei PV den Wirkungsgrad ja auch noch verschlechtern im Vergleich zur eingestrahlten Leistung. Der energetische Aufwand zur Herstellung der Wechselrichter taucht dafür gar nie auf. Aber so genau will's ja kaum einer wissen.

Zweitens ist jetzt, ganz komischer Weise, die Statistik auch futsch. Wunder oh wunder keine Zeiten mit zu mittelnden Werten, nur der Startvorgang alleine hat was zu sagen.

Sehr überzeugende Argumentation, sehr stringentes Ausblenden von Fakten nach belieben.
Zitat von Hermes75
Wenn ITER schließlich fertig sein wird und die Forscher dort ein paar Jahre experimentiert haben, werden sie uns hoffentlich sagen können, ob es technisch überhaupt möglich ist ein Fusionskraftwerk zu bauen. Es ist nämlich noch nicht sicher, ob die Tokamak-Bauform wirklich geeignet ist ein Fusionsplasma auch über längere Zeit aufrecht zu erhalten. Wie gesagt, in ca. 50 Jahren werden wir es wissen.
Aber in 100 Jahren wird immer noch keiner eine Woche vorher wissen wann der Wind wo weht.

In diesem Fall schließen sich doch einige, von Ihnen gar nicht Bedachte, ihrem Optimismus gerne an.

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Hermes75 20.08.2009, 20:44
19.

Zitat von de.nada
Tolles Argument! Erstens bestätigen Sie also, daß das nicht nur hypothetisch funktioniert und in der Sonne, sondern auch durch Menschen realisierbar ist. Wobei man Ihnen mal zustimmen kann und den 2. Haupt. weglassen, denn wer hat schon den Aufwand insgesamt berechnet der zur Herstellung der H-Bombe nötig war ? Macht aber bei EE auch niemand, da wurde außer von Ihnen, sehr, sehr selten auf z.B. die Verluste der Wechselrichter eingegangen, die bei PV den Wirkungsgrad ja auch noch verschlechtern im Vergleich zur eingestrahlten Leistung. Der energetische Aufwand zur Herstellung der Wechselrichter taucht dafür gar nie auf. Aber so genau will's ja kaum einer wissen. Zweitens ist jetzt, ganz komischer Weise, die Statistik auch futsch. Wunder oh wunder keine Zeiten mit zu mittelnden Werten, nur der Startvorgang alleine hat was zu sagen. Sehr überzeugende Argumentation, sehr stringentes Ausblenden von Fakten nach belieben. Aber in 100 Jahren wird immer noch keiner eine Woche vorher wissen wann der Wind wo weht. In diesem Fall schließen sich doch einige, von Ihnen gar nicht Bedachte, ihrem Optimismus gerne an.
Ich habe ihren konstruktiv-sachlichen Diskussionsstil vermisst!

Dass Kernfusion funktioniert steht außer Frage.
Kann man sich jeden Tag durch einen Blick an den
Himmel von überzeugen. Theoretische Grundlage hat Einstein
geliefert. Es ist auch möglich künstlich eine Fusionsreaktion herbeizuführen, indem man sehr viel
Energie einsetzt (H-Bombe, JET).
Es ist bislang aber nicht gelungen ein Fusionsplasma
zu erzeugen, aus dem man kontrolliert mehr Energie entnehmen kann, als man vorher reingesteckt hat.
Dieses Ziel verfolgt man mit dem Bau von ITER
(voraussichtliche Fertigstellung 2018).
Dieser Forschungsreaktor wird zeigen, ob es gelingt
ein Plasma mit positiver Energiebilanz zu erzeugen.
Vermutlich in den 2020er. Dann kann man sich daran
machen ein kommerzielles Fusionskraftwerk zu entwickeln,
was sicher einige Jahre in Anspruch nehmen wird
und dann muss man es auch noch bauen.
Bei den üblichen Zeiträumen für solche Großprojekte
sind wir da ganz schnell im Jahr 2050.
Wieviele Millarden Euro bis dahin in diese Forschung
geflossen sein werden, das weiß noch niemand.
Aus wissenschaftlich-technischer Sicht fände ich es
großartig, wenn es gelingt Fusionskraftwerke zu bauen.
Nur Strom produziert diese Forschung in absehbarer
Zeit nicht und ich würde keine Wetten darauf abschließen,
dass fossile Brennstoffe noch weitere 40 Jahre zu
akzeptablen Kosten verfügbar sein werden.
Also von mir aus können die Physiker gerne an der
Kernfusion weiterforschen, aber in der Zwischenzeit
ziehe ich den realen Strom aus unserem
natürlichen Fusionskraftwerk dem hypothetischen aus der Retorte vor.

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