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Neue Verordnung: Das passiert jetzt mit Brandenburgs Problemwölfen
DPA

Seitdem wieder Wölfe in Deutschland leben, streiten vor allem Naturschützer und Viehhalter erbittert. Brandenburg erlässt jetzt als erstes Bundesland genaue Regeln.

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spontanistin 22.12.2017, 13:16
10. Schräge Diskussion!

Der Mensch hat doch den Wolf als Haushunde bereits domestiziert und an den vom Menschen geschaffenen Kulturraum angepasst. Der wilde Wolf hat nur noch eine Daseinsberechtigung in vom Menschen naturbelassenen Räumen. Oder sollen demnächst auch hier Braunbären die Müllcontainer plündern und Wildschweine die Gärten umpflügen?

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benmartin70 22.12.2017, 13:23
11.

Zitat von ssc58
Fördermittel heißt ja nicht, dass das Land alle Kosten übernimmt. Fördermittel sind i.d.R. nur ein Zuschuss im unteren Prozentbereich. Für einen Teil bekommt der Landwirt evtl. noch verbilligte Kredite. Den Großteil muss er aber aus eigener Tasche zahlen. Und ob die Ausgleichszahlungen für getötetes Vieh wirklich den tatsächlichen Schaden abdeckt, wage ich zu bezweifeln.
Man kann sich nicht gegen jede Art von Gefahr oder Schaden absichern. bzw bekommt von Dritten Ersatz dafür.
Wen Ihnen bei Sturm ein Ast auf den Kopf fällt und Sie keine Unfallversicherung haben und der Baum auf niemandes Grundstück steht haben Sie auch Pech gehabt.
Oder wenn die Rinder vom Blitz gefällt werden gibt's wohl auch keine Kohle dafür.

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hardeenetwork 22.12.2017, 13:50
12. Mensch gegen Wolf

In Europa sind in den letzten 50 Jahren alle 5 Jahre ein Mensch durch einen Wolf getötet worden, davon die Hälfte durch Tollwut (seit 2008 gibt es keine Tollwut mehr in Deutschland). In dieser Zeit starben 190.000 Menschen in Deutschland im Strassenverkehr. Wozu also die kopflose Panik?

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cum infamia 22.12.2017, 17:41
13. Genau !

Zitat von Sumerer
Das Problem ist, dass einige ehrenwerte Mitglieder unserer Gesellschaft (Jäger, Schäfer, Landwirte, Forstwirte, etc.) sich zu Gunsten der Ausbreitung der (Wer-)Wölfe in Deutschland zurücknehmen müssen. Das ist sehr viel verlangt, zumal der hundsgemeine (Wer-)Wolf im Revier des Jägers sein schreckliches Unwesen treibt und den ach so fürbaß geliebten Wild-Bestand gnadenlos dezimiert. Kurzum: Der Waidmann bekommt weniger vor seine rauchend Donnerbüchse und tobt entsprechend. Des Bauern Kühe werden angefressen - zumindest in den Schwanz gebissen. Des Schäfers Schafe mit Haut und Haaren, im Ganzen, gerissen und verschluckt.
Was alles passieren kann, wenn die Ausbreitung des Wolfes weiter zugelassen wird, ist im Tatsachenbericht namens "Rotkäppchen " genau nachzulesen. Leider wurde von unaufgeklärten Menschen diese Tragödie als "Märchen " verklärt...

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geri&freki 22.12.2017, 22:14
14. "Gnade der Nichtexistenz"

Zitat von the_tetrarch
Wäre niemand auf die Schnapsidee gekommen, im dicht besiedelten Deutschland wieder große Raubtiere anzusiedeln - hätte man den Wölfen also die Gnade der Nichtexistenz gegönnt, müssten sie jetzt nicht erschossen werden. Jeder mit einem Funken Verstand in der Birne hat genau das vorausgesagt. Jetzt müssen Tiere darunter leiden, dass Ideologen im warmen Büro sich realitätsfremden Unsinn ausdenken.
Frei übersetzt: Wahre Tierliebe geht durch den Büchsenlauf! Oder: Ein früher Tod ist besser als ein später Tod! Oder: Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer! ...

Für solch einen hanebüchenen Unsinn muss man wirklich erst einmal Worte finden!

Wie heißt es doch so schön: Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand - weil jeder der festen Überzeugung ist, dass er genug davon besitzt! Dies gilt insbesondere für erklärte Nicht-Ideologen. Denn Ideologen - dass sind natürlich immer die Anderen!

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geri&freki 23.12.2017, 10:08
15. Schnitt ins eigene Knie!

Zitat von IngoLars
Wir sind hier in unserer Kulturlandschaft mehr als 100 Jahre ohne den Wolf ausgekommen. Das kann m.E. auch gut so bleiben. Der Wolf ist keine bedrohte Tierart und benötigt daher auch kein Asyl im deutschen Wald. Im Übrigen wird die ganze Wolfs-Diskussion eine andere sein, wenn der erste Jogger oder gar ein Kind Bekanntschaft mit Meister Isegrim gemacht hat und von einem Wolf verletzt oder gar getötet worden ist. Ein denkbares Szenario, wenn man den Wolf wie ein Schoßtier behandelt und nicht dafür sorgt, dass die Scheu vor dem Menschen z.B. durch Bejagung erhalten bleibt. Ich jedenfalls habe selbst als Jäger gesunden Respekt vor diesem Raubtier und das obwohl ich eine Waffe trage wenn ich durch den Wald laufe.
Wenn man alleine die Zahl an tödlichen Jagdunfällen in den letzten Jahren in Deutschland zusammenrechnet, offenbart sich zweifelsfrei, dass es – rein statistisch gesehen – um ein Vielfaches gefährlicher ist, einem Jäger als einem Wolf zu begegnen. Von den glimpflicheren Unfällen ganz zu schweigen!

Insofern sollten sich unsere Waidmänner und -frauen -- im ureigensten Interesse - tunlichst davor hüten, gerade in diese Kerbe zu hauen. Denn würde die Gesellschaft tatsächlich einmal genauer hinsehen, von wem wirklich welche Gefahren ausgehen, dürfte schnell auch die Frage aufkommen, ob - nach gleichen Maßstäben gemessen - die derzeitige Form des Jagdwesens überhaupt noch akzeptabel ist...

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frenchie3 23.12.2017, 19:23
16. @3 Verursacherprinzip

Hinkt ein bißchen, der Vergleich. Die Umweltschäden sind nicht (wie die Wölfe hier) ausgestorben und die Umweltschäden wurden auch nicht wieder angesiedelt. Warum müssen denn immer gleich so blöde "aber nur wenn...." Kommentare kommen? Man kann doch auch ganz entspannt erst mal eine Sache anfangen und glücklich zu Ende bringen, oder? Hemmt nicht dabei auch was für die Umwelt zu tun

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frenchie3 23.12.2017, 19:30
17. @4 Nur mal unbedarft nachgefragt

Wie viele Kinder, Jogger und Postboten wurden 2017 von Hunden angegriffen? Und wie viele von Wölfen? Ich behaupte jetzt mal ohne Google, nur so vom Bauchgefühl her: jeder einzelne Wolf der auch nur an eine Kindergartenmauer gepieselt hätte stünde balkendick in den Schlagzeilen, man würde die Anzahl kennen. Da muß ich daraus folgern daß man den Hund ganz schnell abschaffen sollte

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frenchie3 23.12.2017, 19:45
18. Die selbe Diskussion wie beim Hai

Wobei in den letzten Jahren mehr Menschen vom Hai gefressen wurden als vom Wolf....WELTWEIT. Selbst Bienen bringen alleine in Deutschland pro Jahr mehr Leute um die Ecke als Wolf und Hai zusammen. Man sollte also erst mal eine Anordnung erlassen die es den Bienen verbietet sich dem Menschen zu nähern, das hat eindeutig Priorität vor dem Wolf

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mens 24.12.2017, 02:38
19. Sture Alternative

Interessanter Herdenschutz: in Italien habe ich mal die Haltung von Alpakas (gibt’s auch mit Schafen) zusammen mit Eseln gesehen. Dabei fungieren die Dickköpfe als Schutztiere gegen die Wölfe. Esel fliehen nicht und ihre Tritte stellen dabei für die Raubtiere eine erhebliche Gefahr dar. Zumindest für übersichtliche/kleine Areale scheint es sich zu bewähren.

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