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Neuordnung: Studie stellt Dinosaurier-Stammbaum in Frage
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Drei US-Forscher wollen die Ahnentafel der Dinosaurier radikal umbauen - ein Angriff auf einen 137 Jahre alten wissenschaftlichen Konsens. Experten können der Idee einiges abgewinnen.

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valmel 23.03.2017, 08:27
1. Wieder einmal zeigt sich

Wir wissen nur eins, dass wir praktisch noch nichts wissen.

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lobivia 23.03.2017, 08:59
2. Unlogisch

Zitat von valmel
Wir wissen nur eins, dass wir praktisch noch nichts wissen.
Um dies beurteilen zu können, müssten Sie logischerweise eine Vorstellung von dem Umfang ihres Nichtwissens haben, um dieses mit dem Umfang ihres Wissen vergleichen zu können. So und vor allem ohne Pluralis Majestatis wird ein Schuh draus.

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Direwolf 23.03.2017, 09:20
3. Aber das Wissen wächst

Ich habe letztens meine alten Dinobücher auf dem Dachboden meiner Eltern gefunden. Die stammen etwa von 1980. Wenn ich die mit dem vergleiche, was man im Netz und im Fernsehen so mitbekommt, hat sich die Paläonthologie wirklich enorm weiter entwickelt.

Daher finde ich als interessierter Laie diesen neuen Ansatz auch spannend.

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meta_matze 23.03.2017, 09:36
4. Vogelbeckensaurier

Bitte entschuldigen Sie die dumme Frage eines Nichtwissenden - aber privat durchaus Interessierten. Warum haben sich die Vögel aus den "Echsenbecken-Sauriern" entwickelt, wenn bei der Einteilung die Alternative "Vogelbecken-Saurier" bereits bestimmt war? Oder wurden die Vögel zuerst den Vogelbecken-Sauriern zugeordnet und dann später die Zuordnung revidiert und man wollte nicht "alles" umschreiben? Die neuen Erkenntnisse würden also die vorher "willkürliche" Einteilung revidieren.

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otelago 23.03.2017, 11:51
5. Fundstücke

Paläontoligen haben es schwer. Aus einer ungeheuren Menge an tatsächlich in Vorzeiten existierenden Arten an Lebewesen anhand einer demgegenüber sehr dürren und selektiven Datenlage Zusammenhänge und allgemeine Regeln aufstellen zu müssen erscheint unmöglich.

Stets unterliegen sie dem Zwang, dem Publikum eine schnelle griffige Gesamtschau auf Zeträume zu geben die nur abstrakt und nie intuitiv begreifbar sein können.

Definitiv aber gilt, dass die Menschheit mal ganz schnell einen Grossteil der Erde zum Naturreservat machen muss damit es auch in Zukunft Kinder gibt die nicht nur im Urzeitbuch einem wilden natürlich lebenden Tier begegnen können.

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uzsjgb 23.03.2017, 12:28
6.

Zitat von lobivia
Um dies beurteilen zu können, müssten Sie logischerweise eine Vorstellung von dem Umfang ihres Nichtwissens haben, um dieses mit dem Umfang ihres Wissen vergleichen zu können.
Je mehr man weiß, desto weniger weiß man.

Aus diesem Grund kommen sich gebildete Menschen oft unwissender vor, als ungebildete, weil sie eher ein Überblick darüber haben, was sie nicht wissen.

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schwerpunkt 23.03.2017, 12:37
7.

Zitat von valmel
Wir wissen nur eins, dass wir praktisch noch nichts wissen.
"Ich weiß, dass ich nichts weiß."
Dieser angeblich von Sokrates geprägte Satz, würde voraussetzen, dass ich weis WAS ich nicht weis, denn wenn ich tatsächlich NICHTS weis, dann kann ich auch nicht wissen, dass ich nichts weis. Ansonsten hätte ich ja Wissen um meine Unwissenheit.
Diesem Paradoxon war sich Sokrates ebenfalls bewusst, wesen wegen seine Ausführung eher war, dass er sich unsicher über sein, über allen Zweifel erhabenen Wissens war. Insofern ist der Satz in dieser Verkürzung auch philosophisch unsinnig.

Insofern war seine Aussage eher, dass er weiß, dass er nichts gesichert weiß oder wissen kann. Insofern ein Vorgriff auf die Prämisse der modernen Naturwissenschaft, dass Erkenntnisse niemals bewiesen (verifiziert), sondern nur widerlegt werden können (falsifiziert).
Wäre die Prämisse, dass wir niemals mit einer Zunahme von Erkenntnissen rechnen können, könnten wir mit technologischer und wissenschaftlicher Forschung sofort aufhören.
Insofern erreichen wir niemals wirkliches WISSEN, aber die Genauigkeit unserer Annahmen nimmt kontinuierlich zu.

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quark2@mailinator.com 23.03.2017, 13:01
8.

Wetten, daß sich das später alles als noch komplexer herausstellen wird, z.B. das es da eine Mischlinie mit Vogelbecken, Federn und "Luftknochen" gab, aus welcher die heutigen Vögel dann hervorgingen ... Schön, daß es noch Fronten in der Wissenschaft gibt, die dem normalen Verstand direkt zugänglich sind, also ohne dunkle Materie, Stringtheorie und 27 Dimensionen :-) ...

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uzsjgb 23.03.2017, 13:13
9.

Zitat von schwerpunkt
Dieser angeblich von Sokrates geprägte Satz, würde voraussetzen, dass ich weis WAS ich nicht weis, denn wenn ich tatsächlich NICHTS weis, dann kann ich auch nicht wissen, dass ich nichts weis.
Ich kann viele Dinge aufzählen, von denen ich nichts weiß.

Eines davon wäre z.B. Quantenmechanik. Wenn ich mir Wissen darüber aneignen würde, würde ich zunächst zwar mein Wissen vermehren, aber durch dieses neue Wissen würde ich von vielen Dingen erfahren, von denen ich nichts weiß, aber von denen ich vorher noch nichts gehört hatte, weil ich nichts über die Quantenmechanik wusste.

Je mehr ich also lerne, desto mehr erfahre ich auch von Dingen, von denen ich nichts weiß. Obwohl ich mein Wissen (objektiv) vermehre, vermehrt sich (subjektiv) umso mehr mein Nichtwissen.
Das ist das Paradoxon.

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