Forum: Wissenschaft
Neurochirurgie: Liebe Leserin, lieber Leser,
Esther Horvath/ Alfred-Wegener-Institut

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3daniel 30.11.2019, 11:48
2. Expedition ins Gehirn

Vor vielen Jahren gab es diese Mini Serie (drei Folge) kann ich sehr empfehlen. Was das menschliche Gehirn leisten kann ist unfassbar.

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justice005 30.11.2019, 12:07
3. letzter Absatz

Genau das ist auch meine Frage: Wieso kann man einerseits mit nur einer Gehirnhälfte völlig normal leben und wieso ist man manchmal bei einer nur ganz kleinen Hirnverletzung schwerstbehindert? Das ist für mich als Laie wirklich völlig unfassbar. Interessant wäre es, hierzu zumindest einige Erklärungsansätze von Medizinern zu erhalten.

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Remember Ökjokull 30.11.2019, 12:47
4. Wo bleibt der Inhalt?

Was ist das für ein Artikel? Oder besser: Wo ist sein Inhalt? Und ist es nicht ein Unterschied, ob die Verbindung zwischen den Gehirnhälften gekappt wird oder eine Hirnhälfte ganz entfernt wird?

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DerekOtt 30.11.2019, 13:35
5. @Nr. 4

Das liegt am Alter zum Zeitpunkt des Eingriffs. In den ersten zwei Lebensjahren vernetzen sich Nervenzellen relativ ungehemmt miteinander, dass es im Hirn nur so rauscht. In den folgenden Jahren werden entsprechend der Lernprozesse "nützliche" Querverbindungen beibehalten und andere, "unnütze" zunehmend rückgebaut. In dieser Phase kann das Gehirn erstaunlich große Schäden wegstecken, weil zum Beispiel dem Sprachzentrum noch "alternative Wege" zur Zunge zur Verfügung stehen, falls die direkte Verbindung gekappt wird. Wenn Ihnen oder mir das gleiche z. B. wegen eines Schlaganfalls passiert, ist die Umleitung nicht mehr da oder muss mühselig neu aufgebaut werden.
Zudem kann man bei der hier beschriebenen einseitigen Epilepsie ("Rasmussen-Encephalitis", vermute ich) davon ausgehen, dass die erkrankte Hirnhälfte bereits vor der Operation stark beeinträchtigt und die gesunde Seite vielleicht sowieso dabei war, alternative Netzwerke zu bilden. Trotz alledem: dass einem Kind eine komplette Hirnhälfte entnommen wird und keine schwerwiegenden Behinderungen bleiben, ist immer noch ungewöhnlich - was an einigen Stellen auch im Beitrag anklingt.

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PinPinguin_reloaded 30.11.2019, 16:49
6. Wie sieht es in Deutschland aus?

Auch ich hätte mir vom Spiegel etwas umfangreichere Hintergrundinformationen gewünscht. So wäre meiner Meinung nach berichtenswert gewesen, wie viele epilepsiechirurgische Eingriffe dieser Art in Deutschland durchgeführt werden bzw. wie viele Patienten eventuell sogar auf diesen Eingriff warten, ihn aber nicht bekommen. Die Studie ist natürlich trotzdem sehr interessant und wissenschaftlich enorm wichtig, weil immer noch offen ist, was genau jene Patienten, die eine nahezu vollständige Genesung zeigen, von denen unterscheidet, die schlecht genesen. In dieser Hinsicht ist vor allem auch die Frage interessant, welche Rolle die sich dem Eingriff anschließende Therapie spielt. Damit nach der Hemisphärektomie die im Schädel verbleibende Gehirnhälfte die Funktionen des entfernten Gewebes zumindest teilweise übernimmt, ist ein intensives Training vonnöten, das durch Experten langfristig durchgeführt werden muss. Nur so kann in seltenen Fällen eine Kompensation sämtlicher Funktionsausfälle erreicht werden, sodass der Patient schließlich im Erwachsenenalter komplett ohne Ausfälle leben kann. Hier wäre es berichtenswert gewesen, ob und wenn ja, wo es in Deutschland diese intensiven Trainings überhaupt gibt und wie erfolgreich sie sind.

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batman55 30.11.2019, 17:59
7. Na ja,

Es gibt sogar Leute, die leben ganz ohne Hirn (Trump, Erdogan, Bolsonaro usw).

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Gwylim 30.11.2019, 20:31
8. Lol

Zitat von Badonkadonks
Ist das nicht die Rubrik Politik?
haha, der war gut :)

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gbpa005 30.11.2019, 22:25
9. @Frau Köppe; Quelle gesucht

Liebe Frau Köppe, könnten Sie bitte die Quelle des Videos ergänzen oder auf den zugehörigen wissenschaftlichen Zeitschriftenartikel verweisen? Ich konnte die Quelle nicht finden. Danke!

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