Forum: Wissenschaft
Nobelpreis für Physik: Sind wir allein? Und warum gibt es uns überhaupt?
AP/ The Reno Gazette-Journal

Zwei Exoplanetenforscher und ein Kosmologe haben den Nobelpreis für Physik bekommen. Sie haben unser Verständnis vom All revolutioniert - weil sie Fragen gestellt haben, die auch Vierjährige verstehen.

Seite 6 von 16
emil_erpel8 09.10.2019, 01:05
50.

Zitat von Mikrohirn
sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Astrophysik auf letztlich sinnlose Fragen, für die Praxis völlig nutzlose Antworten liefert. Ein teures Hobby einiger weniger tausend (finanzieren die das selbst?). Was z.B. bringt es zu wissen, ob noch ein oder eine Million Planeten besiedelt ist/sind? Wir kommen nicht dort hin und kommunizieren können wir auch nicht mit denen bei Nachrichtenübermittlung mit maximal Lichtgeschwindigkeit. Es gibt auf unserem Planeten echt wichtigere Fragen, die auf Lösung warten.
Na klar, Satellitentechnik, die Grundlagen der Teilchenphysik, auf denen jede Menge moderner Technik beruht (GPS, Satellitenbilder, Mobilfunk usw.), die hätte man viel schneller am Boden erforscht, wenn die "astronomischen Summen" in Sozialarbeit oder Wirtschaftsförderung gesteckt worden wären. Ob's die Entdecker von Feuerstein, Ackerbau und Rad sich auch sowas anhören mußten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
postit2012 09.10.2019, 02:35
51. Ich mag Ihre Kommentare seit je,

Zitat von permissiveactionlink
fast 420 Jahre nach seiner Hinrichtung auf dem Campo de' Fiori in Rom, stieg der Geistliche und Astronom Giordano Bruno wissend lächelnd von seinem Scheiterhaufen, auf dem die immer so barmherzige und um ihre weltliche Macht besorgte katholische Kirche ihn am 17. Februar 1600, halbtod und geschunden verbrannte. Bruno hatte vermutet, dass es nicht nur eine Sonne gibt, sondern unzählige davon, dass sie von anderen Welten begleitet sind, und dass auch auf diesen Leben existieren könnte. Dafür musste er sterben. Nie wieder dürfen religiöse Fanatiker und inkompetente Laien die Deutungshoheit über das Forschen, Denken und Schlussfolgern erhalten. Was hätte aus Europa werden können, ohne diese Unmenschen im Vatikan !
würde den letzten aber ein wenig umformulieren und als katholischer Atheist fragen: Was ist aus Europa geworden trotz dieser Brut im Vatikan?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oalos 09.10.2019, 04:55
52. Die weite www.

Zitat von Humanfaktor
Der staunende Journalist und die Art, wie er die weite Welt der Wissenschaft sieht. Einem Kind kann man nachsehen, wenn Ursachen und Wirkungen (noch) nicht in die richtigen Reihenfolgen gebracht werden. Vierjährige haben eben noch überschaubare Kompetenzen der Abstraktion des Konkreten und Manifestation des Theoretischen. Aber warm schreiben Vierjährige hier in der Sparte Wissenschat die Laudatio für Nobelpreisträger. Wo steckt da der Sinn ? ;-)
Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft.“

Ron Sommer, ehemaliger Telekom-Chef, 1990

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oalos 09.10.2019, 05:05
53. ist o.k.

Zitat von ein-berliner
Wer schaut hier in die Zukunft? Die Sternengucker sehen immer nur in die Vergangenheit. Nur das kleine Gretchen glaubt noch an die Zukunft.
Sie denkt an eine kleine Zukunft. Schon mal realistischer als die Blender des steten Wachstums in einem geschlosenen System.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oalos 09.10.2019, 05:10
54. Nö.

Zitat von caliper
Der Anstieg um 15° C in einem Zeitraum von mehr als 1 Milliarde Jahre sorgt mich nicht. Nicht weil ich das nicht selber erleben muss sondern weil in dieser Zeit die Evolution reagieren kann. Sowohl der Mensch (oder das was aus ihm wird) wird sich biologisch anpassen als auch das restliche Ökosystem. Zudem verdoppelt sich alle 7 Jahre unser Wissen. D.h. wir ernähren, stoffwechseln, therapieren, schützen uns ganz anders. Von daher ergibt es wenig Sinn in solche Zeiträumen zu extrapolieren, wenn man bedenkt, dass das eine 10.000 fach längere Zeitspanne ist als der Mensch, wie wir ihn kennen, überhaupt existiert.
Ich habe den Eindruck, alle 4 Jahre verblöden ganze Landstriche. National u. international.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
querulant_99 09.10.2019, 06:29
55. @30

Welchen Sinn würde denn ein Warb-Antrieb machen, wenn die Wissenschaft nicht zuvor interessante Ziele für eine Entdeckungsreise erforscht hätte. Jahrelang nur eine endlose Leere mit ein paar weißen Punkten zu duesen, ist auch nicht gerade der Hit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sissy.Voss 09.10.2019, 07:59
56. Ja, lieber Mitforist,

Zitat von permissiveactionlink
fast 420 Jahre nach seiner Hinrichtung auf dem Campo de' Fiori in Rom, stieg der Geistliche und Astronom Giordano Bruno wissend lächelnd von seinem Scheiterhaufen, auf dem die immer so barmherzige und um ihre weltliche Macht besorgte katholische Kirche ihn am 17. Februar 1600, halbtod und geschunden verbrannte. Bruno hatte vermutet, dass es nicht nur eine Sonne gibt, sondern unzählige davon, dass sie von anderen Welten begleitet sind, und dass auch auf diesen Leben existieren könnte. Dafür musste er sterben. Nie wieder dürfen religiöse Fanatiker und inkompetente Laien die Deutungshoheit über das Forschen, Denken und Schlussfolgern erhalten. Was hätte aus Europa werden können, ohne diese Unmenschen im Vatikan !
Ja, lieber Mitforist, aber genau an der Grenze einer solchen Welt stehen wir, wo wissenschaftliche Erkenntnisse politischen (Ein-)Sichten und nationalen Egoismen geopfert werden; von den religiös motivierten Strömungen, die nicht nur vom Islam ausgehen, sondern auch z.B. von den amerikanischen Evangelikalen, ganz zu schweigen. Dazu leistet auch unsere heutige Wissenschaftsindustrie ihren Beitrag, deren Publikationen häufig durch hohe Spezialisierung für den normalen (Bildungs-)Bürger schon jenseits der Verständnisgrenze sind. Da ist es durchaus richtig wohltuend, wenn der Physik-Preis an Forscher geht, die basale, allgemein verständliche Fragen bearbeiten. Während der Vatikan im 21. Jahrhundert eigene Astrophysiker beschäftigt und zudem in der Bevölkerung seine wissenschaftliche Deutungshoheit fast völlig verloren hat, verweigern sich andere religiöse Gruppierungen auch nur den grundlegendsten Einsichten in wissenschaftliche und sogar soziale Tatsachen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sissy.Voss 09.10.2019, 08:11
57. Träumen

Zitat von danzka_
Ist schon gut so. Wir haben ja nur noch 6 Mrd. Jahre, bis uns die Sonne um die Ohren fliegt. Oder gerade mal 4, bis die Milchstraße mit dem Andromedanebel zusammenrauscht. Also bis dahin sollten wir schon raus sein aus unserer Galaxie. Die viel schwierigere Aufgabe ist, als Menschheit bis dahin zu überleben.
Träumen Sie weiter. Zwei Gründe sprechen deutlich gegen Ihren Wunschtraum, z.B. aus unserer Galaxie zu verschwinden. Da ist zum einen der Durchmesser allein unserer Galaxie mit ca. 100.000 Lichtjahren und der Abstand zu Andromeda von ca. 2,5 Mio Lichtjahren; da kommt´s auf 100.000 LJ mehr oder weniger nicht an. Da bringt auch das Gefasel von Generationenraumschiffen nichts, selbst, wenn wir eine komfortable Reisegeschwindigkeit wie die des Lichts erreichen könnten. Zum anderen gibt es ws. höchstens Einzeller, die die 4 Mrd. Jahre seit der Entwicklung des Lebens auf unserer Erde durchgehalten haben. Und die sind in ihrer Konstruktion schon etwas stabiler als ausgerechnet Ex-Affen, die ohne kulturelles und technologisches Umfeld kaum ein Jahrzehnt überleben dürften.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HansHuckebein 09.10.2019, 08:20
58. Leben vs. Intelligenz

Die Frage, ob es Leben im Universum gibt sollte man trennen von der Frage, ob es INTELLIGENTES Leben da draußen gibt. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel. Auf unserer Erde tauchten relativ bald nach ihrer Entstehung die ersten Mikroorganismen auf. Bis zur Entstehung von makroskopischem Leben vergingen dann über drei Milliarden Jahre. Und Intelligenz (so man es denn so nennen möchte) gibt es erst seit ein paar Millionen Jahren (seit den ersten Hominini). Für all diese Sprünge waren ungeheure Zufälle erforderlich, und es ist unwahrscheinlich, dass ohne gerade diese zufälligen Abfolgen von zufälligen Katastrophen der Mensch entstanden wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
querulant_99 09.10.2019, 08:24
59. @caliper, #32

Es wäre doch mal eine interessante Frage, wie groß die Gefahr durch einen Crash mit dem Andromeda-Nebel wirklich ist. Ich weiß ja, dass eine genaue Berechnung mit unseren derzeitigen Kenntnissen praktisch unmöglich ist. Man könnte aber eine grobe Vorstellung davon bekommen, wenn man folgende Simulations-Rechnung durchführen würde:
Gegeben seien zwei identische Galaxieenin mit der Struktur unserer Milchstraße, die, beschleunigt durch die Gravitation, aufeinander zurasen. Wie viele Frantalzusammenstoesse zweier Sterne wären tatsächlich zu erwarten? Fast alle Sterne werden nur, leicht abgelenkt, im riesigen Raum zwischen den einzelnen gegnerischen Sternen hindurchrasen. Ein menschlicher Beobachter wurde während des "High Noon" nur einen Sternenhimmel mit doppelt so vielen Sternen sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 16