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Nordkoreas "supergroßes" Raketensystem: "Es geht vor allem um Prahlerei"
KCNA via REUTERS

Nordkorea hat ein vermeintlich "supergroßes" und neuartiges Waffensystem erprobt. Der Münchner Raketenexperte Robert Schmucker erklärt, was wirklich dahintersteckt.

ziehenimbein 11.09.2019, 17:32
1. Elon Musk hat die BFR

und der arme Diktator hat's halt ne Nummer kleiner. Ich denke auch, dass das nur Säbelrasseln ist. Letztendlich sind solche Aussagen ja an Trump adressiert und dementsprechend ist die Ausdrucksweise. Rocketman vs Hurricanenuker!

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labellen 11.09.2019, 18:21
2. mittlerweile gehen Fachleute

davon aus, daß Kim bei solchen Gelegenheiten "handgefertigte" Prototypen vorführt.
Zudem sind 300 km Reichweite völlig überflüssig, die 30 km von der nordkor. Grenze bis Seoul sind auch mit herkömmlicher Artillerie gut erreichbar.

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Ventil4tor 11.09.2019, 19:06
3. Natürlich kommts aus Russland

Man sieht doch wo Nordkorea einkauft. Alte MIGs, die Hubschrauber, die Trägersysteme usw. Praktisch 70% des Militärs sind alte Sovietbestände. Russland ist wie eBay Kleinanzeigen und verkauft den überflüssigen Schrott an NK. Ich frag mich nur wo Donald Trump's Erfolge sind? Erreicht hat er nur eine Pause, aber keinen Stillstand. Glaub aber eher dem ist das alles egal mitlerweile, seit er zum guten Freund von Kim Jong-Un wurde.

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kumi-ori 12.09.2019, 02:20
4.

Lieber Herr Schmucker, bitte behalten Sie Ihre Fachkenntnisse für sich und äußern Sie sich, so wie der südkoreanische Politiker, "sehr besorgt". Dann nämlich sieht Herr Kim sein Ziel erreicht und wird keine Notwendigkeit sehen, an der weiteren Verfeinerung seines Arsenals zu arbeiten, was am Ende noch zu unbeabsichtigten Fehlern mit katastrophalen Folgen führen könnte.

Vor etwa zehn Jahren hat Kim mal auf einer Parade Raketen aus Pappendeckel auffahren lassen, bei denen die Teile falsch rum zusammengeklebt waren. Nach dem hämischen Gelächter der Weltöffentlichkeit fing Kim an, wie wild an neuen Atomraketen zu basteln (der arme Kostrukteur von damals sitzt heute wahrscheinlich immer noch im Straflager).

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Michael Weissich 12.09.2019, 08:56
5. Wer hat denn dem Herrn Schmucker den Expertenstatus zuerkannt?

Das durch SPON mit Herrn Schmucker geführte Interview hat mich wenig begeistert und ich muss die dort getroffenen Einschätzungen deutlich revidieren. Herr Schmucker hat sich in seiner Analyse auf nordkoreanische Raketenteste in der Vergangenheit bezogen. Leider ist diesem sogenannten Experten entgangen, dass es sich bei der nordkoreanischen Raketenentwicklung um eine Triade handelt. Das bedeutet, dass Nordkorea auf dem Feld der Entwicklung von ballistischen Flugkörpern eng mit Pakistan und dem Iran zusammen arbeitet. Alle drei Länder haben in den vergangenen Jahren ein intensives Forschungsprogramm von Teilkomponenten aufgenommen. Der Zusammenhang hätte auch einem Laien auffallen müssen und keines Experten bedurft.
Ein guter Journalist hätte diese allgemein bekannte Triade aufgreifen müssen und beim zusammenfügen der jeweiligen Puzzleteile schnell erkennen können, dass diese Artikel ein vollkommen falsches Bild abgibt. Die Wahrheit ist: Nordkorea verfügt über Intermediate Ballistic Missiles (IRBM). Die aufgeführten Teste dienen dazu, den Circular Error Point (CEP) in Zukunft zu verbessern. Dieses macht man durch Nutzung von relativ kostengünstiger Bestandstechnologie und mit Einrüstung von innovativer Technologie als Teilkomponente.
An den Redakteur von SPON: Sparen Sie sich das Geld für Ihre sogenannten "Experten" und beschäftigen Sie sich künftig mit der Materie.

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quark2@mailinator.com 12.09.2019, 11:22
6.

Da klafft aber ein Loch in diesem Interview. Er sagt in etwa "Bis "2017 waren die nordkoreanischen Raketen eigentlich alle russischer Herkunft." ... Und dann kommt eben leider keinerlei Kommentar zu den Jahren seither. Also gerade die Zeit, in der Nordkorea diese erstaunlichen Versuche gemacht hat, wird nicht besprochen. Auch ich glaube nicht, daß wir da Eigenentwicklungen gesehen haben und finde den gelegentlich gehörten Verweis auf die Ukraine nicht völlig abwegig, aber richtig gerade heraus hat man diese Attributierung bisher nicht gemacht und das wäre ja nun interessant. Daß das System auf dem Foto eine eher kürzere Reichweite hat, ist offensichtlich und ich kann mir nicht denken, was Kim daran so glücklich macht. Ist aber alles egal. Wenn Nordkorea auch nur ein paar einsatzfähige Nuklearwaffen (nicht Raketen) hat, dann reicht das halt, um eine Invasion abzuwehren. Mir tun nur die Leute dort leid, die wegen der Sanktionen teilweise nicht einmal genug zu essen bekommen. Als würde das irgendwas bringen.

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neanderspezi 12.09.2019, 19:39
7. Die Szene mit den Popanzen ernsthaft zu betrachten fällt schwer

Die drei Maulwürfe auf dem Bild freuen sich ja gewaltig über die aufgewühlte Erde vor der sie stehen, besonders der Herr mit dem ausladenden Schirmpilz auf dem Haupt und dem Notizblock in der Hand, sicher bereit jede humorige Anekdote seines Chefs sofort für die Nachwelt zu notieren. Wenn sich diesem harmonischen Beisammensein noch Donald aus dem Weiße Haus zugesellen würde, wäre ein Quartett beieinander, dem man guten Mutes den Frieden auf der Welt zur Sicherstellung und Überwachung überlassen könnte. Schade, dass man nicht teilhaben kann an der unschätzbaren Freude, der sie sich hinzugeben bemühen. Solche herzlichen Gefühle könnten auch dazu beigetragen haben, dass Donald und Kim zu Boltons Leidwesen bei ihrer Begegnung große Zuneigung füreinander empfanden. Wahre Männerfreundschaft macht selbst nukleares Gefahrenpotential leicht überwindbar und sollte selbst bei einem Spiel mit roten Knöpfen zu einem spaßigen Zeitvertreib herhalten können. Wenn nicht Kim, wer könnte sonst dem Präsidentendarsteller im Weißen Haus ein Siegel friedfertigen Bemühens glaubwürdig verabreichen und ihm damit eine Chance zu einem heiß ersehnten Preis bereiten.

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