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Öffentliche Meinung: "Fake News" werden nicht die Wahl entscheiden
DPA

Werden Bots, Desinformation und Echokammern den Bundestagswahlkampf bestimmen? Wird Propaganda bei Facebook den Radikalen Wähler zutreiben? Ein Blick auf bisherige Abstimmungen gibt Antworten.

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Dark Agenda 26.06.2017, 17:35
110. Fake News gibt es überall daher kein Drama

Jeder Wahlkampf besteht nur aus Fake News oder Spin wie man früher sagte. Daran ändert sich heute nichts.
Man schaue sich nur die Rede von Martin Schulz gestern an.
50%+ der Artikel auf dieser Seite sind irgendwo faktisch falsch oder verfolgen eine politische Agenda jenseits der Neutralität jenseits der ehrlichen Berichterstattung..
Nicht nur der rechte Rand und die russischen Hacker verdrehen die Wahrheit, nein auch die Bewohner des Prenzlauer Bergs oder Hamburg können aus ihren Designerlofts nicht die Situation am Boden in Syrien, nicht einmal in Deutschland korrekt beurteilen.
Unsinnige Umfrageergebnisse der ÖR Nachrichtensendungen. Umfragen spiegeln nicht die Realität wieder sondern die Fragestellung und die Mentalität der Fragesteller.

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MiniDragon 26.06.2017, 17:36
111.

Junckers beste Zitate:
''Wenn es ernst wird, muss man lügen''

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hr.lich-daemlich 26.06.2017, 17:56
112.

Da bin ich ja froh, dass ich Ihren Beitrag aus Ihrer Echokammer in meiner Echokammer lesen darf. Nur mal ganz kurz: Sie haben meine Eltern wertlos genannt, meine Großeltern auch und nennen mich Kreatur. Wir haben alle unsere Echokammern. Als die DDR aufgelöst wurde, war ich in der dritten Klasse und lernte da am eigenen Leib was politische Propaganda ist. Denn nachdem sich ein Teil der Lehrer entschuldigt hatte, wurde ein anderes Programm gelehrt, was auch politisch verblendet war. Ganz besonders hat mich die lokale Kulturabschaffung genervt. "In Berlin kein Preußisch reden, in der Schule schon gar nicht, Hochdeutsch ist Amtssprache." Das ist unglaublich aufbauend und motivierend, wenn du für deine Sprache, die über Jahre gewachsen ist, schlechte Noten bekommst, da Dialekt sich nicht so leicht unterdrücken lässt. Eine kleine Episode von vielen, die man als Wendekind mitmacht und da lernt man auch im Laufe der Zeit, dass im kalten Krieg alle Seiten gelogen haben, aber einige Lügen sind durch Sieg scheinbar legitimiert. In der DDR wußte ich übrigens schon als Kind, dass ddr-staatliche Propaganda größtenteils gelogen ist. Da war schlimmer zu realisieren, dass meine Eltern auf die ganzen Lügen der andere Seite reingefallen sind (Hoffnungen über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit vernichtet, aber der Kapitalismus macht ja gerne viele Werbeversprechen, die er auch nicht einlöst). Wie das demokratische System funktioniert, lernte ich dann erst in der Berufsschule, weil meine Eltern es nicht wussten und auch in guten Teilen immer noch nicht kennen, da keine Aufklärung gemacht wurde. Das geht wahrscheinlich sehr vielen Menschen in der ehemaligen DDR so. Sie kennen die Mechanik nicht. Ich darf mir übrigens seit der Wende pauschal von Leuten wie Ihnen anhören, dass ich wertlos bin. Zusätzlich darf man mich schlechter Bezahlen per Gesetz (Ostregelung gilt Berlinweit). Völlig legitim. Und da wundern sie sich, wenn man frustriert darüber ist?
Mal zurück: Ich halte den Soli heute für überholt, bin eher für einen Infrastrukturfond mit dem man schwache Regionen unterstützt, würde aber heißen das man den trotzdem noch bezahlt (ja, ich zahl ihn auch).
Sie brauchen übrigens Ihr Lager nicht anzugeben, da sie pauschal eine gesamte Bevölkerung in einem Topf werfen und hier im Thread wohl ein Lagerkampf läuft.

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hr.lich-daemlich 26.06.2017, 17:56
113.

Zitat von Hannelore2
Das ist wirklich mal ein sehr zutreffendes Wort für die Medien in Ossideutschland: Echokammer! Es gibt dort meist nur lokale "Zeitungen" und "Sender", besetzt mit Alt-Ossies, die mit aller Kraft versuchen die Information von den Kindern fernzuhalten, dass es ohne ständig andauernde Finanzierung aus dem Westen über Länderfinanzausgleich fast (wetten ein Ossi bringt irgendeine Ausnahme ohne zu kapieren das es die Regel bestätigt) dort gar nichts gäbe außer Ruinen, dass die Gehälter zurecht größer sind im Westen, ebenso wie die Positionen eben und die Lebenshaltungskosten, dass die DDR ein wertloser Unrechtsstaat war, geschaffen und erhalten von wertlosen Eltern und Großeltern. So wie die DDR eine komplett geschlossene Echokammer war, die schon die jetzt lebenden Kinder im Kindergarten gehirngewaschen hat, so schaffen sich die daraus entstandenen DDR-Kreaturen, die sich zurecht wertlos fühlen, heute selbst ihre Echokammer.
Da bin ich ja froh, dass ich Ihren Beitrag aus Ihrer Echokammer in meiner Echokammer lesen darf. Nur mal ganz kurz: Sie haben meine Eltern wertlos genannt, meine Großeltern auch und nennen mich Kreatur. Wir haben alle unsere Echokammern. Als die DDR aufgelöst wurde, war ich in der dritten Klasse und lernte da am eigenen Leib was politische Propaganda ist. Denn nachdem sich ein Teil der Lehrer entschuldigt hatte, wurde ein anderes Programm gelehrt, was auch politisch verblendet war. Ganz besonders hat mich die lokale Kulturabschaffung genervt. "In Berlin kein Preußisch reden, in der Schule schon gar nicht, Hochdeutsch ist Amtssprache." Das ist unglaublich aufbauend und motivierend, wenn du für deine Sprache, die über Jahre gewachsen ist, schlechte Noten bekommst, da Dialekt sich nicht so leicht unterdrücken lässt. Eine kleine Episode von vielen, die man als Wendekind mitmacht und da lernt man auch im Laufe der Zeit, dass im kalten Krieg alle Seiten gelogen haben, aber einige Lügen sind durch Sieg scheinbar legitimiert. In der DDR wußte ich übrigens schon als Kind, dass ddr-staatliche Propaganda größtenteils gelogen ist. Da war schlimmer zu realisieren, dass meine Eltern auf die ganzen Lügen der andere Seite reingefallen sind (Hoffnungen über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit vernichtet, aber der Kapitalismus macht ja gerne viele Werbeversprechen, die er auch nicht einlöst). Wie das demokratische System funktioniert, lernte ich dann erst in der Berufsschule, weil meine Eltern es nicht wussten und auch in guten Teilen immer noch nicht kennen, da keine Aufklärung gemacht wurde. Das geht wahrscheinlich sehr vielen Menschen in der ehemaligen DDR so. Sie kennen die Mechanik nicht. Ich darf mir übrigens seit der Wende pauschal von Leuten wie Ihnen anhören, dass ich wertlos bin. Zusätzlich darf man mich schlechter Bezahlen per Gesetz (Ostregelung gilt Berlinweit). Völlig legitim. Und da wundern sie sich, wenn man frustriert darüber ist?
Mal zurück: Ich halte den Soli heute für überholt, bin eher für einen Infrastrukturfond mit dem man schwache Regionen unterstützt, würde aber heißen das man den trotzdem noch bezahlt (ja, ich zahl ihn auch).

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hr.lich-daemlich 26.06.2017, 17:58
114. Upps

Entschuldigt die Mehrfachübermittlung. Mir wurden Fehler bei der Übertragung gemeldet.

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hartwig2 27.06.2017, 14:52
115. Waren es früher keine Fake news

Sondern stumpf Lügen?
" Mit mir keine Maut , wir werden den Haushalt konsolidieren, Mehrwertsteuererhöhung nur über meine Leiche, Die Rente ist sicher, nur mit und soziale Gerechtigkeit, wir senken die Arbeitslosigkeit, wir sorgen für soziale Sicherheit.

Auf das was geschrieben oder gesagt wird , reagieren wir Bürger doch schön nicht mehr , weil es eh Blabla ist, und dadurch egal wer da was wem untergeschoben hat, als Fake news. Interessant sind doch für den Bürger immer nur die Sachen die nicht in Wahlprogrammen stehen
Wo stand 2013 das man die Autobahn privatisieren wollte, eine Maut durch die Hintertür.
Wo stand das man die Rente besteuern und Betrag senken will.

Das man eine Vermögenssteuer einführen will ist bla bla, interessant ist doch nur die Frage warum gibt es soviel SteuerCDs, wenn es keines Vermögenssteuer und geringe Kapitalertragssteuer gibt, warum verstecken die Vermögenden ihr Geld ins Ausland , wenn es eigentlich nicht notwendig wäre.

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hartwig2 27.06.2017, 15:22
116.

Zitat von hr.lich-daemlich
Da bin ich ja froh, dass ich Ihren Beitrag aus Ihrer Echokammer in meiner Echokammer lesen darf. Nur mal ganz kurz: Sie haben meine Eltern wertlos genannt, meine Großeltern auch und nennen mich Kreatur. Wir haben alle unsere Echokammern. Als die DDR aufgelöst wurde, war ich in der dritten Klasse und lernte da am eigenen Leib was politische Propaganda ist. Denn nachdem sich ein Teil der Lehrer entschuldigt hatte, wurde ein anderes Programm gelehrt, was auch politisch verblendet war. Ganz besonders hat mich die lokale Kulturabschaffung genervt. "In Berlin kein Preußisch reden, in der Schule schon gar nicht, Hochdeutsch ist Amtssprache." Das ist unglaublich aufbauend und motivierend, wenn du für deine Sprache, die über Jahre gewachsen ist, schlechte Noten bekommst, da Dialekt sich nicht so leicht unterdrücken lässt. Eine kleine Episode von vielen, die man als Wendekind mitmacht und da lernt man auch im Laufe der Zeit, dass im kalten Krieg alle Seiten gelogen haben, aber einige Lügen sind durch Sieg scheinbar legitimiert. In der DDR wußte ich übrigens schon als Kind, dass ddr-staatliche Propaganda größtenteils gelogen ist. Da war schlimmer zu realisieren, dass meine Eltern auf die ganzen Lügen der andere Seite reingefallen sind (Hoffnungen über Jahrzehnte aufgebaut und in kurzer Zeit vernichtet, aber der Kapitalismus macht ja gerne viele Werbeversprechen, die er auch nicht einlöst). Wie das demokratische System funktioniert, lernte ich dann erst in der Berufsschule, weil meine Eltern es nicht wussten und auch in guten Teilen immer noch nicht kennen, da keine Aufklärung gemacht wurde. Das geht wahrscheinlich sehr vielen Menschen in der ehemaligen DDR so. Sie kennen die Mechanik nicht. Ich darf mir übrigens seit der Wende pauschal von Leuten wie Ihnen anhören, dass ich wertlos bin. Zusätzlich darf man mich schlechter Bezahlen per Gesetz (Ostregelung gilt Berlinweit). Völlig legitim. Und da wundern sie sich, wenn man frustriert darüber ist? Mal zurück: Ich halte den Soli heute für überholt, bin eher für einen Infrastrukturfond mit dem man schwache Regionen unterstützt, würde aber heißen das man den trotzdem noch bezahlt (ja, ich zahl ihn auch).
Genauso entstehen Fake news.
Die Jammerdeutschen werden schlechter bezahlt. Ja die Norddeutschen auch gegenüber den Bayern, ich kann mir hier ein Haus leisten und könnte aber nicht die Miete in München leisten.
Schlechter bezahlt, da kann man besser auf die Tränendrüse drücken.
Hoch deutsch ist Amtssprache, und Sie möchten nicht von einem Niederbayern oder Saterländer mit seinem Dialekt unterrichtet werden, und was für Lehrer gilt gilt dann auch für Schüler., sie wollen doch auch verstanden und korrekt geprüft werden können;-)

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hr.lich-daemlich 27.06.2017, 16:37
117.

Zitat von hartwig2
Genauso entstehen Fake news. Die Jammerdeutschen werden schlechter bezahlt. Ja die Norddeutschen auch gegenüber den Bayern, ich kann mir hier ein Haus leisten und könnte aber nicht die Miete in München leisten. Schlechter bezahlt, da kann man besser auf die Tränendrüse drücken. Hoch deutsch ist Amtssprache, und Sie möchten nicht von einem Niederbayern oder Saterländer mit seinem Dialekt unterrichtet werden, und was für Lehrer gilt gilt dann auch für Schüler., sie wollen doch auch verstanden und korrekt geprüft werden können;-)
Haben sie mich jetzt Jammerdeutsch genannt? Weil es Gesetze gibt, die pauschal sagen, dass ich seit Jahrzehnten schlechter bezahlt werden darf (hat ja unglaublich bei der Entwicklung "Ostdeutschlands" geholfen)? Zum Glück ist es gleichberechtigt und sie können hier dann auch per Gesetz weniger verdienen, wenn sie hier her ziehen. Ging mir auch eher darum, dass Falschmeldungen aus dem kalten Krieg auch heute noch als Wahrheiten unterwegs sind.

Ach und das mit der Amtssprache. Wie war das noch? "Wir können alles außer Hochdeutsch" Hab ich wohl versehentlich einem anderen Bundesland zugeordnet. War wohl doch Berlinerisch. Besonders ärgerlich ist es, wenn man lernt, Bayern dürfen, Berliner dürfen nicht im Dialekt in der Schule vortragen. Falls man doch mal aus Versehen Dialekt benutzt hat, wurde das mit Notenabzug belohnt auch wenn man nur mal "Ick" statt "Ich" gesagt hat. Das war für mich nichts anderes als politische Gängelung der Bevölkerung gestartet im ehemaligen Westberlin, da man sich von dem ehemaligen Osten zwingend abgrenzen musste, aber hey, okay, das ist wohl Fake-News. Deswegen hier der voll total absolut nicht verändert Originale Spruch, der seit dem der Berliner Dialekt existiert, nie verändert wurde, niemals: "Icke dette kieke mal. Oogen, Fleesch und Beene ... nein mein Kind, so heißt das nicht: Augen, Fleisch und Beine!" die "Ost"-Variante dieses Spruches hat für mich keine offensichtliche politische Agenda, sondern ist ein Jugendspruch, aber das ist wohl meine Verblendung. Ich werde Ihn hier auch nicht anführen, weil ich mich sonst möglicherweise als Diktaturfreund darstelle, auch wenn der Spruch schon zu vorherigen demokratischen Zeiten existierte. Und hier geht es mir nicht um (ich nenn's mal) "Westbashing", sondern um einen offenen Umgang mit der gesamten Vergangenheit. Es lohnt nicht über Fake-News zu debattieren, wenn wir sie auch gleichzeitig durch die Bevölkerung tragen und nicht wegräumen. Es lohnt auch nicht Menschen zu erzählen, dass ALLES aus Ihrer Vergangenheit nur Lügen waren, wenn hinterher 1+1 immer noch 2 ist.

P.S.: Vor gar nicht zu langer Zeit hat man mit Bedauern festgestellt, dass der Berliner Dialekt am aussterben ist.

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Bernd.Brincken 28.06.2017, 23:54
118. Inhalte

"Bleibt also zu hoffen, dass die Wähler auf Basis dessen entscheiden werden, worum es eigentlich geht: politische Inhalte."
Im Ernst, das hat die Studie des Autors ergeben? Die Leute wählen nicht vor allem eine Partei aus a) Gewohnheit oder b) wirtschaftlichen Gründen oder c) emotionaler Zuneigung zu einem Kandidaten?
Das wäre ja wirklich eine interessante Entwicklung.

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