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Ökobilanz: "Bei der Umweltpolitik ist Deutschland Entwicklungsland"
Malte Koziburski / EyeEm / Getty Images

Der Umweltforscher Klaus Jacob hat im Auftrag der Regierung ermittelt, wie Deutschland im weltweiten Vergleich abschneidet - mit ernüchterndem Ergebnis. Was jetzt nötig wäre und was wir von anderen lernen können.

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dgbmdss 26.03.2019, 14:08
1. Tausche Möglichkeit eines GAUs gegen Sicherheit einer Klimakatastrophe

Es musste jedem klar gewesen sein, dass die Klimaziele nach dem überhasteten Atomausstieg nach der Tsunamikatatrophe 2011 nicht mehr zu halten waren. Als Physikerin kann Merkel hoffentlich rechnen, aber warum sollte sie die dt. Bevölkerung (dieeben nicht rechnen kann oder will) aus ihren Träumen reißen? Mit der verkorksten Energiewende, wo jeder grüne oder BUND Ortsverein Trassenbau wegen Feldhamstern, Lurchen und sonstigem Getier behindern darf, bleiben jetzt nur noch zentrale Gaskraftwerke. Letztendlich haben wir nur die Möglichkeit eines nuklearen GAU gegen die Gewißheit einen Klimakatastrophe getauscht, lügen uns aber weiterhin in die Tasche.

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werner-xyz 26.03.2019, 14:10
2. na ja

Klar gibt es in vielen Ländern sogenannte Leuchtturmprojekte. das ist einfach, dass kann jeder. Viel problematischer wird es flächendeckend und umfassende Änderungen einzuläuten. Das dann gleich wieder das Thema Steuern genannt wird, zeigt, dass die Macher Null Ahnung von sinnvollen Maßnahmen haben. Wie wäre es mal den ganzen Einwegdreck von MCDoof und Co 50 Cent Pfand zu erheben, dann würden die Parkplätze rund um die Läden nicht vor Dreck stehen. Wer Müll aus dem Auto Fenster wirft und dabei erwischt wird 4 Wochen Fahrverbot, dann wären auch unsere Straßen sauberer. Dazu statt Lobby gesteuerter Umweltministerien mal einen Reformer, der den fetten bauern mal auf die Füße tritt und die Gülle Ausbringung stoppt. Wenn man will geht vieles auch ohne zusätzliche Steuern.

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Kostenexplosion 26.03.2019, 14:20
3. Deutschland ist eine Heißdüse.

Deutschland ist eine Heißdüse. Deutschland schwatzt, beschließt dann unrealistisches und tut vor allem so, als sei es allein für den Planeten verantwortlich. Anderswo schwatzt man nicht und beschließt auch keinen Blödsinn tut aber bisweilen realistisches, das dann auch funktioniert..

Die Klimadebatte ist in Deutschland z.B. an dem Punkt angekommen, das man glaubt, das Klima hinge nur noch vom Verhalten der Menschen auf diesem Planeten und insbesondere den Anstrengungen der Deutschen zu seiner Rettung ab. Vor solch einem schwachsinnigen Hintergrund tun wir natürlich zu wenig und landen dann in einem Durchlauferhitzer.

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pizzerino 26.03.2019, 14:22
4.

Sorry, aber schon bei der Überschrift beißts aus. Wir sind also ein Entwicklungsland?
Man muss nicht weit fahren um Regionen zu sehen wo es keine wirkliche Umweltpolitik gibt. Wenig Industrie, diese aber praktisch unreguliert, und Ölwechsel im grünen. Wem oder welchem Zweck diese Selbstkasteiung nützen soll ist mir schleierhaft.

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cabarrus 26.03.2019, 14:24
5. Spannend

wäre das Verhältnis unseres Daten zu denen unserer europäischen Nachbarn. Würde mich allerdings nicht wundern, wenn das dem ein oder anderen nicht in die Agenda passen würde.

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Paddel2 26.03.2019, 14:26
6. Viele Widersprüche

Stichoxidmessungen durch Verkehr finden fast ausschließlich im städtischen Raum statt. Die Grenzwertüberschreitungen sind dabei nachweislich begrenzt lokale Phänomene. Welche Biotope werden denn am Stuttgarter Neckartor bedroht? Diese Verknüpfungen von Sachverhalten sind nichts weiter als Fake News! Seit dem Atomunfall in Fukushima wurde in Deutschland intensiv in regenerative Energien investiert. Die Statistiken zeigen seit Jahren einen deutlichen Anstieg was deren Anteil betrifft. Wenn diese Maßnahmen demnach keinen Einfluss auf unseren CO2-Ausstoß haben, warum wird dann der weitere Ausbau hier als Maßnahme gefordert? Elektromobilität wird gefordert, obwohl deren Ausbau in Asien und Afrika ganze Landstriche zerstören. Diese Formen der unsachlichen Analysen machen mich wütend und bringen uns nicht weiter. Die falschen Menschen bekommen eine Plattform!

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Tolotos 26.03.2019, 14:26
7. Deutschland wird seit über 10 Jahren von der Union regiert!

Und das sind 10 Jahre, in denen die demokratische Willensbildung martktkonform durchgeführt wird.

Und das bedeutet, dass der Umweltschutz hinter der Wirtschaftslobby eingeordnet wird. Oder in Unionssprech: "Freiwillige Selbstkontrolle" für Umweltschutz durch die Wirtschaft.

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claudio_im_osten 26.03.2019, 14:31
8. Natürlich hat Herr Jacob Recht.

Und eine zukunftsgewandte Politik sieht anders aus. Wir Deutschen verlieren und im Klein-Klein und nehmen vor allem die eigenen Vorsätze nicht ernst. Das Ergebnis nennt man dann pragmatische Politik und wählt dafür die CDU/CSU, deren Verkehrsminister selbst für die Diskussion ums Tempolimit den (seinen?) "gesunden Menschenverstand" bemüht.
Wir können uns natürlich nicht mit Kenia vergleichen, denn wir leben in einer hochindustrialisierten Gesellschaft und brauchen daher andere Antworten als Entwicklungsländer. Wie weit wir jedoch von diesen Antworten entfernt sind, zeigen uns nicht nur die im Interview aufgezählten Defizite, sondern derzeit freitags auch die Schüler und Studenten, die offenbar solchen Experten noch zuhören. Und das ist gut so.

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linux 26.03.2019, 14:34
9. Regierung Merkel

Neben all ihren Verdiensten in der Internationalen Politik, haben alle Regierungen Merkel der letzten Jahre innenpolitisch derart viel verschlafen (was nicht nur Merkel sondern auch den unglücklichen Koalitionen zu verdanken war), dass wir mittlerweile in erstaunlich vielen Bereich als Entwicklungsland gelten dürfen, insbesondere nach den eigenen Massstäben gerechnet: Mobilfunk, Internet, Strassen und Schienennetz, Umwelt, ... wir müssen aufpassen, dass dieses Land nicht zum Kodak des 21. Jahrhunderts wird. Die Neuerfindung auf nationaler Ebene hätte schon lange beginnen müssen, mittlerweile hinken wir beträchtlich hinterher.

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